So, heute musste ich mich offenbar nochmal von der Richtigkeit meiner Eindrücke überzeugen (ich kann's halt noch nicht richtig lassen). Mein Mann ist kurz weg und ich habe die Gelegenheit genutzt, einen Blick in sein Auto zu werfen - und siehe da: zwei Kartons Wein! Gekauft hat er die wohl, während ich allein unterwegs war. Das ist jetzt ganz was Neues. Sonst hat er seinen Alkohol immer beim gemeinsamen Einkauf mitgenommen. Meint er wirklich, ich würde das nicht bemerken/sehen? Das gibt's doch nicht! Wenn das alles nur nicht soooo weh tun würde! Es ist schrecklich, mit anschauen zu müssen, wie ein geliebter Mensch sich ruiniert. Auch und gerade gesundheitlich - Gedächtnisaussetzer gibt es schon häufig (er meint natürlich, er wird dement oder hat Alzheimer). Wenn ich sage, dass das vom Alk kommen kann, ist es natürlich Quatsch. Ich verstehe ja nix davon oder hab ich plötzlich noch Medizin studiert? Na, eh klar.
Ja, ich weiß, dass das noch voll Co-Denken ist. Aber ich komme davon auch nicht in so kurzer Zeit runter. Bin aber sicher, dass der Weg für mich nur vorwärts gehen kann, auf der Stelle getreten bin ich jetzt lang genug.
Was ich mir am meisten wünsche, ist, dass er selbst kapiert, dass er was ändern muss (gerade für sich selbst, nicht für mich), weil er sich so total kaputt macht. Hoffnung darauf habe ich aber momentan keine. Gibt es denn wirklich nichts, was einen Alkoholiker zum Aufhören motivieren kann, außer die berühmten "Nägel mit Köpfen" - also Trennung? Ich bin so verzweifelt und muss doch für meinen Weg Energie haben.