Beiträge von Nayouk24

    Naja, ich bin mir in beiden Situationen trotzdem unsicher, ob ich das jetzt „darf“.

    Der Einzige, der dir das verbieten kann bist du.

    Es geht mir nicht darum, eine Freifahrkarte zu bekommen - ich denke, die Antworten kenne ich.

    Warum? Weil du vermutest was richtig ist, oder weil du fühlst was richtig ist?
    Horch mal ganz tief in dich rein und lass zu, was du da zu hören bekommst. Ich habe Antworten bekommen, auch welche, die mir nicht gefallen haben.

    Aber eigentlich will ich mir das nicht nehmen lassen.

    Du bist noch nicht mal 10 Tage abstinent und möchtest dir nicht nehmen lassen, dein Leben so weiter zu führen, wie bisher, nur ohne Alkohol versteht sich.
    Es gibt hier einen Satz: "Nur nicht trinken reicht nicht".
    Ich habe ziemlich viel in meinem Leben verändert, alles was mit oder mittelbar mit Alkohol zu tun hatte, besonders am Anfang und vieles ist bis heute geblieben.

    Konzerte und Fussball sind nun mal Orte an denen ordentlich Alkohol konsumiert wird. Da ist zum einen, dass du von jemanden oder gar von deinem Suchthirn überrumpelt wirst und zum anderen, dass das Erlebte in dir nachwirkt, am Abend oder Tage später und zu Suchtdruck führen kann, was wiederum ein Risiko für dich wäre.

    "Wäre", "hätte",.....die Frage die ich mir gestellt habe war, "hat meine Abstinenz Prio 1 in meinem zukünftigen Leben?", oder muss sie auch mal beiseite treten, weil ich Spass haben will?

    Ich gehe heute wieder auf Konzerte, weil ich weiss, auf was ich bei mir achten muss, und was dann zu tun ist, und auch heute gehe ich nicht hin, wenn mir mein Vorhaben Unbehagen bereitet.

    Gibt dir Zeit, dein Club spielt auch nächstes Jahr noch Fussball und Konzerte wird es dann auch geben. Genau wie du es auch an Silvester hälst, genau richtig und nächstes Jahr entscheidest du neu.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Chb66 .

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Risikominimierung zieht sich wie ein roter Faden durch die Grundbausteine. Gerade im ersten Jahr bin ich noch nicht gefestigt, das Suchthirn ist noch zu aktiv und ich kann weder die Risiken noch mich selbst richtig einschätzen. Es hat einen Grund warum die meisten Rückfälle am Anfang passieren.
    Es ist aber kein Grund Angst davor zu haben. Meine Angst ist schnell dem Respekt vor der Aufgabe und meiner Verantwortung gewichen.

    Ich habe mich langsam vorgetastet, so wie auf dem Eis eines Sees, welches mich gerade trägt. Ich weiss, dass es brechen kann, wenn ich zu schnell und zu früh weiter rausgehe, nur ich weiss nicht wann und wo.
    Also warte ich bis das Eis dicker geworden ist - Risikominimierung.
    Dabei habe ich Erfahrungen gemacht. Da hat es mal hier und dort geknarrt , und das hat mir geholfen, Situationen einzuschätzen und vor allem mich selbst besser kennenzulernen. Was und wieviel kann ich mir wann zutrauen und was nicht.
    Und so habe ich das Vertrauen in mich selbst wieder zurückbekommen, das Gefühl, dass ich mich auf mich selbst wieder verlassen kann.

    Das ist ein Prozess, der viele Monate gedauert hat.

    Du gehst die Dinge an und bist konsequent.
    Nach dem Entzug ist der Alkohol aus dem Körper, jetzt müssen die nassen Verhaltensmuster noch aus dem Kopf.

    Da du in die Abstinenz gestartet bist und derzeit einen ärztlich begleitet wirst, sende ich dir den Link für deine Bewerbung zur Freischaltung für den offenen Bereich.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon vorgestellt hast.

    Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Dieses Forum hat aus der langjährigen Erfahrung die "Grundbausteine" definiert, eine Strategie, mit der eine stabile Abstinenz erreicht werden kann.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Gegen Suchtdruck gibt es einen "Notfallkoffer" - Methoden und Werkzeuge um ein Craving zurückzudrängen und zu überdauern.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Nimm dir das raus, was dir helfen kann und packe es in deinen persönlichen Notfallkoffer.
    Atemtechniken habe ich z.B. geübt, damit ich sie im Notfall sicher anwenden kann.

    Aktuell bin ich seit 3 Tagen ohne Alkohol.

    Bisher ohne Arzt.

    Das ist ein kalter Entzug und der kann lebensgefährlich für dich werden, auch nach Tagen noch.
    Einen kalten Entzug begleiten wir hier grundsätzlich nicht.
    Daher raten wir immer den Weg in die Abstinenz mit einem Arztbesuch zu starten, auch um abzuklären, ob es schon gesundheitliche Folgeschäden gibt, die behandelt werden müssen.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Du kannst die Zeit bis zur Freischaltung nutzen und deinen Arzt aufsuchen, der dich begleitet.
    Sonst melde dich am kommenden Samstag (29.11.) wieder, dann kann deine vorliegende Bewerbung umgesetzt werden.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo uhart,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
    Es ist gut, dass du dir über deinen Alkoholkonsum ernsthaft Gedanken machst. Alkoholismus ist in erster Linie eine psychische Erkrankung.
    Alkohol ist ein Nervengift und zerstört Körper und Seele.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschließlich Alkoholiker aus, die sich dazu bekennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Voraussetzung ist außerdem, dass sie entgiftet sind. Wird der Entzug ärztlich begleitet, kann es gleich hier weitergehen, sonst erst nach mindestens 7 Tagen Abstinenz.
    Wenn dieser Entschluss gefasst ist, dann kann dich diese SHG auf deinem Weg in die Abstinenz begleiten.

    Wie sieht es da bei dir aus, siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

    Dieses Forum hat über viele Jahre die "Grundbausteine" definiert, eine Startegie, mit der eine stabile Abstinenz erreicht werden kann.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Gegen Suchtdruck gibt es einen "Notfallkoffer" - Methoden und Werkzeuge um ein Craving zurückzudrängen und zu überdauern.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Nimm dir das raus, was dir helfen kann und packe es in deinen persönlichen Notfallkoffer.
    Atemtechniken habe ich z.B. geübt, damit ich sie im Notfall sicher anwenden kann.

    Eine vollständige Entgiftung kann auch länger andauern und immer noch gefährlich werden. Daher raten wir immer den Weg in die Abstinenz mit einem Arztbesuch zu starten, auch um abzuklären, ob es schon gesundheitliche Folgeschäden gibt, die behandelt werden müssen.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Du kannst die Zeit bis zur Freischaltung nutzen und deinen Arzt aufsuchen.
    Melde dich in 2 Tagen wieder, dann kann es für dich hier weitergehen.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Chb66,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
    Einen wichtigen Schritt mit einem Termin bei der Suchtberatung hast du schon gemacht.
    Die Selbsterkenntnis Alkoholiker geworden zu sein, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zur Akzeptanz der Krankeit.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschließlich Alkoholiker aus, die sich dazu bekennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Voraussetzung ist außerdem, dass sie entgiftet sind. Wird der Entzug ärztlich begleitet, kann es gleich hier weitergehen, sonst nach mindestens 7 Tagen Abstinenz.
    Wenn dieser Entschluss gefasst ist, dann kann dich diese SHG auf deinem Weg in die Abstinenz begleiten.

    Wann hast du das letzte Mal getrunken?

    Viele Grüße

    Nayouk

    Wichtig ist, dass du den Schritt getan hast, denn den hast du für dich getan. Leider kennen sich nicht alle Ärzte ausreichend mit der Alkoholsuchtthematik aus. Du kannst dir jederzeit einen anderen Arzt suchen. Frage bei der Suchtberatung nach entsprechenden Ärzten. Alkoholismus ist eine schwere Krankheit und gehört in kompetente und professionelle Hände.

    Ich weiß nicht, was sich denn in 2–3 Monaten ändern soll.

    Im Gehirn findet wieder eine Veränderung statt. Vieles ist reversibel, leider nicht alles. Das Belohnungssystem und die Ruheregulierung passen sich wieder an den „neuen“ Zustand ohne Alkohol an.

    Aber genau das braucht Zeit und in dieser Zeit bin ich noch instabil. Die Regeneration der neuronalen Prozesse kann mehrere Monate dauern, bis ein nahezu ursprüngliches Gleichgewicht wieder hergestellt ist, und dies funktioniert nur bei absoluter Abstinenz.


    Ich hatte in den ersten Monaten richtige Durchhänger, keine Motivation und Dinge, die mir früher Spaß gemacht haben, konnten mich nicht hinterm Ofen verlocken. Das Gehirn hatte die Dopaminrezeptoren reduziert, um den alkoholbedingten Überschuss an Dopamin zu regulieren. Dann war der Alkohol weg und damit auch die Dopaminausschüttung reduziert. Die verbliebenen Rezeptoren reichten nicht aus um das Belohnsystem zu stimulieren.
    Die Folge ist, keine Freude und Spaß an Dingen, die mich früher zufrieden gemacht haben. Das Gehirn muss diese Rezeptoren erst wieder neu bilden.

    Herzlich willkommen auch von mir, Boss

    es ist so eine Mischung aus Euphorie, Stolz und starken Cravings. Besonders abends merke ich eine innere Unruhe und Druck.

    Kennst du schon den Notfallkoffer. Du kannst schauen was zu dir passt und deinen eigenen packen.
    Manche Dinge habe ich geübt, z.B. Atemtechniken, damit ich sie parat habe, wenn ich sie brauche.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Und wenn ich schon dabei bin lass ich dir die "Grundbausteine" da.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Einer der Bausteine ist ein alkoholfreies Zuhause. Ist dein Zuhause alkoholfrei?

    Ich hatte die Hoffnung, dass nach dem Alkoholstop alles besser wird. Wird es aber nicht, ich bin noch die Selbe, wie vorher, schade.

    Hm.... und was folgt daraus? Alkohol war und ist keine Option.
    Du hast es doch schon ganz gut analysiert. Der Versuch "Alkohol" ist gescheitert, also suche weiter, jetzt erst recht.

    Ein gesundes Maß an sozialer Anbindung braucht jeder Mensch. Was sind den deine Interessen, denen du in Gesellschaft mit anderen nachgehen kannst und willst?
    Ich kann ja klein anfangen und mich dann langsam steigern, mit Kino, mit Vorträgen, mit Veranstaltungen, mit Seminaren usw.

    Dabei darf ich ins Handeln kommen und kann dabei die Dosis "Mensch" langsam wieder steigern.

    Ich bin immer schon menschenscheu gewesen, unsicher,

    Die Angst oder Scheu vor Menschen darf nicht in Selbstblockade oder Stillstand münden, denn die Sucht könnte sich als Option wieder anbieten.
    Wie kannst du ins Handeln kommen?

    Wenn ich das Beenden einer Trinkpause als Rückfall bezeichne, was es aus meiner Sicht nicht ist, dann hatte ich unzählige Rückfälle.
    Es war jedesmal der Wille da, aber nie mit der notwendigen Einsicht.

    Ich werde der Thematik eines Rückfalls nicht gerecht, wenn ich ihn in einen Topf mit gescheiterten Trinkpausen werfe.
    Einen Rückfall kann ich für mich erst haben, wenn ich eine stabile Abstinenz gelebt habe, eine Abstinenz ohne Kampf.
    Sonst bin ich nur nüchtern, aber doch noch "nass".

    Wer noch nie einen Rückfall erlebt habe, sei noch nicht auf dem Weg zu 'lebenslang'.

    Steile These, die ich nicht teile.
    Was ist denn mit denen, die schon mehrfach Rückfälle erlitten haben? Sie waren noch nicht auf dem Weg zu "lebenslang". Nach dem wievielten Rückfall sind sie es dann?

    Ein Rückfall ist ein Risiko für meine Abstinenz, aber keine Bedingung für eine lebenslange Abstinenz.