traurige32 - Vorstellung Co-abhängig

  • Liebe traurige,

    ich lass dir jetzt mal meinen Beitrag da. Du hast überhaupt keine Schuld an der MPU oder das dein Mann betrunken gefahren ist. Warum ich das sage? Ich bin Co und habe mich selbst als Co in betrunkenem Zustand hinters Steuer gesetzt! Nachdem ich jahrelang das selbe meinem Mann gepredigt habe! Ironie des Schicksals!

    Gott,was bin ich mit mir ins Gericht gezogen und hab mir gedacht du blöde Kuh, wenn es einen erwischen sollte dann deinen Mann! Nein mich hat es erwischt! Nun das habe ich selbst zu verantworten und niemand anderes! So schauts aus!

    Wenn jemand die Verantwortung dafür übernehmen muss besoffen Auto zu fahren und damit andere zu gefährden dann ist es derjenige der sich besoffen hinters Steuer gesetzt hat und niemand anderes!

    Lg Mg

  • Ich konnte mir dadurch viel spott und Vorwürfe anhören, zb "zieh dir den Stock aus'm ar***, früher warst du nicht so ne Ziege, das sind die Weiber über 30 die plötzlich frigide werden, und noch vieles mehr. Am schlimmsten fand ich: dir würde Alkohol auch mal gut tun.

    Tja, da ist dann wohl absolut Null mit Einsicht zu rechnen und du darfst dir noch so Sprüche von ihm anhören. Und die finde ich echt sowas von respektlos!
    Na dann, liebe traurige32, steck dir mal den Stock tiefer in den A.... und lass ihn sich mal schön alleine um seinen Mist kümmern. Also echt, was ein Spruch!
    Und diese Ü30 Sache find ich auch total daneben. Schätze, er ist derjenige, der frustriert ist, weil du ihn aufgrund seines Benehmens und seines Konsums nicht mehr an dich ranlässt. Hat er sich doch so ausgesucht. Mein Ex-Mann hat mir auch hin und wieder ähnliche Sprüche reingehauen. Als mir die Respektlosigkeiten zu viel wurden, war irgendwann das Maß voll. Wo kein Respekt mehr ist in einer Beziehung, ist doch auch keine Liebe mehr, oder?

    Wieso bekommst du Panik, wenn du an "seine" MPU denkst?

  • Hallo zusammen,

    gestern bin ich nicht mehr zum Schreiben gekommen, denn ich bin bis gerade eben in auroras Thread versunken ken ^^ der ist zwar nun schon 17 Jahre alt, aber hat mir unglaublich viel Mut gemacht. Aurora Hut ab, wie schnell du so eine positive Veränderung in deinem Leben bewirken konntest und dass du immer noch hier bist und newbies wie mir mit deinen Beiträgen hilfst. Vor allem dein Auszug hat mich beeindruckt. So habe ich gleich mal hier in der Ecke nach Wohnungen gesucht, leider ist wirklich alles sehr teuer und es gibt generell nur wenige freie Wohnungen. Aber ich habe schonmal angefangen zu "tr äumen " wie es mit mir und den Kindern alleine laufen könnte. Ich werde mich jetzt mal schlau machen, wie es finanziell klappen könnte - ich bin halbtags berufstätig und hab daher natürlich nicht so besonders viel. Aber ich denke es würde schon aufgehen. Nur eine Doppelbelastung (wir haben ein Haus, welches noch nicht abbezahlt ist) wäre für mich wahrscheinlich nicht stemmbar. Aber da wird sich schon eine Lösung finden.

    Das mit dem Urlaub ist ganz großer Mist, da hast du Recht, gebucht haben wir als es gerade mal wieder so aussah als würde "alles gut werden". Mal sehen ob es stattfindet, ich nehms locker - dann ist das Geld halt weg. Würde am liebsten mit den Kids alleine fahren.

    Nova : ja im betrunkenen Zustand lässt der Respekt zu wünschen übrig. Nüchtern der liebste Mann und betrunken ein ar***... Habe ich hier jetzt so oft gelesen und ganz ehrlich, jedes Mal wenn es sowas sagt bestärkt es mich in meinem Entschluss zu gehen. Und das mit Respekt und liebe sehe ich auch so, denn so behandelt man keinen Menschen der einem viel bedeutet. Natürlich wäre es toll wenn er das Feld (unser Haus) räumt, aber das wird nicht passieren.


    Das mit der Panik bzgl MPU ist glaube ich mein Co-Denken. Ich fühle mich dann doch wieder für ihn verantwortlich. Aber daran arbeite ich, heute wollte er wieder darüber reden, aber ich habe abgeblockt und ihm gesagt, dass es sein Führerschein ist der auf der Kippe steht und nicht meiner. Er war erstmal perplex, denn so kennt er mich ja nicht. Habe ihm ja schließlich die letzten gut 15 Jahre alles abgenommen.

    Ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass mir das lesen und schreiben hier gut tut, vor allem in Momenten in denen ich in meine alten Denkmuster Zurückfalle. Unsere Beziehung hat keine Chance mehr, dafür ist zu viel passiert - jetzt gilt es das ganze sauber zu beenden. Auch wenn es noch ein paar Wochen (vllt Monate) Dauert.

  • Hallo Traurige,

    ja im betrunkenen Zustand lässt der Respekt zu wünschen übrig. Nüchtern der liebste Mann und betrunken ein ar***...

    Das zeigt aber, dass Menschen, die sich so absolut respektlos wie von Dir beschrieben verhalten, grundsätzlich ziemlich miese Charakterzüge in sich haben.

    Denn es gibt sehr viele Alkoholiker, die auch betrunken kein A........ werden/sind und sich so benehmen.

    Ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass mir das lesen und schreiben hier gut tut, vor allem in Momenten in denen ich in meine alten Denkmuster Zurückfalle.

    Das finde ich klasse und ich freue mich, dass Du hier Kraft schöpfen kannst.

    LG Cadda

  • Hallo zusammen, da bin ich wieder. Regelmäßig habe ich hier im Forum mitgelesen aber konnte mich nicht aufraffen zu schreiben. Mein Mann war zwischenzeitlich im Entzug+Reha, allerdings war das alles nicht von langer Dauer (knapp 5 Wochen nüchtern). Ich würde das als Trinkpause bezeichnen, so habe ich das oft hier gelesen. Es fällt mir momentan sehr schwer den Alltag aufrecht zu halten und für meine Kinder da zu sein. Ich bin einige Schritte gegangen und habe mich distanziert, ich habe es aber nicht geschafft ihn "Ganz sich selbst" zu überlassen und arbeite weiter daran. In meinem Kopf ist immer noch das Thema Trennung sehr groß und ich Frage mich wann ich ihm das am besten mitteilen kann um eine Eskalation zu verhindern. Ich kann und will nicht so weitermachen, selbst wenn er trocken werden würde (wovon ich nicht ausgehe) möchte ich mit ihm nicht mehr zusammen sein. Die Zeit während er in der Reha war, war sehr erleichternd für mich. Ich konnte richtig durchatmen und mich voll und ganz auf die Kinder und mich konzentrieren. Aktuell ist wieder jeden Tag die Angst da, dass er sich voll laufen lässt. Das hört sich jetzt bescheuert an, aber so lange er nur "ein bisschen" trinkt komme ich damit klar, wenn er voll ist, bin ich jedes Mal kurz vor einer Panikattacke (mit Übelkeit, Durchfall, Herzrasen). Ich muss die Reißleine ziehen, das weiß ich. Ich weiß nur noch nicht wie. Ich musste mir das ganze jetzt einfach von der Seele schreiben, auch wenn ich in diesem Jahr nicht so weit gekommen bin wie gewünscht. Ganz liebe Grüße und danke fürs lesen.

  • Erst mal: Willkommen zurück, gut, dass Du Dir diese Zeit für Dich nimmst!

    Hast Du Deinen eigenen Faden noch mal durchgelesen? Ich habe es getan und festgestellt, dass Dich diese Frage schon im Januar/Februar beschäftigt hat, und Ava hat darauf geantwortet.

    Warum willst Du ihm das jetzt schon miteilen? Ist da noch eine klitzekleine Hoffnung, dass er doch noch zur Besinnung kommt? Oder hast Du das Gefühl, ohne vorheriges Beichten Deiner Trennungsabsichten damit nicht anfangen zu dürfen, ihn sonst zu hintergehen, womöglich Eure Ehe zu verraten?

    Andersrum wird ein Schuh draus. Er hintergeht Dich und die Kinder mit dem Alkohol und lässt Dir keine andere Wahl, als die Kinder und Dich zu schützen. Und so, wie er sich bisher verhalten hat, hast Du guten Grund, eine Eskalation zu fürchten.

    Pass auf Dich auf, erzâhl ihm nichts von diesem Forum und von der Trennung erst, wenn sie unmittelbar bevorsteht - und möglichst nicht ohne schützende Gesellschaft!

  • Ich habe eine Notfalltasche gepackt mit Kleidung für einige Tage sowie wichtigen Dokumenten. Ich denke der Tag rückt näher. Ich habe auch eine Möglichkeit spontan unterzukommen. Eine Bekannte ist 3 Wochen in Urlaub und ich habe den Schlüssel, im Notfall darf ich mit den Kindern in ihrem Haus unterkommen. Das habe ich schon geklärt. In den letzten Tagen habe ich viel darüber nachgedacht wie weit ich im letzten Jahr gekommen bin und auch wenn es weniger ist als erhofft, war ich nicht untätig:


    -habe meine Arbeitszeiten angepasst um zeitlich komplett unabhängig von meinem Mann zu sein, was Kinderbetreuung etc angeht

    -habe Teile der Familie, eine gute Freundin sowie jetzt die bekannte über die Ausbrüche meines Mannes und die trinkerei informiert

    -übernehme Verantwortung für die Kinder und mich

    -habe mich emotional von meinem Mann distanziert (er spürt es leider mittlerweile)

    Kann mir vllt jemand sagen wie man im geschlossenen Bereich Zugriff erhält? Ich hätte noch mehr zu erzählen, allerdings könnte sich dann jemand wiedererkennen und davor habe ich zu viel Angst.

    Meine Panik hat mich angetrieben , ich habe Angst vor dem Moment wenn mein Mann von der Arbeit kommt (es gab schlechte Nachrichten dort). Aber die Notfalltasche gibt mir Sicherheit. Ich habe auch etwas Bargeld bei Seite gelegt.

  • Genau, länger als 4 Wochen angemeldet, aber auch länger als 4 Wochen am Stück aktive Beteiligung am Forum. Dann kannst du dich bei einem von uns Moderatoren per PN melden.

    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Alles klar danke 👍 dann begnüge ich mich bis dahin mit meinem Beitrag.

    Mein Mann bombardiert mich gerade auf WhatsApp mit Nachrichten, ich ahne böses. Stehe kurz vor einer Panikattacke, aber ich Versuche ruhig zu bleiben und zur Not schnappe ich die Kinder und wir sind weg.

  • In meinem Kopf ist immer noch das Thema Trennung sehr groß und ich Frage mich wann ich ihm das am besten mitteilen kann um eine Eskalation zu verhindern.

    Warum denkst du, dass die Situation eskalieren könnte, wenn du deinen Mann mit deinem Wunsch, dich zu trennen, konfrontierst? Was genau meinst du mit ‚Eskalation‘?

    Ich kann und will nicht so weitermachen, selbst wenn er trocken werden würde (wovon ich nicht ausgehe) möchte ich mit ihm nicht mehr zusammen sein.

    Damit steht deine Entscheidung doch schon fest.

    Ich musste mir das ganze jetzt einfach von der Seele schreiben, auch wenn ich in diesem Jahr nicht so weit gekommen bin wie gewünscht.

    Ich finde, du bist schon ganz schön weit gekommen.
    Du weißt, was du nicht mehr willst. Du hast einen Plan, wie es weitergeht. Du hast dich distanziert und du hast erste Schritte für eine Trennung unternommen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Mein Mann bombardiert mich gerade auf WhatsApp mit Nachrichten, ich ahne böses. Stehe kurz vor einer Panikattacke, aber ich Versuche ruhig zu bleiben und zur Not schnappe ich die Kinder und wir sind weg.

    Du schreibst, dass Du „zur Not“ die Kinder schnappst und weg gehst.

    Du hast Angst, das lese ich aus Deinen Beiträgen, Du schreibst sogar, dass Du kurz vor einer Panikattacke bist.

    Deshalb frage ich einfach mal:

    Ist die Not nicht eigentlich längst eingetreten??


    LG Cadda

  • Ich danke euch! Ich bin gestern tatsächlich mit den Kindern gegangen. Er hat natürlich die große Änderung gelobt und gestern und heute nichts getrunken (sagt er). Ich Versuche stark zu bleiben und nicht einzuknicken, habe natürlich auch irgendwie Mitleid. Ich möchte am liebsten einfach nur nach Hause, die Kinder selbstverständlich auch. Aber er räumt das Feld nicht... Ich habe etwas Angst was kommt , aber bin froh dem ganzen aus dem Weg gegangen zu sein. Es muss natürlich eine längerfristige Lösung gefunden werden.

    Stern : Bzgl. meiner Angst vor Eskalation: es sind in der Vergangenheit bereits Dinge vorgefallen, Beleidigungen, Bedrohungen und eben das betrunkene Autofahren. Er hat uns körperlich noch nie verletzt, aber der psychische Druck ist zu viel für mich. Habe mir auch heute eine Liste mit Psychotherapeuten rausgesucht und werde die jetzt nach und nach abtelefonieren.

    Danke euch allen fürs Mut machen!

  • Es ist gut, dass du mit den Kindern gegangen bist. Damit hast du einen ganz wichtigen und großen Schritt für euch gemacht. Wirklich ganz große Klasse.

    Ich Versuche stark zu bleiben und nicht einzuknicken, habe natürlich auch irgendwie Mitleid.

    Mitleid nimmt dir nicht deine Angst. ‚Einknicken‘ bedeutet: Es ändert sich nichts.

    Angst ist immer begründet und sie wird nicht kleiner, wenn du bei dir nichts änderst.
    Gehen ist eine große Veränderung, Wegbleiben die größte, die du für dich erreichen kannst.

    Habe mir auch heute eine Liste mit Psychotherapeuten rausgesucht und werde die jetzt nach und nach abtelefonieren.

    Nimm alle Hilfe, die du bekommen kannst.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Danke, das mit den Hilfen werde ich beherzigen!

    Ja weg bleiben wird auf Dauer schwierig, denn wir haben ja noch viele Dinge Zuhause, ich habe nur das nötigste für ein paar Tage mitgenommen. Sollte er wirklich trocken bleiben wäre unser Haus groß genug um eine Zeitlang dort zu leben und sich aus dem Weg zu gehen. Das wäre meine Hoffnung bis einer von uns eine Wohnung gefunden hat. Da gibt es ja auch noch vieles zu klären, unser Haus ist noch nicht abbezahlt und einer alleine kann es nicht stemmen. Im Moment verhält er sich tatsächlich vernünftig, aber durch die Vergangenheit ist bei mir immer die Sorge wie lange es so bleibt.

  • Habe mir auch heute eine Liste mit Psychotherapeuten rausgesucht und werde die jetzt nach und nach abtelefonieren.

    An Deiner Stelle würde ich mit meiner Hausärztin sprechen, vielleicht weiß sie jemanden, der noch Termine freihat. Oder aber sie kann Dir anderweitig erstmal helfen.

    Wenn Dein Mann tatsächlich von heute auf morgen aufhört zu trinken, dann kommt er in den kalten Entzug und auch das kann u.U. auch für Dich gefährlich werden. Er wird dann gänzlich unberechenbar.

    Bitte pass auf Dich auf!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Jetzt war endlich etwas Ruhe eingekehrt. Er hat natürlich nicht aufgehört zu trinken. Habe ich auch nicht erwartet. Es war die letzten zwei Wochen ganz in Ordnung. Wir wohnen zwar zusammen, aber halt wirklich als Zweckgemeinschaft bis sich die Wohnsituation geklärt hat.


    Heute ist es aber wieder besonders schlimm, er hat seit gestern Nachmittag durchgesoffen und ist mittlerweile rotzevoll. Statt schlafen zu gehen hat er es jetzt auf mich abgesehen: ich will ihn verlassen, weil ich ihn (angeblich) betrogen habe, weil ich einen neuen Typen habe oder was auch immer. Nichts davon ist wahr... Zwischendurch dann immer wieder übelste Beleidigungen und der Versuch mich zu überreden mit ihm zu schlafen. Es dreht sich immer wieder im Kreis. Zum Glück sind die Kinder seit heute früh mit Oma unterwegs und mussten das nicht mitbekommen. Denn als die Kinder aus dem Haus sind war er noch an seinem "Trinkort". Diese Anschuldigungen gegen mir einfach auf die Nerven und jede Antwort die ich irgendwie gebe ich sowieso die falsche und bringt ihn noch mehr auf die Palme. Ich schaffe es aber auch nicht jetzt einfach zu gehen aus Sorge dass er sich dann besoffen hinters Steuer setzt. Man!

    Es ist so mühsam, jeder kleinste Fortschritt wird gefühlt direkt bestraft. Ich weiß dass er Alkoholiker ist, aber muss er dazu noch so ein Arschloch sein? Sorry, ich muss es einfach so schreiben. Ich hab diesen Menschen mal so sehr geliebt und jetzt ist er einfach ein fremder.

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