Beiträge von aufzuneuenUfern

    Lieber Alex,

    Antworten auf deine Fragen habe ich nicht, aber ich habe mich über deinen Humor gefreut.

    Mir ist schon klar, dass man von seinem Hausarzt keine Rundumbetreuung à la "Der Bergdoktor" erwarten kann

    Das hat mich irgendwie zum Schmunzeln gebracht. Vielen Dank dafür......:lol:

    aufzuneuenUfern

    Hallo Alex,

    Danke für deinen wertvollen Input.

    Das hat auf jeden Fall das Gedankenkarussell erst mal gestoppt.

    Was ich jetzt noch nicht verstehe ist, wenn er jetzt emotionaler auf eure Trennung schaut. Dann wäre doch nichts anders? Bzw. es wäre ja eher schlechter. Weil viel schwieriger. Er würde weiter trinken, Dich aber nicht gehen lassen wollen.

    Da hast Du recht. Wurde mir erst wieder deutlich, wie quer solche Gedanken doch sein können. In der Tat würde das nix ändern, eventuell ließe sich die Situation mit der Wohnung auflösen, der Gedanke war damit eher verbunden.


    Kann es sein, dass der Ärger über seine "Emotionslosigkeit" dann darin besteht, dass Du das so nicht hinbekommst?

    Es ist weniger Ärger, als Sorge...70% bekomme ich ganz gut hin meiner Meinung nach.....an den restlichen 30% bin ich noch am Arbeiten. Ich glaube da kann sich eigentlich auch etwas Gutes daraus entwickeln und mich hoffentlich am Ende stärken.


    zu schauen, ist da sehr kontraproduktiv. "Überwachung" macht Dich gleichzeitig von ihm abhängig.

    Da gebe ich Dir vollkommen recht. Wahrscheinlich hat das zum Gedankenkarussell sehr beigetragen. Ich bin keine Detektivin.....nicht meine Aufgabe. In erster Linie, sollte ich mich um mein Wohlbefinden kümmern.

    So kann ich gut ins Wochenende starten und daran arbeiten meinen Freundeskreis zu erweitern. Freunde benötige ich nämlich dringend.


    aufzuneuenUfern

    Hallo Alex,

    danke für die Fragen und deine Antworten.

    Derzeit wäre es sicher gut, viele Dinge zu machen und zu erleben, die nicht mit "Beziehung" zusammenhängen. Z. B. die Aufgüsse genießen, ohne sich über den Beziehungsstatus der anderen Gedanken zu machen.

    Rational ja, sollte ich Freundschaften bevorzugt aufbauen. Die Biologie des unerfüllten Kinderwunschs kommt mir da ein bisschen in die Quere....mit Anfang 40 dürften sich die Eizellen langsam dem Ende zugehen:), obwohl ich ja auch irgendwie erleichtert bin, dass in der jetzigen Situation kein Kind involviert ist. Dieser KiWu war halt fast schon begraben, aber nun scheint eine neue Chance da......Irgendwie bescheuert...

    das er kaum noch Musik über den gemeinsamen Spotify account hört.

    Phu. Genau solche Dinge halten Dich gefangen. Solange Du solche Sachen überprüfst. Je mehr Du solche Dinge tust, desto mehr hängst Du noch drinnen und umso schwerer wird alles.

    Hängt wohl damit zusammen, dass die Trennung schon so weit klar ist, aber die Wohnsituation und die finanziellen Verantwortlichkeiten nicht geklärt sind. Die Miete wird beispielsweise durch Dauerauftrag von seinem Konto abgebucht. Ich zahle meinen Anteil auf sein Konto......wir sind beide die Hauptmieter und so lange wir das sind, ist eine Verpflichtung da. Eine leise Skepsis, ob das lange noch gut geht schwingt mit.

    Er hat auch noch den Wohnungsschlüssel, könnte also jederzeit hier auftauchen. Natürlich eine Angst mit einem Berg Schulden am Ende da zu stehen. Aktuell im Job nur Teilzeit und befristet, da bin ich dran, dass sich das rasch ändert. Trotzdem können sich Bewerbungsverfahren in die Länge ziehen und dann noch Kündigungsfristen.....Klar schlimmer geht immer, zeigen ja auch ein paar Beispiele hier.....und ist ein Hindernis bewältigt, zeigt sich ja oft die nächste Hürde

    Alles auf einmal geht nicht.....

    Wahrscheinlich macht er sich nicht mal halb so viel Gedanken....Unausgeglichen.

    Was erwartest Du? Was möchtest Du? Was für ein Wusch steckt hinter dieser Aussage?

    Auf der einen Seite zeigt es wie unausgeglichen die Situation ist....aber das ist logisch. Ich als Ex Partnerin bin nicht im Fokus und vieles andere auch nicht, kann ja auch nicht sein, weil er in der Sucht gefangen, krank ist "Scheuklappen" deswegen die Unausgeglichenheit, die sich natürlich immer wieder bestätigt. Wenn sein Zustand so ist, wie ich vermute, dann ist die Erwartung, dass er ebenso emotional auf das Ganze blickt obsolet. Seine Emotionale Verbundenheit ist mit dem Alkohol und nicht mit mir.

    Ich möchte eigentlich Klarheit, dass der Spuk ein Ende hat......das die Trennung fix ist ist klar, die Wohnsituation und Jobsituation müssen sich klären. Das wäre das Beste. So ist es ein undefinierbarer Schwebezustand......Die finanzielle Ungewissheit belastet mich...Angst und Sorge.

    Aber da bin ich dran....es bringt auch nix sich irgendeinen Job zu angeln, denn während in den letzten 20Jahren die Beziehung stabil war, war ich fast schon Jobhopper:)Damit ich da nun etwas langfristiges bekomme, muss ich genau hinschauen. In irgendeinem Bereich des Lebens eine Stabilität wäre schon hilfreich. Ein Wunsch nach Unabhängigkeit ist da denn gerade fühle ich mich in gewissen Dingen noch abhängig.

    aufzuneuenUfern

    Hallo Alex,

    willkommen hier im Forum.

    Auch eine verzwickte Situation in der Du dich zu befinden scheinst.

    Der enge Austausch mit dem Hausarzt....habt ihr da eine Schweigepflichtsentbindung etc.? Mir wäre es bisher nicht in den Sinn gekommen, mich mit dem Hausarzt über meinen Partner auszutauschen, außer die Partnerin wünscht das von sich aus.

    Wer hat das mit der Psychotherapie initiiert? Als Paartherapie, Einzeltherapie....für sie oder für dich, weil du schreibst:

    Bei einem Psychotherapeuten stehen wir auf der Warteliste.


    Da scheinst Du dich bereits um viel zu kümmern. Da können die eigenen Reserven rasch aufgebraucht und aufgerieben sein. Gib auf dich acht.

    Und zur allgemeinen Info zum 'limit, welches zum Beispiel bei der DGE, also der Gesellschaft für Ernährungsfragen gelistet ist in m und w ist überholt' X( und wurde noch nicht angepasst.

    wenn ich die 10 bis 12-fache Menge des für Frauen maximal empfohlenen Limits an Wein pro Tag besorgniserregend finde?

    Seit 2023 hat die WHO, also die Weltgesundheitsorganisation Ihre Empfehlungen sozusagen auf 0 gesetzt. Ein empfohlenes Limit gibt es demnach nicht mehr.

    edit


    Leider halten sich die alten Empfehlungen in den Köpfen......wahrscheinlich auch in medizinischen Kreisen, denn nicht alle sind informiert und halten sich auf dem Laufenden.

    aufzuneuenUfern

    Hallo,

    heute bin ich niedergeschlagen.....

    Vielleicht weil bald der zweit Monat beginnt, quasi keine Kommunikation. Es ist paradox....Auf der einen Seite, mache ich mir Sorgen und Gedanken und Zweifel, habe ich ihn zu unrecht abgestempelt und vorverurteilt? Auf der anderen Seite...bestätigt es meine Annahme....weil ein paar "Indizien" habe ich dann doch....das er kaum noch Musik über den gemeinsamen Spotify account hört.

    Wahrscheinlich macht er sich nicht mal halb so viel Gedanken....Unausgeglichen.

    Aber vielleicht irgendwie vielleicht typisch für so eine Helfermentalität....

    ...und ja auch diese Gefühle dürfen sein.....müssen sein, fühlt sich schon anders an als am Anfang des Monats...irgendwie

    aufzuneuenUfern

    So, das viele putzen hat bereits wieder abgenommen, habe aber Dinge gemacht wie ein neues gelbes Bettlaken zu besorgen. Mir eine Massage zu gönnen und ich habe mir so kleine Kärtchen geholt. 100X Zeit für mich, mit unterschiedlichen Ideen zum Beispiel ein Dessert zubereiten oder sich zu verkleiden. Das hilft ein bisschen den Fokus mal woanders hin zu lenken.

    Im hier und jetzt komme ich mit mir klar, irgendwie ist da nur die Angst, dass ich nun lange Zeit alleine sein werde....und wie viele auch die finanziellen Sorgen.

    Es ist ein Auf und Ab, aber die Tatsache, dass der Ex sich nicht meldet, nicht mal fragt ob Post gekommen ist oder so.......irgendwie ist das leider wieder nur eine Bestätigung, dass er ein Alkoholproblem hat. Es ist quasi Funkstille......das ist aber besser so. Der erste Monat der Trennung ist bald vorbei, das hört sich ähnlich an wie ein Monat Abstinenz......Irgendwie komisch.

    Ich bin ein bisschen stolz auf mich, wie ich das gemeistert habe bisher......weinen, schreien, schreiben.........traurig sein, bisher kaum Wut....eher bedauern.

    Fokus ist nun vemehrt auf die Jobsuche und die Frage, ob ich hier in dieser Stadt bleiben möchte, oder einen kompletten Neuanfang wage. Hier fühle ich mich wohl.....es gibt viele Möglichkeiten und ein paar Bekanntschaften habe ich auch.

    So eine richtige enge langanhaltende Freundschaft fehlt.....wünsche ich mir eigentlich sehr.....aber auch das dauert, bis sich das entwickelt. Es ist hilfreich zu sehen, dass ich mit diesen Themen nicht alleine bin. Vielen Dank für die Unterstützung

    aufzuneuenUfern

    Hallo Locke,

    es ist verständlich, dass Du dich traurig fühlst. Gibt es kleine Dinge, die dich erfreuen? Wenn die Gedanken kreisen, dann schreibe ich gerne Tagebuch, oder hier. Das hilft zu sortieren und auch Gedanken los zu werden, schreiben, schreiben....

    Das tust Du ja hier schon, super! Hier hast Du Platz deinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

    Es ist ein Auf- und Ab an Gefühlen, es wäre ja auch verwunderlich, würde uns das nichts anhaben. Wir sind Menschen.....und Gefühle sind wichtig und richtig. Wichtig in sich zu gehen, und zu fragen "Was brauche ich gerade?". Mir war auch einsam und ich habe mich nach Berührung und Körperkontakt gesehnt, also habe ich eine Massage in Anspruch genommen. Das hat mein Bedürfnis gestillt. Also zwar auch durch die Inanspruchnahme einer zweiten Person, aber die Beziehung war auf 30min beschränkt. Das war gut.

    Beste Grüße

    aufzuneuenUfern

    Hallo Drea,

    auch bei mir....der Bruch nach 20 Jahren Beziehung......es entwickelt sich halt schleichend und phasenweise. Mein Ex ist Anfang des Monats in eine Nachbarstadt gezogen. Fast von heute auf morgen.......Bisher haben wir uns 2x kurz gesehen...keine Whatsapp nix. Es ist irgendwie, als wenn ich ausgelöscht bin aus seinem Leben, er nicht nach hinten schaut, sondern von der Sucht getrieben.

    Ist dein Partner fussballbegeistert? Bei meinem sind Fussball und Alkohol eng verknüpft.....die EM naht...

    Ja ich sehne mich auch nach Austausch und Kontakt, danach nicht abends alleine im Bett zu liegen, aber für welchen Preis? Mich für die Sucht des anderen aufzuopfern, so wie es einige hier tun? Nein, ich habe doch ein Anrecht darauf glücklich zu sein. Vielleicht muss ich das erstmal lernen,.....in vielen kleinen Schritten mich auszuprobieren. Zu trauen und mutig zu sein...auch wenn das ein Schritt aus der vermeintlichen Sicherheit in Ungewissheit ist.

    Das beängstigt und Angst blockiert,

    Du scheinst schon recht reflektiert und die Situation gut für dich eingeschätzt zu haben.

    aufzuneuenUfern

    Tja heute ist ja nicht Sonntag, sondern Montag.....

    ha, ha....

    hatte einen echt guten Tag.......20 Km geradelt, Sauna......

    Ja es kostet Überwindung, alleine los zu ziehen, aber es geht...andere sind auch alleine. Das fällt auf.....auch in der Sauna...jung, alt, dick und dünn...Pärchen, Freundinnen, Singles

    Sonne, See mit 17 Grad, was möchte man mehr? Einen wunderschönen Sonnenuntergang.

    Lied Amy Winehouse "Tears dry on their own"

    Es ist halt Arbeit, harte Arbeit mit sich selbst....Ziel irgendwann gestärkt in eine neue Beziehung

    aufzuneuenUfern

    Hallo Locke,

    mit einem nassen Alkoholiker zusammen sein, ist wie eine Dreiecks"beziehung". Würdest Du tolerieren, wenn dein Partner mit einer anderen Person fremd geht? Lügt und betrügt? Es wird Momente geben, ja da ist er vielleicht für Gespräche anwesend. Nickt vielleicht auch alles ab, entschuldigt sich.....aber später sind alle diese Worte oft leere Hüllen.

    es ist schwer sich von jetzt auf gleich seiner Gefühle zu entledigen

    Das verlangt niemand von Dir....und ja es ist ein Prozess. Da gehört auch Trauer, Wut und Zweifel und Hoffnung dazu. Alles darf sein!


    Meine Psyche leidet sehr und das nicht nur wegen seiner Sucht, ich pflege auch meine Mutter.

    Ich meine jede und jeder hat in irgendeiner Weise ein Päckchen zu tragen. Für manche ist dieses größer, für manche leichter.....Ich arbeite aktiv, dass Päckchen was ich trage leichter werden zu lassen, manche Dinge nicht zusätzlich aufzuladen.

    Was machst Du denn was Dir gut tut? Hast Du ein gutes Buch? Gehst Du gerne spazieren. Kochst Du gerne etwas leckeres?

    Alles Dinge, die einem persönlich gut tun können. Auch Du darfst dir gut tuen.....

    Einen schönen Abend

    aufzuneuenUfern

    So da bin ich wieder, am schönen Sonntagmorgen.

    Einige Gedanken, die mir durch den Kopf gehen.

    Zum einen die gesellschaftliche Relevanz. Warum ist unsere Gesellschaft, so, dass manche nur betäubt daran teilnehmen können? Ich selbst bin auch ängstlich, mit fällt es schwer Kontakte aufzubauen. In so vielen Teilen ist der Alkohol so selbstverständlich. Durch den Zuzug aus den muslimischen Ländern erweitert sich langsam ein Angebot an Lokalitäten ohne Alkohol. (Dort gibt es mit Sicherheit andere Drogen- und Berauschungsmittel).

    Die Geschichte des Alkoholkonsums reicht ja bereits in die Antike hinein und im Mittelalter waren die Klöster ja eigentlich ein Paradies für Säufer. Vielleicht hat es deswegen auch mit dem Zölibat geklappt, weil irgendwann einfach keine Libido mehr da ist? "Funktionierende Alkoholiker"- in deren Rahmen arbeiten hat wohl geklappt. Nur so Überlegungen. Ob da was dran ist? Keine Ahnung! Könnte sein.

    Dann ein Riesentrauma für die Gesellschaft mit dem zweiten Weltkrieg. Meine Großmutter und mein Großvater waren damals junge Menschen. Ich kann mich erinnern, dass meine Oma regelmäßig die Kornflaschen vom Opa versteckt hat. Bier war immer reichlich im Keller......

    3 Kinder haben sie gehabt. Meine Mutter und zwei Onkels. Irgendwie scheinen alle drei ein problematisches Verhältnis zum Alkohol zu haben.

    Bei dem einen Onkel, welcher alleine wohnt und der lediglich 16 Jahre älter als ich ist, machen sich nun die Auswirkungen bemerkbar....eine offene Wunde am Bein, Thrombose und nun kürzlich eine Netzhautablösung.

    Meine Mutter war immer stark darin den Finger auf andere zu zeigen....und hinzuweisen, wer denn alles ein Alkoholproblem in Ihrem Umfeld hat. Sie ist eine die seit ich denken kann auf der esoterischen Schiene ist, mit Verschwörungstheorien und Ablehnung der "Schulmedizin" also einige nicht so einfache Voraussetzungen. Aber zum Beispiel kann ich mich an Kotzerei nach Alkoholexessen erinnern.

    Gesellschaftlich hat die Generation einiges aufzuarbeiten......ja wenn ich möchte gibt es auch Aktivitäten, bei denen der Alkohol zwar dabei sein kann, aber nicht die Hauptrolle spielt.

    Mir fällt auf, dass ich in Bus oder U-Bahn recht geruchsempfindlich bin und wahrnehme, wenn da Ausdünstungen sind........

    Dann fällt im Zusammenhang mit dem Partner noch auf, dass wir meistens unsere Prinzipien und Werte haben, so würden wir zum Beispiel schwer verletzt, wenn der Partner fremd gehen würde......für viele wäre dann eine Trennung unausweichlich, weil dann so viel Vertrauen zerstört ist. Im übertragenen Sinne ist es ja so, dass die Alkoholsucht einem fremd gehen gleich kommt. Der Partner geht nicht mir einer anderen Person fremd, sondern mit einer Substanz.

    Warum fällt uns das Begreifen so schwer? Vielleicht weil wir von anderen Krankheiten wissen, dass der Support der Familie und der Umgebung wichtig und heilend sein kann.

    Ich meine das Forum ist voll von immer ähnlichen Geschichten........

    Nun habe ich vor eine Radtour zu machen und anschließend in die Sauna zu gehen. Trotzdem tut es gut seinen Gedanken hier freien Lauf zu lassen...Das ist wichtig für meinen Heilungsprozess und meine Verstehen.

    aufzuneuenUfern

    Tja wie es so ist,

    aktuell eher im Loch. Naja wir sind halt Gewohnheit und Routine gewöhnt, wenn diese wegbricht, klar tue ich mich aktuell schwer mit dieser Veränderung. Auf der Suche nach neuen Ideen und darauf aufpassen, dass ich gut für mich sorge.

    Habe die Tendenz zum Beispiel auch irgendwelche blöden Online Spiele zu spielen, vielleicht um mich nicht mit der Realität zu befassen. Am Ende ist es leere und tote Energie.

    Auf der einen Seite sehne ich mich nach Kontakt, nach Freunden, nach Menschen, mit denen ich mich austauschen kann. Auf der anderen strengen mich aber diese zuerst oberflächlichen Gespräche auch an. Ich weiß Freundschaften müssen sich entwickeln. Von heute auf morgen passiert nix.

    Also bin ich am abwägen, gehe ich heute überhaupt raus? Habe ich Lust auf Kontakt, oder kann ich bei mir bleiben.

    Am Freitag war mein Ex da, hat sich ein paar Sachen abgeholt. Ich erkenne ihn immer weniger, eine andere Person steht dann da.....und ja das macht traurig. Und auch wenn ich es gerne umgehen möchte steht das Thema Alkohol irgendwie immer dazwischen im Raum. Denn die Aktivitäten, die er beibehalten hat, sind die, die mit saufen zu tun haben, wie zum Beispiel eine wöchentliche Sportgruppe.

    Es ist ca. ein Jahr her, seit ich angemerkt habe, dass der Alkoholkonsum bedenklich ist, weil ich mich auf einmal wie selbstverständlich mit einer Weinschorle in der Hand wiederfand, ohne dass mir danach war. Ich habe seitdem aufgehört, einfach, weil ich keinen Vorteil darin für mich sehe.....Dann war er in einer kurzfristigen Phase, wo er seinen Konsum kritisch hinterfragt hat kontrolliert trinken wollte, Beratung aufgesucht hatte.....und sich zum Ziel gesetzt hat für 6 Monate nix zu trinken.

    Im August waren wir dann auf einem Festival......da wurde es mir klarer, nachdem er sich einen Eiskaffee mit Vodka gekauft hat. Seine Begründung, dass wäre der Trotz gewesen.....und Vodka, weil man den ja nicht riechen würde....also abtruse Begründungen

    Seitdem irgendwie nur noch bergabwärts und runter in der Spirale. Erschreckend für mich.......Lügen und irgendwie alle Unternehmungen sind mit dem Thema Alkohol verknüpft. So waren wir zum Beispiel neulich noch einmal in einer Therme, wo im Wasser auch eine Bar ist........ansonsten waren wir zum saunieren da, aber seine Aussage dann "....irgendwie ist es ja nicht so cool, wenn man hier nichts trinkt, obwohl es eigentlich um Wellness geht.

    Auch kommt nun der Vorwurf, ich würde ihn zu schlecht sehen, weil ich mich mit dem Thema befasse und Dinge sehe, die gar nicht stimmen, leider haben alle Erzählungen mit dem Thema zu tun wie zum Beispiel Fussball schauen in einer Kneipe, aber alleine würde er ja nix trinken. Mein Bauchgefühl sagt mir etwas anderes....und bisher konnte ich mich meistens auf dieses verlassen.


    So ein bisschen ist es ja auch so, als wenn ich als Gläubige Person, jemanden der ungläubig ist versuche von der Religion zu überzeugen. Es gibt Gruppierungen, die einen 'grenzüberschreitend' versuchen zu bekehren. Ich als Anhängerin des Nichtrinkens überschreite die Grenzen des anderen, um ihn zu überzeugen.

    Nun bin ich ja aktuell so halb abhängig, da ich gerade nur in Teilzeit und befristet tätig bin. Das bereitet mir Kopf- und Bauchschmerzen. Es ist zwar ein leichtes in meiner Branche eine Stelle zu bekommen, nur Kündigungsfristen und ähnliches lassen absehen, dass es wahrscheinlich noch bis Ende September dauert, bis ich eine neue Stelle antreten kann. Mit dem Vermieter ist bereits geklärt, dass ich die Wohnung zu den alten Konditionen übernehmen kann. Das ist beruhigend.......Wohnungssuche hier ist aktuell ein Desaster. Noch bin ich positiver Dinge, dass sich da Lösungen finden.

    Ich denke nach 20 Jahren braucht es Geduld mit sich, um die Situation zu begreifen. Ablenken ist gut, habe mehrmals Zimtschnecken gebacken.....manchmal sich dem Schmerz und der Trauer hingeben. Musik hilft ein wenig dabei: Ist da jemand von Adel Tawil


    aufzuneuenUfern

    Hallo monnek,

    wie ist die Lage aktuell. Gibt es neue Entwicklungen bei Dir?

    Hast Du Dir Etwas Gutes tun können?

    Geduld und Nachsicht....mit sich selbst. Ich schreibe viel, wenn es mir nicht gut geht, und stricken hilft mir auch.....fokussiert.


    Auch Du scheinst eine innere Stärke zu entwickeln,.....


    aufzuneuenUfern

    Hey,


    heute der zweite reguläre Arbeitstag und irgendwie habe ich Frust bei den Kollegen abgelassen.....mh....ungünstig. Ich bin zu 100% im Homeoffice. Merke in der Tat, dass ich mich da einsam fühle und ich im Verhalten der Kollegen Dinge auftreten, die mich irgendwie triggern....Leider auch auf die Ferne. Naja die Stellensuche ist im vollen Gange. Überfordert bin ich......nervlich angespannt.......

    Einen kühlen Kopf behalten heißt es.....

    Einen Schritt vor und 2 zurück....gerade kommt es mir so vor.

    Mit meiner Mutter in der Ferne hatte ich Kontakt, obwohl die Beziehung mit Ihr halt auch alles andere als einfach ist, fahre ich doch immer mal wieder hin. Einige Zeit war ich so wütend und verletzt, dass ich keinen Kontakt wollte. Die Vergangenheit mit Ihr habe ich aber so weit verarbeitet, weiß, dass Sie selbst psychisch krank war und weiterhin ist. Die Aussagen nehme ich deshalb nicht persönlich, sondern kann sie 'abwehren'. Ich weiß, von ihr werde ich nie das bekommen, was andere von Ihren Eltern erhalten. Sondern sehe sie vielleicht als 'Freundin'. Eine tiefere Verbindung ist nicht möglich.....das würde meine Erwartungen enttäuschen.

    Ich habe Zeit gebraucht mir klar zu werden, dass ich ihr auch wenn wir zusammentreffen nicht mehr schutzlos ausgeliefert bin, sondern ihr als erwachsene Person etwas entgegen bringen kann.

    Sie ist eine Person mit Extremen und Exzessiven Angewohnheiten und auch Süchten.....nicht nur Alkohol (aus meiner Erinnerung Phasenweise, dann kein halten mehr). Da Sie alleinerziehend war, mit 2 Kindern, ist sie der einzige Familienanhang der bleibt.

    Ich habe versucht vieles Ihrer Erfahrungen nachzuvollziehen und ein Verständnis zu entwickeln. Vollständiger Kontaktabbruch war nur kurzzeitig die Option, als ich noch viel Angst vor Ihr hatte. Seitdem denke ich, dass niemandem geholfen ist......wenn totale Funkstille zwischen Eltern und erwachsenen Kindern herrscht.......Ich denke dann werde ich wieder an anderer Stelle wahrscheinlich mit ähnlichen Problemen konfrontiert.......bis ich mich der Situation gestellt habe und diese gelöst.

    Emotional kommt einiges hoch. Es war ja auch Muttertag vorgestern.

    Meine Schwester hat den Weg des Kontaktabbruchs gewählt......Natürlich kann ich auch das akzeptieren, auch wenn ich das schade finde, weil wir so, als "desolate Familie" nicht mehr zusammen kommen und so wenig Möglichkeit bestehen wird als Erwachsenen Menschen Dinge zu besprechen und zu erleben, dass die Bedrohung, welche als Kind da war eigentlich nicht mehr existent ist.

    Mein Weg ist halt gute Erinnerungen jetzt zu schaffen....Schöne Erlebnisse....Auch wenn ich in dieser Position die bin, die initiiert und ermöglicht.


    Wow, interessant wie tief das so gehen kann......Tiefe Kreise zieht dieser Prozess mit sich.....Anstrengend ist es

    aufzuneuenUfern

    Hey,

    Elly eine gewisse Einigkeit besteht, dass das bisherige Modell nicht mehr funktioniert.

    Ich könnte auch zum Beispiel auch nicht mit einem Raucher zusammen sein. Das würde mich ebenso anekeln.

    Da es letztes Frühjahr bereits den Versuch gegeben hat für ihn ohne Alkohol auszukommen, besteht die leise Hoffnung, dass er merkt, dass er ein Problem hat.Nicht der Beziehung wegen, da ist wahrscheinlich bereits zu viel zerstört, sondern ihm zu liebe, einfach weil ich ihm Klarsicht und Erkenntnis von allem Herzen wünsche.


    Das mit dem Wiedereinziehen, ist halt eher die ökonomische Lage, .....aber vielleicht auch seine Hoffnung das Beste aus zwei Welten zu haben.

    Trinken können und trotzdem die Hilfe zum Beispiel einkaufen, kochen etc.

    Der Urlaub ist vorbei....nun wieder arbeiten, parallel Jobsuche, ich kann mir nur sagen....ein Schritt nach dem anderen. Wenn ich die Wohnung behalten möchte, dann brauche ich natürlich ein Fundament, und dieses versuche ich gerade aufzubauen. Gerne würde ich manchmal schnelle Entscheidungen und Taten und Handlungen aber irgendwie merke ich, ich brauche Geduld. Geduld mit mir.....und viel Liebe und Verständnis.

    Ja alleine zu leben ist irgendwie nicht mein Konzept. Bisher habe ich nur wenig Zeit in meinem Leben wirklich alleine verbracht, also ist dieses auch eine Fertigkeit, die es zu erlernen gilt.

    aufzuneuenUfern

    Hallo ein Update,

    habe den Tag gestern noch gut zum Ende gebracht.

    Heute hatte ich mich mit meinem Ex verabredet, um erstmal das weitere Vorgehen wegen der Wohnung zu besprechen. So getrieben wie vor 14 Tagen hat er nicht gewirkt, aber auch nicht glücklich, sondern emotional distanziert. Er schilderte, dass er beinahe die Ganze Zeit schwere Kopfschmerzen hatte und nicht gut schlafen konnte. Also eine Entspannung nicht möglich war, aber jetzt wohl anfängt.

    (Wir hatten parallel Urlaub)

    Und ja das Thema Alkohol wurde nur kurz angeschnitten, es ist aber irgendwie immer im Raum dabei......schon seltsam. Obwohl er mit dem Zug bald eine Stunde weg wohnt, sucht er weiterhin seine wöchentliche Fußballrunde auf.

    Wir haben zusammen ein Lokal aufgesucht und gegessen. In meiner Gegenwart trinkt er nix.

    Es ist schon klar, dass es gewisse Triggersituationen gibt, und es nie so sicher ist, wann diese auslösen. (....und irgendwie ist es ja logisch, dass ein Alkoholiker nicht kopflos einem BierLKW hinterherrennt, als gäbe es kein Morgen mehr, einen Restverstand gibt ja meistens noch)

    Also die Entscheidung auszuziehen wurde wieder relativiert.......

    ....und ich würde ja eine self-fulfilling prophecy gestalten, würde mir das Puzzle so zusammensetzen, wie es mir gefällt. (Das Bild von Ihm)

    (Kopfschmerzen, roter Kopf, Schlaflosigkeit und sich nicht groß melden sind alles so Indizien, dass ein Zusammenhang mit dem Alkohol besteht.....klar könnte das auch alles eine Täuschung sein, aber ich muss mir da ja auch selbst trauen).....Zweifel, alles könnte eine Fehleinschätzung sein....klar die Bestehen ab und an....aber das Verhalten zeigt was anderes.


    Irgendwie spüre ich bedauern, bedauern jemanden in dieser Weise abstürzen zu sehen, während ich merke, dass es mir mental wahrscheinlich besser geht, weil ich die Kapazität und Kraft habe zu gestalten und zu verändern und aktiv daran zu arbeiten Neues zu schaffen. Auch wenn es schwer ist und traurig und ungewiss.....so wie ich auch nicht mit einem Raucher zusammenleben könnte, so kann ich auch nicht gut mit einem Säufer zusammen sein.

    und ein letzter Gedanke, dann ruft das Bett, auch Anhänger von gewissen Sekten müssen Ihren Weg selbstständig aus dieser heraus finden. Sie zu versuchen mit Argumenten zu überzeugen, wird wahrscheinlich auch nicht gelingen. Das kam mir nur so am Abschluss.

    Gute Nacht


    aufzuneuenUfern

    Oh mann,

    heute irgendwie ist kein so guter Tag. Vielleicht hängt es mit diesen Feiertagen zusammen, heute "Vatertag", ein bisschen ein Hohn, quasi ohne Vater aufgewachsen. Deswegen war dieses niemals relevant in unserer Familie. Am Sonntag folgt dann der Muttertag, welcher aber auch mit seltsamen Gefühlen in der Magengegend verbunden sind.

    Zum einen wird ein heiles Familienbild zelebriert, welches oft nicht so heile ist, wie es scheint. Trotzdem wird in Kitas, Schulen usw. anlassbezogen gebastelt. Die Pädagoginnen und Pädagogen handeln dabei wahrscheinlich in guter Absicht.

    Trotzdem sind diese Feiertage nur selten Teil einer Reflexion, gerade im pädagogischen Bereich. Es scheint eine einvernehmliche Übereinkunft zu bestehen, dass die Familie zelebriert wird, ohne dass Einsicht hinter die Kulissen besteht.

    Es wird weggeschaut....Leider bei vielen Kindern, die aus problematischen und belasteten Verhältnissen kommen.

    Die Beziehung mit meiner Mutter war schwierig.....ist es logischerweise bis heute......Für sie selbst war das zelebrieren des "Muttertages" auch komisch, beziehungsweise Sie hat erklärt, dass dieser Tag eher mit dem 2. Weltkrieg zusammenhängt.

    Auf jeden Fall heute bin ich sehr traurig. Dazu Herzschmerz....Ja eine Zeit von 20 Jahren einfach hinter sich zu lassen, wäre auch verwunderlich, wenn sich da kein Abgrund auftun würde. Selbst ohne Alkoholthematik. Mal schauen, was ich mir heute noch gutes tun mag. Habe überlegt ins Theater zu gehen.......Mal was anderes als hier auf der Couch in Trauer zu versinken.

    Geduldig mit mir sein....gutmütig.....aber auch motivierend und liebevoll mich daran erinnern, dass ich auch Kontakte suchen muss, wenn ich welche wünsche. Das heißt dann auch sich zu exponieren, sich trauen.

    Nun ist wieder einiges zusammen gekommen.

    aufzuneuenUfern

    Hallo mare,

    jeder von uns hat irgendwie sein Päckchen zu tragen. Mir scheint es wir gehören zu denen, die recht schwere, klobige Pakete mit sich herum schleppen. Keine Hände sind mehr frei. Trotzdem laden wir uns gerne weitere Pakete auf, obwohl die Person, der wir gerne beim Tragen helfen würden, uns zum Danke noch ein Bein stellen....und unsere gut gemeinte Hilfe und Anwesenheit nicht zu schätzen wissen.

    Deswegen ist aktuell die Zeit, in der Du dich um dein Paket kümmern darfst und solltest.

    Was hält davon ab? Die Angst vor der Zukunft und die Ungewissheit.....

    Für sich selbst sorgen ist manchmal schwer....aber ich zum Beispiel weiß. dass ich das kann, weil ich das auch schon notgedrungen früh machen musste. Vielleicht ist deshalb die Sehnsucht da, nach einer Person, die sich ebenso um mich sorgt, so wie ich mich bisher um andere gekümmert und gesorgt habe.

    Viel Selbstständigkeit ist erforderlich und kleine Schritte sind auch ein Anfang.....Sei es ein Spaziergang, Stricken, malen, singen....so denke ich zum Beispiel an ein Lied der Prinzen "Dürfen darf man alles.....müssen muss man nichts" (Höchstens auf Toilette gehen, das ist ein Muss). Ansonsten haben wir so viele Entscheidungen zu treffen und diese Aufgabe scheint überwältigend...

    in diesem Sinne eine gute Nacht

    aufzuneuenUfern

    Hallo Monnek,

    ja eine Achterbahn der Gefühle, durch die wir durchgejagt werden, obwohl es statt Achterbahn auch eher Geisterbahn sein könnte. Mein Ex ist nun knapp 1/1/2 Wochen aus dem Haus. Der Auszug schien sehr getrieben. Nicht motiviert, getrieben von der Sucht. Wie ist denn Eure Situation mit dem Mietvertrag? Bei uns ist das Problem, dass wir beide Hauptmieter sind.

    Dem Vermieter habe ich bereits eine Warnung gegeben, dass sich etwas ändern wird. Zum Glück hat er zugesagt den Mietvertrag erst einmal zu den alten Konditionen weiter laufen zu lassen.

    Es ist alles nicht so einfach. Immer wieder klar machen, dass die akute Sucht treibt.......

    Gemeldet hat er sich seitdem nicht mehr......am Freitag ist Ende des Urlaubs...da hatten wir uns verabredet. Mal schauen, ob das noch etwas wird.

    In diesem Zusammenhang hat sie mir jetzt viele Dinge auferlegt und ich habe brav zu allem ja gesagt. Ich soll ihr die Kaution überweisen und ihr die neuen Möbel bestellen und so weiter. Letztendlich noch beim tragen helfen.

    Ich war sehr traurig weil die Trennung für mich nicht gewollt war obwohl ich jetzt eigentlich doch froh bin. Jedenfalls dachte ich ich sage zu allem ja weil der Trennungs Schmerz so groß ist und dann hab ich jetzt wo ich im Bett liege die Frage im Kopf wie krank bin ich eigentlich?

    Versuch in erster Linie auf Dich und die Kinder zu schauen. Das ist erst einmal wichtiger. Kleine Dinge......Ich habe meinem Ex nichts organisiert oder hinterher getragen. Habe mir immer gesagt, dass ich genug an mir zu arbeiten habe.

    Und das stimmt, ich arbeite das auf....Räume auf und sortiere mich.

    Zwischen Schock, Hilflosigkeit, Mut, Verständnis, Bedauern, Trauer, Ratlosigkeit, Wut, Angst, Erleichterung und vielen anderen Gefühlen. Nach so viel Zeit gemeinsam lernen alleine klar zu kommen.

    Für uns kann es hoffentlich eine Chance sein.....auch wenn es Zeit braucht bis die Wunden heilen

    aufzuneuenUfern