Du klingst nach ner kämpferin liebe mine. Danke dass du deine erfahrungen hier teilst
Beiträge von koda
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Zumindest weisst du für dich dass hier deine grenze erreicht ist. Wo sie für ihn ist, wird sich ja erst noch herausstellen. Er hat es weit kommen lassen. Und selbst wenn das gift aus seinem körper raus ist, ist es noch lange nicht aus seiner gedanken- und gefühlswelt draussen. Wer so tief drinsteckt(e) hat einen harten weg vor sich. Ich wünsch dir viel kraft mine. Nutz die zeit um für dich herauszufinden, wie es weitergehen kann, für dich und deine kinder. Der kleine mag kognitiv noch nichts erfassen, aber deine kinder bekommen ja dein gefühlsleben sehr wohl mit. Selbst wenn sie sich später nicht erinnern können. Nichts schönreden. Finde heraus, mit was du es zu tun hast, also ist zustand und folgen. Das hab ich für mich herausgefunden, es hilft den eigenen weg zu finden.
Fühl dich umarmt, schreib dir alles vom gemüt. Hier wirst du gelesen. Alles gut für deinen tag!
Lg koda
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Vielleicht kann es trotzdem helfen was in dir vorgeht für dich aufzuschreiben. Vielleicht verschafft die situation dir eine atempause, um mal sacken zu lassen was passiert ist.
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Das mit dem -nur bier- sehe ich auch skeptisch. Entscheidend ist ja der alkohol der in den körper gelangt, bier beinhaltet nur mehr flüssigkeit. Ich bin EKA, mein vater hat so lange ich denken kann nur bier oder wein getrunken, das allerdings in rauhen mengen. Er war immer stolz drauf nie krank zu sein. Krank war er dann trotzdem regelmässig, vom kater. Die sichtbaren folgekrankheiten kamen dann jahrzehnte später. Krankenhausaufenthalte. Schon öfter fast gestorben. Er wollte trotzdem nie aufhören. Hat immer bagatellisiert.
Wie ich auch. Ich wollte lange nicht wahrhaben, wie sehr die Sucht den Alltag bestimmen kann. Trotz - "nur bier/wein" und ‐ "nur abends"
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Seit februar bin ich schon hier, die zeit rennt. Eben mal meine eigenen zeilen wieder gelesen. Daheim schaffe ich es meist nicht für michein tagebuch zu führen, dabei denke ich es würde mir gut tun. Dafür habe ich seit ganz langer zeit mal wieder gemalt. Übe mich zur zeit in abgrenzung. Kleiner akt für heute, online lesezeichen aufräumen, all die bookmarks die ich über monate gesammelt habe aussortieren. Das meiste waren links die ich für ihn raus gesucht habe. Immer mit dem gefühl, wenn ich es nicht mache passiert nichts. Die habe ich jetzt mal (fast) alle gelöscht. Aber daran sehe ich selbst, wie sehr mich das eigentlich mitgenommen hat.
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Puh das ist hart. Ich sass vor 2 monaten auch am bett in der intensivstation und hab gehofft, das xx noch die kurve kriegt. Es ist völlig verrückt, dass buchstäblich der tod anklopfen muss, damit jemand (vielleicht) den willen zum aufhören in sich findet. Zu sehen, wie sich ein mensch tag für tag zugrunde richtet, hat mich auch sehr erschüttert. Aber die anderen haben recht,,er ist momentan zumindest in guten händen.
Hast du für dich selbst unterstützung? Geh da nicht alleine durch. Eine freundin oder so?
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Im ernst yuna? Worauf wartest du? Wie gefährlich soll es noch werden? Du hast das doch schon einmal hinbekommen, mit dem Gehen. Was nicht mit dir stimmt, kannst du dich auch woanders fragen, und nicht in seiner Gegenwart. Sortier dich in sicherer Distanz. Alles andere ist schierer Wahnsinn.
Gepackt ist gut! Und jetzt zur Tür raus! Den Ehering brauchst du auch nicht.
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Das sehe ich ähnlich. Der einfluss der eltern ist gross, aber auch wenn ich mich jetzt als erwachsene mit meiner kindheit auseinandersetze, schau ich nicht nur auf meine eltern. Da sind andere verwandte, geschwister, freunde. Schule, hobbies. Mein eigenes verhalten. Das ist ja das verrückte. Ich bin eben nicht die schöpfung meiner eltern. Ich bin erwachsen aus allem. Vielleicht ist das ein gedanke mit dem du auch was anfangen kannst, jenny.
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Es kann genauso gut sein, dass es ihm gut geht, weil er getrunken hat. Nicht selten wird alkohol ja zur selbstmedikation eingesetzt. So oder so hat der Alkohol die Führung übernommen. Ich war monatelang an der Seite eines schweren Alkoholikers, der buchstäblich immer getrunken hat. Anfänglich haben mir vorallem die Zustände Angst gemacht, in denen er nicht mehr klarkam, gestürzt ist o.ä.. Aber auch in den Momenten wo er scheinbar gut aufgestellt war und funktioniert hat, - und ich dachte es geht doch - war der Grund dafür ein ausreichender Pegel. So oder so ist der Alkohol aus seiner Sicht nicht mehr wegzudenken. Bestimmt seinen Tagesablauf. Gute Tage, wenn der Pegel stimmt, schlechte, wenn nicht, je nachdem ob zuviel oder zuwenig getrunken wird.
Was kannst du für dich tun, damit es dir besser geht?
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Liebe alexa, da müsst ihr ja einiges durchstehen gerade. Gut, dass ihr unterstützung bekommt. Ich wünsch dir ganz viel kraft für die nächsten Tage. Alles Liebe!
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oh mann, gestern voll in die co falle getappt. Mein freund hat keine wohnung mehr seit einiger zeit, unser kontakt hat sich sehr reduziert.aber wir hören uns in unregelmässigen abständen. Mittlerweile sagt er selbst, das er ein massives Problem hat, und ich fange an zu hoffen. Nach meiner eigenen Beschäftigung mit dem Thema Co Abhängigkeit erkenne ich in der Hoffnung die bei mir aufkeimt dann aber auch meinen Co-Anteil daran. Und Theorie ist das eine, dann kommt ein Anruf, wie gestern nacht, er hat nichts zum schlafen, klingt sehr betrunken. Will auf meine Couch. Innerlich gehen meine Alarmglocken an, der Gefühlsmatsch meldet sich, Mitleid, erster Gedanke, was kann ich machen, damit er nicht auf der Straße schlafen muss, zweiter Gedanke, auf keinen Fall bei mir, das ist zuviel einfach zuviel, was wenn er nicht mehr geht. Ich konnte es dennoch nicht übers herz bringen zusagen, es ist mir zuviel, weil du trinkst, oder weil du so betrunken bist, kann ich das nicht gut wegstecken. Also finde ich einen anderen Grund, Wohnung voll, was auch stimmt, aber wenns nicht die Sucht wäre, sondern ne andere Notlage würde ich ja auch mein eigenes Bett teilen, wenn ein Freund in Not ist. Hier ist aber die Grenze, das spüre ich. Und noch während ich ihm das darlege, und da auch hartnäckig bleibe, läuft permanent das schlechte Gewissen mit. Ziemlich laute Stimme, (auch laut, irgendwie in solchen Situationen sind alle Stimmen in mir laut, ein regelrechtes Getöse). Das kannst du ihm doch nicht antun. Er rudert dann selbst zurück und sagt, es ist seine S+++. Letztendlich suche ich ihm online eine Unterkunft (und bezahle die auch), und denke noch, das ist doch zuviel was du da machst. Vorallem ungefragt. - Als würde ich vor mir selbst rechtfertigen müssen, daß er nicht zu mir kommen kann. Das Recht erkaufe ich mir, ganz dummes Gefühl. Wieso kann ich nicht einfach sagen, ja genau, es ist deine Sache. Du hast ne Kreditkarte, du hast Internet, such dir was. Und heute vorallem Ärger. Und froh auch, daß ich ihn nicht in die Wohnung gelassen habe. Wieder alles gleichzeitig. Aber das will ich so nicht noch mal handhaben.
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Liebe Blume, ich möchte zunächst sagen, - das hätte ich gestern vielleicht auch voranschicken sollen, daß es mir sehr leid tut, was du grade durchmachen musst. Nach 3 Jahren Abstinenz einen Rückfall zu erleben muss ein Schock sein für dich sein. Meinen Beitrag möchte ich dennoch nicht als Schlag verstanden wissen. Aus deinen Zeilen habe ich eine tiefe Sorge um dein Kind gelesen, mich hat das an meine eigenen Erfahrungen aus einem belasteten Elternhaus erinnert (Alkohol/psychose), und aus dieser Perspektive habe ich dir auch geschrieben.
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Liebe Blume,
wenn du dich sicher fühlst, kannst du auch deinem Kind Sicherheit vermitteln. Wenn nicht, wird das sehr schwer. Und im Haus bleiben, wenn sich da ein Drama abspielt, kann sogar das Gegenteil von Sicherheit auslösen. Denn dann verknüpft sich die Wahrnehmung von Zuhause mit dem von Unberechenbarkeit. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass das ziemlich toxisch ist für ein Kind. Es vermittelt sich eine scheinbare Sicherheit, auf dem Papier, eine vernünftige (es bleibt wie es ist, damit es besser wird). Stattdessen vermittelt sich - muss nicht, - aber so war es bei mir - Familie, dass ist ein Minenfeld. Das Umfeld ist nur so lange sicher, wie du das auch so empfindest. Dein Zuhause schützt du, in dem du dich schützt und dein Kind, nicht - das Zuhause (Haus). -
Ich musste auch früh Verantwortung übernehmen. Mein Vater, der abends immer getrunken hat (ich erinnere mich an eine einzige Phase von nur einigen Wochen in 40 Jahren, an denen er nicht trank). Beide Eltern holten sich ihren Trost bei mir. Mein Vater... heute denke ich mit Entsetzen, vielleicht war er immer alkoholisiert? - hab das als Kind gar nicht wahrgenommen, dass das nicht normal sein könnte. Als Papakind wollte ich ihn eigentlich immer beschützen. Diese Lebensunfähigkeit, die ich schon früh bei ihm wahrgenommen habe, hat bei meinem Bruder irgendwann zu Verachtung geführt, und bei mir zu einem extremen Beschützerinstinkt. Ava hat in meinem Faden das mal ganz gut auf den Punkt gebracht. "Wenn es Muster sind aus der Familie, eine Rolle, die man als Kind schon bekam, ist es vertraut - mit Liebe verknüpft- und das ist das extrem tückische daran."
Ich kann nicht sagen, daß mein Vater zwei Gesichter hatte, dadurch daß er so regelmässig trank, und auch erst abends damit anfing, habe ich ihn kaum je wirklich betrunken erlebt, was ich aber erlebt habe, war jemand, der nicht klarkam, und sich oft bei seiner Tochter ausheulte. Das Muster erkenne ich wieder bei mir. Gespürt habe ich damals schon, dass das nicht ok war, meine Mutter tat ja dasselbe (sich ausheulen bei mir). Da ihre Art aber lauter, vehementer war, schließlich betäubte mein Vater seine Verzweiflung hauptsächlich in Alkohol, sie tat das nicht, habe ich sehr schnell Position bezogen.Das unbedingte Verharren in einer Konstellation die eigentlich unmöglich ist. Erleichterung finden, in dem man sich einem Kind anvertraut. Und erwartet, dass so die eigene Not gelindert wird. Die Schuldgefühle von denen ich eingangs schrieb, haben ihren Ursprung dort. Denn es hat ja nicht funktioniert. Es ging ihnen nicht besser.
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Ich hab als Kind nahezu hellseherische Fähigkeiten entwickelt, wie die Lage daheim ist. Was geht grad ab, wer mit wem, wer gegen wen, warum weshalb wieso, und vor allem wie viel.
Ja - es geht blitzschnell, ich betrete einen Raum und scanne sofort die Luft nach atmosphärischer Verunreinigung ab. Ich nehme das für mich sowohl als Stärke wahr (in meinem Beruf kommt mir das sehr zugute, weil ich mich quasi unsichtbar machen kann, und sofort erfasse, wo ich noch reinpasse ohne aufzufallen). Da liegt aber für mich auch ein Fallstrick Richtung emotionale Abhängigkeit. Wenn ich dem anderen den Raum überlasse, also nicht mehr selbst gestalte, kann das auch ausgenutzt werden. Den Raum zu erfühlen, und aber nicht die Gestaltung zwangsläufig denen zu überlassen, die vor mir da waren, ist etwas wo ich immer wieder dran arbeiten muss.
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Und die täter opfer erzählung aus d kindheit anders anzuschauen.
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Ja ich muss aber auch sagen, bei uns ging die unberechenbarkeit vorallem von der psychisch labilen mutter aus. Meinen vater hab ich als kind fast nur als opfer wahr genommen. Jemand den ich beschützen wollte. Es ist für mich wichtig das mal nach und nach zu entwirren.
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Ich hab das eigentlich in Mellis Faden angefangen zu schreiben, weil mich ihr Bericht über sie und ihren Vater ein stückweit an meinen eigenen erinnert hat, aber ich schreib das jetzt mal hier. Weil es doch mehr um mich geht, - falls du das liest Melli, es ist auch an dich gerichtet.
Bei Lindes Frage nach der Wut bin ich selbst zusammengezuckt. Es ist das Gefühl, an das ich am schlechtesten rankomme, Ich sorge mich, ich habe Angst, viele Gefühle kommen erst mit stundenlanger Verspätung. Als ich ausgezogen bin, - so schnell mir das damals möglich war, hab ich lange nicht ohne Licht schlafen können. Mein Vater war in den letzten Jahren mehrere Male im Krankenhaus, und dreimal davon hieß es, kann sein, daß es das jetzt war. Klingelt das Telefon, und sehe die nummer des ortes an dem er jetzt lebt, denke ich immer auch, das wars jetzt. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich neben mir selbst herlaufen, neben einer viel jüngeren version von mir. Erinnerungen an früher, an meinen Vater, wie er verkatert im Bett bleibt. In der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit fällt mir auf, das beide meine Eltern Märchenkonstrukte errichteten, um uns Kindern zu erzählen, warum es Papa heute schlecht geht. Darin waren sie sich überraschend einig. Das irgendwas kolossal nicht gestimmt hat, hab ich mehr gespürt, als begriffen. Mein Vater hat wenig Worte gemacht, um sein Trinkverhalten. Gecovert wurde er von meiner Mutter, ich weiss nicht was gestimmt hat und was nicht. Aber was blieb war das:Misstrauen, und ein ständiges Auf der Hut sein. Ein permanentes Geühl des Ausgeliefertseins und dauerhafter Anspannung. Ich hab das nie ablegen können, und manchmal befällt mich urplötzlich eine Angst wie eine Attacke. eine Sekunde lang bin ich wieder Kind, und zu Tode erschreckt, da wo es am sichersten sein soll:Zuhause.
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Das kann ich bestätigen. Meine Eltern sind auch sehr lange zusammengeblieben (trotz Sucht/Co und toxischer Beziehung). Es hatte zur Folge, daß ich mich sehr lange verantwortlich gefühlt habe für das seelische Wohlbefinden meiner Eltern, es hat viele Narben hinterlassen. Haß/Liebe und das war es in meinem Fall hat zu großer Verunsicherung geführt. Eine Familie ist nicht funktionstüchtig, nur weil man räumlich noch zusammen bleibt. Woran soll sie sich denn gewöhnen?