Heute Nacht hatte ich einen schrecklichen Alptraum. Ich sei Rückfällig geworden. Mir war im Traum klar, dass es eine Katastrophe ist und ich sofort wieder aufhören würde. Dann habe ich im Traum mit schlechtem Gewissen überlegt ob ich es im Forum verheimlichen sollte. Ich würde ja nicht weiter trinken. Als ich aufgewacht bin habe ich einige Sekunden gebraucht und war so glücklich, daß es nur ein Traum war. Bestimmt haben hier im Forum schon einige diesen Traum gehabt!?
Beiträge von Kopffuessler
-
-
Vielleicht erst mal schauen welche Jobs man alternativ bekommen würde. Ich würde nicht kündigen, bevor ich nicht etwas neues hätte. Es wird immer wieder gesagt, dass man zur Abstinenz eine geregelte Tagesstruktur braucht. Ohne Job ist das schwierig.
-
Hallo Alex, ich hatte nach den Kriterien für die Aufnahme in die geschlossene Gruppe gefragt. Elli hat es mit einem Zitat erklärt. Das ist es was ich verstehe.
-
Es wird immer wieder von Suchtverlagerung geschrieben. Ich glaube wenn man sich entschlossen hat mit dem Trinken aufzuhören muss man ich bei jeder Änderung des eigenen Verhalten hinterfragen ob man sich auf diesem Weg befindet. Als ich während Covid aufgehört habe zu rauchen habe ich um so mehr Alkohol getrunken. Also ganz schlecht. Mehr Zucker, auch ganz schlecht. Am Besten man legt ich für den Zuckerkonsum auch einen Notfall-Koffer zurecht. Meine Vorschläge z.B eine Runde Solitär spielen, im Forum Rum stöbern, Süsskram wegschmeißen ( besser im Müll als auf den Hüften). Alles ähnlich wie beim Alkohol. Mein bestes Geheimrezept: Geht in ein türkisches Lebensmittel Geschäft. Dort gibt es Sonnenblumenkerne in der Schale. Diese knacken und essen. Man ist Stunden beschäftigt und aufgrund des großen Aufwands nimmt man nur weig Kalorien zu sich. Wie man knackt, kann man sicher auf Utube finden.
-
Vielen Dank Elli, ich verstehe.
-
Bereich willst, wo die Öffentlichkeit nicht mitlesen kann, dann kannst Du Dich bei einem Moderator mit einer PN bewerben. Und dann entscheiden wir im Team, ob Du im geschützten Bereich aufgenommen wirst.
Oh, super. Jetzt kann ich schon zitieren. Was ich mich frage ist allerdings nach welchen Kriterien euer Team entscheidet ob man in dem geschützten Bereich aufgenommen wird. Ich finde den Schutz einer geschlossenen Gruppe schon sehr wichtig. Die Vorstellung, dass jeder im Netz meine persönlichen Angelegenheiten verfolgen kann gefällt mir nicht. Es ist schon nicht einfach über Dinge zu schreiben, die man nicht mal mit Freunden teilen möchte.
-
12 Wochen trocken sind schon mal geschafft. Am 24.Mai habe ich dann die 100 Tage geschafft. Davon gehe ich zumindest ganz fest aus. Dachte daß ich mich dann zur Belohnung für den geschlossenen Bereich bewerben möchte. Denke dort kann man vielleicht etwas freier und offener schreiben. Wie ist das hier im offenen Bereich? Wenn ich sonst so durch Facebook surfe, bekomme ich manchmal hinweise, die sowieso oder dieser jemand ist Mitglied in der jener Gruppe. Kann z.B. sehen, dass eine FB Freundin in einer Diät Gruppe ist. Ganz schön unangenehm, wenn man das nicht möchte. Besonders hier!
-
Hallo beebee, leider bekommt man in vielen schwierigen Lebenssituationen wenig Hilfe von außen. Mache dich vielleicht als nächsten Schritt frei von der Vorstellung, daß dir die Suchtberatung dir die benötigte Hilfestellung bietet. Du kannst es auch erstmal alleine bzw. mit diesem Forum schaffen. Wenn du dann irgendwann deinen Termin bekommst, schaue wie viel er dir bringt. Setze nicht zuviel Erwartung hinein, dann ist die Enttäuschung nicht so groß. Du hast doch einen großen Schritt bereits geschafft. Über einen Monat nüchtern!
-
Danke Alex, ganz lieb dass du fragst. Morgen seit 12 Wochen nüchtern. Das ist das Wichtigste. Ich laufe viel, mindestens 50 km in der Woche. Die Alkoholabteilung im Supermarkt interessiert mich kein bisschen. Trinke Eistee ohne Zucker. Ich habe auch schon abgenommen. Ich hoffe dass meine Leber auch profitiert hat. Ich bin immernoch im Ausland und möchte nicht nach Hause. Ich bin Selbständig und belaste keinen Arbeitgeber. Ich leide noch sehr unter dem Tod meiner Mutter. Zuhause würde mich noch mehr an sie erinnern. Jetzt ist bald Muttertag. Könnte vor Schmerz laut schreien. Wenn ich ehrlich bin, wenn mich niemand hört schreie und heule ich. Ich weiß hier wird immer wieder geschrieben, dass man nur sich selbst für die eigene Alkoholsucht verantwortlich machen darf. Ich bin mir da aber nicht so sicher. Ich habe schon sehr viel Verantwortung und Belastung gehabt. Ich habe mit meinem Konsum niemand ausser mir geschadet. Tagsüber habe ich perfekt funktioniert. Abends habe ich sehr schnell und zu viel getrunken. So konnte ich dann endlich runtertakten. Und noch etwas zum Abschluss. Zwei Tage nach der betrunken Bekannten hat mich die Schwester meiner Verstorbenen Mutter angerufen. Das Gespräch war noch viel unangenehmer. Eine nüchterne jedoch narzisstische Frau. Habe auch dieses Gespräch ertragen. Dir Alex und allen anderen eine gute Nacht.
-
Liebe lilamond. Ich bin deiner Meinung. Es gibt Grenzen die man nicht ertragen muss. Ich setze mich aber auch z.B. weg, wenn ein stuhinkontinenter Mensch die Windel voll hat. Ich versuche nur zu verstehen wo und wann ich unterschiedliche machen soll.
-
Liebe Alex, du hast bestimmt Recht und auch hast du das mit der Abwertung gut beschrieben. Wie gesagt ich bin neu hier und muss noch einiges verstehen. Aber wo ist der Unterschied zwischen dem Hirngeschädigten auf Grund eines Zeckenbisses mit dem ich nicht gerne telefoniere und dem Alkoholiker? Beide sind doch krank. Wenn man gesellschaftlich erreichen möchte, das Alkoholismus als Krankheit verstanden wird, darf man dann Unterschiede machen?
-
Alex, nein. Ich konnte das Gespräch leider nicht schnell beenden. Ich wollte höflich bleiben und habe sie reden lassen obwohl sie genervt hat und nicht wirklich was zu sagen hatte hat. Das ist so eine Sache mit dem Alkoholismus. Zum einen wird es als Krankheit anerkannt auf der anderen Seite werden Alkoholiker verurteilt. Ich brauche wohl noch eine Weile um das alles einordnen zu können. Mir geht es auf jeden Fall sehr gut. Ich wache nicht mehr jeden Morgen mit dem Vorsatz auf heute Abend nicht zu trinken um am Abend wieder nicht zu schaffen.
-
Heute hat mich eine bekannte angerufen. Ich glaube sie hatte schon einiges getrunken. Sie hat viel sinnloses Zeug geredet. Oh, jeh und wie lästig! Zum Glück bin ich nur sehr selten ans Telefon gegangen wenn ich getrunken habe. Diese Bekannte ist unter anderem mit ein Grund gewesen endlich den Schritt weg vom Alkohol zu gehen. Man sieht es ihr leider schon stark im Gesicht an. Es ist nicht nur der innerliche körperliche Verfall, auch äußerlich wollte ich nicht so enden. Ich lese hier viel im Forum und habe auch zu manch einem Thema etwas beizutragen. Ich halte mich jedoch meist zurück, da mir einfach noch die Erfahrung fehlt. Ich steuere auf Woche 11 zu.
-
Ja liebe Alex, genau so ist es. Ich gestalte mein Leben neu. Und das mit der "Belastung darf man durchaus so schreiben. Jeder Angehörige der pflegt würde dem zustimmen, auch wenn man es als sehr selbstverständlich empfindet. Und nicht Nüsse knacken! Die sind zwar gesund, haben aber ordentlich Kalorien. Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne in der Schale müssen es sein. Da ist nur ein winziger Kern drinnen. Ach, da ist doch noch etwas, daß mich bekümmert. Ich habe gelesen und gehört, daß die alkoholbedingte Polyneuropathie gute und rasche Heilungschancen hat. Leider merke ich noch keine wirkliche Verbesserung. Wer kann mir sagen wie lange das dauern könnte?
-
Danke Alex für deine Hilfe. Hoffe ich komme langsam besser mit meinem Smartphone zurecht. Bin jetzt 10 Wochen alkoholfrei. Es funktioniert viel besser als ich mir vorgestellt habe. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir eine Auszeit genommen habe. Ich mache Urlaub und habe auch nicht so schnell vor wieder zurück nach Deutschland zurückzukehren. Ich vermisse meine Mutter unendlich. Sie ist vor drei Monten gestorben. Aber ich bin jetzt frei.Über zwanzig Jahre habe ich mich um sie gekümmert. Die letzten Jahre das volle Programm bis Pflegegrad 4. Dann das letzte Jahr 2023 im Heim, dort haben sie sie schließlich "umgebracht". Das ist aber eine andere Geschichte. Ich treibe viel Sport, koche mir jeden Tag etwas besonderes. Wenn ich Abends etwas zappelig werde, knacke uch Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne aus der Schale. Die gibt es bei jedem Türkischen Lebensmittelladen. Wäre mein Tip an alle die sich zuviel Knabberzeug reinhauen. Die Kerne zu knacken macht viel Arbeit, selbst wenn mann schon Übung darin hat. So sind die Kalorien die man zu sich nimmt sehr überschaubar. Na ja, und jetzt gerade macht mich das Smartphone wieder wahnsinnig. Schnell alles abschicken bevor es weg ist.
-
Jetzt neun Wochen ohne Alkohol. Es macht Spaß nicht zu trinken. Morgens keinen Kater zu haben ist schön, bin trotzdem ein Morgenmuffel geblieben. Ich lese jeden Tag im Forum. Finde hier viele interessante Gedanken Ansätze. Besonders gefallen hat mir ein Beitrag in dem der Vergleich gemacht wurde, dass bei Alkoholikern eine Schutzsicherung für immer zerstört sei. Somit Trinken auf kontrollierter Basis nie mehr möglich sein wird. Trotzdem lese ich hier auch einiges daß ich anders sehe. Aber vielleicht bin ich im Unrecht, bin ja noch nicht lange dabei.
-
Den Stern finde ich auch gut. Sehr engagiert, aufmerksam und empathisch.
-
Den Spruch kannte ich noch nicht. Ich finde ihn sehr passend. Ich bewundere oft meinen Mann, er blendet die Sorgen so lange komplett aus, bis tatsächlich Probleme eingetreten sind. Ich hingegen glaube immer schon im Voraus für alles vorbereitet zu sein müssen. Aber es ist gut zu hören, dass auch große Probleme nicht zwangsläufig zu Alkoholkonsum führen.
-
Alex_a..., was du schreibst ist erstmal sehr ermutigend. Momente kann ich wahrscheinlich gut aushalten. Die Situationen die du beschreibst würden mich eher nicht erschrecken. Ich habe Angst vor Problemen oder Situationen die nicht einfach oder auch gar nicht lösbar sind. Dinge die mich monatelang beschäftigen und mich nicht zur Ruhe kommen lassen. Dinge die einem völlig aus dem Gleichgewicht werfen. Kämpfe die man nicht kämpfen möchte. Dinge die einem alle Kraft abverlangen. Leider sind das keine fiktiven Sorgen. Klar ist Alkohol keine Lösung. Aber es gibt nicht von ungefähr den Spruch "Probleme ertränken". Hier lauert die Gefahr. Ich bin mir darüber bewusst und hier muss ich gegen ankämpfen.
-
Danke für deine lieben Worte. Die Flipflops habe ich leider nicht ausgeführt, es regnet. Das kommt schon noch. Bin aber sehr glücklich, dass ich bis jetzt keinen besonderen Suchtdruck hatte. Irgendwie verstehe ich das nicht. Ich habe so viele Jahre jeden Abend getrunken, und nicht wenig. Mindestens einen Liter Wein. Warum habe ich nicht früher versucht aufzuhören. Ich dachte immer es sei eine fast unüberwindbare Hürde vom Alkohol wegzukommen. Mir ist klar, ich habe nur den Ersten Schritt getan. Ich rechne damit, dass es auch Zeiten geben wird die nicht so einfach sein werden.