Beiträge von wardasalles

    So, heute musste ich mich offenbar nochmal von der Richtigkeit meiner Eindrücke überzeugen (ich kann's halt noch nicht richtig lassen). Mein Mann ist kurz weg und ich habe die Gelegenheit genutzt, einen Blick in sein Auto zu werfen - und siehe da: zwei Kartons Wein! Gekauft hat er die wohl, während ich allein unterwegs war. Das ist jetzt ganz was Neues. Sonst hat er seinen Alkohol immer beim gemeinsamen Einkauf mitgenommen. Meint er wirklich, ich würde das nicht bemerken/sehen? Das gibt's doch nicht! Wenn das alles nur nicht soooo weh tun würde! Es ist schrecklich, mit anschauen zu müssen, wie ein geliebter Mensch sich ruiniert. Auch und gerade gesundheitlich - Gedächtnisaussetzer gibt es schon häufig (er meint natürlich, er wird dement oder hat Alzheimer). Wenn ich sage, dass das vom Alk kommen kann, ist es natürlich Quatsch. Ich verstehe ja nix davon oder hab ich plötzlich noch Medizin studiert? Na, eh klar.

    Ja, ich weiß, dass das noch voll Co-Denken ist. Aber ich komme davon auch nicht in so kurzer Zeit runter. Bin aber sicher, dass der Weg für mich nur vorwärts gehen kann, auf der Stelle getreten bin ich jetzt lang genug.

    Was ich mir am meisten wünsche, ist, dass er selbst kapiert, dass er was ändern muss (gerade für sich selbst, nicht für mich), weil er sich so total kaputt macht. Hoffnung darauf habe ich aber momentan keine. Gibt es denn wirklich nichts, was einen Alkoholiker zum Aufhören motivieren kann, außer die berühmten "Nägel mit Köpfen" - also Trennung? Ich bin so verzweifelt und muss doch für meinen Weg Energie haben.

    Das muss ich hier mal kurz loswerden.
    Mein Mann und ich sind ja nun gerade in einer (fast) Schweigephase, also nur unverfängliche, sachliche Themen und ansonsten vorsichtiges umeinander herumschleichen. Ich habe keinen Versöhnungsschritt gemacht, so wie sonst immer, und habe das auch weiterhin nicht vor.
    Allerdings verschwindet er seit etwa 1 Woche immer schon um etwa 19:00 in seiner "Männerhöhle". Ich habe immer vermutet, um weiter zu trinken und das eben nicht unter meinen Augen. Seit heute habe ich die Gewissheit - da noch von draussen "Nachschub" geholt hat - offenbar hat er den in seinem Auto gebunkert. Damit ist das jetzt auch mal fix, dass er definitiv keinerlei Erkenntnis hat. Er hat einfach kein Problem, nur ich habe da Problem mit dem Alk. Wahrscheinlich habe ich diese Bestätigung nochmal für mich gebraucht - dass es stimmt, was ich sehe und ich mir da nix einbilde.
    Also mache ich weiter mein Ding und lasse ihn seins machen. Auch wenn es weh tut. Wenigstens muss ich es so nicht sehen und kann meinen Abend gestalten, so wie ich es möchte.

    Ich tue schon sehr viel für mich, beginne aus dem System auszubrechen, deshalb kann ich mir auch jedes Wochenende die Vorwürfe "du machst dein Ding" anhören. Eigentlich sind seine Vorwürfe immer, dass ich was ändern soll, ich bin die böse, wegen mir... Das kennen sicherlich viele hier im Forum. Das nehme ich mir nicht mehr an. Ich habe das Gefühl, dass ich im Moment nichts weiter für unsere Beziehung tun kann.

    Hallo Biene

    das kommt mir sehr bekannt vor. Ich bekomme regelmäßig die gleichen Vorwürfe zu hören, wenn ich etwas nur für mich mache, so als ob ich absichtlich rücksichtslos handeln würde. Den Schuh ziehe ich mir nicht mehr an. Einfach ist das nicht. Das ständige Abgrenzen müssen ist sehr energieraubend.

    Einen besseren Weg habe ich jedoch in all den vergangenen Jahren nicht gefunden.

    LG wardasalles

    Hallo Caro,

    bist du noch da? Wie geht es dir? Ich habe gerade deine Geschichte gelesen und bin sehr betroffen. Es gibt viele Parallelen bei uns.

    Ich würde mich freuen, wenn wir uns austauschen und unterstützen würden. Das könnte für uns beide hilfreich sein, da wir ähnlichen Situationen feststecken.

    LG wardasalles

    Das hört sich super an 😊

    Prinzipiell ist die einzige Konstante ja Veränderung. Wie wir mit der Veränderung umgehen ist das spannende. Es gibt Dinge die wir nicht beeinflussen können, aber wo man immer ansetzen kann, ist bei einem selbst.

    Danke! 🤗 Ich habe verstanden, dass ich meinen Mann nicht ändern kann. Das habe ich zu oft schon vergeblich versucht. Auch wenn dieser Wunsch/Drang natürlich noch da ist. Das ist wohl meine Sucht.

    Ich kann mich selbst ändern. Ich kann wieder eine Person werden, die ich lieben kann. Das kann ich momentan noch nicht.

    Vielleicht schaffe ich es später sogar, meine riesige Verlustangst abzubauen. Die kommt aus meiner frühen Kindheit. Ich kenne die Ursache genau.

    Nun, ich gehe den Weg in meinem Tempo, aber der erste Schritt ist gemacht.

    LG wardasalles

    Danke, liebe Pittiplatsch

    Ich hab mich gerade beim Spaziergang auf einer Bank niedergelassen und da finde ich deine Nachricht. Es ist schön, von anderen zu hören. Ich hoffe, es geht dir gut?

    Ich nutze gern Spaziergänge zum Denken und habe auch einen heimlichen Kraftplatz im Wald. Dahin gehe ich, wenn es ganz schlimm ist und vertraue meine Not einem uralten Baum an. Das hört sich bestimmt komisch an, aber wenn ich mir vorstelle, was der alles gesehen hat, kommen mir meine Probleme gleich kleiner vor.

    Die Tage mit meinem Mann sind gerade seltsam und irgendwie "unheimlich", ruhig. Kein Streit, aber auch keine Nähe. Alle Rituale, die wir früher mal hatten liegen auf Eis. Ich bin mir nicht sicher, wie ich auf längere Zeit damit ungehen soll. Aber das muss ich jetzt noch nicht wissen.

    Ich versuche momentan herauszufinden, wer ich eigentlich bin. Und wie bzw. warum ich mich so verändert habe. Alles Leichte und Unbeschwerte habe ich verloren. Nichts macht mir richtig Freude. Das darf so nicht bleiben. Ich will das letzte Lebensviertel noch so gut als möglich genießen. Jetzt muss ich herauszufinden, wie ich das am besten schaffe.

    LG wardasalles

    Beim Nachdenken heute ist mir bewusst geworden, dass sich durch die Sucht nicht nur mein Mann verändert hat, sondern auch ich. 😞

    Wir sind beide nicht mehr die Personen, die wir vor über 20 Jahren beim Kennenlernen waren.

    Ich muss für mich herausfinden, welche Teile meiner Veränderung ich mag und welche nicht. Denn ich glaube zu erkennen, dass auch nicht nur positive Veränderungen gemacht habe. Und dann an mir arbeiten, um die Person zu werden, die ich bin. (Das hört sich seltsam an ...)

    Es lohnt sich, versprochen 😊

    Schau, du erkennst, dass da in dir Glaubenssätze aus der Kindheit verankert sind, die dir nicht dienlich sind. Da radikal auszumisten kann wirklich helfen dich und deine Bedürfnisse kennenzulernen.

    60 Jahre für die Hasen ... 🥲

    Mir ist eingefallen, dass meine Mutter mir dieses "Durchhalten um jeden Preis" vorgelebt hat. Sie war unglücklich in ihrere Ehe (aber keine Suchtproblematik) und hat nie etwas geändert und mir als Kind ihr Leid geklagt. Das war für mich schwer auszuhalten, Kindern macht sowas viel Angst ... irgendwo steckt das alles noch in mir drin - gut verborgen unter dem Alltagsgesicht.

    LG wardasalles

    Guten Morgen Kintsugi,

    Die Frage nach dem Warum (ich Eigeninitiativ erwarte) hat mich jetzt kalt erwischt. 😬 Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Ein Teil ist sicher - ich habe das mein Leben lang so gelernt. Schon in der Kindheit war es damals so, dass Hilfe an Bedingungen geknüpft war. Ich kenne das gar nicht anders.

    Ich war lange Zeit wütend, weil mein Ex meiner Meinung nach nicht seinen Beitrag geleistet hat an seiner Sucht und der Beziehung zu arbeiten.

    Jetzt sehe ich, wo ich aus Angst und Kontrolle total übergriffig mich am Leben anderer abgearbeitet habe, anstelle bei mir hinzuschauen.

    Ganz genau so fühle ich auch oft - diese Wut, dass er alles zerstört und nichts dagegen unternimmt, ja sogar alles herunterspielt. Mir die Schuld zuschiebt. Seinen Konsum als normal verteidigt.

    Und ja, ich habe extrem viel Angst, Verlustangst. Schon mein ganzes Leben lang, aufgrund einer Erfahrung in meiner sehr frühen Kindheit.

    Das "Hinschauen bei mir selbst" fällt mir in manchen Bereichen schwer, es schmerzt. Aber es führt kein Weg daran vorbei, das weiß ich jetzt.

    LG wardasalles

    Puh, heute (Sonntag) war ein zäher, anstrengender Tag. Das Abstandhalten fiel mir stellenweise schwer, aber als am Abend mal wieder der Wein das Wasser abgelöst hat, ging's wieder leicht. Ich kann den Geruch von Wein inzwischen nicht mehr ausstehen. Mein Mann ist dann früh ins Bett und ich konnte am Abend noch was für mich machen. Wieder ein Tag überstanden. Es fühlt sich gerade wie ein super anstrengendes Tauziehen an, aber ich bin froh, den Tag geschafft zu haben. Ich habe nicht kontrolliert, nicht gemeckert und auch nicht aufs Trinken angesprochen. Das ist immerhin nicht schlecht. Ich mache kleine Babyschrittein die hoffentlich richtige Richtung.

    Hallo Pittiplatsch

    Ich hänge auch seit vielen Jahren in dieser elenden Schleife fest. Aber das soll jetzt anders werden,darum habe ich mich hier angemeldet - früher habe ich immer nur mitgelesen, wenn's mir schlecht ging. Ob es bei mir auf eine Trennung hinausläuft, kann ich noch nicht sagen, das lasse ich mir offen. Aber - ich werde wieder leben! Mit oder ohne ihn - auf jeden Fall so, dass es für mich gut ist!

    LG wardasalles

    Hallo Biene,

    Natürlich bekomme ich auch solche Vorwürfe, sogar mit fast gleichem Wortlaut. Aber ich lerne gerade, dass das die Krankheit macht und ich damit nichts zu tun habe. Das ist nicht einfach, insbesondere da ich ein wirklich zuverlässiger Mensch bin und mich um andere kümmere, wo es nötig ist.

    Allerdings erwarte ich dann auch den Willen, sich sebst zu helfen bzw. Sich professionelle Hilfe zu suchen. Wenn sich jemand verletzt zb leiste ich erste Hilfe, aber dann soll die betroffene Person bitte einen Arzt aufsuchen. So ähnlich sehe ich das mit der Alkoholkrankheit auch.

    Was gerade bei uns neu ist:zum ersten Mal unternehme ich nicht den Schritt zur "Versöhnung" nach unserem letzten großen Streit am vergangenen Wochenende. Das ist total neu für ihn und ich merke, dass er nicht weiß, was er davon halten soll.

    Ich finde es gerade sogar angenehm, da wir nicht streiten, sachlich reden können (nicht über Alkohol) und uns ansonsten gerade Abends aus dem Weg gehen. So kann er tum, was er will und ich eben auch. Wie lange das funktioniert, kann ich nicht sagen, aber es gibt mir gerade die Ruhe zum Nachdenken, die ich brauche.

    LG wardasalles

    Heute habe ich den ganzen Tag nur "mein Ding" gemacht - hat gut getan. Mein Mann und ich haben zwar geredet, aber ruhig und nur über sachliche Dinge. Keine Vorwürfe meinerseits, keine Kontrolle, kein böses Gucken, als die Proseccoflasche aufgemacht wurde. Ich lass ihn seins machen und ich mach meines. Das ist für mich heute ein Fortschritt. Ich fühle gerade auch keine Wut mehr. Ich muss nur darauf achten, dass das nicht in die Richtung Mitleid umschlägt, das wäre nicht gut. Ich sage mir jetzt ganz oft "lass ihn allein entscheiden, was er macht, er ist erwachsen und nicht dein Kind". Das hilft mir ganz gut. Ich drücke mir selbst die Daumen, dass ich es schaffe.

    Ich denke auch, dass die meisten Angehörigen hier eine lange Geschichte haben, bevor sie sich hier anmelden. Die habe ich auch. Bin seit über 20 Jahren mit meinem Mann zusammen und seit 16 Jahren verheiratet. Erst nach etwa 12 Jahren Beziehung hat sich der Alkoholkonsum so ungut entwickelt. Immerhin ist mein Mann ein friedlicher Mensch, Gewalttätigkeiten jeglicher Form sind ihm fremd - ganz egal ob mit oder ohne Alkohol. Sonst wäre ich sofort gegangen. Jetzt versuche ich genau das, was du geschrieben hast - Vertrauen zu mir selbst wieder aufbauen. Damit ich nicht immer wieder in diese Zweifel falle, ob meine Wahrnehmung richtig ist. Aber es ist ein Prozess und ich fürchte, der wird nicht einfach.

    LG wardasalles

    Mein Gedanke war gerade: du sprichst von ihm, aber was ist mit dir? Stell dir mal vor, du selbst bist dieser Jemand, den du liebst.

    Eine ganz liebe Kollegin meinte neulich zu mir, dass man es erst schafft, wenn man sich selber mehr liebt und das eigene Wohl in den Vordergrund stellt anstatt den Partner und dessen Wohl.

    Ja, sich selbst lieben - wenn das immer so einfach wäre. Vieles, was man so im Leben gelernt hat, muss man quasi wieder "verlernen". Wir sind ja das Produkt unserer Vergangenheit, unserer Erziehung und vielen Erfahrungen. Diese jetzt quasi ganz bewusst auszuhebeln, gelingt mir zwar immer öfter, aber noch nicht immer. Ich lerne aber mit jedem kleinen Babyschritt dazu und muss den Weg in meinem Tempo gehen. Auch wenn er lang ist. Das Schwerste ist ja der erste Schritt und den habe ich schon gemacht. Jetzt immer weiter in die richtige Richtung gehen! Ich bin zuversichtlich! :)

    Hallo wardasalles,

    so sehe ich das auch,er hat kein Interesse am ihm. Außer um sich vor anderen als der tolle Papa zu zeigen,um mit seinem Kind anzugeben,da ist er dann recht.

    Wir waren nicht verheiratet aber er steht mit in der Geburtsurkunde und hat auch die Vaterschaft anerkannt. Da er ihn kaum hat,hat er zwar einen Bezug zum Begriff Papa aber keine Bindung. Anfangs war mir wichtig dass mein Sohn einigermaßen mit beiden Elternteilen aufwächst. Bin selbst Trennungskind,hätte mir das für mein eigenes Kind anders gewünscht aber er hätte uns beide ruiniert. Hätte auch nie gedacht das er mal als Vater so sein wird. Seine Eltern versuchen es aufzufangen. Ich hätte ihnen tatsächlich den Kleinen ein paar Monate lang nur an seinem Tag gegeben,dann haben sie im ganzen Dorf erzählt ich würde ihnen das Kind nicht mehr geben. Meine Eltern haben dann auch mit mir Streit angefangen weil die Großeltern ja nichts dafür können. Aber dass ich Angst vor dem Umgang von meinem Kind mit einem Alkoholiker habe,das darf keiner wissen.

    Hallo solom,

    ist Wegziehen aus dem Dorf keine Option? Dann können die Nachbarn reden, was sie wollen - du und dein Kind bekämt es einfach nicht mehr mit. Die Großeltern sind schon auch irgendwie mit beteiligt, da sie ihn decken und seine Aufgaben übernehmen.
    Für mich ist ein Papa ein Vater, der wirklich für sein Kind da ist. Alles andere ist nur ein Erzeuger. Da bin ich ganz hart.

    LG wardasalles

    Hallo,

    ich finde die Idee überhaupt nicht gut, denn sie führt dich unmittelbar weiter in die COabhängigkeit, weil du glaubst wieder Kontrolle zu haben.


    lg Morgenrot

    Oh - daran hatte ich gar nicht gedacht, vielen Dank für den Input.
    Mir geht es aber nicht um Kontrolle, mehr um Wissen und die Bestätigung, dass mein Eindruck richtig ist. Ich zweifle ja so oft daran oder ich denke, dass ich vielleicht doch übertreiben könnte oder so was. Ist eigentlich blöd, aber da bin ich leider noch nicht drüber hinaus. Und auch den Modus des "Ich will helfen" habe ich noch bei weitem nicht überwunden. Kopf und Herz gehen da in ganz verschiedene Richtungen, das macht es schwer.

    LG wardasalles

    Wir wohnen leider nur wenige Kilometer voneinander entfernt, seine Eltern mittlerweile im selben Ort. Für unser Kind besser sollte man meinen,für mich eher schlecht da man sie einfach öfter sieht,schon alleine mit dem Auto.Er nimmt unser Kind nur einmal in der Woche 5 Std,von den Stunden hat er ihn ca.2 selbst,den Rest verbringt es bei den Großeltern. Laut seinem Eltern geht er in der Zeit immer zum Duschen nach Hause. Was natürlich völliger Quatsch ist,denn das kann er auch danach machen. Ich weiß nicht ob sie ihn damit decken wollen oder er wirklich glauben,ich weiß nicht ob man so naiv sein kann,selbst dann würde ich ihm als Elternteil sagen er soll danach duschen aber sie räumen ihn alles aus dem Weg,waschen für ihn,helfen ihm finanziell usw.,wie man sich als Co -Abhängiger eben verhält,deshalb nehme ich von seinen Eltern auch Abstand da ich damit nicht klar komme,einerseits schimpfen sie auf ihn,andererseits räumen sie ihm alles aus dem Weg,nehmen ihn in Schutz. Er hatte am Anfang,weil ich drauf Bestand,sein Kind 3 Mal in der Woche,bis er mal zu mir gesagt hat dass er gar keine richtige Lust mehr auf ihn hat bzw.auf ihn freut weil er ihn ja so oft sieht...was für eine Aussage. Ihn interessiert auch nichts,wenn dann spielt er mir immer den tollen Vater vor,dass er ja dieses u jenes mit ihm vor hat,aber letztlich sind immer seine Eltern dabei,er kann nichts alleine. Der kleine sagt auch das Papa nie mit ihm kuschelt etc.,er zeigt ihm also keine Liebe. Er leidet da drunter,zwar nur unterbewusst aber wir sind bei einer Heilpraktikerin und sie meint er fühlt sich ungeliebt. Mir tut das so leid,dass ich ihn diesen Vater ausgesucht habe,mache mir Vorwürfe. Als ich damals ins Krankenhaus kam zur Geburt war er nicht erreichbar,den nächsten Tag hat er früh angetrunken angerufen. Ich wusste das er mit Absicht nicht ans Handy ist weil er sich geschämt hat und total blau war..früh kam er dann immer noch betrunken ins Krankenhaus als ich gerade in den Kreißsaal lief,ich wollte einfach nur alleine sein, stattdessen musste ich das betrunkene häufchen Elend mir gegenüber ertragen während ich in den Wehen lag. Ich meine dass ich da angefangen habe ihn irgendwie zu hassen,er mich angeekelt hat. Sowas vergisst man eben nicht mehr.

    Hallo solom,

    das hört sich eher so an, als ob es ihn nervt, Vater zu sein. Kannst du den Kontakt nicht einschränken, wenn er eh keine Lust darauf hat? Warum hast du auf dem Kontakt bestanden? Ich denke, dass es fürs Kind besser wäre, einfach ohne Vater aufzuwachsen. Das ist doch heutzutage nichts außergewöhnliches mehr. Wart ihr verheiratet? Steht er in der Geburtsurkunde drin?

    LG wardasalles

    Hallo Matilda,

    die Idee mit dem Promille-Rechner ist gut. Das habe ich tatsächlich noch nie so nachvollzogen. Gestern habe ich spät Abends mal testweise etwas eingegeben und war echt schockiert über das Ergebnis. Ich muss mir echt mal einen "richtigen Tag" damit durchspielen.

    Ich hatte auch schon viele Zeiten im Leben, in denen ich arm war, ja richtig arm, aber solange man jung ist, sieht man noch eine endlos lang erscheinende Zukunft vor sich - und die Gewissheit, dass man alles noch mal verändern kann. Jetzt sehe ich das nicht mehr, habe schon versucht einen Nebenjob zu bekommen, aber da geht nichts mehr. Problem bei uns zusätzlich: wir sind verheiratet und haben eine gemeinsame Immobilie. Die Finanzierung ist noch nicht abgezahlt und allein kann ich es nicht.

    Das aller-aller-schwerste ist aber, dass ich meinen Mann liebe, immer noch. Und jemanden aufzugeben, den man liebt - da weiß ich noch nicht, wie das geht.

    LG wardasalles

    Hallo war dasalles und Martina,

    ich habe selbst mit einem Alkoholabhängigen Mann,auch leider Vater meines Kindes, zusammengelebt. Ich hab ihn dann irgendwann vor die Tür gesetzt,die Zeit vor-während-nach der Schwangerschaft waren die Hölle für mich. Er hatte in seinem Elternhaus noch seine Wohnung,sonst hätte ich ihn nicht so einfach rauswerfen können. Trotzdem muss ich ja stets den Kontakt wegen unseres Kindes halten und komme nicht wirklich los von der Geschichte. Ich würde mich über einen Austausch freuen,leider werden meine Fragen hier oft nicht beantwortet,obwohl das so wichtig für mich wäre.

    Liebe Grüße Solom

    Hallo Solom,

    oje, das ist schlimm, wenn man den Vater des eigenen Kindes raus werfen muss. Ich kann mir vorstellen, dass das grauenhaft war. Ich habe mich übrigens auch während meiner Schwangerschaft getrennt (allerdings nicht wegen Alkohol), da war ich im 7. Monat und musste eine Wohnung renovieren. Eine üble Zeit war das.
    Für dich ist es bestimmt furchtbar, dass du wegen des Kindes Kontakt haben musst. Möchte er denn Vater sein und sich fürs Kind engagieren?

    LG wardasalles