Beiträge von Alexa

    Hey ichbinhaltich,

    Tja was macht die Angst mit mir, dass ist eine gute Frage. Sehr viel unbehagen. Ich versuche ja einfach positiv zu denken. Aber man kann halt ja auch nicht in die Zukunft sehen.

    Ich habe auch versucht positiv zu denken. Aber mein innerstes kam da nicht mit, denn die Lebenssituation war einfach nicht positiv. Ich hab mich innerlich verdreht, und mir ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich eben nicht positiv war. Ich habe erst hier erkannt, dass es okay ist wie ich fühle, und das hat mir geholfen.

    Nimm deine Ängste ernst, sie wollen dir etwas sagen.

    Alles Liebe, Alexa

    Das Sie mir das vorgeworfen hat und nun selber das passiert.

    Also, sie ist eine erwachsene, freie Frau. Eine berauschte Nacht steht ja wohl in keinem Verhältnis zu deiner Alkoholkrankheit!

    Würde mein Partner versuchen mir aus soetwas einen Strick drehen zu wollen, würde ich wirklich aus der Haut fahren, und ihn fragen ob er noch alle beisammen hat!

    So, ich ziehe mich jetzt aus deinem Faden zurück, ich weiß auch nicht warum, aber was du schreibst löst echt Wut in mir aus. Vielleicht deine Unverständnis zu ihrer Situation oder was anderes. Weiß ich nicht, aber tut mir nicht gut..

    lg Alexa

    Hallo Sam,

    Also ich bin von der Co Seite und finde du verlangst da ganz schön viel von deiner Frau. Du bist grade mal 9 Tage nüchtern und verlangst sie soll sich voll auf dich einstellen. Wahrscheinlich trägt sie den Gedanken an Trennung schon sehr lange mit sich und nun soll sie alles sofort umdenken und widerrufen, und sich auf deine Ach so gefestigte Nüchternheit einstellen. Ihr Ruhe und Freiraum zu geben sieht anders aus.

    Ich finde du bedrängst sie, und nachdem sie jahrelang dein Gesaufe ertragen hat soll sie jetzt ihre Welt auf den Kopf stellen, wie gesagt, nach 9 Tagen.

    Du sagst du bist wütend auf sie. Mich machen deine Posts ein bisschen wütend.

    LG Alexa

    Hey du Liebe,

    es ist so schön von dir zu hören!

    Auch wenn vieles noch sehr schwierig ist, finde ich es trotzdem so gut wie weit du gekommen bist! Du hast eine eigene Wohnung, und wirst sicher bald auch mit dem Geld besser auskommen.

    Die liest dich als wärst du wieder bei dir und deinen Kindern.

    Es tut mir leid für deine Kinder, für dich und auch für deinen Mann, dass er so dermaßen festhängt.

    Dass Gefühl nur Mutter zu sein kenne ich auch so gut. Die Zeit wird das wieder wandeln, du wirst Stückchen für Stückchen freier werden.. Alleinerziehende leisten enormes.

    Schön dass du dich gemeldet hast <3

    Danke Jump! :lol:

    Hallo Elly,

    ja warum mache ich das?

    Zum einen war es Anfangs so dass ich dachte solange er kämpft bin ich an seiner Seite. Bis seine Süchte mich kaputt gemacht haben, und ich nicht mehr konnte.

    Er ist ja sozusagen einsichtig, und leider, es scheint ein ewiger Kreislauf zu sein. Entzug, Therapie, der erste "Ausrutscher", regelmäßiger Konsum, der totale Absturz, körperliche Abhängigkeit.. und dann alles wieder von vorne.

    Glaub mir, auch ich bin schockiert darüber was und in welchen Mengen er konsumiert.

    Ich denke oft an das vielzitierte Karussell und frage mich, wieoft ich noch mitmachen will. Ich denke in mir reift der Entschluss, sollte er nach diesem Entzug wieder rückfällig werden, dann wird es das letzte mal sein. Ich werde ihm dann sagen dass dies nun das letzte Mal sein wird, bei dem ich noch mitgehe.

    Weißt du, zwischen all dem Konsum, das Leid, steht doch eine innige Verbundenheit, eine tiefe Freundschaft, gegenseitiges Verständnis für unsere Lebenssituationen, Wohlwollen füreinander. Und Liebe.

    Er ist ein sehr wertvoller Mensch, und wenn er nüchtern ist, ist es für mich wie ein nach Hause kommen.

    Ich denke mir auch dass irgendetwas in mir nicht gesund ist, andere hätten schon 1000 mal die Beine in die Hand genommen. Aber ich bin seit meiner Jugend von Drogen umgeben, war selbst süchtig. Da verschieben sich die Grenzen gaaanz weit.

    lg

    Hallo, ich möchte mit euch etwas teilen,

    das was Maeron erlebt hat mich nachdenken lassen. Ich persönlich finde schon dass hier die Büchse der Pandora geöffnet wurde.

    Vor ein paar Wochen ist mir etwas passiert. Mein Partner nimmt auch Opioide zu sich und zwar täglich. Das war auch meine Präferenzsubstanz. Ich habe also das Fläschchen mit der Substanz immer wieder mal gesehen. Es hat schon was in mir ausgelöst, aber alles nicht so schlimm.

    Und dann kam es dazu dass ich bei meinem Partner war, und er war von der Droge sichtlich! berauscht. Mit allem was dazugehört, ein jucken, sich kratzen, breit sein, in den Wolken schweben. Und ich hab es gesehen und es hat mich verführt. Es war Freitags, ich wußte ich habe das ganze Wochenende noch vor mir, keiner würde etwas mitkriegen. So ein Rausch, für eine Nacht..

    Ich habe auch mit meinem Partner geredet, und ich bin ja seit 6 Jahren clean, in diesen 6 Jahren habe ich einmal Koks und einmal Speed konsumiert. Das hatte keine Folgen für mich damals. Ein Rausch, und danach lebte ich nüchtern weiter. Es hat mich nicht besonders tangiert.

    Ja, über alles das haben wir geredet, ich weiß er hätte es mit mir genossen, und ich weiß er hätte mir etwas gegeben. Denn es gäbe keine Rechtfertigung dafür warum ich 6 Jahre nüchtern bin und er ständig konsumiert und mir etwas vorenthalten will.

    Ich war schon ein bisschen aufgeregt, alles fühlte sich nah an, Vorfreude, Herzklopfen. Ich argumentierte damit dass ich ja bereits Speed und Kokain konsumiert hätte, und es nix weiter ausgelöst hat. Und dann meinte er sehr ruhig und ernst: weißt du, das ist deine Präferenzdroge, das ist etwas anderes. Wenn du jetzt konsumierst, wird etwas in dir aufgerissen. Es wird dich bearbeiten, du wirst nicht glücklich sein, du hast dann einen Geist aus der Flasche gelassen den du nicht mehr so leicht los wirst.

    Und mir war klar, er hat recht. Nach 6 Jahren weiß ich dass ich trotzdem keine Kontrolle gehabt hätte. Der ganze Teufelskreislauf beginnt immer mit dem einen mal.

    Ich habe in dieser Nacht nicht konsumiert, meiner Therapeutin habe ich davon erzählt, und sie hat es sehr ernst genommen. Und ich dann auch. Das Fläschchen sehe ich nicht mehr wenn ich zu Besuch komme. Und ich habe ihm gesagt, dass sollte er nochmal beeinträchtigt von dieser Substanz sein, dass er mir das dann sagt und ich nicht zu ihm kommen werde.

    Ich habe wirklich den größten Respekt vor Alkoholikern die es schaffen und geschafft haben nicht mehr zu trinken. Ich bin heilfroh dass meine Substanz nicht ständig vor meiner Nase herumwedelt.

    Und Maeron , ich wünsche dir sehr dass das "nur" ein Wachrüttler für dich war.

    Und ich weiß, vielleicht ist das hier ein bisschen Themenverfehlung, aber eigentlich glaube ich dass die Süchte ziemlich gleich funktionieren, Suchtdruck, Suchtstimme usw.. und genauso wie ich heimlich süchtig war bin ich jetzt heimlich nüchtern. Na stimmt nicht ganz, ein Teil meiner Familie und Freunde wissen schon Bescheid, aber richtig verstehen können sie mich dahingehend nicht.

    Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, danke fürs lesen,


    lg Alexa

    Hallo,

    Danke für eure Nachrichten. Ja Koda, ich bin schon viele Schritte gegangen, nur manchmal fühlt es sich nicht so an.

    Wie heute zum Beispiel, ich bin seit gestern zu Besuch bei meinem Partner, er schläft eigentlich die ganze Zeit. Ich denke wenn er Mittags aufwacht, nach dem Essen werde ich wieder heimfahren. Und ich bin wieder mal super träge. Und male mir aus wie grau das alles wird wenn ich hier bleiben muss.

    Überdenk das nochmal!

    Ich sehe keine andere Möglichkeit. Auch meine Hündin zeitlich begrenzt wegzugeben ist in ihrer Verfassung keine Option. Sie ist sehr schwach auf den Beinen, knickt immer wieder vorne oder hinten ein. Tut sich schwer mit dem Aufstehen. Ich sehe nur dass sie trotzdem Freude empfindet, es genießt wenn sie gestreichelt wird und bei mir sein kann. Ich weiß nicht wie lange das noch gut geht, vielleicht noch Monate, aber ein Jahr oder so? Glaub ich nicht.

    Das ist auch das einzige was mich hier hält. Und auch das einzig"positive" wenn ich hier bleibe, dass ich noch Zeit mit ihr habe.

    Wäre es vielleicht möglich in deiner Wohnung zu bleiben und den Hund nur in die alte Wohnung zu bringen, wenn er alleine sein muss? Ihn dann wieder abzuholen und zu dir zu gehen?

    Wäre sie gesund ginge das vielleicht sogar, aber sie kann auch keine Stufen mehr steigen ohne dass sie einknickt, ich möchte sie nicht 2 mal am Tag ins Auto wuchten müssen.

    Ich würde auch besorgt sein, wenn mein Mann die Arbeit kündigt. Ich würde denken: du schaffst es doch nur nicht, weil du auf Droge bleibst - die Lösung ist doch nicht zu kündigen, sondern abstinent zu werden.

    Da geb ich dir recht. Wäre er nüchtern hätte ich auch nicht ausziehen müssen, hätte er seinen Job noch, hätten wir uns gar nicht auf Therapie kennengelernt, usw.. ich nehme das deshalb so leicht mit seiner Arbeit weil dort wahnsinnig viel konsumiert wird. Im Aufenthaltsraum steht eine Kiste Bier, nach der Arbeit wird sich eines genehmigt, es konsumieren 4, 5 Leute Drogen. Nur die tun das halt mißbräuchlich, während mein Partner voll süchtig ist.

    Er hätte aus meiner Sicht keine Chance dort nüchtern zu bleiben. Gut, ich weiß auch nicht ob er das schafft wenn er nicht dort arbeitet. Aber es ist eine Chance. Ich hänge noch! nicht viel dran, denn es gibt so feine Nuancen in unseren Gesprächen, da denk ich mir, okay so wirst du es nicht schaffen. Zum Beispiel Verzichtsgedanken. Oder auch das berühmte "das eine Bier macht ja nix" usw..

    Ich kann mich noch gut erinnern, einmal, er war seit ein paar Wochen wieder zu Hause, es war ein schöner Sommertag, und er hat etwas unternommen. Hat sich ein kleines Städtchen angeschaut, alles malerisch und schön. Ja, und dann hat er, weils so schön war, ein Bier getrunken.

    Für ihn, gar nicht schlimm. Zack, für mich der Anfang vom Ende. Es beginnt immer mit einem! Bier, mit einer! Line. Gaaanz harmlos.. oh man, innerlich bin ich dann so, ich würde ihn am liebsten rhetorisch (?) auseinandernehmen. Mir fällt jede unachtsame Bemerkung von ihm sofort auf. Aber seit Monaten sage ich ihm nichts mehr dazu. Weil ich kann es ihm aufzeichnen, vortanzen, was auch immer. Es geht in seinen Schädel einfach nicht rein. Oder nur kurzfristig. Vielleicht müsste er! sich mal so intensiv mit Sucht beschäftigen wie ich. Aber das tut er nicht.

    Und ja, eins möchte ich noch sagen. Bezüglich Drogen und Alkohol. Ja, Drogen sind illegal und zerstörerisch, aber ich finde nichts so schlimm wie Alkohol. Wie brachial Alkohol wirkt. Bewußtseinsveränderungen im Minutentakt, Hemmschwellen gibt es fast keine mehr, das Agressionspotential steigt ins unermeßliche, Körperfunktionen können nicht mehr gesteuert werden.. und und und. Ja, es gibt auch Drogen mit verheerender Wirkung, aber ist mein Partner betrunken, halte ich Abstand, aus Angst vor der Unberechenbarkeit.

    Ich sehe ihn auch nicht wenn er was anderes konsumiert hat, aber das wollte ich nur mal sagen, weil manchmal so getan wird, okay er säuft, aber Drogen?! das geht ja gar nicht..

    So, nun habe ich mich ein bisschen reingesteigert beim Schreiben.. Wenn es erstmal in mir losgeht, weil ich mich mit dem Thema auseinandersetze führt eins zum anderen und ich könnte ewig weiterschreiben.

    Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

    Ach ja Elly nein, die zwei kennen sich nur durch mich, nein er ist kein Ex von mir. Was ich vielleicht noch zugestehen kann ist dass ich bereits voll in meinen Partner verliebt war als ich meinen Kumpel kennengelernt habe :lol:

    Alles Liebe, Alexa

    Hallo liebe alle,

    Jump! hat mich wieder mal gekitzelt hier zu schreiben. Ich habe ein bisschen dass Gefühl wenn man keine glorreichen Erkenntnisse hat oder was signifikant ändert wird es nicht so gut aufgenommen hier. Ich glaube viele Cos schreiben dann halt nicht mehr, dabei tut doch der Austausch schon gut. Gerade wenn man rundherum verheimlichen muss.

    Zumindest ist das bei mir noch manchmal so. Es könnte sein dass ich in unsere alte gemeinsame Wohnung ziehen muss wenn mein Partner auf Therapie geht, weil meine alte, kranke Hündin bei mir in der Wohnung nicht allein sein kann und das Haus stundenlang niederbellt.

    Alleine die Frage von nicht eingeweihten wo mein Partner denn ist, bringt mich ins schwitzen. Geplant sind 6 Wochen Entzug und danach 3 Monate stationäre Entwöhntherapie. Mir graust es auch in die alte Wohnung zu gehen. Ich habe damit keine guten Erinnerungen verknüpft.

    Vor zwei Jahren war ich schwer depressiv, konnte mich oft nicht aufraffen das Bett zu verlassen. Oke, musste ich wegen Wauzi, aber die Jogginghose zu wechseln und mich umziehen brachte ich nicht mehr.

    Ich kriegte nix mehr hin, Haushalt, Körperpflege.. Das war auch in der Zeit nach meiner Psychose, da ist das Hirn sowieso angegriffen.

    Aber halt, ich merke wie meine Aufmerksamkeit während dem Schreiben wieder abdrifftet. Ich gehe gedanklich der schwarzen Straße nach, alles herum ist grau in grau. Ist es auch irgendwie wenn ich an die Sucht denke.

    Aber bleib ich bei mir, gibt es so viel wunderbares. Ich konnte mir mein kleines Heim schaffen. Ich möchte so gut es geht minimalistisch leben. Nichts kommt mehr hier rein was ich nicht geprüft, hinterfragt und für gut befunden habe.

    Ich bin jetzt sicher in meiner Lebenshälfte angekommen oder schon drüber, und ich führe das erste mal in meinem Leben ein Haushaltsbuch! Und das sind nicht trockene Tabellen und Zahlen. Ich hab einen schönes Notizbuch, das wird verschönert mit bunten glitzernden Washi Tapes, Sticker von Wölfen, und jetzt bin ich am überlegen ob ich mir Glitzertextmarker kaufe :) es ist eigentlich wie basteln, ich bastle mir meine Zukunft.

    Ach ja, und oft unternehme ich was mit meinem besten Freund :mrgreen:  Elly und ich und meine beste Freundin unternehmen viel "hexerisches". Ich werde von vielen Menschen geliebt, und fühle mich fast nie einsam. Das ist immer wieder schön wenn mir das bewußt wird.

    Und bei mir hat sich auch beruflich einiges getan. Ich habe ja über ein Jahr eine Arbeitsreha gemacht, und nun arbeite ich seit 3 Wochen wieder! Es ist sehr fordernd, und ich versuche gut zu essen (und auch koche ich wieder!) ausreichend zu schlafen, und ich versuche in Balance zu bleiben. Schubweis habe ich sehr negative Zwangsgedanken, wie "du bist alt, hässlich, kapiert das nicht, merkst dir nix, kannst nix" etc.. ich hoffe das bessert sich mit der Zeit ein bisschen mehr..

    Was ich noch loswerden will, mein Partner hat sich mir gestern offenbart. Er hat mir gestanden wieviel er konsumiert. In den letzten 3 Tagen hat er 10 Gramm Speed, 8 Liter Wein und Bier konsumiert. Er meinte so überlebt er nicht lange. Er wird morgen in der Firma kündigen, weil er das alles nicht mehr schafft und jeder Tag eine Qual ist. Ich weiß aus eigener Erfahrung dass ein Job ein Job ist, und das Leben geht auch weiter wenn man den verliert.

    Aber mir hat es die Schuhe ausgezogen. Mal wieder. Wieviel kann ein Mensch ertragen?

    Was kommt danach? Ich weiß es nicht..

    So, nun sind meine Zeilen doch wieder grau geworden. Ich fange Mittags zu arbeiten an. Drückt mir die Daumen dass sich meine negativen Gedanken und der innere Stress lösen..

    Alles Liebe Alexa

    Hey Jump!

    Ich lass mal ein <3 für dich da.

    Denk immer wieder mal an dich/euch.. Nun scheinst du mir voraus zu sein, mein Partner bereitet grade alles für den nächsten Entzug mit anschließender stationären Entwöhnung vor.

    Könnte sein 15. Entzug sein..

    Ich wünsch dir alles Liebe aus der Ferne!

    Das kleine Kind möchte nicht mit dem Vater alleine bleiben. Er macht jedes Mal ein Riesen Geschrei, steigert sich je nach Situation so rein, dass er fast anfängt zu kotzen.

    Hallo Wichtelmama,

    das hast du in deinem ersten Post geschrieben. Auch alles was du bis jetzt beschrieben hast spricht nicht dafür dass es den Kindern gut geht, und schon gar nicht wenn sie mit ihm alleine sind.

    Zumindest sind die Kinder meistens gut zufrieden wenn sie allein mit ihm unterwegs sind.

    Ich weiß nicht, ich könnte das nicht. Mir ist schon klar dass du zwischen Existenzängsten, Wohnungssuche, Job und ständiger Bedrängnis von ihm aufgerieben wirst.

    Ich drück euch auf jeden Fall die Daumen dass ihr bald da raus kommt.

    Hey,

    Kinder müssen nicht zwangsläufig geschlagen werden um Schaden zu nehmen. Weißt du sicher auch.

    Mein Vater war Choleriker, ging es ihm gut war er eine sehr sanfte, schillernde Persönlichkeit. Das konnte jedoch blitzschnell umschlagen. Ich versuchte dann unsichtbar zu werden. Als ich in die Pubertät kam hatte ich eigentlich nur mehr Angst vor ihm, weil er so unberechenbar für mich war. Diese Angst ist mir bis zu seinem Tot geblieben.

    Nun ja, ich wünsche dir dass du schnell was findest, und ich wünsche mir große Schritte für dich und die Kids. Wirst sehen, wenn du da raus bist wirst du dich wundern wie schnell es euch wieder besser geht. Und dann kommt die Kraft und auch die Freude wieder :)

    Liebe Koda,

    danke für deine Zeilen.

    Ich wußte bis voriges Jahr gar nicht wie mein Großer auf seine Kindheit blickt. Wir hatten ein! Gespräch zu dem ich ihn gedrängt habe, und da erst wurde mir klar was ich angerichtet hatte. Vieles was er sagte hat mich schwer getroffen. Er hat seine Kindheit als Scheiße bezeichnet, meinte nur dass ich ja noch jung war als das alles passierte, und er hat so kam es mir vor von oben herab gemeint: "irgendwas musst du ja richtig gemacht haben, denn ich bin groß und stark."

    Ich habe definitiv ein schlechtes Gewissen, doch was damit tun? Mir ist eigentlich nur eine systemische Familienaufstellung eingefallen, die gibt es aber leider bei uns nicht.

    Ich habe im Fotoalbum geblättert und die Diskrepanz war so klar. Es gab so viele schöne, tolle Momente auf Foto festgehalten. Das hilft aber nix, wenn es vielleicht Abends oder anderen Tags wieder Chaos und Verzweiflung herrscht.

    Ich werde ihn auf keinen Fall bedrängen mir zu verzeihen.

    Eigentlich alles, was ihre Bedürftigkeit vor mir so ausbreitete, habe ich nicht gut ertragen.

    Das kann ich gut verstehen, zuerst musst du ihre falschen Entscheidungen ausbaden und danach noch für ihr Emotionales zuständig sein.

    ich wollte ja nicht hart sein, aber so oft spuerte ich einfach nur einen fluchtreflex. wollte mit ihr über normale sachen, alltagssachen reden.

    Ich habe das bei meinem Sohn auch so erlebt, er wollte nicht darüber reden, und so werde ich es auch nicht mehr ansprechen.

    Das blöde dabei ist, dass auf beiden Seiten die Verletzung bleibt. Das ist auch durch eine unglaubliche Distanz zwischen uns zu spüren. Wenn ich ihn sehe tut es manchmal so weh.

    Wie gesagt, ich weiß wirklich nicht damit umzugehen. Ich versuche mich zu trösten, vielleicht heilt die Zeit ja doch?

    Meine Therapeutin meinte es gibt einen Spruch : es ist nie zu spät für eine schöne Kindheit. Weiß eigentlich nichts so richtig damit anzufangen, aber naja..

    Und was ich sehr sehr schön finde: mein Sohn hat mit meiner Mama ein sehr inniges Verhältnis. Sie war ja immer auch da als die Jungs noch klein waren und hat auch Erziehungsarbeit geleistet.

    Es tröstet mich ein wenig dass die beiden sich haben, auch wenn ich nicht die Mama sein konnte, die mein Junge damals gebraucht und verdient hätte.

    Vielen Dank Koda für deine Worte, sie haben mich berührt.

    Alles Liebe euch allen Alexa

    Hallo Bergdohle,

    Das war für mich so schlimm und wunderbar zugleich.

    Mittlerweile bin ich sehr glücklich darüber, dass er aus dieser shit-show raus ist.

    Ich freu mich darüber, dass er glücklich ist und frei sein kann...

    Kannst du dir vorstellen, dass du auch für dich so empfindest wenn DU ausziehst?

    Du kannst es wagen, und vielleicht wirst du überrascht sein was das Leben Dir noch bieten kann!

    Hallo Matrix,

    Ich hab mir deinen Faden jetzt komplett nochmal durchgelesen.. weißt du, ich glaube dir wenn du sagst dass du für deinen Kleinen da sein willst. Aber anscheinend fehlt dir die Kraft dafür? Dem Kleinen geht es bei dir zu Hause nicht gut, merkst du ja selber dass er ausgeglichener ist wenn er in den Kindergarten geht. Mit der Wohnung läuft es auch nicht so gut, mit kochen?

    Du hast vielleicht Angst vor der Bewertung der Nachbarn, anderen Müttern, hast aber keine Angst vorm JA oder Familienhilfe. Das finde ich sehr gut.

    Meine Meinung ist, wenn du es für dich nicht schaffst deinen Partner aus der Wohnung zu bekommen, dann ist es wohl besser wenn du dein Heim ganz weit aufmachst für das JA, oder Familienhilfe. Nimm jede Hilfe die du kriegen kannst. Ich seh sonst echt keine Chance für dich und dein Kind.

    Es wird kein Prinz kommen und deinen xy aus der Wohnung werfen.

    Hast du so große Angst vor ihm?

    Guten Morgen,

    Danke für eure Antworten.. ich bin zur Zeit im Krankenstand, und dadurch habe ich wohl wieder mehr Zeit zu grübeln und mich in Problemen zu versenken..

    ich hing ebenfalls wie ein bullterrier (das bild habe ich in gesprächen mit freunden auch manchmal verwendet) in einer emotionalen abhängigkeit. und auch wenn ich heute denke, schön wäre es gewesen sich eher zu lösen. ich hätte es nicht schneller hinbekommen,

    Ich hab dazu ein Gespräch im Kopf von einer lieben Bekannten und mir. Sie meinte das ist wie Liebeskummer, der geht schnell vorbei. Und ich meinte was? Liebeskummer kann ein Leben lang gehen. Wir haben uns gegenseitig angeschaut als würden wir von 2 unterschiedlichen Planeten kommen. War irgendwie eine lustige Szene.

    Ich tu mir sehr, sehr schwer mich zu lösen. Ich hab einen Ex, sehr traurige Geschichte, er vegetiert seit Jahren dahin, ich frag mich wieviel kann ein Mensch aushalten bis er endlich stirbt. Die Beziehung ist jetzt glaub ich seit 15 Jahren zu Ende, und ich knabbere noch immer daran. Völlig surreal. Nur jetzt scheint sich in mir etwas zu tun. Ich habe immer nur ihn gesehen. Seine Sucht, seine Nöte usw. Und erst jetzt geht mir ein Licht auf. Was hat er! Eigentlich mit mir gemacht? Warum habe ich bei so viel Sch... mitgemacht? Wie war es eigentlich für mich, und vor allem für meine Kinder! Mein Großer hasst ihn. Und zu recht! Es gab wohl viele viele Situationen in denen ich verzweifelt war, und mein kleiner Junge musste das miterleben konnte weder mir noch sich selbst helfen. Und ich hatte kein Auge für den lieben Jungen der neben mir leidet. Weil ich nur meinen Partner sah.

    Da habe ich komplett versagt, und ich sehe diese Dinge erst jetzt! Mir tut es für mein Kind unendlich leid, und es ist schwer diese Schuld auszuhalten. Ich hab mich mit meiner Therapeutin in so eine Situation versetzt, wo mein kleiner Junge dabei war. In dieser Situation habe ich endlich! ihn gesehen, mich um ihn gekümmert, ich bin mit dem Kleinen Hand in Hand aus der Situation spaziert. Das war sehr schön, und ich habe viel geweint.

    Ich schweife ab..

    Ich bin wohl immer schon Co, warum weiß ich nicht..

    Aurora ich hab ja deinen Faden vor einigen Monaten gelesen, ich konnte mich nicht ganz damit identifizieren, den ich hatte nie "geregelte" Verhältnisse. Also keinen Mann, kein Haus, keine Ehe. Ich war immer alleinerziehend, habe mit meinen Kindern gelebt, und mein damaliger Partner war, naja..

    Was uns verbindet ist, dass die Sucht des Partners uns krank gemacht hat. Ich bin vor nicht ganz einem Jahr hier aufgeschlagen und war so erschöpft und verzweifelt. Dort will ich nie wieder hin. Und das Forum war damals mein Anker. Ich war echt so bewegungsunfähig, habe mich verkrochen und hätte mich gerne in Luft aufgelöst. Und manche Bestätigung hat mir gut getan, ich musste mir vertrauen, ich musste aufstehen (im wahrsten Sinne), und ich musste mich bewegen und losgehen. Ich hatte soviel Angst! Dass ihr alle da wart, das war so wichtig!

    Jump! Deine Nachricht berührte mich auch sehr, ich musste so lachen, mir geht es so gut wie schon sehr lange nicht mehr.. dazu schreibe ich gerne später mehr. Ach ja, was ich echt mal gerne wissen würde ist was du beruflich machst. Ich glaube ich bin ein offenes Buch für dich. Du triffst so oft so genau meine Punkte, da frag ich mich echt bist du Hellseherin?! 8|^^

    Bis später,

    Alexa