Beiträge von Alexa

    Hallo ihr Lieben,

    Danke Jump für deine liebe Nachricht.. ich hab eh schon überlegt wieder zu schreiben, danke fürs Hand reichen.. :lol: Ich vermisse RH89 auch.. vielleicht liest sie ja mit, dann mal dicke Umarmung! (Und es wäre doch schön wenn sie wieder schreiben würde und wir wissen wie es ihr geht)

    Ja mein Partner ist jetzt seit ca. 2 Wochen wieder zu Hause.. die Entwicklung von ihm ist für mich ein bisschen, hm wie sag ich das, es ist ein bisschen überwältigend, fordernd und auch traurig..

    Er war schon auf der Station sehr motiviert, hat sich schnell wieder aufgebaut.. die Menschen um ihn haben oftmals Respekt vor ihm, gerade durch seine überlegte ruhige Art.. Er hatte auf Station viele gute Gespräche, viel Sport, viel Zeit sich zu besinnen.. ich war als er wieder hier war etwas überwältigt, von jemanden der wochen-monatelang nur intoxikiert war hat er sich plötzlich positiv, motiviert gezeigt.. liebevoll, zugänglich.. sozusagen wieder ein anderer Mensch.. das war für mich emotional ein bisschen schwer unter einen Hut zu bringen..

    Leider ist bei uns und vor allem bei ihm wieder der Alltag eingekehrt.. arbeiten, Haushalt, wenig qualitative Zeit zu zweit.. Probleme und Problemchen werden gewälzt..

    Ich bin involviert in seine Suchtgeschichte.. ich hab ihm gesagt er soll die Telefonnummer von seinem Dealer löschen, ich habe über Tage nachgefragt bis er es gemacht hat. Ich hab ihn gefragt ob ihm das jetzt weh getan hat (nicht ironisch gemeint, sondern aufrichtig), er meinte nur kurz.. wenn wir uns Abends über unseren Tag austauschen frage ich ihn jeden Tag ob er Suchtdruck hatte, bis jetzt gab's nix.

    Ich habe den Begriff "erlaubnisgebender Gedanke" gehört.. wenn er fällt, dann glaub ich deshalb.. aus Unachtsamkeit, Übermut..

    Jetzt hab ich nur von ihm geschrieben.. was kann ich zu mir sagen? Es tut mir weh oder leid, dass ich was unsere Beziehung angeht nicht mehr hoffnungsvoll bin, ich nicht mehr darauf vertraue dass er nüchtern bleibt, es ist etwas zerbrochen.. ich wünsche ihm Nüchternheit und Klarheit auf seinem Weg, aber daran glauben..

    Oke, schon wieder schreib ich über ihn.. hm..was gibt's zu mir.. also, ich hab schon vor Jahren Depression diagnostiziert bekommen, Medikamente wurden mir angeraten, aber ich dachte mir immer ich schaff das auch so, es wird mir sicher bald besser gehen, wenn nur mein Leben ein bisschen besser und leichter wird.. Leider hat sich mein Zustand immer mehr verschlechtert und verfestigt.. Nun ja, ich bekomme jetzt Medikamente, und es ist ein wahrer Segen! Nach nur ein paar Tagen hatte ich das Gefühl bekommen dass sich der Panzer der sich um mein Herz gelegt hatte weggespreng wurde.. nach vielen, vielen Monaten darf ich mich wohl in mir fühlen!!! ich darf wieder sanft zu mir sein, und es auch spüren.. das ist wirklich so schön gerade..

    Also zu meiner Ernährungssituation kann ich nur sagen dass ich in der Zeit als ich alleine war nicht verhungert bin, das ist schon mal ein positiver Ansatz finde ich :) Das ganze ist sicher ausbaufähig, aber damit konfrontiere ich mich wenn ich alleine lebe und wieder! für mich selbst sorgen muss/darf.

    Mein Hauptthema ist eigentlich: komm ins tun!!

    Ich hab vor kurzen 2 Tage herumgeeiert weil ich die Bettwäsche überziehen musste. Ich hab dann laute Musik angemacht zur Motivation, und was soll ich sagen? Das Bett frischbeziehen hat genau 2 Lieder lang gedauert! 2! Ich dachte mir echt jetzt, und deshalb schlägst du geistige Purzelbäume und windest dich? :roll:

    Ich hab da wohl Klebestreifen an den Füßen, Jump :)

    So, das war jetzt weit mehr als ich eigentlich schreiben wollte.. danke an alle fürs lesen..

    lg Alexa

    Hallo Southafrika,

    Ich kann dir nur von mir berichten.. ich habe mit meinem Partner einige Entzüge und Rückfälle durchgemacht.. derzeit ist mein Partner im Entzug.. nach fast 5 Jahren in Beziehung wünsche ich ihm sehr dass er es diesesmal schafft, doch meine Hoffnung ist gering. Auch wir sind/waren in Liebe verbunden, doch das hat letztlich nicht gereicht.. Ich habe meine Konsequenzen gezogen.

    Ich kann dir also leider kein positives Beispiel geben..

    Ich kann dir nur raten auf dich zu sehen, pass auf deine Grenzen auf und handle nach Ihnen.

    lg Alexa

    Liebe RH,

    Magst es dir vielleicht nicht nochmal überlegen? :o

    Vielleicht denkst du in ein paar Tagen etwas anders darüber..

    Ich würde dich sehr vermissen.. und du weißt doch geteiltes Leid ist halbes Leid und so..

    lg Alexa

    Ich muss betonen, und das nicht um meinen Mann vor euch toll zu reden, seit nun fast 4 Monaten bringt er sich unheimlich ein...

    Liebe RH,

    Bitte nicht böse sein, aber ich glaube du warst laut deinem Fädchen sehr verzweifelt, und das war im Februar..:shock:

    Ja vielleicht bringt sich dein Mann nun mehr ein, trotzdem schienst du alles andere als glücklich zu sein.. zu recht..

    Und mir geht es auch so, kaum ist mein Partner wieder nüchtern so wie jetzt, ist er so lieb, so toll.. usw.. aber ich weiß auch dass ich trotzdem ausziehe.. wie es dann weiter geht werden wir sehen..

    Bleib stark, bei dir..<3

    Versuche ich auch,

    lg Alexa

    Liebe RH,

    Ich hab auch ein bisschen nachgedacht über das Thema Kinder und Verantwortung.. ich habe meine 2 Kinder alleine großgezogen.. es war hart, und es war unfair.

    Die Väter (ja es waren 2) hatten oder hätten oder haben genauso Verantwortung gehabt wie ich..

    aber nein, der zweite Vater war echt super, ist ins Ausland abgehauen, bereiste die Welt und hat es sich im Ausland schön gemütlich gemacht.. jahrelang kein Zeichen von ihm, das war so skuril, denn seine Familie hat sich sehr wohl um den Buben gekümmert, nur ihn hats nicht interessiert.. es war so hart meinem kleinen Jungen irgendetwas zu erklären warum sein Vater einfach kein Interesse an ihm hat.. Nun ist der Junge groß und ich bin wahnsinnig stolz auf ihn..

    Aber ich schweife ab.. ich wollte dir nur dalassen, ja auch dein Partner hat Verantwortung, nimmt sie aber nicht wahr..

    somit bleibst nur du, die im Feuer steht.. Das ist hart und es ist nicht fair, aber es ist die Realität.. auch du bist eine starke Frau, ich denke und glaube, dass du auch mithilfe des Forums hier und allen dir zur Verfügung stehenden Ressourcen das bestmögliche für dich und für deine Kinder machst..

    Lass dir bitte nur nicht zu viel Zeit, sammle dich und geh die notwendigen Schritte.. aber ich glaub und hoffe dass du das machst und schaffst!

    Fühl dich virtuell gedrückt,

    Alles Liebe für dich,

    Alexa

    Hallo ihr Lieben!

    Kochen ist kein Hexenwerk

    :)

    Ich hab vor kurzem Bohneneintopf gekocht, und dann voll zum weinen angefangen, weil das Kochen halt für soviel mehr steht.. Für Fürsorge, Selbstfürsorge, Selbstverantwortung usw.. ja so bin ich, sitze vor einem Teller Eintopf und fang zu heulen an.. :?

    Das hat mir wirklich nahezu alle Energie entzogen - und ihn leider nicht gerettet. Er jetzt wird mir bewusst, wie viel Energie ich an ihn verfeuert habe und wie viel davon ich jetzt plötzlich wieder in meine eigene Entwicklung stecken kann

    Ja das hoffe ich auch.. ich habe mich so abhängig von ihm und seinem Konsum gemacht.. Eigentlich alles drehte sich darum.. jetzt bin ich wieder bei mir gelandet, und das eher unsanft. Ich muss oder darf wieder auf mich sehen. Ich hoffe ich kann so viel Energie aufbringen für mich selbst.. und auch etwas sanftes, beruhigendes in mir für mich finden.. denn ja, die meiste Zeit über habe ich Angst..

    Wenn du nicht mehr dauernd mit deinem Partner beschäftigt bist, dann kommt das vielleicht noch mehr an die Oberfläche...deine eigenen Themen. "Da geht der Weg lang" .

    sieht ganz danach aus! Es ist halt soviel leichter sich mit den Problemen meines Partners zu beschäftigen als auf meine eigenen zu schauen..

    Ich glaub ich weiß was du mit trotzig im Lied meinst.. man versucht halt das schöne in dem ganzen zu sehen.. ich hab mir das Lied grade angehört, trotzig bin ich nicht, nur traurig.. ich hätte für ihn auch jede Kugel abgefangen.. :shock: aber so ist das Leben nun mal, kein Film, kein Lied, sondern Realität..

    Danke euch beiden für eure bestärkenden, lieben Worte, und Lana, danke dass du nichts von wegen Karussell geschrieben hast..

    Machts gut derweil, lg Alexa

    Guten Morgen an alle!

    Tja liebe jump, da hast du mich doch wieder hervorgekitzelt.. ^^ Danke dafür und deine Worte. Es bedeutet mir viel dass du dir Zeit genommen hast.. (auch mit Helferkomplex :)

    Ich möchte ein bisschen berichten was mich zur Zeit so beschäftigt.. Mein geliebter Partner ist jetzt seit 10 Tagen auf Entzug, gestern konnten wir das erste mal wieder telefonieren.. und da war er wieder, mein großer, sanftmütiger Buddha..

    Er konnte auch jetzt schon von der Therapie etwas für sich mitnehmen.. also mein Partner ist krankheitseinsichtig.. macht es das besser? schlechter?

    Ich werde nunmal im Mai ausziehen.. die letzten 1 1/2 Jahre schon geht es mir nicht mehr gut.. ich bin in Therapie, das hilft mir leider immer nur sehr kurzfristig.. ich bin eigentlich ein melancholischer Mensch, Melancholie ist traurig, doch sie fühlt sich warm und sanft an. Eine Depression hingegen ist kristallin, hart, ständiges Unwohlsein im Körper, keine Energie..

    Das ist der Stand. Mein Partner erlebt mich auch so.. Wir haben über meinen Auszug gesprochen.. Er sieht das als Chance für uns zwei.. Er meinte die Zukunft ist offen, wir wissen nicht wie es mit uns weitergehen wird, aber ich werde ihn als Menschen in meinem Leben nicht verlieren.. aber er spricht nicht davon dass er mich liebt, nicht davon dass er mich nicht verlieren will..

    Es tut so weh, gefühlt habe ich Angst die dümmste Entscheidung meines Lebens zu treffen.. was ist wenn er es jetzt schafft? Er unterstützt mich finanziell, er kocht für uns, er sorgt für mich.. das alles fällt dann weg, ich sehe mich einsam und alleine in meiner Winzigbude sitzen.. ohne finanzielle Ressourcen, ich gehe davon aus dass ich mehr schlecht als recht für mich sorgen kann (ich bin eine ganz furchtbare Köchin).

    Mir geht es glaube ich ein bisschen wie RH.. ich war eine große Stütze für meinen Partner..Er ist sehr behütet und geliebt aufgewachsen.. seine Mutter liebt mich sehr (und ich sie). Denn sie hat ihren Sohn jahrelang oder Jahrzehnte lang im Sumpf erlebt.. Dann kam ich, er zog zu mir, dann sind wir gemeinsam in diese Wohnung gezogen. Seitdem hat er sich beruflich rehabilitiert, er ist körperlich topfit, seine Eltern haben ihn nur mehr nüchtern, stark und glücklich erlebt (den ganzen Sumpf habe ich nun mit ihm durchgemacht). Alle in seiner Heimatstadt sind so glücklich wenn sie ihn sehen.. sie freuen sich für ihn.. wie gesagt, den ganzen Sumpf kriege nur ich mit..

    Ich konnte seinen Werdegang mittlerweile vorhersagen: zuerst alle 6 Wochen ein Rückfall (ich weiß laut Forum war er nie trocken) dann alle 5 Wochen, usw.. bis der tägliche Konsum notwendig schien..

    Er bedankte sich gestern bei mir dass ich ihm gesagt habe er soll auf die Station gehen.

    Während ich diese Nachricht schreibe haben wir wieder telefoniert.. Wir haben auch viel über mich und meine Probleme geredet.. ich schon wieder nur am heulen.. manchmal reichen nur ein paar Wörter und ich platze los.. ich stecke auch ganz tief im Sumpf, und hab wenig Ahnung wie ich da wieder rauskomme..

    ob Co oder nicht, er ist mein Herzensmensch..

    Also, ich kann nur sagen ich trenne mich räumlich, hab Liebeskummer, denn ja da gibt es die Sucht, aber es gibt auch die Beziehungsebene

    Vielleicht wird dieser "Kuschelkurs" hier im Forum nicht gerne gesehen, vielleicht bin ich voll in der Cospirale, aber so sieht es nunmal aus..

    Ach ja, und jump, ich habe von dem Rückfall deines Mannes gelesen, und konnte so gut mitfühlen wie es dir dabei ging..wie sehr du leidest.. bist du um ihn, kann er sich beherrschen, aber kaum schnuppert er Freiheit geht der Konsum wieder von vorne los, und man selbst ist enttäuscht und verletzt und verzweifelt.. hatte ich auch dutzend male erlebt..

    So, das wars fürs erste, ich wünschte ich könnte was aufbauenden, tolles berichten, aber so sieht es derzeit bei mir aus..

    Euch allen alles Liebe derweil,

    Alexa

    Vielen lieben Dank Jump für deine liebe Nachricht..

    Ich schäme mich ein bisschen für meine vorige Nachricht, ich glaube für heute habe ich genug Unsinn verbreitet..

    Wenn sich das alles bei mir ein bisschen gesetzt hat und ich wieder klar im Kopf bin gehe ich sehr gerne auf deine Fragen ein..

    Bis dahin wünsch ich dir und allen anderen nur das Beste

    lg Alexa

    Hallo Stern, puh eine solche Reaktion wollte ich mit meinem Post nun wirklich nicht auslösen..

    Ist ‚Alki‘ jetzt verniedlichend zu Alkoholiker oder abwertend….oder ist es einfach nur eine …. deine …. Bezeichnung für uns Alkoholiker? 🤔

    Ich hab mir um das Wort ehrlich gesagt nicht so viele Gedanken gemacht, ich weiß schon um die Schwere einer Alkoholerkrankung, und sollte diese Bezeichnung verletzend sein tut es mir leid.. Ich werde das Wort nicht mehr verwenden..

    Das mit der Alkoholikerspeziaistin! habe ich überspitzt ausgedrückt, um in dem Post klar zu machen wie leicht es doch für mich ist, auf die Probleme meines Partners zu schauen und nicht auf meine eigenen..

    noch nicht aufgefallen ist, dass von den Alkoholikern, die ‚nur eine Trinkpause haben‘ hier nichts mehr zu lesen ist, mag daran liegen, dass sie sich hier nicht mehr austauschen dürfen, wenn sie nicht eine lebenslange Abstinenz anstreben und dies nicht nur anstreben, sondern auch machen, während sich die Angehörigen hier jahrelang im Kreise drehen dürfen.

    (Und das sind meine Gedanken als Alkoholiker Stern, der sich ganz doll über jede Gratulation zu jedem einzelnen nüchternen Tag freut und sich genauso freut über jeden Co-Abhängigen, der es schafft, sich aus seiner eigenen Abhängigkeit zu befreien und das mit einem I-Tüpfelchen, ohne über den ‚Alki‘ herzuziehen.)

    Puh, was soll ich dazu sagen? Ich wollte eure Erfolge nicht kleinreden.

    Ich bin auch froh für jeden der es schafft aus dieser Abhängigkeit.

    Mein Post war wohl ziemlich unbedacht, ich wollte damit niemanden etwas absprechen oder Erfolge abwerten.. da hab ich wohl ins Klo gegriffen.. tut mir wirklich sehr leid..

    Ich schätze eure Arbeit sehr, und bin auch sehr froh dieses Forum gefunden zu haben.. ich werd mich in Zukunft wohl ein bisschen zurücknehmen..

    Nichts für ungut Stern,

    lg Alexa

    Vielen Dank liebe Jump!

    Ich hab mir bei deinem Fädchen öfter schon gedacht dass du wirklich Humor hast.. von wegen Schnecke und Haftstreifen an den Füßen und so.. :lol: Bitte versteh mich nicht falsch, deine Situation ist hart, und du erlebst mit deinem Mann oder Partner Dinge die wirklich beängstigend sind.. aber manchmal hilft eine Prise Humor oder Selbstironie weil sonst müsste man ja nur noch weinen.. und weinen tun wir sowieso..

    Ach, hier im Co Bereich, das ist doch manchmal wirklich ein Jammertal.. während es bei den Alkis heißt: "Gratulation zu einem Monat Abstinenz!"heißt es bei uns: "Ist nur eine Trinkpause, mach dir mal keine großen Hoffnungen". Wir Cos scheitern irgendwie auch ganz oft, und von den gescheiterten Alkis liest man halt einfach nix mehr..

    Weil ich schon mal hier bin, ein kleines Update.. ich glaube ich stecke ganz tief drinn in einer Depression, irgendwie ist das schon länger in meinem Kopf, aber die Auswirkungen werden immer spürbarer und fester.. ich dachte ich bin etwas erleichtert wenn mein Partner auf Entzug ist, das ist aber nicht der Fall. Ich fühle mich gleich besch... wie vorher.. es ist manchmal so lächerlich.. ich bin noch krankgeschrieben und hab jetzt viel zu viel Zeit.. also was mach ich? Ich hab mir den Film "Rückfälle" angesehen, den ganzen Tag Youtube Videos zum Thema Alkoholismus geschaut, lese hier usw.. Ich bin sozusagen Alkoholikerspezialistin! geworden!!

    Aber ein ganz kurzes Video zum Thema Depression, und puh, das! ist dann schon zu viel, zu konfrontativ, zu unangenehm.. Hauptthema war eigentlich: Beweg dich! Komm ins tun!

    Tja Jump, glaub mir ich würde auch gerne springen, bin aber auch schon froh wenn ich mit meinen mini mini winzig Schritten nicht rückwärts Lauf.. :roll:

    Alles Liebe Alexa

    Liebe RH,

    Ich will dich mit meinen Worten auf keinen Fall verletzen oder runterziehen.. ich möchte dir nur sagen pass auf auf dich.. du fühlst dich jetzt besser, dein Mann ist wieder zu Hause, vielleicht bekommt ihr das finanzielle nun doch hin.. dadurch scheint dir mächtig Last von den Schultern genommen und du kannst freier agieren..

    Ich hoffe nur dass du nicht einfach die nächste Runde drehen musst, er wieder geht usw..

    Weißt du was ich dachte als du wegen seinen Freunden geschrieben hast? Mein Partner ist ja gerade auf Entzug, und ich weiß er hat ja die Nummer seines Speeddealers auf seinem Handy. Ich weiß nicht wie ernst mein Partner seinen Entzug sieht, aber ich gehe davon aus dass er die Nummer nicht löschen wird.. man weiß ja nie, für den Fall der Fälle und so.. deshalb und wegen 1000 anderer Gründe gehe ich nicht davon aus dass mein Partner nüchtern bleibt.. und dass dein Mann jetzt nicht jeden Tag telefoniert aber trotzdem Kontakt halten will zu seinen Konsumfreunden läßt doch gehörige Zweifel aufkommen..

    Ich glaube auch wenn mein Partner wieder da ist, nach Wochen oder so wird er wieder rückfällig werden..

    Doch ich weiß wie hoffnungsvoll ich auch einmal war. Da sehe ich zwischen uns parallelen.. ich dachte wir 2 schaffen es, weil wir uns doch so sehr lieben.. nach jedem Entzug dachte ich wir schaffen das..

    Also liebe RH, schau auf dich so gut es geht, versuche Kraft zu tanken, aber versuche realistisch zu bleiben, sonst zieht es dir vielleicht beim nächsten Rückschritt deines Mannes den Boden unter den Füßen weg..

    Ich wünsche dir alles Liebe,

    Alexa

    Und ich finde dieses 'gut, dass du das für dich behält wer weiß ob er das gutheißen wird' ehrlich gesagt schaurig (nicht böse gemeint). Denn das Dilemma mit der Co abhängigkeoz ist doch, dass man seine Gefühle beiseite schiebt und es dem Alkoholiker möglichst gemütlich macht (überspitzt gesagt).

    Und der Weg ist doch selbstfürsorge

    Dieser Rat könnte für mein empfinden genau so von deiner inneren Co süchtigen stimme kommen🤷 (sorry nochmal, echt nicht böse gemeint)

    Ja du hast recht.. ich finde das auch voll Co, weil ich halt aus Rücksicht auf ihn mich einschränke.. und ich war gestern auch sehr emotional.. wäre gerne mit der Wahrheit rausgerückt.. Vor allem weil sie mich drei mal gefragt hat ob sie etwas tun kann für mich.. voll lieb halt..

    am besten hat mir dein Satz gefallen ich soll meine Freunde nicht unterschätzen.. <3

    danke dir liebe RH..

    Als ich noch gesoffen hatte, da brauchte ich mich ja nicht als Alkoholiker bezeichnen, denn da war ich aus meiner Sicht keiner.

    Wirklich? Also bist du im nassen Zustand zufällig in den Entzug gestolpert, und dir ist erst als nüchterner bewußt geworden dass du Alkoholiker bist? Nicht vorher?

    Versteh mich nicht falsch, jeder! der trocken ist leistet enorm viel (ich konnte mich auch aus einer 14jährigen Sucht befreien, und ich bin manchmal noch immer stolz auf mich) doch wie du ja selbst sagst als nasser hast du dich nicht als Alkoholiker bezeichnet.. hättest du dann wohl auch vor anderen nicht?

    Ist es eventuell dein Denken über Alkoholiker /Alkoholismus das Problem und nicht die Reaktionen der Menschen um dich herum? Hast du selbst die Stigmatisierung im Kopf?

    Oh man, ja da sagst du was wahres.. das ist bestimmt so, weil würde ich mich nicht schämen (für meinen Partner) könnte ich es ja frei heraus sagen..

    Man,man,man, das Thema Alkoholkrankheit ist soo komplex und vielschichtig..

    lg Alexa

    Hallo ihr Lieben,

    erstmal RH danke für deine Worte, sie haben mir sehr gut getan..ich lese bei dir auch immer mit, wünschte ich würde auch Worte finden die dir gut tun.. Ich drück dich mal virtuell..:)

    Bei dem Thema beißt sich die Katze in den Schwanz..

    Ich weiß nicht wie meine Freundin reagiert hätte.. sehr lieb wahrscheinlich.. ;(

    Das mit dem stigmatisieren denk ich mir doch nicht aus, es ist doch vorhanden in unserer Gesellschaft.. was wird denn mit Alkoholismus alles assoziiert? Angefangen von Willensschwäche, psychische und physische Gewalt, Kontrollverlust, Verwahrlosung, Blut, Ausdünstungen, Schmutz,Lügen, Dramen ohne Ende... usw und sofort.. tut mir leid dass so zu schreiben, ich will damit niemanden zu Nahe treten.. Wir leben nun mal in einer Gesellschaft die mit Alkoholismus nicht! frei umgeht.. ja, Abhängigkeit ist eine Krankheit, doch die bringt teilweise verheerende Umstände mit sich.. und Scham ist ein sehr sehr starkes Gefühl..

    Ach, es ist alles so kompliziert..

    Nur zur Info nochmal: mein Partner geht morgen auf 14tägigen Entzug und ich ziehe in 2 Monaten aus (Wohnung hab ich schon :)). Mehr kann man im Moment nicht tun.

    Ach, und Hartmut, als du noch nicht trocken warst, konntest du da frei sagen: ich bin Alkoholiker? Oder hast du dich geschämt? Obwohl es ja "nur" eine Krankheit ist?

    Du hast Recht Lana, viele, viele leiden.. und grade Kinder können nix dafür.. und es ist bestimmt so dass man das Schweigen brechen muss um Hilfe zu bekommen..

    So, ich will wirklich niemanden zu Nahe treten.. aber mir scheint bei dem Thema ist nicht alles schwarz und weiß.. und ich bin sowieso grad verwirrt :roll:

    Und wirklich DANKE an alle die helfen wollen, ich bin sehr froh dass es euch und dieses Forum hier gibt!

    lg Alexa

    Danke für eure Rückmeldungen.. :!:

    Lana, wie ich schon sagte möchte ich weder ihn noch mich stigmatisieren indem ich offen lege dass er Alkoholiker ist..

    Und ja, ich lüge nicht gerne

    Vielleicht kann ich ihr irgendwann einmal die Wahrheit sagen, vielleicht ist das aber auch gar nicht nötig..

    Lg Alexa

    Liebe RH,

    Ich traue mich fast nicht dir zu deiner Situation etwas zu schreiben.. doch es berührt mich sehr wie es dir geht..

    Dein Partner ist leider ganz weit weg und total in seiner Sucht gefangen. Er wird bei der nächsten Gelegenheit wieder gehen..

    Ich hoffe für dich und eure Kinder dass du dich so schnell wie möglich lösen kannst. Ich drücke dir für deinen Termin die Daumen..

    Ich wünsche dir alle Hilfe die möglich ist und die du kriegen kannst,

    lg Alexa

    Liebe Linde,

    Danke dass du dir die Mühe machst mir zu antworten..

    Ich kann ihr die Wahrheit einfach nicht sagen.. weißt du, ich möchte mit meinem Partner auch nach dem Auszug in Beziehung bleiben.. ich weiß das ist alles sehr unsicher, und wahrscheinlich voll Co, aber ich möchte mir die Chance geben wieder zu mir zu finden, und ihm auch (er macht jetzt einen Entzug, mal schauen wie es für ihn weitergeht).

    Ich möchte ihn nicht stigmatisieren, denn seien wir uns doch ehrlich, außerhalb dieses Forums ist es ein großes Thema zu sagen, man ist Alkoholiker.. und um ehrlich zu sein, ich möchte mich auch nicht offenlegen... denn eine Partnerschaft weiter zu führen mit einem Alkoholiker, da wird sofort zu einem Schlussstrich geraten.. auch hier das Forum..

    Ich komme mir ziemlich verlogen vor, und kann aufgrund der Lügen eine helfende Hand nicht annehmen..

    Ich kann nur darauf bauen dass ich nicht mit Absicht Lüge, manchmal kann man sich nicht offenbaren.. vielleicht ändert sich etwas daran die nächsten Monate, die Zeit wird zeigen ob ich in Beziehung bleiben kann..

    Ich schreibe hier nur wenn es mir schlecht geht, ziemlich oft eigentlich wenn ich so darüber nachdenke :shock:

    Aber es gibt auch die andere Seite an ihm.. obwohl er alles andere als nüchtern ist heute, hat er für die Zeit wo er auf Entzug ist heute einen Rieseneinkauf an Lebensmittel für mich nach Hause gebracht.. es scheint mir ein Bedürfnis zu sein, hier auch die guten Seiten von ihm zu beschreiben.. weil ja weil, sonst wäre es ja noch verrückter mit einem Alkoholiker zusammen bleiben zu wollen, oder?

    Hallo ihr Lieben..

    Ich bin grade so verzweifelt.. ich weiß nicht mehr weiter..

    Ich versuche mich hier zu sortieren..

    Eine ganz, ganz liebe Person aus meinem entfernten Verwandtenkreis hat mich angerufen, aus Sorge weil ich mich nicht mehr so gemeldet hab und mich zurückgezogen hab.. ich habe befürchtet dass sie mich einfach fragt wie es mir geht.. um meinen alkoholkranken Partner zu schützen, hab ich ihr nur einen Teil der Wahrheit erzählt.. dass ich ausziehe, keine Kraft mehr habe, depressiv bin...

    Das stimmt ja alles, aber ich habe ihr gesagt dass ich deshalb von meinem geliebten Partner wegziehe weil ich immer unselbstständiger werde, und ja, sie kennt uns zusammen (ihn hat sie nur nüchtern gesehen) und ja wie soll man da erklären dass man sich liebt und trotzdem auszieht!!!??

    Erstens habe ich sie angelogen und dabei auch die ganze Schuld auf mich genommen!! Sie war sooooo lieb, hat mich drei mal gefragt ob sie mir helfen kann.. und ich sage einfach nicht die Wahrheit.. ;(

    Zu allem Überfluß hab ich nach dem Telefonat zu meinem Partner gesagt, so ich habe jetzt erzählt dass ich ausziehen werde, und nichts von deinem Problem gesagt, und alle Schuld auf mich genommen. Er ist schon hackevoll (hab ich unerschätzt) und meinte nur voll gehäßig: ja du mi deinem Leid, mir geht's auch voll beschissen, ich leide auch. Dann ist er abgerauscht..

    Jetzt sitz ich hier, Weine, weil ich nicht mal den liebsten Menschen um mich rum die Wahrheit sage, kein Wunder dass ich immer einsamer werd. Und selbst Schuld bin ich auch noch.

    Den Abend gehe ich wieder auf Tauchstation und versuche keine Reibungsfläche mehr zu bieten...

    Ich bin sehr froh dass es euch gibt, hier muss ich nicht herumlavieren sondern kann mich aussprechen und meine Sicht der Dinge darlegen.. ich bin für jeden Dankbar der sich die Zeit nimmt das zu lesen, und vielleicht oder bestimmt gibt es den ein oder anderen der so ähnliches erlebt..

    Alles Liebe euch derweil,

    lg Alexa