Beiträge von traurige32

    Hallo ihr lieben, danke für euren Input. Ich bin mit den Kindern bei Oma geblieben. So ist es für alle am besten. Er hat mich natürlich über WhatsApp schon kontaktiert und scheint wieder halbwegs "normal" - wie immer die große Läuterung. Aber wir bleiben trotzdem bei Oma.


    Auf Wohnungssuche bin ich schon, leider habe ich noch nichts passendes gefunden. Zeitlicher Rahmen ist: schnellstmöglich, sobald ich ne Wohnung gefunden habe möchte ich mit den Kids hier raus.

    Danke Lolli. Ich kann aber ehrlich sagen: ich möchte nicht unbedingt im Haus bleiben. Ich würde es alleine finanziell auch nicht stemmen können. Ich weiß dass mir Unterhalt für die Kinder zustehen wird, aber ich möchte ungern darauf angewiesen sein. Ich kann mir von meinem Gehalt durchaus eine Wohnung in der passenden Größe leisten und würde das vorziehen. Egal wie, finanziell wird es eine Umstellung aber ich weiß dass wir das schaffen werden.


    Vielleicht kennt sich jemand aus: wir haben eine gemeinsame Rechtschutzversicherung, wenn ich zum Anwalt gehe und die in Anspruch nehme, bekommt mein Mann das irgendwie mit? Beziehungsweise kann ich die Versicherung überhaupt nutzen? Wir zahlen sie ja gemeinsam und er wäre ja dann mein "Gegner".

    Ich schäme mich dafür das jetzt zu schreiben: wenn ich die Autoschlüssel mitnehme und er das merkt habe ich Angst dass er randaliert hier zu Hause. (Ist schon mal vorgekommen) Ich weiß ich bin nicht für ihn verantwortlich, aber es ist einfach so mega schwer mich davon frei zu machen. Deshalb möchte ich ja auch endlich die räumliche Trennung.

    Ja die Kinder bleiben noch bis zum Nachmittag weg und ich schaue mal wie es sich entwickelt bis dahin. Tasche ist sowieso gepackt.

    Du hast Recht! Zum Glück ist er mittlerweile eingeschlafen und ich habe etwas Ruhe. Ich hoffe dass er lange genug schläft um etwas auszunüchtern, damit es nicht wieder von vorne losgeht.

    Habt ihr vllt einen Tipp für mich? Wir haben ein Haus, nicht abbezahlt. Er weigert sich auszuziehen, aber ich habe bisher noch keine Wohnung in Aussicht. Ländliche Gegend, wegen meinem Job und Kitaplatz muss ich schon hier im Umkreis bleiben und der Wohnungsmarkt ist wie leer gefegt. Für den Notfall hab ich einen Platz wo ich kurzzeitig mit den Kids hin kann, aber ich will einfach wieder in Frieden leben.

    Hallo Kalinka, bei dir scheint immer noch Hoffnung da zu sein, dass dein Mann sich ändert. Obwohl du selbst nicht denkst dass er das ernst genommen hat. Ich bin ja selbst co, aber kann dir nur als Tipp geben: mach dich unabhängig von ihm (hast du ja schon angefangen), warte nicht mehr auf Veränderung sondern nehme dein Leben selbst in die Hand. Auch wenn es nur kleine Schritte sind!

    Jetzt war endlich etwas Ruhe eingekehrt. Er hat natürlich nicht aufgehört zu trinken. Habe ich auch nicht erwartet. Es war die letzten zwei Wochen ganz in Ordnung. Wir wohnen zwar zusammen, aber halt wirklich als Zweckgemeinschaft bis sich die Wohnsituation geklärt hat.


    Heute ist es aber wieder besonders schlimm, er hat seit gestern Nachmittag durchgesoffen und ist mittlerweile rotzevoll. Statt schlafen zu gehen hat er es jetzt auf mich abgesehen: ich will ihn verlassen, weil ich ihn (angeblich) betrogen habe, weil ich einen neuen Typen habe oder was auch immer. Nichts davon ist wahr... Zwischendurch dann immer wieder übelste Beleidigungen und der Versuch mich zu überreden mit ihm zu schlafen. Es dreht sich immer wieder im Kreis. Zum Glück sind die Kinder seit heute früh mit Oma unterwegs und mussten das nicht mitbekommen. Denn als die Kinder aus dem Haus sind war er noch an seinem "Trinkort". Diese Anschuldigungen gegen mir einfach auf die Nerven und jede Antwort die ich irgendwie gebe ich sowieso die falsche und bringt ihn noch mehr auf die Palme. Ich schaffe es aber auch nicht jetzt einfach zu gehen aus Sorge dass er sich dann besoffen hinters Steuer setzt. Man!

    Es ist so mühsam, jeder kleinste Fortschritt wird gefühlt direkt bestraft. Ich weiß dass er Alkoholiker ist, aber muss er dazu noch so ein Arschloch sein? Sorry, ich muss es einfach so schreiben. Ich hab diesen Menschen mal so sehr geliebt und jetzt ist er einfach ein fremder.

    Hallo summersun, habe deinen kompletten Strang gelesen. Unsere Situationen sind sich sehr ähnlich.

    Ich schicke dir viel Kraft und kann deine Trauer ein bisschen nachvollziehen, aber ich fand die Frage um was du eigentlich trauerst richtig gut. Ich kann nur von mir sprechen aber bei mir ist es eher die Wunschvorstellung von der ich mich verabschieden muss. Vielleicht ist es bei dir ähnlich.

    Darf ich fragen wieso du während der Beziehung keinen Kontakt zu deiner Familie hattest?

    LG

    Danke, das mit den Hilfen werde ich beherzigen!

    Ja weg bleiben wird auf Dauer schwierig, denn wir haben ja noch viele Dinge Zuhause, ich habe nur das nötigste für ein paar Tage mitgenommen. Sollte er wirklich trocken bleiben wäre unser Haus groß genug um eine Zeitlang dort zu leben und sich aus dem Weg zu gehen. Das wäre meine Hoffnung bis einer von uns eine Wohnung gefunden hat. Da gibt es ja auch noch vieles zu klären, unser Haus ist noch nicht abbezahlt und einer alleine kann es nicht stemmen. Im Moment verhält er sich tatsächlich vernünftig, aber durch die Vergangenheit ist bei mir immer die Sorge wie lange es so bleibt.

    Ich danke euch! Ich bin gestern tatsächlich mit den Kindern gegangen. Er hat natürlich die große Änderung gelobt und gestern und heute nichts getrunken (sagt er). Ich Versuche stark zu bleiben und nicht einzuknicken, habe natürlich auch irgendwie Mitleid. Ich möchte am liebsten einfach nur nach Hause, die Kinder selbstverständlich auch. Aber er räumt das Feld nicht... Ich habe etwas Angst was kommt , aber bin froh dem ganzen aus dem Weg gegangen zu sein. Es muss natürlich eine längerfristige Lösung gefunden werden.

    Stern : Bzgl. meiner Angst vor Eskalation: es sind in der Vergangenheit bereits Dinge vorgefallen, Beleidigungen, Bedrohungen und eben das betrunkene Autofahren. Er hat uns körperlich noch nie verletzt, aber der psychische Druck ist zu viel für mich. Habe mir auch heute eine Liste mit Psychotherapeuten rausgesucht und werde die jetzt nach und nach abtelefonieren.

    Danke euch allen fürs Mut machen!

    Ich habe eine Notfalltasche gepackt mit Kleidung für einige Tage sowie wichtigen Dokumenten. Ich denke der Tag rückt näher. Ich habe auch eine Möglichkeit spontan unterzukommen. Eine Bekannte ist 3 Wochen in Urlaub und ich habe den Schlüssel, im Notfall darf ich mit den Kindern in ihrem Haus unterkommen. Das habe ich schon geklärt. In den letzten Tagen habe ich viel darüber nachgedacht wie weit ich im letzten Jahr gekommen bin und auch wenn es weniger ist als erhofft, war ich nicht untätig:


    -habe meine Arbeitszeiten angepasst um zeitlich komplett unabhängig von meinem Mann zu sein, was Kinderbetreuung etc angeht

    -habe Teile der Familie, eine gute Freundin sowie jetzt die bekannte über die Ausbrüche meines Mannes und die trinkerei informiert

    -übernehme Verantwortung für die Kinder und mich

    -habe mich emotional von meinem Mann distanziert (er spürt es leider mittlerweile)

    Kann mir vllt jemand sagen wie man im geschlossenen Bereich Zugriff erhält? Ich hätte noch mehr zu erzählen, allerdings könnte sich dann jemand wiedererkennen und davor habe ich zu viel Angst.

    Meine Panik hat mich angetrieben , ich habe Angst vor dem Moment wenn mein Mann von der Arbeit kommt (es gab schlechte Nachrichten dort). Aber die Notfalltasche gibt mir Sicherheit. Ich habe auch etwas Bargeld bei Seite gelegt.

    Hallo zusammen, da bin ich wieder. Regelmäßig habe ich hier im Forum mitgelesen aber konnte mich nicht aufraffen zu schreiben. Mein Mann war zwischenzeitlich im Entzug+Reha, allerdings war das alles nicht von langer Dauer (knapp 5 Wochen nüchtern). Ich würde das als Trinkpause bezeichnen, so habe ich das oft hier gelesen. Es fällt mir momentan sehr schwer den Alltag aufrecht zu halten und für meine Kinder da zu sein. Ich bin einige Schritte gegangen und habe mich distanziert, ich habe es aber nicht geschafft ihn "Ganz sich selbst" zu überlassen und arbeite weiter daran. In meinem Kopf ist immer noch das Thema Trennung sehr groß und ich Frage mich wann ich ihm das am besten mitteilen kann um eine Eskalation zu verhindern. Ich kann und will nicht so weitermachen, selbst wenn er trocken werden würde (wovon ich nicht ausgehe) möchte ich mit ihm nicht mehr zusammen sein. Die Zeit während er in der Reha war, war sehr erleichternd für mich. Ich konnte richtig durchatmen und mich voll und ganz auf die Kinder und mich konzentrieren. Aktuell ist wieder jeden Tag die Angst da, dass er sich voll laufen lässt. Das hört sich jetzt bescheuert an, aber so lange er nur "ein bisschen" trinkt komme ich damit klar, wenn er voll ist, bin ich jedes Mal kurz vor einer Panikattacke (mit Übelkeit, Durchfall, Herzrasen). Ich muss die Reißleine ziehen, das weiß ich. Ich weiß nur noch nicht wie. Ich musste mir das ganze jetzt einfach von der Seele schreiben, auch wenn ich in diesem Jahr nicht so weit gekommen bin wie gewünscht. Ganz liebe Grüße und danke fürs lesen.

    Hallo, ich wollte dir nur mal schreiben, dass ich deinen ganzen Faden durchgelesen habe und dich sehr gut verstehen kann. Nach so vielen Jahren diesen Schritt zu gehen ist unfassbar schwer, aber wie du bereits festgestellt hast, wirst du alleine klar kommen und diese Erkenntnis hat mir zb schon sehr geholfen! Diese Diskussionen die du beschreibst kenne ich auch zur genüge, es ist einfach sinnlos und kommt bei den abhängigen nicht an,

    Er muss doch „nur“ aufhören zu trinken. Sollte ja kein Problem sein, wenn er kein Alkoholiker ist.
    Aber ihm ist das ja anscheinend alles egal ;)

    Das hier kann ich nur unterschreiben!!! Ich wünsche dir alles gute, viel Kraft und ich werde hier bei dir weiter mitlesen :)

    Hallo zusammen,

    gestern bin ich nicht mehr zum Schreiben gekommen, denn ich bin bis gerade eben in auroras Thread versunken ken ^^ der ist zwar nun schon 17 Jahre alt, aber hat mir unglaublich viel Mut gemacht. Aurora Hut ab, wie schnell du so eine positive Veränderung in deinem Leben bewirken konntest und dass du immer noch hier bist und newbies wie mir mit deinen Beiträgen hilfst. Vor allem dein Auszug hat mich beeindruckt. So habe ich gleich mal hier in der Ecke nach Wohnungen gesucht, leider ist wirklich alles sehr teuer und es gibt generell nur wenige freie Wohnungen. Aber ich habe schonmal angefangen zu "tr äumen " wie es mit mir und den Kindern alleine laufen könnte. Ich werde mich jetzt mal schlau machen, wie es finanziell klappen könnte - ich bin halbtags berufstätig und hab daher natürlich nicht so besonders viel. Aber ich denke es würde schon aufgehen. Nur eine Doppelbelastung (wir haben ein Haus, welches noch nicht abbezahlt ist) wäre für mich wahrscheinlich nicht stemmbar. Aber da wird sich schon eine Lösung finden.

    Das mit dem Urlaub ist ganz großer Mist, da hast du Recht, gebucht haben wir als es gerade mal wieder so aussah als würde "alles gut werden". Mal sehen ob es stattfindet, ich nehms locker - dann ist das Geld halt weg. Würde am liebsten mit den Kids alleine fahren.

    Nova : ja im betrunkenen Zustand lässt der Respekt zu wünschen übrig. Nüchtern der liebste Mann und betrunken ein ar***... Habe ich hier jetzt so oft gelesen und ganz ehrlich, jedes Mal wenn es sowas sagt bestärkt es mich in meinem Entschluss zu gehen. Und das mit Respekt und liebe sehe ich auch so, denn so behandelt man keinen Menschen der einem viel bedeutet. Natürlich wäre es toll wenn er das Feld (unser Haus) räumt, aber das wird nicht passieren.


    Das mit der Panik bzgl MPU ist glaube ich mein Co-Denken. Ich fühle mich dann doch wieder für ihn verantwortlich. Aber daran arbeite ich, heute wollte er wieder darüber reden, aber ich habe abgeblockt und ihm gesagt, dass es sein Führerschein ist der auf der Kippe steht und nicht meiner. Er war erstmal perplex, denn so kennt er mich ja nicht. Habe ihm ja schließlich die letzten gut 15 Jahre alles abgenommen.

    Ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass mir das lesen und schreiben hier gut tut, vor allem in Momenten in denen ich in meine alten Denkmuster Zurückfalle. Unsere Beziehung hat keine Chance mehr, dafür ist zu viel passiert - jetzt gilt es das ganze sauber zu beenden. Auch wenn es noch ein paar Wochen (vllt Monate) Dauert.

    Danke euch beiden für eure ausführlichen und hil reichen Beiträge. Ich habe in den letzten zwei Tagen sehr viele Beiträge der co's komplett durchgelesen und mich in vielen wiedererkannt. Ich bin mir klar darüber, dass ich den Absprung schaffen möchte und werde. Mein erster Schritt ist jetzt Abgrenzung: Es sind seine Probleme und nicht meine. Er muss damit klarkommen. Ich habe mich auch soweit Distanziert, dass ich die Abende an denen er stark alkoholisiert ist nicht mehr mit ihm verbringe und im Zweifelsfall ins Bett gehe. Ich konnte mir dadurch viel spott und Vorwürfe anhören, zb "zieh dir den Stock aus'm ar***, früher warst du nicht so ne Ziege, das sind die Weiber über 30 die plötzlich frigide werden, und noch vieles mehr. Am schlimmsten fand ich: dir würde Alkohol auch mal gut tun. All diese Worte prallen natürlich nicht an mir ab, allerdings in der Hinsicht dass sie mich noch weiter von ihm entfernen.

    Was mir sehr schwerfällt ist ihm mit seinen Problemen alleine zu lassen, weil er extremen Druck auf mich aufbaut (wie ihr beide schon erkannt habt). Gerade die Führerschein Geschichte belastet mich extrem und ich stehe manchmal kurz vor einer Panikattacke wenn ich mich damit beschäftige. Ich lese in diesen Situationen hier oder atme tief durch. Von meiner Freundin habe ich auch ein paar hilfreiche Tipps bekommen wie man in diesen Situationen wieder runter kommen kann. Jetzt werde ich gerade von meiner Tochter gebraucht 😅 ich hoffe ich komme vielleicht später nochmal zum weiterschreiben. Ich bedanke mich schonmal herzlich bei euch

    Hallo Nova,

    erstmal danke für deinen ausführlichen Text. Ich denke für meine Mutter ist eine "gescheiterte" Ehe einfach das Zeugnis für ein gescheitertes Leben. Ich habe zu ihr kein besonders enges Verhältnis, weshalb es mir überhaupt schwer fiel mich ihr zu offenbaren. Auch einer sehr engen Freundin habe ich im letzten Jahr die Wahrheit gesagt. Leider wohnt sie 2 Stunden von mir entfernt. Sie unterstützt mich zwar über WhatsApp aber was mir zb bei einer Trennung wichtig wäre, wäre ein Ort an dem ich kurzfristig mit meinen Kindern unterkommen kann - wo mein Mann definitiv nicht an uns rankommt. Meine größte Sorge sind verbale Ausfälle vor den Kindern sowie seine Drohung sich selbst etwas anzutun.


    Bezüglich der MPU ist es so, dass er aktuell seinen Führerschein noch hat und erst danach entschieden wird ob er ihn abgeben muss, dieses Vorgehen war mir neu und ist wohl auch Recht unüblich. Er droht mir immer wieder damit dann nicht mehr zur Arbeit zu gehen und auch seine zahlreichen Arzttermine nicht mehr wahrzunehmen. Das weckt in mir Existenzängste, da er der Hauptverdiener ist. Auch mache ich mir natürlich um seine Gesundheit große Sorgen, da er verschiedene chronische Erkrankungen hat. Ich weiß aus vielen Beiträgen hier, dass der abhängige für sich selbst verantwortlich ist und das ist natürlich richtig, ich muss da einfach lernen mich noch mehr abzugrenzen. Oft sage ich mir dann, dass ich mich ohnehin trenne und er dann auch ohne mich klarkommen muss. Ob und wie er das schafft ist seine Sache. Aber sich das sagen und es durchziehen sind leider zwei paar Schuhe.

    Ich habe auch regelmäßig viel hier gelesen,vor allem im CO-bereich. Vieles hat mir Mut gemacht und mich in meiner Entscheidung bestärkt, aber den ersten Schritt muss ich natürlich gehen.

    Ich hatte bereits Anfang 2023 Kontakt mit einer Suchtberatung, allerdings war das weniger hilfreich, da sie meinten sie wären eher für meinen Mann zuständig als für mich. Eine SHG habe ich nur hier bei euch online, im echten Leben fällt es mir terminlich schwer, da ich mich praktisch alleine um die Kinder kümmere, arbeiten gehe und dadurch zeitlich sehr gebunden bin. Und wenn ich mir meinen Text so durchlese, hört sich das alles irgendwie nach Ausreden an. Aber das sind einfach meine Gedanken so momentan. Die Hoffnung dass doch nochmal alles gut wird ist irgendwo im Hinterkopf auch wenn sie immer kleiner wird. Wir haben auch einen Urlaub gebucht, der nächste Woche startet und ganz ehrlich - ich habe mehr Angst vor seinen Eskapaden als Vorfreude... ;( ich danke dir schon mal ganz herzlich und werde mich noch weiter durchlesen!

    Noch eins was mich sehr belastet: es kommt mir immer mehr so vor als hätte ich ein Zusätzliches Kind und keinen Mann. Alles muss ich für ihn regeln, ihm jegliche Last abnehmen. Ich gehe wie auf eierschalen. Die MPU steht immer noch im Raum, es werden ärztliche Gutachten verlangt, um welche ich mich wieder kümmern muss. Wenn ich es nicht tue, trifft sein ganzer Zorn auf mich, dann habe ich richtig angst. Mir ist nur noch kotzübel. Kennt das jemand?

    Ich bin nicht weiter gekommen. Mir geht es täglich schlechter. Ich bin völlig überfordert mit der Situation. Ich weiß dass eine Trennung der einzige Weg ist. Und ich habe mich geschämt hier zu schreiben, dass ich es immer noch nicht geschafft habe. Ich fühle mich feige und weiß einfach nicht wo ich anfangen soll. Ich habe keine Angst vorm allein sein, ich werde das irgendwie schaffen. Ich habe Angst es ihm zu sagen, Angst vor der Reaktion aber auch Angst vor der Zukunft wenn ich es nicht tue. Der Versuch mit meiner Mutter zu reden war leider nicht hilfreich, sie ist der Meinung dass man an einer Beziehung arbeiten muss und dass sein Trinkverhalten doch gar nicht so schlimm ist. Dabei hat sogar sie ihn schon unter Alkoholeinfluss wütend erlebt. Von ihr ist keine Hilfe zu erwarten. Ich gehe immer mehr kaputt. Und ich weiß dass ihr Recht habt, aber ich schaffe es nicht den Schritt zu gehen. Ich weiß auch nicht was ich mir davon erwarte hier zu schreiben:( aber es musste einfach raus. Ich wäre so gerne stark

    Liebe Cadda, du hast ja Recht mit der MPU, es ist nur so schwer für mich das alles mitzuerleben und diese Existenzängste zu haben. Natürlich einerseits für ihn und andererseits für unsere ganze Familie - da frag ich mich dann ob ich doch noch nicht ganz abgeschlossen habe. Er hat jetzt seit Samstag nichts getrunken, hat mich aber eben gefragt ob es eklig wäre ein Bier zu trinken, ich habe bejaht. Ich finde Alkohol mittlerweile generell nur noch ekelhaft. Ich bin mir sicher dass es sich nur um wenige Tage handelt bis er wieder zur Flasche greift - so ist es einfach immer. Er sieht sein Problem nicht. Andere trinken ja viel mehr und öfter und alle seine Arbeitskollegen trinken eh jeden Tag, so seine Aussagen.

    Er war heute beim Facharzt und hat sich wegen seiner Depressionen 4 Wochen krank schreiben lassen.. ob das was hilft? Ich glaube nicht. Aber aufgrund dessen konnte ich nicht in Ruhe Kontakt mit meiner Mutter aufnehmen, ich wollte nicht dass er das mitbekommt. Habe zu ihr kein so gutes Verhältnis dass wir uns zwischendurch einfach mal sehen sondern immer nur zu Familienfeiern, etc. Da wäre es direkt auffällig gewesen. || aber jetzt hab ich ihn natürlich auch wieder einige Wochen hier um mich herum sitzen.