Beiträge von RH89

    Jetzt traue ich mich doch mal bei dir in den Faden zu schreiben Alexa :)

    Denk bitte nicht, du wüsstest was deine Freunde sagen würden. Und das sie dich oder ihn verurteilen.

    Das dachte ich auch, aber habe mich geirrt.

    Die Reaktionen waren eher so: ich hatte niemals gedacht das euch sowas passiert, ich hoffe er bekommt das wieder auf die Reihe und ich bin fassungslos was du alles durch gestanden hast.

    Ich habe noch erlebt, dass ich fürs bleiben verurteilt wurde (wie ich dachte) und auch nicht, dass mein Mann verurteilt wurde.

    Und die Reaktionen haben mir nochmal mehr gezeigt in welche unsäglichen Situation ich bin, dass man da nun wirklich nichts irgendwie gut reden kann.

    Und im Nachhinein, wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich lange mit niemandem geredet, weil meine größte Sorge war, dass wir als Paar noch über einen Stempel aufgedrückt bekommen, denn ich wollte nicht wahr haben das die Möglichkeit besteht das wir da nicht als Paar raus gehen.

    Kopffuessler es ist kein direktes Gegenargument.... Aber die Angehörigen von Alkoholikern sind ja auch sehr stark betroffen. Emotional ist es zermürbend, aber auch das, was man leistet damit das Leben weiter läuft (eben die typisch Co abhängigen Dinge - versuchen das schlimmste abzuwenden, das "weg fallen" zu kompensieren, alltägliche Aufgaben übernehmen,...).

    Es ist auf so vielen Ebenen so wahnsinnig belastend.

    Und das Recht des Alkoholikers seine Krankheit für sich zu behalten steht nicht über dem Recht des Co Abhängigen sich Hilfe (und seien es nur wohltuende Gespräche mit Freunden) zu suchen finde ich.

    Noch ein kleiner Nachtrag.

    Er hat meiner großen heute morgen versprochen sie aus dem Kindergarten abzuholen, als sie ihn auf der Couch weckte.

    Und nun sieht es ganz danach aus als verschläft er das (wieder).

    Normalerweise würde ich ihn jetzt wecken und ihm sagen er hat seiner Tochter etwas versprochen, also soll er das bitte tun.

    Und würde ihn wieder und wieder wecken, so leicht ist das nämlich gar nicht!


    Heute habe ich mir vorgenommen, das nicht zutun.

    Meine Tochter wird enttäuscht sein, aber ich habe akzeptiert das ich diese Enttäuschung nicht abwenden kann, maximal kann ich sie aufschieben (bis zu nächsten mal)

    Aber ich mich dadurch wieder Co abhängig verhalten würde.

    Also ich mache jetzt meine kleine fertig, und das ohne größtmöglichen Lärm damit er vielleicht doch noch erwacht - und dann werde ich meine große abholen und eben einfach für sie da sein und sie trösten, wenn sie enttäuscht ist.

    Das tut weh weil es um mein Kind geht aber ich bin glücklich, da es ein Schritt in die richtige Richtung ist.

    Ich muss nicht nur meine Enttäuschung akzeptieren sondern auch die Tatsache, dass meine Kinder diese Enttäuschungen auch erleben. Und das beste was ich für sie tun kann das Dasein und Trost spenden ist.

    Danke euch


    MatildaWormwood ja genau, diese Distanz brauche ich auch. Wir müssen ja auch weiterhin miteinander auskommen wegen der Kinder.

    Ich versuch mich jedes Mal aus meiner Gedanken Spirale raus zu holen, und mir zu sagen, dass was auch immer er sagen könnte oder passieren könnte es an dem was ist nichts ändert - selbst wenn er seine ligen und seine sucht niemals zugibt, bleibt es ja wahr.

    Es fühlt sich nämlich in dieser Gedankenspirale für mich so an als warte ich jetzt bloß noch darauf das er alles bestätigt das ich schon lange weiß, damit ich es endlich als als Tatsache sehen kann und reagieren kann.

    Dabei ist das ja totaler Quatsch! Ob ich hin schaue oder nicht, Tatsachen bleiben Tatsachen, es geht nur darum ob ich weiter leide oder da raus komme.


    Und Alexa danke dir! Ich lese auch deinen Faden aber traue ich kaum was dazu zu sagen, weil ich das gefühl hab noch so im Chaos versunken zu sein, dass ich kaum was positives beitragen könnte. Du hast recht, das versuche ich mir auch wieder und wieder ins Gedächtnis zu rufen - er ist gefangen in seiner Sucht und egal was er verspricht ich bin sicher er ist noch nicht an dem Punkt gekommen etwas zu unternehmen.


    Nun würde mein Termin doch tatsächlich wegen Krankheit abgesagt. Ich bekomme nächste Woche einen neuen Termin.

    Das wirft mich gerade etwas zurück.

    Hallo, ich meld mich mal wieder.


    Ich hatte jetzt ein paar Tage für mich, teils war ich sehr traurig, teils motiviert nach vorn zu schauen, voller Angst und diesen kleinen Funken Hoffnung (in Bezug auf ihn und unsere Beziehung) hab ich auch mehrmals versucht im Keim zu ersticken😂


    Ja, naja. Nun hat er mir wohl die Nacht geschrieben er kommt nach Hause, das war aber schon sehr spät und ich hatte es nicht mitbekommen.


    Gerade habe ich die große in den Kindergarten gebracht und bin wieder zuhause. Er liegt schlafend auf der Couch.


    Und mir dreht sich der Magen um. Ich weiß nicht wie ich heute auf ihn reagieren soll.

    Ich will nicht reden, ich mag es aber noch weniger so stumm aneinander vorbei zu schleichen.

    Ich kann auch nicht einfach neutral oder cool bleiben. Innerlich gehe ich oft einen Streit durch, werf ihm alles mögliche an den Kopf, damit ihm klar wird wie sehr er mich verletzt hat.

    Aber das bringt nichts. Und wahrscheinlich weiß er das ja auch....

    Zu meiner Freundin, die mir eigentlich angeboten hat zu ihr zu kommrn - ich denke sie war da etwas voreilig mit ihrem Angebot.

    Ich hatte ihr heute morgen schon geschrieben das er da ist und sie meinte wir müssen da jetzt einen weg finden zusammen in dem Haus zu bleiben bis alles geklärt ist. Denn meine kleine ist krank und sie möchte sich nicht anstecken.

    Gut kann ich verstehen, aber ich würde auch lügen, wenn ich sagen würde, dass ich darüber gar nicht enttäuscht bin.

    Also... Morgen hab ich den Termin bei der Frauen Beratung. Ich bin sehr gespannt was die dort sagen, und ob sie mir helfen können mein Chaos aufzuräumen....

    Ich habe angefangen Tagebuch zu schreiben und jeden Abend schreibe ich mit etwas auf, was ich schön fand oder wo ich Fortschritte bei mir sehe, was ich vertiefen möchte... Auch wenn es nur klitze kleine Sachen sind... Das hilft mir wenigstens nicht mit schlechten Gedanken schlafen zu gehen.

    Danke lananana,

    Ja, es ist auf jedenfall schon ein riesen Schritt für mich nicht einzuknicken.

    Sonst endete es meistens so, dass wenn er lange genug weg war, alle Themen wie verweht waren und ich nur noch wollte das er heim kommt.

    Ich hoffe ich komme auch schnell an den Punkt wo ich wirklich begreife, dass es nicht mit seiner Wertschätzung mir gegenüber zutun hat. Und an den Punkt, wo es mit auch nicht mehr wichtig ist mich von ihm wert geschätzt zu fühlen.

    Es wird auch schwerer, weil die große öfter nach ihm fragt.

    Es fühlt sich so ein bisschen so an, als hätte ich zwar einen Entschluss für mich gefasst aber warte doch noch auf sein "okay" das es jetzt so ist (oder alternativ auf ein wunder, dass alles sich ändern wird weil er uns auf keinen fall verlieren möchte).

    Es fällt mir gerade wirklich schwer mich wieder und wieder aus diesen Gedanken zu befreien.

    Aber natürlich ist mir klar, du hast recht damit,.... Wen sein Trinken stört, der stört. Sein Problem mit pep hat er wohl erkannt, den Alkohol will er gar nicht los lassen.

    Hallo,

    Ich wollte mich nochmal melden und denke ich ein bisschen Kummer von der Seele schreiben.

    Seit gestern ist es schwer für mich, also noch schwerer. Er rief wohl an und meinte er käme dann jetzt mal nach Hause (bei dem Freund konnte er nicht mehr bleiben). Ich war am Telefon erstmal überfordert und habe eigentlich nichts gesagt.

    Ich habe dann eine Nachricht geschrieben. Im groben das ich anfange zu akzeptieren das ich ihm nicht helfen kann und daher nicht so weiter machen kann wie bisher um nicht mit unterzugehen und die Kinder auch noch mit zu reißen.

    Darauf kam dann nichts mehr. Wie ich hörte ist er die Nacht ans andere Ende von Deutschland gefahren.

    Es tut mir gerade sehr weh, das so wenig Reaktion von ihm kommt.

    Ich weiß, dass ist ein klares Zeichen das richtige getan zu haben. Aber dennoch kommt immer wieder die Frage auf wie es sein kann, nach 7 Jahren, Hochzeit und 2 Kindern, wir waren so wahnsinnig verliebt,... dass ich ihm nicht mal eine Reaktion wert bin.

    Gestern und auch heute (ok der Tag ist noch lang) fühle ich mich dadurch wie gelähmt.

    Ich schaffe es zwar kurzzeitig aus diesen Gedanken raus und sage mir, dass ich doch daran nur sehe wie wenig wert er mir gibt und das ich seine Bestätigung doch gar nicht brauche, und dass ich mir für sowas wirklich zu schade sein sollte.... aber die Gedanken finden immer wieder in meinen Kopf zurück.

    Gestern war mein größter Erfolg nicht immer wieder zu schreiben oder versuchen anzurufen.

    Ich weiß, ich darf meiner Ehe nachtrauern, egal was war. Ich konnte das mal recht gut. Gefühle akzeptieren, fühlen und dann weiter ziehen lassen.

    Aber heute fühle ich mich gar nicht bereit dazu.

    Leider mal wieder ein wenig motivierter Text.

    Ich hoffe es wird besser.

    Ja das stimmt, das fällt mir gerade auch auf, es gibt so viele Kleinigkeiten die mich stören, die zu den großen Katastrophen dazu kommen.

    Der ständige Geruch von aus gedünstetem Alkohol gehört auch bei mir dazu, die ständige Fahne....

    Auch das ständige Rücksicht nehmen, fühlt er sich überfordert?kann ich ihn weiter umterstützen? Er braucht jetzt erstmal seine Ruhe und schläft 3 Tage auf der Couch, dann schleichen wir halt um ihn rum....und ständig Aufgaben übernehmen müssen,.... einfach so viele Dinge, auf die ich einfach gar keine Lust mehr habe.

    Ich glaube aber das war jetzt eigentlich gut für mich, dass wir uns die letzte Zeit wieder so gut verstanden haben wie lange nicht, und er dennoch diese Entscheidung getroffen hat mich zu belügen.

    Vorher konnte ich noch viel darauf schieben, dass wir eh eine "schlechte Zeit" hatten, und uns lange nicht mehr so nahe waren. (Obwohl die schlechte Zeit ja nicht aus dem Nichts kam, sondern er aus Partnerschaft und Familie ausgestiegen ist und sich Party, Alkohol und Drogen gewidmet hat.)

    Das es jetzt anders war, zeigt mir einfach einen sehr hässlichen charalterzug von ihm. Darum war es gut so, dass das jetzt kam, auch wenns weh tut.

    Momo2006 das tue ich tatsächlich auch viel. Ich erzähle mir gedanklich quasi selbst die Zusammenfassung der letzten Zeit als und überlege was ich meiner Freundin raten würde.

    Kopfmässig ist es auch klarer als je zuvor.

    Die gesamte Situation zeefrisst mich trotzdem ein wenig. Es ist nicht nur meine Ehe und Familie, sondern auch Existenzängste. Im Februar konnten wir noch keine (!) Rechnung zahlen, inkl Miete und der Nebenkostenabrechnung die wir im Januar hatten zahlen müssen. und sind am Rande des dispos.

    Alles was Sie jetzt versuchen abzubufhen wird zurück gebucht. Wieder Gebühren, wieder Mahnungen, und irgendwas muss ich der vermieterin sagen wegen der Miete und der. NK Abrechnung.

    Es erdrückt mich einfach gerade.


    Rennschnecke

    Wir hatten mein Konto zum gemeinsamen umfunktioniert, aber schon vor einer Weile wieder seinen Zugriff gesperrt (was von ihm aus kam, da er auch in Bezug auf Geld komplett die Kontrolle verliert)

    Wir haben noch ein gemeinsames haushaltskonto. Aber wäre dort mal Geld übrig könnte ich es sofort aufs eigene überweisen.

    Ein großer Punkt was unsere Finanzen so runter zieht ist halt, dass ich zum 2. Mal in Folge in elternzeit bin und mein Einkommen inkl Kindergeld zur Zeit nichtmal für Lebensmittel für einen Monat reicht.

    Und er ist solo selbstständig. Jeden Tag den er nicht arbeiten geht verlieren wir also Geld. Im gesamten Januar hat er 4 Tage gearbeitet..

    Das ist eine unberechenbare Katastrophe aus kein Einkommen regenerieren und auf der anderen Seite leben als gäbe es kein morgen.

    Da mein Einkommen so gering ist und alle Verträge, Kredite, etc auf meinen Namen laufen (das warum möchte ich im öffentlichen Bereich nicht so im Detail preis geben) bin ich mit der Sache wirklich überfordert - erhoffe mir da nach dem Termin bei der frauen Beratung mehr Klarheit über meine Möglichkeiten.

    Mein Plan das Jahr im Dezember Revue passieren zu lassen und mich bis dahin vorzubereiten, habe ich bereits verworfen.

    MatildaWormwood ja du hast recht. Jedes schlechte Gefühl das ich gerade habe, bestärkt mich auch darin zu sagen so geht es wirklich nicht weiter.

    Es ist leider trotz das mein Kopf klar ist, Gefühlsmäßig gerade so schwer.


    Danke euch allen

    Danke Momo,

    Ja an so einer Einsicht arbeite ich auch.

    Ich bin auch froh, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite macht es mir auch Angst, denn es fühlt sich so endgültig an.

    Heute hab ich nichts mehr großartig anzugehen, ich warte jetzt auf den Termin. Hab ein paar wenige Unterlagen zusammen gekramt... Und jetzt weiß ich nicht weiter. Mir wäre lieber ich müsste heute irgendwas erledigen.

    Ich muss sagen auf der einen Seite fühle ich mich schon ein bisschen befreit und gleichzeitig habe ich die ganze Zeit eine innere Unruhe in mir und wackelige Knie.

    Ich versuche die ganze Zeit nicht daran zu denken, wie schön wir es uns zuletzt gemacht hatten und nicht wieder in diese gedankenspirale zu rutschen.

    Heute Nacht hab ich eine Mitteilung bekommen, dass er versucht hat ein car sharing Dienst über unser gemeinsames Konto zu zahlen.

    Wenn man bedenkt das er keinen Führerschein mehr hat und offenbar wieder nur von einer bar in die nächste stolpert (auch hier seh ich die Abbuchungen) zeigt mir das aber ganz deutlich, dass alles was er so erzählte darüber, dass er nun aus diesem Kreislauf raus will und motiviert ist wieder durchzustarten, auch nicht mehr als Gerede war.

    Das ist traurig aber bestärkt mich auch.

    Was mich heute auch sehr traurig macht ist, dass ich kaum kftatt habe mich auf meine Kinder zu konzentrieren. Ich versuche mit der großen zu spielen, aber kann nicht los lassen, mich nicht richtig drauf einlassen. Ich kann auch nicht essen im Moment. Mir wird schon schlecht wenn ich es rieche.

    Es tut mir so leid wegen der Kinder. Die armen Mäuse müssen schon mit einem unberechenbaren ständig abwesenden Papa leben... Da dürfen sie nicht auch noch eine so labile Mama haben denk ich mir....😕

    Danke auch euch für die Antworten.

    Gerade tut es mir gut das zu lesen, wenn ich wieder an meiner Wahrnehmung Zweifel.

    Ich wollte kurz updaten. Heute habe ich einen Beratungstermin bei der Frauenhilfe ausgemacht. Das hatte meine suchtberaterin mir auch schonmal empfohlen. Und dort habe ich sogar auch einen Termin für eine Rechtsberatung bekommen.

    Mein Mann hat mich angerufen. Er meinte er kommt heute wieder und liebt mich. Er klang betrunken.

    Ich bin ganz stolz auf mich. Ich habe ihm gesagt das ich absolut keinen redebedarf habe, diese Lüge nicht akzeptieren werde und mir wünsche, dass er noch ein paar Tage weg bleibt und mich auch nicht anruft.

    Er bleibt jetzt noch bei seinem Freund.

    Ach, und... Eigentlich bin ich kein Fan von diesen Sprüchen auf Bildchen die viele in ihre Statusmeldungen setzen. Aber heute hab ich einen gelesen, der mir gut tat.

    Sei dankbar für enttäuschungen, denn sie sind das Ende einer Täuschung.

    Passt gerade für mich irgendwie


    Hallo und danke dir auch für deine Antwort!

    Danke, dass du das nochmal so deutlich zusammen gefasst hast. Das hilft zu lesen.

    Obwohl mir das völlig klar ist, das weder WhatsApp noch irgendeine cloud gelöschte Kontakte unter anderem Namen wiederherstellt, kommt dieser Gedanke immer wieder auf. Ich schätze weil ich das letzte Jahr intensiv trainiert habe meiner Wahrnehmung zu widersprechen. Nach dem Motto es kann nicht sein was nicht sein darf.

    Darum sag ich mir immer wieder die Fakten selbst, um mich nicht selber umzustimmen.🙈

    Ein sehr kleiner Schritt, aber das erste mal seit langem, dass ich eine Lüge nicht am Ende doch dulde fürchte ich..

    Die entscheidende Frage ist aus meiner Sicht: wie viel bist Du Dir wert. Ich nehme an, dass Du nun doch konsequent einen direkten Weg da raussuchst und nicht weiter Handlungsaufschub bis Jahresende in Erwägung ziehst. Was vergangen ist ist vergangen. Schau lieber nach vor und mach den ersten Schritt raus aus dem alten System. Viel Kraft!


    Hallo Lanananana, danke für die Antwort.


    Das ist eine gute Frage. Ich weiß das ich mir mehr wert sein möchte!

    Ich bin gestern doch nicht zu der Freundin. Ich hatte mir ihm geschrieben und ihm gesagt was ich weiß. Darauf hin ist er nach ein paar unglaubwürdig Erklärungsversuchen wie immer eh geflüchtet, von der Arbeit zu nem Freund. Wo er auch ein paar Tage bleiben wird, so hab ich erstmal Ruhe für mich mich zu sortieren - naja mehr oder weniger. Hab ja noch die kleinen um mich 😅


    Im Moment kämpf ich mit den inneren Stimmen die mich verunsichern wollen. Und Immer wieder kommt plötzlich die Frage auf, was wenn er wirklich nicht lügt? Wobei ich weiß wie unsinnig das ist.

    Mein großer Erfolg heute ist schon, dass ich trotz manipulationsversuche seinerseits standhaft geblieben bin und die Lüge nicht irgendwann einfach akzeptiert und weg geschoben habe. Ich muss mir immer wieder selber sagen warum seine Erklärungsversuche eindeutig Quatsch sind.

    Bei meiner Freundin stehen die Türen offen, aber solange er eh weg ist möchte ich lieber im eigenen Bett schlafen.

    Einen Koffer habe ich schon gepackt, wo alles (außer Badezimmer Artikel) für wenigstens 3 bis 4 Tage drin ist.

    Heute ist wie gesagt mein größter Erfolg standhaft zu bleiben. Ich hoffe morgen kann ich noch einen Schritt weiter gehen und planen wie es weiter geht.


    Danke für deine antwort Cadda,

    Ja genau deswegen fand ich es so lächerlich.

    Er kennt es auch vom Rauchen. Die Zigarette nach dem Essen, zum Kaffee,... Fühlt sich für ihn ja auch nach "Lust drauf" an. Das gönnt er sich jetzt.

    Darum fiel es mir erstmal auch so schwer, zu akzeptieren, dass er so gut verdrängen kann, daß er mit Alkohol genau dasselbe macht...

    Also, zu deiner anderen Frage.

    Ich kann mir vorstellen, dass das schwer nachzuvollziehen ist. Bevor er mir das beichtete hatte ich auch nie gedacht das ich einen Seitensprung verzeihen könnte.

    Ich sags jetzt mal wie es damals aus meiner Sicht war, ihr werdet sicher einige Einwände gegen das haben, was ich jetzt sage, und mittlerweile habe ich dagegen auch Einwände.

    Wir hatten vorher jahrelang eine sehr innige und harmonische Beziehung. Betrug, Lügen, Misstrauen kannten wir nicht voneinander.

    Dann mit der 2. Schwangerschaft erst wurde es so schlimm. Es ging schleichend los, öfter raus, länger raus, hier und da mal speed genommen. Aus hier und da wurde mehr und mehr.

    Im Sommer fand das seinen Höhepunkt und wir hatten praktisch keine Beziehung mehr. Er kam ja bloß noch wenn sein Körper Ruhe brauchte. Inzwischen war unser Baby geboren und mit Kleinkind und neugeborenem stand mir nicht der Sinn danach mich mit ihm zu befassen und er rutschte immer weiter ab.

    Zu dieser Zeit behandelte er jeden Menschen den er eigentlich liebt wirklich schlecht.

    Und ein paar Monate später suchte er das Gespräch mit mir und gestand seinen Seitensprung. Er erklärte mir wie es dazu kam, wie schlecht er sich hinterher gefühlt hat und das er merkt speed ist ein Problem.

    Er gestand mir noch andere Lügen. Er meinte er wollte reinen Tisch machen alles andere wäre keine Basis für eine Beziehung.

    Ich hatte gerade Kontakt zur suchtberatung aufgenommen. Die sucht Beraterin sagte mir immer pep Macht das Herz kaputt. Die Leute fühlen ihre Gefühle nicht mehr und werden kaltherzig.

    So war es ja auch. Der liebevollste Mensch den ich bisher kennen gelernt hab war emotional lange nicht mehr zu erreichen.

    Und alles was er sagte konnte ich nachvollziehen.

    Er hatte angefangen mich wegen Finanzen zu belügen vor knapp 2 Jahren

    (wir hatten die Chance in eine relativ passive Einnahmequelle zu investieren, und da seine Selbstständigkeit inzwischen deutlich besser als erwartet lief war der Plan 1 Jahr lang die Hälfte seines Einkommens für dieses investment zu sparen... Das Geld hatte er aber immer ausgegeben und gedacht er holt das schon irgendwie wieder rein) , Monat zu Monat gab er das Geld aus und erzählte mir es wäre beiseite gelegt(sein Umgang mit Geld ist eine komplette Katastrophe, ich sag immer Milch Mädchen Rechnungen hätten nach ihm benannt werden sollen), und mit jedem weiteren Monat wurde ihm klarer das kann er nciht ewig verbergen. Also sprach er ungern mit mir, er musste ja immer aufpassen was er sagt, ging mir aus dem Weg, versuchte das aus dem Kopf zu kriegen, betäubt sich....

    Es war alles Schlüssig und wenn auch furchtbar, trotzdem konnte ich es nachempfinden.

    Und ich glaube ein Punkt war, dass er es selbst gestanden hat.

    Für mich war damals klar, daß pep hat unsere Beziehung so ruiniert und das pep hat auch seine eigenen Werte und Grenzen sehr verschoben.

    Ich dachte wenn wir nur dieses Problem lösen können, dann sind all unsere Probleme gelöst. Und dieses Problem muss sowieso gelöst werden, weil es viel zu schade um diesen Menschen wäre, und auch für seine Kinder.

    Danach kam es alle paar wochen mal vor das ihr Name irgendwie auftauchte. Und jedes mal hatte er irgendeine ausrede. Er hat das Telefonat aus ersehen angenommen. Bei WhatsApp ausversehen in ihren Chat statt dem darüber geschrieben etc etc.

    Ich wusste es innerlich, es war unwahrscheinlich. Aber ich glaube ich hatte auch ein Gefühl von 'jetzt haben wir endlich den Anfang in die richtige Richtung geschafft, ich geb jetzt nicht mitten drin auf'

    Was natürlich nicht besonders gesund ist.

    Naja. Aber mit den Wochen wurde alles ein bisschen besser. Kein pep mehr zuhause, seltener raus gehen, pep dann länger mal pausiert,... Wir haben uns zeitweise wieder intensiv miteinander beschäftigt. Nächtelang geredet etc.

    Alles andere schien in die richtige Richtung zu gehen und darum habe ich mich an jeden Strohhalm geklammert um ihm zu glauben er entscheidet sich jetzt für uns.

    Wie gesagt, heute seh ich das auch etwas anders. Das er sie jetzt unter anderem Namen gespeichert hat kann er nicht als Versehen abtun (auch wenn er es versucht. Erst hieß es weil er WhatsApp neu installiert hat, dann war es plötzlich eine Geräteübergreifende Synchronisation Schuld).

    Danke euch für eure Antworten.


    Ja gestern, nachdem ich so hochmotiviert hier meine Gedanken rein geschrieben hatte, knallte es wieder.

    Ich bin so in meine blöden ganz alten Muster rein gefallen, wie seit Wochen nicht mehr.

    Er hatte homeoffice, und in der letzten Stunde war wohl nciht viel los, er telefonierte mit seinem Freund und betrank sich dabei.

    Normaler Weise trinkt er zuhaus nicht so viel das er betrunken ist. Gestern schon.

    Ich fing obwohl ich es besser wusste einen Streit darüber an. Es war als schaue ich mir dabei zu. Wie automatisch irgendwie. Und ich wusste das ist sinnlos.

    Das ganze Gespräch war lächerlich. Er argumentierte, daß x und y ja noch mehr trinken, dass ich ja schon Medizin studiert haben musste um zu wissen jahrelanger Alkoholmissbrauch macht einen krank (bei einer ärztlichen Untersuchung Ende des Jahres sagte der Hausarzt ihm, er wundere sich, es sähe aus als hätte er irgendeine Magenentzundung) und so weiter und sofort. Er trinkt ja nicht weil er süchtig ist sondern Lust hat. Ja klar, nachmittags während der Arbeit, eine 3/4 Flasche vodka, halbe Flasche Wein und 1liter Bier.

    Teilweise musste ich echt lachen. Obwohl es nur traurig ist. Aber ich habe einen sehr intelligenten Mann geheiratet und alles was da aus seinem Mund kam war so Stumpf und unsinnig....

    Irgendwann wurde meine innere Stimme lauter und schrie mich quasi an: lass es doch einfach. Es wird zu gar nichts führen.....

    Also ging ich schlafen. Er blieb auf der Couch.

    Und heute morgen hatte ich ein komisches Gefühl. Hier ist etwas im busch dachte ich.

    Er hatte mich im Sommer ja mal betrogen, und es mir ein paar Monate später gestanden. Das Thema hängt mir nach, denn es kam immer mal wieder vor, dass sie ihn anrief und er "ausversehen" dranging. Jedes Mal wusste mehr, es ist das unwahrscheinlichste, dass das alles versehen waren. Aber ich klammerte mich an diesen Strohhalm.

    Denn wir arbeiten ja am Vertrauen, an unserer Beziehung,... Es kann ja nicht sein das er so bemüht ist und gleichzeitig weiter lügt, redete ich mir ein.

    Am Wochenende erst sagte er mir er hat die jetzt überall blockiert und die Nummer gelöscht. Weil er nicht will das wie weiter Thema ist.

    Heute morgen dann habe ich etwas gemacht Wut das ich gar nicht stolz bin... Aber was soll ich sagen, ich hab in sein Handy geschaut. Und siehe da, er hat sie einfach unter anderem Namen gespeichert.

    Ich habe ihn nicht angesprochen, als ich ihn eute morgen zum Bahnhof gebracht habe. Ich habe meiner Freundin geschrieben.

    Denn mein inneres sagt mir es macht keinen Sinn. Ich hoffe sie hat heute Zeit und ich kann nach ihrem Feierabend erstmal zu ihr hin. Ich habe gar keine Lust hier zu sein wenn er kommt. Oder darüber zu reden. Was gäbe es da auch noch zu sagen....

    Naja gerade versuche ich meine Energie nicht auf diese warum Fragen zu verschwenden sondern zuzusehen, dass ich aus der Situation raus komme...

    Hallo,


    Ich habe in den letzten Tagen viel hier gelesen in anderen threads und auch eure Antworten, wieder und wieder.

    Ich habe mir viele Gedanken gemacht über meine Grenzen, meine Werte und Standarts.

    Ich habe mir selbst versprochen:

    Es darf niemals wieder so schlimm werden wie es im vergangenen Jahr wird. Da möchte ich auch keine Kompromisse machen. Das darf nicht mehr sein, dass er bis zu 5 Tage die Woche weg ist und nur noch kommt wenn er sich ausschlafen muss.


    Ich habe mir versprochen, dass dieses Jahr, nachdem 2023 sich in meinem Kopf ausschließlich um ihn und seine Probleme drehte, mit und meinen Kindern gehört. Ich will mich auf uns konzentrieren - und er darf gerne dabei sein, wenn die Umstände passen, und wenn nicht, dann darf er auch nicht dabei sein.

    Ich habe mir versprochen, dass ich im Dezember das Jahr Revue passieren lasse. Und wenn Alkohol und Drogen immernoch Thema sind, wenn ich immernoch ständig Angst habe, dann werde ich gehen.

    Ich habe schon ein paar Dinge für mich getan.

    Da ich ja mein Auto wieder zur freien Verfügung habe, kann ich planen.

    Ich habe meine älteste Freundin angeschrieben, nachdem wir 2 Jahre keinen Kontakt hatten (wir sind in gegengesetzte Richtungen gezogen und haben uns aus den Augen verloren).

    Und ich habe sie besucht. Ich hab mich ihr geöffnet und sie eingeweiht.

    Sie hat für sich ein Haus gekauft, und mir angeboten, dass wir zu ihr können, wenn es zuhause nicht mehr geht.

    Sie meint das ehrlich und würde mich samt beider Kinder sofort und gerne aufnehmen. Das im Hinterkopf zu haben macht mir alles leichter.


    Normalerweise hätte ich gesagt Ach nee passt schon, wir kriegen das alles hin. Mir fällt es nämlich sehr schwer Hilfe anzunehmen oder anderen zur last zu fallen. Aber ich hab ihr von meinen Versprechen an mich selbst erzählt, und ihr gesagt, da ich im Dezember noch in elternzeit bin (bis März) würde ich vielleicht darauf zurück kommen.


    Außerdem habe ich mit meinem mann gesprochen.

    Ich habe ihm gesagt, dass ich aufhören werde wegen der Suchtberatung und dem Termin bei Psychiater nachzuhaken.

    Es ist seine Entscheidung und ich muss ihn nicht an Dinge erinnern, die ihm angeblich so wichtig sind.

    Und ich habe ihm auch erzählt, dass ich mit selbst dieses Ultimatum gestellt habe. Nicht als Drohung, sondern einfach aus Selbstschutz.

    Daraus entstand ein gutes Gespräch. Wir reden im Moment sehr viel, und es ist immer schön. Es kostet mich all meinen Mut. Aber einmal noch, möchte ich das vergangene los lassen und uns eine echte Chance geben. Ohne Angst verletzt zu werden.

    Denn die letzten Wochen habe ich zwar schon "mein Ding" gemacht, und weniger Rücksicht auf ihn genommen, aber ich habe ihn auch weg gestoßen.

    Ich habe mir eingestanden, dass ihr recht habt, und auch, dass ich soweit noch nciht bin.

    Ich habe mir versprochen, dass ich bis Ende des Jahres soweit sein werde Konsequenzen zu ziehen, wenn nötig.

    Ich hoffe es gelingt mir auch so. Für mich war es sehr wichtig mit meinem Mann und der Freundin darüber zu sprechen.

    Ich habe in Vergangenheit schon oft von mir selbst gelernt, wenn ich etwas vorhabe, hilft es mir, anderen davon zu erzählen, weil ich am Ende nicht jedem erzählen mag, dass ich mein Vorhaben dann doch nicht durchgezogen habe 😅🙈

    Hallo matilda, danke für deine antwort.

    Ich wollte gerade davon schreiben wie wir in den letzten Wochen doch den Großteil der Woche glücklich miteinander verbringen konnten, dann ist es mir aber selber aufgefallen. Es tut mir weh wenn man ihn für einen schlechten Typen hält, denn er hat so tolle Seiten an sich. Dann neige ich dazu die guten Dinge hervorzuheben.

    Er ist auch kein schlechter Mensch. Aberver eben auch nicht mehr er selbst.

    Ja, seit diesem Jahr haben wir wieder schöne Tage, fast wie früher, gute Gespräche, liebevolle Gesten, er bringt sich als Vater wieder mehr ein, öffnet sich mir wieder,.. eben vieles, was ich im letzten Jahr vermisst habe. Aber es ist trotzdem alles unberechenbar und jeden Tag könnte es wieder vorbei sein. Und darum schwirrt das Thema jeden Tag in meinem Kopf herum.

    Die Psychose dauerte 3 tagelang und mit ist sehr bewusst das es auch länger dauern kann. Das war sicher nicht witzig ich war sehr froh das er nicht da war.

    Was das Jugendamt betrifft bin ich mir ehrlich nicht so sicher, diese bekannte schafft es nicht einen begleiteten Umgang zu erwirken (und der kindsvater hat zugegeben speed abhängig zu sein und ist außerdem gerade wegen schwerer Körperverletzung angeklagt).

    Es ist nicht einmal möglich dafür zu sorgen, dass der Vater das Kind nicht mit dem Auto abholt, wenn er seit Tagen wach und auf amphetaminen ist.

    Ich höre wirklich nur gruselige Geschichten...

    Danke für deine Antwort.

    Ich versteh jetzt was du meinst, du hast recht, ich habe meine Werte und Standarts verschieben müssen um bei ihm zu bleiben.

    Besonders schlimm war der letzte Sommer.

    Nachdem er im Dezember eine drogeninduzierte Psychose hatte, hat er angefangen etwas zu verändern. Und ich auch.

    Ich Red ihm nicht mehr rein, wenn er was trinkt oder zieht. Ich erinnere ihn auch nicht mehr Termine bei der Suchtberatung und beim Psychiater auszumachen (für den hat er nämlich schon ein weilchen eine Überweisung zuhause liegen)

    Ich versuch ihn dann vor allem aber nicht mehr einzubinden,sondern gehe ihm komplett aus dem Weg.

    Ist er unterwegs, gehe ich nicht mehr ans Telefon. Ich antworte auch nicht mehr auf Nachrichten. Ich habe ihm gesagt die Version von ihm mag ich nicht und beschäftige mich nicht weiter mit ihm wenn er nicht nüchtern ist.

    Das klappt im Moment für mich ganz gut. Natürlich ist das weit weg von der Vorstellung die ich von einem Familien und Eheleben habe.

    Seit 2 Monaten beobachte ich das er deutlich seltener trinkt und zieht, und ausgeht und unsere Nähe öfter sucht.

    Letzte Woche versuchte er etwas neues, er wollte geplant ausgehen. (zur Erklärung sonst war es immer so, dass er wie manisch wurde und dann plötzlich verschwand, also wenn er eigentlich vorher sicher war zuhause bleiben zu wollen).

    Tja. Das klappte nicht und endete damit dass er so betrunken war, dass er sich nass gemacht hat und danach tatsächlich ins Auto stieg und irgendwo hin fahren wollte.

    Gott sei Dank ist er 'nur' in ein parkendes auto gefahren, sein Führerschein wurde ihm abgenommen und das Auto abgeschleppt.

    Danach lag er 3 Tage im Bett und war völlig fassungslos.

    Das ist für mich ein riesen Glück. Wie eine große last die mir genommen wurde. Denn jetzt habe ich das Auto wieder und wieder ein ganzes Stück mehr Freiheit. Ich fahre mit meinen Kindern zum Spielplatz (fusslaufog haben wir leider keinen) und habe mich sogar schon verabredet

    Im Moment geht's mir gut damit, aber ich weiß das es auch nur so ist, weil er sich gerade aufrafft das problem ernsthafter anzugehen.

    Mir ist aber natürlich klar, und davor habe ich angst, dass es sein kann das ich mich zu früh über seine Motivation freue.

    Ich mache mir gerade viele Gedanken darüber welche Fristen ich mir selbst setze, ich hab kaum Erfahrung und weiß nicht was realistisch ist.

    Er möchte das ich zum nächsten Termin bei der Suchtberatung mit komme. Vielleicht verschafft mir das nochmal mehr Klarheit.

    Hallo Lanananana,

    Was meinst du damit, dass ich mir die Umstände schön rede?

    Das Gefühl habe ich eigentlich nicht. Ich finde das es mit inzwischen leichter fällt die dinge richtig einzuordnen..

    Ist die Antwort auf Sucht denn immer Trennung? Hier sind doch auch viele Betroffene beider Seiten unterwegs, ist das tatsächlich immer der einzige Weg?

    Vielleicht bin ich altmodisch, das Versprechen 'in guten wie in schlechten zeiten' zu wörtlich zu nehmen, und es zu versuchen. Wir haben einige sehr schöne Jahre hinter uns. Und ein ganz furchtbares.

    Ich will gar nicht behaupten, dass du Unrecht hast. VIelleicht wird es darauf hinaus laufen das wir uns trennen. Vielleicht wird er die Suchtberatung nicht ernst nehmen und weiter so machen, oder rückfällig werden.

    Aber zeitverschwendung ist es auch dann nicht. Sondern einfach gesammelte Erfahrung die mich evtl schlauer gemacht hat denke ich.

    Ich les gerade meinen Text und habe das Gefühl noch ergänzen zu wollen... Geschrieben könnte es pampig rüber kommen. So ist es definitiv nicht gemeint. Die Fragen die ich gestellt habe sind auch ehrliche Fragen


    Solche Tipps finde ich schon grenzwertig…..um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.

    Zumindest bei einem Amt - den Jobcenter - hatte ich mich ja bereits informiert.

    Ich finde das schon in Ordnung. Es ist ja nicht das Lebensziel, sich auf Geldern von Ämtern auszuruhen. Aber mit baby sind die Optionen Geld zu verdienen jetzt auch nicht grenzenlos. Als Übergang und Notlösung für wenige Monate, nachdem man immerhin schon über ein Jahrzehnt auch seinen Teil beigesteuert hat, finde ich nicht verwerflich. 🤷

    Danke für eure Antworten.

    Ich schätze das kam etwas falsch rüber...

    Ich denke jeden Tag darüber nach ob ich gehen sollte, also stelle alles auf den Prüfstand.

    Aber ich tendiere derzeit zum bleiben. Er geht zur suchtberatung und er ist nicht clean, aber ich merke Fortschritte.

    Die Zeit wo es mir so richtig schlecht ging ist vorbei, seitdem ich wieder öfter an meine Bedürfnisse denke.

    Derzeit ist es wirklich so, dass es mir am schwersten fällt die Balance zu finden.

    Häufig ist es tatsächlich so, dass ich nicht mal einkaufen (oder mal ein Bad nehmen oder irgendwas für mich machen kann), da er kein verlässlicher "babysitter" sein kann.

    Ich habe mir aber angewöhnt die Schwägerin (die es zum Glück sehr gerne tut) um Hilfe zu bitten.

    Das tut mir auch schon sehr gut.


    Es ist wahr, es gibt immer Lösungen und ich weiß auch das ich im Notfall ein Dach über dem Kopf und was zu essen hätte - und wenn es vorüber gehend bei meinem Vater oder so wäre.

    Im Moment sind das Gedanken, die ich eben wieder und wieder im Kopf durchgehen, alles abwäge, aber (vielleicht "noch" ) zu dem Schluss komme, dass ich ihn nicht aufgeben möchte.

    Ich überlege derzeit mir selber Fristen zu setzen. Wie lange es noch dauernd darf, bis es deutlich besser wird, was deutlich besser heißt, etc pp...


    Ich weiß das man den Umgang auch so regeln kann.

    Ich erlebe gerade bei einer Bekannten mit ihrem amphetamin abhängigen Exfreund und Vater ihres Sohnes, dass das Jugendamt mit dem Thema Drogen aber doch lockerer umgeht als ich erwartet hätte, und bin darum etwas skeptisch geworden...


    Was meinen Job angeht, werde ich nach der elternzeit wohl umdenken müssen.

    Ich hatte bisher im OP gearbeitet, das ist aber nicht zu vereinbaren mit zuverlässig pünktlich Kinder vom Kiga abholen etc...

    Da muss wohl erstmal was anderes her..


    Das Vorbereiten ist aber eine gute Idee. Schafen wird es nicht, alle Unterlagen beisammen zu haben und alles unnötige schon los geworden zu sein falls ich bleibe. Und wenn ich gehen möchte wirds mir das sicherlich deutlich vereinfachen.

    Da ich jetzt mir ein eigenes unterkonto gemacht habe, ist das sicher jetzt ein guter Zeitpunkt.

    Danke euch für eure Antworten und Ratschläge, ich glaube es ist wirklich mal an der Zeit sich über konkrete Möglichkeiten beraten zu lassen und auch auf die Option zu gehen vorzubereiten. Vielleicht sind meine Gedanken zu dieser Beziehung ja auch wieder anders wenn die Alternative klarer und nicht mehr so schwammig ist