Hallo ihr Lieben,
Danke Jump für deine liebe Nachricht.. ich hab eh schon überlegt wieder zu schreiben, danke fürs Hand reichen..
Ich vermisse RH89 auch.. vielleicht liest sie ja mit, dann mal dicke Umarmung! (Und es wäre doch schön wenn sie wieder schreiben würde und wir wissen wie es ihr geht)
Ja mein Partner ist jetzt seit ca. 2 Wochen wieder zu Hause.. die Entwicklung von ihm ist für mich ein bisschen, hm wie sag ich das, es ist ein bisschen überwältigend, fordernd und auch traurig..
Er war schon auf der Station sehr motiviert, hat sich schnell wieder aufgebaut.. die Menschen um ihn haben oftmals Respekt vor ihm, gerade durch seine überlegte ruhige Art.. Er hatte auf Station viele gute Gespräche, viel Sport, viel Zeit sich zu besinnen.. ich war als er wieder hier war etwas überwältigt, von jemanden der wochen-monatelang nur intoxikiert war hat er sich plötzlich positiv, motiviert gezeigt.. liebevoll, zugänglich.. sozusagen wieder ein anderer Mensch.. das war für mich emotional ein bisschen schwer unter einen Hut zu bringen..
Leider ist bei uns und vor allem bei ihm wieder der Alltag eingekehrt.. arbeiten, Haushalt, wenig qualitative Zeit zu zweit.. Probleme und Problemchen werden gewälzt..
Ich bin involviert in seine Suchtgeschichte.. ich hab ihm gesagt er soll die Telefonnummer von seinem Dealer löschen, ich habe über Tage nachgefragt bis er es gemacht hat. Ich hab ihn gefragt ob ihm das jetzt weh getan hat (nicht ironisch gemeint, sondern aufrichtig), er meinte nur kurz.. wenn wir uns Abends über unseren Tag austauschen frage ich ihn jeden Tag ob er Suchtdruck hatte, bis jetzt gab's nix.
Ich habe den Begriff "erlaubnisgebender Gedanke" gehört.. wenn er fällt, dann glaub ich deshalb.. aus Unachtsamkeit, Übermut..
Jetzt hab ich nur von ihm geschrieben.. was kann ich zu mir sagen? Es tut mir weh oder leid, dass ich was unsere Beziehung angeht nicht mehr hoffnungsvoll bin, ich nicht mehr darauf vertraue dass er nüchtern bleibt, es ist etwas zerbrochen.. ich wünsche ihm Nüchternheit und Klarheit auf seinem Weg, aber daran glauben..
Oke, schon wieder schreib ich über ihn.. hm..was gibt's zu mir.. also, ich hab schon vor Jahren Depression diagnostiziert bekommen, Medikamente wurden mir angeraten, aber ich dachte mir immer ich schaff das auch so, es wird mir sicher bald besser gehen, wenn nur mein Leben ein bisschen besser und leichter wird.. Leider hat sich mein Zustand immer mehr verschlechtert und verfestigt.. Nun ja, ich bekomme jetzt Medikamente, und es ist ein wahrer Segen! Nach nur ein paar Tagen hatte ich das Gefühl bekommen dass sich der Panzer der sich um mein Herz gelegt hatte weggespreng wurde.. nach vielen, vielen Monaten darf ich mich wohl in mir fühlen!!! ich darf wieder sanft zu mir sein, und es auch spüren.. das ist wirklich so schön gerade..
Also zu meiner Ernährungssituation kann ich nur sagen dass ich in der Zeit als ich alleine war nicht verhungert bin, das ist schon mal ein positiver Ansatz finde ich
Das ganze ist sicher ausbaufähig, aber damit konfrontiere ich mich wenn ich alleine lebe und wieder! für mich selbst sorgen muss/darf.
Mein Hauptthema ist eigentlich: komm ins tun!!
Ich hab vor kurzen 2 Tage herumgeeiert weil ich die Bettwäsche überziehen musste. Ich hab dann laute Musik angemacht zur Motivation, und was soll ich sagen? Das Bett frischbeziehen hat genau 2 Lieder lang gedauert! 2! Ich dachte mir echt jetzt, und deshalb schlägst du geistige Purzelbäume und windest dich? ![]()
Ich hab da wohl Klebestreifen an den Füßen, Jump ![]()
So, das war jetzt weit mehr als ich eigentlich schreiben wollte.. danke an alle fürs lesen..
lg Alexa