Beiträge von Maerchenfee

    Guten Morgen Stern,

    Mein neues Leben war gleich noch mal um einiges schöner, als ich nach den ganzen Untersuchungen sagen konnte, dass ich keine Schäden vom saufen habe.
    Ich habe so große Erleichterung gespürt, dass mit den Tränen ganz viel Ballast von mir abfiel.

    Deine Erleichterung kann ich so gut nachvollziehen. Ich freue mich mit dir, dass dein Alkoholkonsum ohne gesundheitliche Folgeschäden für dich verlaufen ist. 👍🏻😊😊

    Ich saufe lange Zeit,weiß dass ich meiner Gesundheit schade… nehme mir immer wieder vor Morgen hör ich auf…letzt endlich kann ich es doch für lange Zeit nicht lassen. Am nächsten Tag immer wieder der Vorsatz „Heute höre ich auf…“, dann endlich ist der lang ersehnte Tag X gekommen …ein Game Changer … was für ein gutes Gefühl den Giftstoff Alkohol nicht mehr zu brauchen. Endlich… es stellt sich bei mir eine große Erleichterung ein… Dann im Bewusstsein der neuen Ehrlichkeit mit mir selbst… dem Umgang mit dem Alkohol und seinen Auswirkungen auf das gesamte Leben und meine Gesundheit spüre ich, was ich meinem Körper, der Seele, aber auch meinem Umfeld angetan habe. Diese schonungslose Ehrlichkeit ist für mich sehr schwer auszuhalten, da ich weiß, wie sehr ich meiner Gesundheit geschadet habe. Mit diesen Folgen muss ich jetzt leben und das fällt mir sehr schwer… und doch bin ich froh, der Sucht entkommen zu sein.

    Hallo Linde,

    danke für deine lieben Worte…😊 du weißt ja, wie schwer ich mich am Anfang mit einem Arztbesuch getan habe. Es scheint so, als hätte ich jetzt eine nette neue Hausärztin gefunden. Darüber bin ich froh, das ist in unserer Region gar nicht so einfach.

    Guten Abend,

    inzwischen bin ich 29 Tage abstinent.😊😊 Mein Körper scheint sich gut von dem konsumierten Gift zu erholen. Ich mag inzwischen wieder gerne in den Spiegel schauen. Das ist ein schönes Gefühl, nachdem es lange Zeit gegenteilig war. Ich war in der Zwischenzeit bei einer neuen Ärztin und habe ein EKG machen lassen. Da ist alles in Ordnung. Nächste Woche kommt eine umfangreiche Blutuntersuchung und die Woche darauf wird unter anderem ein Ultraschall der Leber gemacht. Ich bin am Ball… das ist mir am Anfang sehr schwer gefallen. Aber jetzt läuft’s gut. Nach wie vor bin ich jeden Tag draußen an der falschen Luft unterwegs. Gerne, so wie heute, mit dem Fahrrad, auch bei schlechten Wetter. Ich kann inzwischen auch ohne Alkohol wieder gut schlafen. Darüber bin ich sehr froh.😊😊 Durch das bewusste auseinandersetzen mit meiner Alkoholsucht, wird mir mehr und mehr bewusst, was ich meinem Körper damit angetan habe. Die Entgiftung wirkt sich auch auf meinem Psyche positiv aus. Ich werde zunehmend wieder entspannter, ruhiger und gelassener. Ich klettere nicht mehr so schnell auf die Palme. Bin wesentlich aktiver und interessierter an meiner Umwelt. Ich koche wieder leidenschaftlich, gern. Es ist schön zu beobachten wie facettenreich leicht mein Leben geworden ist, nach so kurzer Zeit. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg.😊


    Hallo Lavendelfuchs,

    ich finde mich in vielen Dingen, die du berichtest wieder.

    Ich bin erschöpft von meinem Tag, sodass mir aktive selfcare schon schwerer fällt als die letzten Wochen. Ich achte dennoch so gut es geht auf mich und lasse mir Zeit im Alltag, wenn ich etwas Schönes entdecke, dies auch für mich innerlich mitzunehmen.

    Ich erhoffe mir meine Angststörung und diese krasse Übererregbarkeit meiner Emotionen etwas zu drosseln, bis ich wirksame innere Muster dafür gefunden hab.

    Ich bin froh, den Alkohol hinter mir gelassen zu haben. Ich habe nie gedacht dass das trocken werden, vom Alkohol so vielschichtige Auswirkungen auf meine mentale, physische Gesundheit und meinen Alltag haben wird. Ich bin im Moment sehr dünnhäutig, ich habe Lust aktiv zu sein, bin aber schnell müde und kraftlos. Manchmal überfordert mich das ehrliche und ungeschönte reflektieren meines Konsums und die Auswirkungen meiner Alkoholkrankheit auf mein Leben und meine Gesundheit. Es macht mich traurig zu sehen, was der Alkohol in meinem Leben zerstört hat, unwiderruflich. Auf der anderen Seite bin ich dankbar dafür, dass ich das Gift los bin. Mein Körper kann sich langsam erholen es wird dauern, aber es wird. Ich kann wieder besser denken und fühlen. Kann wieder träumen und hoffen. Vor allem muss ich aufpassen, dass ich mich nicht überfordere, was schnell passiert da mir manchmal die nötige Geduld fehlt.

    Du bist dabei, vieles zu verändern. Aber übernimm Dich nicht. Lass Dir Zeit zum Luftholen und Seele baumeln lassen.

    Elly hat das schön formuliert.
    Der Frühling steht vor der Tür, die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und alles erwacht zu neuem Leben.
    Ich habe das Gefühl, bei uns ist es auch so, als würden wir erwachen aus einer harten, langen und eiskalten Winterzeit. Wir haben die Möglichkeit alles neu zu gestalten, langsam aus der Dunkelheit in das Licht.☀️

    Das macht mich hoffnungsvoll.

    Guten Morgen,

    ich hatte gestern Abend eine Situation, die mich verunsichert und sehr nachdenklich gemacht hat. Ich hatte mehr um die Ohren, als mir gut tat. Ich habe angefangen, das Abendessen zu kochen, als ich auf einmal unter Zeitdruck geriet. Familienmitglied XY hatte sich spontan verabredet(Um 19:00 Uhr muss ich da und da sein..)… wollte aber noch vorher gemeinsam mit der Familie zu Abend essen … (spontane Aktion, vorher nicht abgesprochen,… wie lange dauert es, bis wir essen können…) Ich fühlte mich total unter Druck gesetzt und mein Kochen für die ganze Familie auch wenig gewährt schätzt, zumal das Essen recht aufwändig war. Als ich merkte, dass mich diese Situation innerlich sehr an meine Grenzen brachte, habe ich das Gespräch gesucht und deutlich gemacht, wie sehr mich diese Situation stresst und welche negativen Auswirkungen sie auf meine mentale Verfassung hat. Als wir gemeinsam am Tisch saßen, kam ganz plötzlich dieser Gedanke und ich sagte zu meiner Familie, dass diese Situation früher für mich der Anlass gewesen wäre, ein bis zwei Flaschen Wein zu trinken, um mit der inneren Anspannung klarzukommen. Ich habe spontan eine Flasche Cola Light aufgemacht, und davon ein Glas getrunken. Ich habe dieses Glas Cola sehr genossen, Für mich war das wie ein Ventil um mit meiner innere Anspannung und Überforderung klar zu kommen. Ich muss dazu sagen, dass ich Cola light selten trinke, da ich meine Ernährung umgestellt habe. Ich habe gemerkt, dass mein innerer Druck sich auflöste. Ich habe die Cola quasi als Krücke benutzt. Zum eine um mich zu belohnen, dass ich kein Alkohol getrunken habe. In dieser Situation habe ich mir damit etwas Gutes getan.

    Ich kann diese Situation von zwei Seiten betrachten. Auf der einen Seite ist es mir gelungen, dem Impuls, Alkohol zu trinken, nicht nachzugeben. Ich kann quasi sagen, „Hey, du kannst es, gut gemacht…“ Auf der anderen Seite, habe ich die Cola light als Krücke benutzt, quasi als Stellvertreter für den Alkohol. Ich kann gerade nicht einschätzen, ob das okay ist. Meine Frage ist das okay? Ich bin gerade verunsichert.

    Was ich aber gut finde, ich weiß, wodurch der Impuls Alkohol zu trinken ausgelöst wurde. Durch Stress und Überforderung. Mein Fazit daraus, ich werde versuchen, achtsamer mit mir selbst zu sein.

    Guten Morgen,

    Stern

    Paul_dry

    Wenn ich mich mit meinem Alkoholkonsum auseinandersetze, kann ich nicht von Missbrauch reden.
    Gerade in der Anfangszeit hier brauchte ich es für mich, dass meine Krankheit mit Namen benannt wird.


    Danke für den Hinweis. Als ich mich hier im Forum angemeldet habe, habe ich den Satz „Ich bin eine Alkoholikerin“ zum ersten Mal geschrieben und mich auch zum ersten Mal dazu bekannt. Das ist mir schwer gefallen, war für meine Ehrlichkeit mir selbst gegenüber aber wichtig. Jetzt kann ich dazu stehen und ich weiß, dass es so ist. Ich bin alkoholkrank, eine trockene (😊😊)Alkoholikerin. Seitdem ist für mich mein Status klar. Das macht vieles leichter.

    Missbrauch, das lässt einem immer so einen kleinen Ausweg, im Sinne von: wenn man Alkohol nicht mehr miss-braucht, dann kann man ihn vielleicht wieder ge-brauchen

    Ich habe als Alkoholikerin den Alkohol missbraucht, für alle Gefühle und Emotionen, mit denen ich nicht umgehen konnte… sei es Freude, Belohnung, aber auch Stress, Traurigkeit, Überforderung… für mich ist in meinem Kopf klar, dass es für Alkohol kein Platz mehr in meinem Leben gibt. Er hat mir physisch und psychisch großen Schaden zugefügt und mir mein eigenes Leben aus der Hand genommen… Ich will leben, selbstbestimmt…😊😊

    Vielen Dank für deine guten Wünsche Carl Friedrich. Meine größte Sorge sind meine Finger und Zehen. In den ersten Tagen der Abstinenz war alles okay. Seit 3,4 Tagen habe ich ein Missgefühl, in Form von kribbeln und brennen in den Fingerspitzen und den Zehen. Ich befürchte, dass es eine Polio Neuropathie oder eventuell Diabetes sein könnte. Der Gedanke daran belastet mich sehr und macht mich traurig.🥺 Jetzt heißt es erst mal abwarten.

    In der Zeit, als ich den Alkohol konsumiert habe, habe ich einiges an Gewicht zugelegt. Es ist mir sehr schwer gefallen, mein Körper so zu akzeptieren wie er war… gezeichnet von meinem Leben. Es war mir unmöglich Arzttermine wahrzunehmen, an denen ich mich vor dem Arzt entkleiden musste. Die Vorstellung war einfach zu schrecklich. Insbesondere das Haut Screening beim Hautarzt und die jährliche Kontrolluntersuchung beim Gynäkologen konnte ich nicht wahrnehmen. Ich habe heute auch Termine bei den Fachärzten gemacht. Es war nicht so schlimm wie ich dachte. Dadurch, dass ich keinen Alkohol mehr konsumiere, mich vernünftig ernähre und regelmäßig Fahrrad fahre, habe ich ein anderes Verhältnis zu mir und meinem Körper bekommen. Nach diesen gut zwei Wochen Alkohol Abstinenz hat sich vieles in meinem Leben positiv verändert. Darüber bin ich sehr froh und glücklich. Ich schlafe wieder besser und meine mentale Gesundheit ist eine ganz andere geworden. Das macht mich glücklich.😊😊

    Guten Abend,
    ich habe mich bisher nicht getraut, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen, eventuell zu hören, dass meine Gesundheit mehr Schaden genommen hat, als ich bisher gedacht habe. Mein größtes Handikap einen Arzt aufzusuchen war, dass ich mich unwahrscheinlich für meinen Alkohol Missbrauch geschämt habe und dass ich mir einen neuen Hausarzt suchen muss. Für nächste Woche habe ich einen ersten Kontolltermin bei einer Ärztin uns einen weiteren für eine gründliche Blutuntersuchung gemacht. Ich möchte endlich wissen, woran ich bin. Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt bin ich soweit.
    Ich hoffe, dass die Ergebnisse nicht zu negativ sind. Davor habe ich ein bisschen Angst. Aber die Wahrheit zu wissen, ist besser als den Kopf in den Sand zu stecken. Man sollte nicht glauben, dass dieser Schritt so unheimlich schwierig für mich war. Aber so ist es.

    Stern

    Paul_dry

    Danke, da steckt so viel Wahrheit und Weisheit drin. Das Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen.

    Einen Tag, vorher kommt man mit seinem Leben nicht klar, schießt sich ab, ist überfordert mit allem und belügt und betrügt sich selbst. Einen Tag später beginnst du langsam zu realisieren, was für Riesenprobleme du hast, und beginnst langsam zu verstehen welches Ausmaß an Schwierigkeiten durch das lange Saufen entstanden ist… und stellst fest, dass du die Wahrheit und Realität aus hältst.

    Mehr sogar:

    aber auch schön, fantastisch und neu.


    Freude über jeden nüchternen Tag, Trauer um die vielen verlorenen Jahre, Hoffnung auf Freiheit, der unbändige Wunsch, dass nichts und niemand mich von meinem Weg abbringt,

    🎈

    Hallo Hartmut,

    Ich hab eine Weile über deine Worte nachgedacht. Du hast recht, ich bin im Moment manchmal sehr dünnhäutig. Das liegt daran, dass ich zeitgleich sowohl die Krücke Alkoholkonsum, als auch das Ventil Essen nicht mehr benutze. Bis vor zwölf Tagen habe ich beides benutzt, für alle Emotionen, die mich situativ überfordert (Stress, Trauer, Wut, Angst, Überforderung…)haben, oder als Platzhalter (Hunger…)beziehungsweise als Belohnungssystem..

    Entkommen oder bereitest du dich darauf vor?

    Wenn ich deine letzte Zeile lese, analysierst du alle Emotionen und verbindest es unwillkürlich mit dem Alkohol. Dass die Sucht Alkohol als Lösung anbietet, ist nicht verwunderlich, das ist ihr Job.

    Das war auch jahrelang deine Medizin für alles. Nur hat der Alkohol nicht nur die Wirkung süchtig zu machen, sondern auch die Nebenwirkung, dass er nicht hilft und sich nichts wegsaufen lässt. Sonst würde es dir und vielen andern hier heute richtig blendet gehen. Oder? ;)

    Ich hatte auch keinen guten Zugang mehr zu mir selbst. Den Ist-Zustand könnte ich vergleichen, als wenn ein Tuch von meinem Kopf genommen ist, ich nehme alles wieder wahr. Ich belüge mich selbst nicht mehr und habe meine rosarote Brille abgenommen. Das ist nicht immer einfach auf einmal ehrlich mit mir selbst zu sein.

    Entkommen oder bereitest du dich darauf vor

    Ich bereite mich Schritt für Schritt auf meine lebenslange Trockenheit vor.😊

    Guten Abend Mauri,

    mir geht es genauso wie dir, ich bin froh vom Alkohol zu sein. Bei mir ist es so, je länger ich keinen Alkohol trinke, umso mehr wird mir bewusst, was bei meinem Körper in Schieflage geraten ist. Wenn ich ehrlich zu mir selbst ist, ist das einiges. 😕Manche Dinge, wie beispielsweise die Blutwerte pendeln sich nach einer Zeit der Abstinenz von alleine wieder ein. Andere gesundheitliche Probleme werden bleiben. Manches wird sich bessern, mit anderen Dingen muss ich lernen zu leben.

    Ich habe Bald einen Zahnarzt Termin und werde mir nun auch die Zähne richten lassen. Ich habe das einfach zu lange unterschätzt.

    Ich finde ganz prima , dass du zum Zahnarzt gehst und dir die Zähne richten lässt.👍🏻😊😊 Bestimmt tut es deinem Selbstwertgefühl gut.

    Es ist immer schön zu wissen, dass man mit seinen Sorgen und Probleme nicht alleine ist. Das macht Mut.💚

    Liebe Grüße

    Guten Morgen ihr Lieben,

    ich hatte vor zwei Tagen eine ganz unangenehme und auch heikle Situation. Den ganzen Tag ging es mir gut. Nachmittags bekam ich auf einmal das Gefühl der Schwäche und Müdigkeit, mir wurde auf einmal alles zu viel. Es war so, als ob jemand meinen (Lebens)Stecker und (Energie)Stecker gezogen hat. Ich hatte das Gefühl einer großen Verzweiflung, dass ich es auf Dauer nicht schaffe, der Versuchung des Alkohol zu widerstehen . Ich war so leer, traurig und fühlte mich ausgehöhlt und alleine. Es passierte mir, als ich unter der Dusche stand. Ich habe es kaum geschafft, mich abzutrocknen und wieder anzuziehen. Das Gefühl, allein zu sein und nicht mehr zu können, war ein schreckliches Gefühl. So etwas habe ich in dieser Gefühlsdimension bisher noch nie erlebt. Ich habe überlegt, was meine nächsten Schritte sein könnten, um mir daraus zu helfen. Was mir letztendlich geholfen hat, war der Gedanke, dass ich nicht hilflos ausgeliefert bin. Der Gedanke, dass ich mir hier Hilfe holen kann !! Ich kann hier schreiben! Ich bin nicht allein!! Notfalls hatte ich auch erwogen, beim Sorgentelefon anzurufen, um einfach nicht allein zu sein mit meinen Gedanken. Alleine das Gefühl, dass ich nicht in meinem Gedankenkarussell verharre und somit der Versuchung des Alkohol nicht widerstehen kann, hat mir geholfen. Ich bin dem Alkohol nicht mehr schutzlos ausgeliefert. Ich habe jetzt andere Mittel. Ich glaube das hat mir meinen Popo gerettet. Gott sei Dank!!