Beiträge von Alexa

    Guten Morgen,

    Danke für eure Antworten.. ich bin zur Zeit im Krankenstand, und dadurch habe ich wohl wieder mehr Zeit zu grübeln und mich in Problemen zu versenken..

    ich hing ebenfalls wie ein bullterrier (das bild habe ich in gesprächen mit freunden auch manchmal verwendet) in einer emotionalen abhängigkeit. und auch wenn ich heute denke, schön wäre es gewesen sich eher zu lösen. ich hätte es nicht schneller hinbekommen,

    Ich hab dazu ein Gespräch im Kopf von einer lieben Bekannten und mir. Sie meinte das ist wie Liebeskummer, der geht schnell vorbei. Und ich meinte was? Liebeskummer kann ein Leben lang gehen. Wir haben uns gegenseitig angeschaut als würden wir von 2 unterschiedlichen Planeten kommen. War irgendwie eine lustige Szene.

    Ich tu mir sehr, sehr schwer mich zu lösen. Ich hab einen Ex, sehr traurige Geschichte, er vegetiert seit Jahren dahin, ich frag mich wieviel kann ein Mensch aushalten bis er endlich stirbt. Die Beziehung ist jetzt glaub ich seit 15 Jahren zu Ende, und ich knabbere noch immer daran. Völlig surreal. Nur jetzt scheint sich in mir etwas zu tun. Ich habe immer nur ihn gesehen. Seine Sucht, seine Nöte usw. Und erst jetzt geht mir ein Licht auf. Was hat er! Eigentlich mit mir gemacht? Warum habe ich bei so viel Sch... mitgemacht? Wie war es eigentlich für mich, und vor allem für meine Kinder! Mein Großer hasst ihn. Und zu recht! Es gab wohl viele viele Situationen in denen ich verzweifelt war, und mein kleiner Junge musste das miterleben konnte weder mir noch sich selbst helfen. Und ich hatte kein Auge für den lieben Jungen der neben mir leidet. Weil ich nur meinen Partner sah.

    Da habe ich komplett versagt, und ich sehe diese Dinge erst jetzt! Mir tut es für mein Kind unendlich leid, und es ist schwer diese Schuld auszuhalten. Ich hab mich mit meiner Therapeutin in so eine Situation versetzt, wo mein kleiner Junge dabei war. In dieser Situation habe ich endlich! ihn gesehen, mich um ihn gekümmert, ich bin mit dem Kleinen Hand in Hand aus der Situation spaziert. Das war sehr schön, und ich habe viel geweint.

    Ich schweife ab..

    Ich bin wohl immer schon Co, warum weiß ich nicht..

    Aurora ich hab ja deinen Faden vor einigen Monaten gelesen, ich konnte mich nicht ganz damit identifizieren, den ich hatte nie "geregelte" Verhältnisse. Also keinen Mann, kein Haus, keine Ehe. Ich war immer alleinerziehend, habe mit meinen Kindern gelebt, und mein damaliger Partner war, naja..

    Was uns verbindet ist, dass die Sucht des Partners uns krank gemacht hat. Ich bin vor nicht ganz einem Jahr hier aufgeschlagen und war so erschöpft und verzweifelt. Dort will ich nie wieder hin. Und das Forum war damals mein Anker. Ich war echt so bewegungsunfähig, habe mich verkrochen und hätte mich gerne in Luft aufgelöst. Und manche Bestätigung hat mir gut getan, ich musste mir vertrauen, ich musste aufstehen (im wahrsten Sinne), und ich musste mich bewegen und losgehen. Ich hatte soviel Angst! Dass ihr alle da wart, das war so wichtig!

    Jump! Deine Nachricht berührte mich auch sehr, ich musste so lachen, mir geht es so gut wie schon sehr lange nicht mehr.. dazu schreibe ich gerne später mehr. Ach ja, was ich echt mal gerne wissen würde ist was du beruflich machst. Ich glaube ich bin ein offenes Buch für dich. Du triffst so oft so genau meine Punkte, da frag ich mich echt bist du Hellseherin?! 8|^^

    Bis später,

    Alexa

    Hallo liebe alle,

    Ich wollte mal meine Gedanken und Gefühle hier lassen, ich lese nach wie vor mit, doch oft finde ich es belastend, konnte ich mich doch durch die räumliche Trennung etwas frei machen, die Schicksale hier berühren mich, das viele Leid, das täglich zu lesen macht etwas mit einem.

    Diese Woche hatte ich eine Sitzung bei meiner Therapeutin und es war für mich ein Lichtbringer. Ich habe ja eine lange, lange Geschichte mit der Sucht. Ich wurde mit 16 von zu Hause rausgeschmissen, und ich tat dass für mich natürliche. Ohne Orientuerung und Halt wählte ich mir Freunde aus, die genauso verloren waren wie ich. Im Stadtpark, am Hauptplatz, mit den Punks und Menschen die am Rand stehen. Meine erste große Liebe, voll süchtig. Ich war so naiv, kannte die Sucht nicht, und wäre nie auf die Idee gekommen was diese Sucht noch alles mit sich bringt. Elend, Tod, Verzweiflung, Scham, Schuld, Ekel. Anfangs wenn ich ab und zu mal konsumierte fühlte sich alles so warm an, ruhig, sanft..und auch ich lernte über viele, viele Jahre was meine Sucht mit mir machte. Sie war hart, kalt und brutal. Nahm mir Stück für Stück alles was mir lieb und teuer war.

    Nun bin ich seit fast 6 Jahren nüchtern (also clean, ich war von Opiaten abhängig, aber ich finde den Begriff nüchtern für mich viel passender als clean oder sauber)

    Und es ist in meinem Leben immer schon so, ich habe einen Partner der voll süchtig ist. Alkoholiker, bei Bedarf und Verfügbarkeit kommt alles andere oben drauf. Und wieder steht die Sucht übergroß vor mir. Und da half mir meine Therapeutin sehr. Wenn ich mit meinem Partner telefonieren und ihn frage wie es ihm geht, meine ich eigentlich: hast du konsumiert, hast du getrunken, bist du nüchtern? Jedes mal steht die Sucht übergroß vor mir, jedes mal werden meine ganzen schlimmen Erfahrungen in den Ring geworfen. Ich habe Angst meinen Partner zu verlieren, habe Angst dass er untergeht, sich und mich verliert.

    Mein Partner kämpft jeden Tag. Und ich sehe schwarz. Ich sehe die Abgründe die noch auf ihn warten, räume ihm keine Chance ein. Die Zeiten in denen ich hoffnungsvoll an seiner Seite stand sind vorbei. Ich sehe was er tut, und denke mir: okay, noch eine Runde im Karussell. Meine Therapeutin (ist nicht auf Sucht spezialisiert) war etwas überrascht dass ich so schwarz denke. Sie sieht es so, dass er kämpft, das viele gute Mächte am Werk sind. Er das Leben sucht und nicht aufgibt. Und ich versuche ihn damit zu würdigen. Ja, für mich ist die Situation aussichtslos, doch er gibt nicht auf, kämpft täglich ( und ja es ist ein Kampf, keine Kapitulation vor der Sucht). Und ich sehe wieviel Kampfgeist er besitzt. Täglich schmeißt er sich in den Ring, begrenzt sich, versucht Standhaft zu bleiben. Und wenn ich schon nicht an seinen Sieg glaube, so kann ich ihn doch dafür würdigen.

    Ich versuche mich nicht davon überwältigen zu lassen. Doch es gibt auch Tage da überrollt es mich. Ich und meine Geschichte werden jedesmal konfrontiert, und ich fühle mich oft ausgeliefert. Obwohl ich nun 6 Jahre nüchtern bin. Durch ihn, aber auch z.B. wenn ich hier lese, wir das ganze Leid immer und immer wieder hochgeholt. Das ist sehr anstrengend.

    Ihn als Menschen aufzugeben ist keine Option. Da bin ich wie ein Bullterier der sich festgebissen hat. Das ist auch ein Grund warum ich nichts mehr geschrieben habe. Denn ich habe mich nicht gelöst. Und das wird hier ja oft auch sehr scharf kommentiert.

    Alles Liebe,

    Alexa

    Hey du liebe,

    Ich kuschel dich gedanklich mal in eine warme Decke und bring dir Tee..

    Nun scheinst du mir ein paar Monate voraus zu sein, ich freue mich auch darauf wenn mein Partner entzieht, weil ich den Menschen der dann zum Vorschein kommt so sehr liebe und schätze..

    Die Sucht ist der Teufel.. sie entreißt uns unsere Liebsten.. Unsere Frauen, unsere Männer, unsere Kinder, unsere Eltern..

    Trauere ruhig um deinen Mann den du verloren hast.. und ich weiß du gehst weiter <3

    Hi du liebe, naja ich bin da noch nicht soweit.. das was du schreibst klingt so lecker..:) Ja, ich hab die Küche schon und ich hab sie so gerne, hab mir viele Gewürze gekauft, aber ich ess meistens zu Hause nur kalt, ich hab Mittags eine super leckere günstige Gelegenheit zu essen..

    Ich hab die Tage öfter an dich gedacht, und ich wollte dir sagen ich kann sehr gut nachempfinden dass du dich noch nicht lösen konntest, das wird aber wahrscheinlich sowieso kommen..

    Bei mir ist soweit alles beim alten, mein Partner und ich sehen uns am WE, er strebt einen Entzug nach Weihnachten an.. komisch, ich freue mich auf die Zeit danach

    Derzeit gehen wir miteinander um wie innige Freunde, erzählen uns unsere Gedanken und versuchen uns gegenseitig zu bestärken, und ist er zu beeinträchtigt halte ich das Gespräch kurz.

    Ich habe jetzt ca. 1 1/2 Monate lang versucht mit dem Rauchen aufzuhören, und bin gefühlt ständig gescheitert, auch wenn ich mir fest vorgenommen habe nicht zu rauchen hing ich eine Stunde später an der Zigarette.. gefühlt keine Chance der Gier Herr zu werden.. ich kam mir wie eine Versagerin vor. Hab ja versagt. Aber die ganze Geschichte hat mir gezeigt wie auch mein Partner einen sinnlosen Kampf führt und immer wieder scheitert. Ich verstehe ihn, und dann werde ich auf mich wütend weil ich mir manchmal echt denke, ich will kein Verständnis mehr aufbringen.

    Naja, so ist der Kreislauf..

    Ich hoffe dir geht es gut, und RH wenn du das liest, ich hoffe auch dir geht's gut,

    lg Alexa

    Hallo Vayana,

    ja du hast recht, ich binde mich an ihn. Es ist nur so eine Diskrepanz zu der Zeit als wir zusammenwohnten. Ich habe den Mantel der Depression, Verzweiflung, mein ständiges kontrollieren, interpretieren, reagieren auf seine Sucht abgestreift. Ich bin bei mir, und ich fühle mich ein bisschen wie eine Beobachterin.

    Trotzdem habe ich ihn sehr lieb, sehe wie er strauchelt, mit sich kämpft, jeden Tag sich etwas vornimmt nur um wieder zu scheitern.

    Ich habe auch mit ihm darüber gesprochen dass wir derzeit ja keine Beziehung leben. Eher wie Freunde agieren. Seine Sicht darauf war, dass er sich so freut für mich dass sich so viele wichtige Dinge in meinem Leben zum Guten wendeten, ich lebe gerade fruchtbare Prozesse, und er muss sich halt um seine Süchte kümmern. Danach kann Beziehung wieder stattfinden.

    Ich kann ihn gehen lassen sollte er wieder auf LZT gehen, vielleicht wird er wieder in seine alte Heimatstadt ziehen, vielleicht wird er in eine christliche Gemeinschaft in Italien gehen. Das alles weiß ich nicht, und trotzdem bin ich auch in Liebe mit ihm verbunden und würde das alles annehmen.

    Das finanzielle wäre auch ohne seine Zuwendungen machbar, was ich mit Wauzi jedoch mache wenn mein Partner sich zu einer Option entschließt weiß ich nicht.. Sie ist jetzt 10 Jahre und krank.

    Wäre er ein A.. wäre alles klar, doch das ist er nicht. Er behandelt mich nun respektvoller, vorsichtiger, ich glaube er hat schon Angst mich zu verlieren. Das gibt irgendwie auch ein Machtgefälle das mir nicht behagt.

    lg Alexa

    Jump! Ich hoffe für dich, euch, deine Kätzchen auf eine schöne Zukunft.. oder halt einfach für dich, ich bin mir sicher die bekommst du, wie auch immer die aussehen wird <3 Und ich hoffe du teilst dich weiter in der öffentlichen mit, es ist immer sehr schön von dir zu lesen

    Hallo liebe Jump, und alle :!:

    Oh ja, die Küche hab ich vorige Woche bekommen, sie ist toll. Ich mag meine kleine Wohnung sehr, es ist das erste mal dass ich alleine wohne. Als die Kinder flügge wurden zog mein Partner zu mir, und so ist es das erste mal dass ich ganz für mich sein kann. Ich bastle viel, lese, schau mir interessante Videos an und hab sogar das Meditieren für mich entdeckt :wink: Grade ich, die dachte ich muss die Wände hoch gehen wenn ich still sitzen soll, nur mit meinen Gedanken. Ich nenne es für mich nicht meditieren sondern "Kerzerl schauen".:)

    Leider hat mein Wauzi den Umzug nicht so gut verkraftet, und sie hat wenn sie alleine war stundenlang gebellt. Ich denke es war zu viel für sie, die Epilepsie, Medikamente, ständig zum Arzt, dann die neue kleinere Wohnung. Sie ist jetzt bei meinem Partner in ihrer vertrauten Umgebung und bellt nicht mehr. Das tut mir im Herzchen weh, denn sie begleitet mich seit 10 Jahren, und nun ist sie unter der Woche nicht bei mir, aber ihr geht es besser.

    Ich bin meinem Partner sehr dankbar dass er sich um sie kümmert, aber natürlich, ich habe Sorge um sie.

    Ich weiß nicht was die nahe Zukunft für meinen Partner bringt, aber ich denke früher oder später wird er in LZT gehen, ob er die Wohnung und Job behält längerfristig glaube ich nicht.

    Ich fühle mich nicht wohl wie wir derzeit in Beziehung stehen. Wir telefonieren nach wie vor täglich, und er erzählt mir viel davon wie es ihm mit seinen Süchten geht. Im Gegensatz zu vorher, zerbreche ich mir jedoch nicht mehr den Kopf darüber wie er was machen könnte, angehen könnte, usw.. das sag ich ihm auch so, dass ich einfach keinen Rat mehr für ihn habe, aber dass ich ihn lieb habe. Sein Kartenhaus bricht erneut! auseinander, und ich bin halt einfach nur da. Es ist ein bisschen so als würde ich am Rande eines Spielfeldes stehen und zusehen was da genau passiert.

    Ich frage mich oft wie es mit der Bindung zwischen uns steht. Ganz ehrlich, ich bin ihm dankbar dass er vorerst meine Hündin bei sich behält, ich bin ihm dankbar dass er mich nach wie vor unterstützt, auch finanziell. Das bindet auch! Doch ich bin nicht mehr so investiert wie vor einem Jahr. Ja, ich verbringe meistens das Wochenende bei ihm, da schläft er viel weil er ausnüchtern muss, ich fühl mich auch nicht so wohl bei ihm. Ich verfalle fast sofort in alte Gewohnheiten, werde träge und dann ist nicht mehr viel los, weder bei ihm noch bei mir.

    Ich frage mich ob ich einfach auf den nächsten Knall warten soll, bis er in Therapie ist. Denn ich weiß was dann für ein wundervoller Mensch wieder zum Vorschein kommt. Ich glaube nicht mehr an das große Happy End zwischen uns zweien, aber ich kann doch trotzdem eine Begleiterin in seinem Leben sein?

    Oder ich halte nur daran fest weil es gerade so toll bequem ist für mich? Er kümmert sich um meinen Hund, er macht alles wohnungstechnisch für mich, drückt mir Geld in die Hand wenn ich etwas brauche, er freut sich ehrlich für mich für jeden Fortschritt den ich mache. Und ich höre nur zu, wenn es mir zu viel ist gehe ich einfach wieder..

    Ich habe eine sehr liebe Freundin, wir kennen uns seit 25 Jahren, und sie hat als wir noch jünger waren ihre Sexualität und Weiblichkeit sehr eingesetzt um zu bekommen was sie wollte. Das wollte und konnte ich nie.

    Nun fühle ich mich etwas schäbig, ich schaue dem Elend aus Entfernung zu, möchte ihn nicht gehen lassen.

    Deshalb habe ich hier auch nicht mehr geschrieben. Ich bin in seiner Sucht gefangen, und warte.

    lg Alexa

    Hallo Ich,

    Ich denke das sich bei mir um Depressionen und Angstzustände handelt und ich mich auf diesem Weg total verloren habe , geistig wie optisch weil es sehr viel Nerven, Zeit und Kraft gekostet hat .

    Mir ging es auch so. Ich bin an der Seite meines Partners immer mehr verkümmert.

    Ich kann nicht mal mehr sagen was mir gut tun würde , das ist verrückt aber die Wahrheit

    Während meiner schwer depressiven Phase wußte ich auch nicht mehr was mir gut tun könnte, auch wenn ich vieles versucht hatte blieben die Erfolge aus. Dinge die mir Freude bereiten sollten haben mich belastet.

    Ich kann nur von mir schreiben, aber 2 Dinge halfen: 1. Ich bin ausgezogen und die räumliche Distanz tut mir gut. 2. Antidepressiva die mir verschrieben wurden. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, doch mein Zustand wurde über 2 Jahre immer schlimmer und hat sich verfestigt.

    alle sagen mir ich solle mich einweisen lassen

    Das ist finde ich ernst zu nehmen. Wenn du dich in Gefahr siehst, zögere nicht dich in professionelle Hände zu begeben.

    Man kann das von aussen schwer beurteilen, aber ich empfinde das was du schreibst als Terror, und wenn man solchen Situation oft und langfristig ausgesetzt ist kann das einen sehr schwächen.

    Du hast für dich schon klar abgegrenzt, ihr wohnt nicht mehr zusammen und du meidest ihn wenn es dir zu viel wird. Und nun ist es dir auch zuviel! Grenze dich ab wenn du kannst, und nimm dir seine Entgleisungen nicht so zu Herzen. Ich weiß, ist leichter gesagt als getan..

    Dein Körper zeigt dir das du Ruhe brauchst, ich wünsche dir aus der Entfernung dass du die findest..

    Alles Gute, ich schick dir Ruhe und Erholung

    Hey liebe RH,

    Eine Wohnung. Klein, bisschen ranzig, muss selbst tapeziert werden, der mit Abstand hässlichte pvc Boden der je produziert wurde ist dafür drin geblieben. Aber ich liebe die Wohnung jetzt schon.

    das freut mich so sehr! Dann können deine Kinder und du endlich ankommen. So schön. Ich weiß noch wie du gemeinsam mit mir hier aufgeschlagen bist, und was warst du auch verfangen in seiner Sucht. Soviel Schmerz und aushalten. Nun bist du wieder erstarkt! Ich finde es erstaunlich, dass manche Prozesse so schnell gehen, obwohl wir Jahre verfangen waren.

    Deine Nachricht hat mich sehr berührt.

    Also hatte ich meine mutter, die kurz nach meiner Geburt in die Heroinabahängigkeit rutschte, und so oft einfach wie tot im bett lag, egal was ich brauchte, und wie dringend es war, sie war nie wach zu kriegen

    Aber ich konnte es ihr nicht verübeln, nicht sauer sein, dass sie sich zudröhnt und mich ihrem Freund überließ, von dem sie wusste, dass der es liebte mich zu quälen.

    Weißt du, das ist mein Schmerz als Mutter. Ich war zwar immer ansprechbar für meine Kinder, doch ich habe so viel falsch gemacht und Dinge zugelassen die meinen Kindern schaden. Ich habe mit 18 meinen ersten Sohn bekommen, und mit 24 war ich dann süchtig. Viele, viele falsche Entscheidungen. Mein Vater starb vor 2 Jahren und ich war immer der Überzeugung dass er kein guter Vater war, ich habe ihn vor seinem Tot nur einmal gesehen, es war doch sehr sehr wichtig für mich. Und vor ein paar Tagen ist es mir mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Ich kann ihm nicht verzeihen, doch was ist mit mir als Mutter? Ich glaubte immer eine gute Mutter gewesen zu sein, doch mit ehrlicher Betrachtung muss ich gestehen gerade meinem großen Sohn gegenüber, habe ich Dinge getan die nicht leicht zu verzeihen sind. Ich schäme mich. Dadurch dass ich eigentlich ein gutes Verhältnis zu ihm habe, habe ich mich nie hinterfragt. Doch nun stehe ich hier, und es fallen mir immer öfter Situationen ein die eigentlich nicht tragbar sind. Ich bin dabei meinem Vater zu verzeihen, doch für mich ist es ein langer Weg. Es tut so weh hinzusehen, und mein Bild von mir als Mutter ist in seinen Grundfesten erschüttert.

    Das sind meine Gefühle die in mir hochkommen. Danke für deine Zeilen.

    Manchmal fühle ich mich deswegen schlecht. Als hätte ich ihn von Anfang an benutzt.

    Das brauchst du nicht RH, wir lieben so gut wir können.

    lg Alexa

    Hallo,

    danke für eure Wünsche <3

    Der Tumor hat sich unabhängig von der Epilepsie entwickelt, er ist nicht im Kopf sondern in der Leiste. Gottseidank, weil einen Hirntumor am Hund zu operieren ist nicht üblich. Wir mussten nochmal Tierklinik wegen einem Bluttest, bzgl. der Epilepsiemedikamente, und diese Woche bekomm ich den Termin für die Tumoroperation. Ich hoffe nur sie hat bis dahin keine Anfälle, die scheinen so alle 5-6 Wochen aufzutreten.

    Ich genieße meine Zeit gerade sehr, ich hab mich vor allem die letzten 2 Jahre so mit der Rolle der Partnerin eines Suchtkranken identifiziert, es hat allen Raum in meinem Leben eingenommen. Dazu gibt es einen schönen Satz:"Wer war ich, wer bin ich und wer möchte ich sein?"

    Ich habe viel nachgedacht woher der Gedanke kommt dass ich eine Verräterin bin. Und jetzt hab ichs glaube ich. Ich dachte mir ich werde einsam sein, ihn vermissen, unsere Zukunft betrauern die nicht stattfinden wird wie ich es mir gewünscht habe, ich rechnete mit persönlichen Krisen, und das alles findet nicht statt. Weder bin ich einsam, noch trauere ich. Ich fühl mich einfach wohl in mir (nicht immer aber die meiste Zeit).

    Vielleicht habe ich in unserer Beziehung schon zu viel getrauert.

    Wir sehen uns nicht oft, aber wir telefonieren nach wie vor täglich, leider artet das wieder in Kontrolle aus.

    Jetzt ist er wieder da. Mein Mann. Wie der Phönix aus der Asche. Verständig, liebevoll, erschüttert über das was war.

    Ja das kennen wir, oder? Deshalb ist es doch so schwer ihn für immer gehen zu lassen.

    Ich wollte dir oder euch nicht auf den Schlips treten. Mit dem Satz, dass es ganz schön sein könnte seine Sucht auszuleben ohne die tägliche Konfrontation mit der Partnerin war überhaupt nicht so gemeint, dass es für ihn schön ist süchtig zu sein.

    Liebe RH,

    mir bist du gar nicht auf den Schlips getreten. Ja er lebt seine Sucht voll aus. Und wo ich so darüber nachdenke, frag ich mich wirklich, leidet er? Zum jetzigen Zeitpunkt nicht genug wie es aussieht.

    Obwohl räumlich getrennt, bist du immer noch in seiner Sucht gefangen.

    So hart das auch klingt, die meiste Zeit nimmt er in meinen Gedanken relativ wenig Platz ein. Auch in meinen Gefühlen.

    Ich scheine mich zu entlieben, und das ist das überraschende und auch schmerzliche. Ich habe ihm heute gesagt dass ich nicht weiß wie das mit uns weitergehen soll, und er sieht das auch. Er spricht von runterdosieren (wow, klappt ja immer ganz super) oder davon dass er wieder auf die Station gehen muss.

    Wie oft noch? Und dann?

    Um noch etwas von mir zu erzählen. Mein Sohn hat mich am Wochenende das erste mal mit seiner neuen Freundin besucht. Ich war ja so aufgeregt und hab mich gefreut. Ich möchte eine liebe "Schwiegermutter" sein, und ich denke der erste Eindruck ist mir gelungen :mrgreen: Wir haben getratscht und gelacht gemeinsam, es war so nett!

    So, ich geh jetzt mein Fellknäuel mit dem Staubsauger durch die Wohnung jagen, ist nicht so schlimm wie es sich anhört ^^

    lg Alexa

    Hy Bobby,

    ich bin Co und wollte dir nur sagen dass ich das unglaublich stark von dir finde. Sich die Krankheit selbst einzugestehen, daran scheitern so viele. Und so wie du dich positioniert hast finde ich sehr sehr mutig!

    Nur war ich danach kurze Zeit sehr geknickt, fragt mich nicht warum….

    Vielleicht liegt es an der Schwere, die das Eingeständnis mit sich bringt? Das sich bewußt machen, was ist?

    Du hast dich finde ich wirklich getraut, es wäre doch schön wenn sich viele viele mehr trauen würden sich und anderen einzugestehen dass man Alkoholiker ist.

    Find ich toll, kannst echt stolz sein finde ich!

    lg Alexa

    Hey Elly,

    Meine Hündin ist groß, ich kann sie nicht hochheben. Der einzige dem ich noch zutrauen würde sie beim Tierarzt gut zu händeln ist mein Sohn. Der wohnt leider weiter weg und wir haben kein Auto.

    Es ist gerade echt schwierig mit meinem Fellknäuel. Sie wird 10 Jahre alt, wir sind gerade frisch umgezogen. Sie hat seit ca. einem halben Jahr epileptische Anfälle, und vor 2 Wochen sollte der Tumor operiert werden. In der Nacht davor hatte sie Anfälle und die Ärztin hat die OP verschoben. Derzeit ist sie anfallfrei, aber ich merke dass sie nicht auf der Höhe ist. Ich kann schwer beurteilen woran es liegt. Das Alter, die neue Umgebung, die Medikamente (wirken sedierend), die Anfälle, die Hitze? Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Und jeder Arztbesuch stresst sie ungemein, und mich auch (obwohl ich mir echt Mühe gebe gelassen zu bleiben)

    Bis vor einem halben Jahr ist sie herumgehüpft als gäbs kein morgen. Nun merke ich auch oft Unsicherheiten bei ihr wenn sie geht oder läuft.

    Ich wünsche mir schon dass sie noch ein paar Jährchen an meiner Seite ist, und für sie dass sie auch im Alter noch Freude hat. Ich merke es wenn ich mit ihr spazieren gehe. Hier ist so viel los, Fußgänger, Radfahrer, Kinder, viele viele andere Hunde. Und sie ist sooo neugierig, sie genießt den Trubel so richtig. Ich grinse so oft vor mich hin, weil ich merke sie hat Spaß.

    Für die anstehende OP hab ich mir freigenommen. Ich hoffe das mein Partner verlässlich ist, er weiß wie wichtig das ist, und er liebt ja meine Hündin auch.

    lg Alexa

    Hey liebe Jump!,

    ich kann das gut nachfühlen. Meine Hündin dreht auch ab beim Tierarzt, wir können sie zu zweit gerade mal so bändigen. Mein Partner hebt sie auf den Tisch und hält sie, ich bin am Kopf damit sie nicht beißt. Es ist jedesmal purer Stress für alle Beteiligten. Leider muss bei ihr ein Tumor entfernt werden ;( Und ich weiß auch noch nicht wie ich das alleine schaffen soll.. ich hoffe einfach darauf dass mein Partner in der Früh so nüchtern ist dass er helfen kann. Wenn nicht bin ich aufgeschmissen.

    Vielleicht hilft dir der Gedanke: egal wie es läuft, in ein paar Tagen ist es vorbei. Damit kann ich mich beruhigen wenn etwas auf mich zukommt dem ich mich nicht gewachsen fühle.

    Gute Besserung für Katerchen <3

    Und dabei übersiehst du wohl, dass du für ihn IMMER nur an 2. Stelle kommst.

    Alkohol ist die Nummer 1 für ihn.

    Ja, aber :) es geht ihm nicht gut damit. Er leidet doch auch. Natürlich, wenn er nach der Therapie entlassen wird, gut aufgebaut wurde, dann kommt die Ignoranz und Überheblichkeit der eigenen Sucht gegenüber. Weil da kann man ja mal, ist ja nicht so schlimm, war nur ein Ausrutscher, bliblablub. Aber jetzt zieht sich die Schlinge wieder zu. Solange, bis er handlungsunfähig ist. Ich war auch jahrelang in meiner Sucht gefangen.

    was immer dir gut tut! Und wenn du dich wieder mehr um die kümmerst, wirst du dich besser fühlen und dann strahlst du das sicher auch aus :-).

    Auch das muss oder besser darf ich lernen. Ich hatte gefühlt immer nur gearbeitet und mich um meine Jungs gekümmert. Damals hat mich aber noch meine Jugend getragen. Nun bin ich das erste mal alleine, und hab nur Verantwortung mir selbst gegenüber. Ich bin so der Typ: ich hab eine "wundervolle" Hautcreme, die riecht so! gut. Und ich benutze sie fast nie, weil die ist ja so teuer, und was für eine Verschwendung wenn ich die öfter benutzen würde :/ Man, man, man, ich hab wohl viel in meinem Leben verpasst