Tja wie es so ist,
aktuell eher im Loch. Naja wir sind halt Gewohnheit und Routine gewöhnt, wenn diese wegbricht, klar tue ich mich aktuell schwer mit dieser Veränderung. Auf der Suche nach neuen Ideen und darauf aufpassen, dass ich gut für mich sorge.
Habe die Tendenz zum Beispiel auch irgendwelche blöden Online Spiele zu spielen, vielleicht um mich nicht mit der Realität zu befassen. Am Ende ist es leere und tote Energie.
Auf der einen Seite sehne ich mich nach Kontakt, nach Freunden, nach Menschen, mit denen ich mich austauschen kann. Auf der anderen strengen mich aber diese zuerst oberflächlichen Gespräche auch an. Ich weiß Freundschaften müssen sich entwickeln. Von heute auf morgen passiert nix.
Also bin ich am abwägen, gehe ich heute überhaupt raus? Habe ich Lust auf Kontakt, oder kann ich bei mir bleiben.
Am Freitag war mein Ex da, hat sich ein paar Sachen abgeholt. Ich erkenne ihn immer weniger, eine andere Person steht dann da.....und ja das macht traurig. Und auch wenn ich es gerne umgehen möchte steht das Thema Alkohol irgendwie immer dazwischen im Raum. Denn die Aktivitäten, die er beibehalten hat, sind die, die mit saufen zu tun haben, wie zum Beispiel eine wöchentliche Sportgruppe.
Es ist ca. ein Jahr her, seit ich angemerkt habe, dass der Alkoholkonsum bedenklich ist, weil ich mich auf einmal wie selbstverständlich mit einer Weinschorle in der Hand wiederfand, ohne dass mir danach war. Ich habe seitdem aufgehört, einfach, weil ich keinen Vorteil darin für mich sehe.....Dann war er in einer kurzfristigen Phase, wo er seinen Konsum kritisch hinterfragt hat kontrolliert trinken wollte, Beratung aufgesucht hatte.....und sich zum Ziel gesetzt hat für 6 Monate nix zu trinken.
Im August waren wir dann auf einem Festival......da wurde es mir klarer, nachdem er sich einen Eiskaffee mit Vodka gekauft hat. Seine Begründung, dass wäre der Trotz gewesen.....und Vodka, weil man den ja nicht riechen würde....also abtruse Begründungen
Seitdem irgendwie nur noch bergabwärts und runter in der Spirale. Erschreckend für mich.......Lügen und irgendwie alle Unternehmungen sind mit dem Thema Alkohol verknüpft. So waren wir zum Beispiel neulich noch einmal in einer Therme, wo im Wasser auch eine Bar ist........ansonsten waren wir zum saunieren da, aber seine Aussage dann "....irgendwie ist es ja nicht so cool, wenn man hier nichts trinkt, obwohl es eigentlich um Wellness geht.
Auch kommt nun der Vorwurf, ich würde ihn zu schlecht sehen, weil ich mich mit dem Thema befasse und Dinge sehe, die gar nicht stimmen, leider haben alle Erzählungen mit dem Thema zu tun wie zum Beispiel Fussball schauen in einer Kneipe, aber alleine würde er ja nix trinken. Mein Bauchgefühl sagt mir etwas anderes....und bisher konnte ich mich meistens auf dieses verlassen.
So ein bisschen ist es ja auch so, als wenn ich als Gläubige Person, jemanden der ungläubig ist versuche von der Religion zu überzeugen. Es gibt Gruppierungen, die einen 'grenzüberschreitend' versuchen zu bekehren. Ich als Anhängerin des Nichtrinkens überschreite die Grenzen des anderen, um ihn zu überzeugen.
Nun bin ich ja aktuell so halb abhängig, da ich gerade nur in Teilzeit und befristet tätig bin. Das bereitet mir Kopf- und Bauchschmerzen. Es ist zwar ein leichtes in meiner Branche eine Stelle zu bekommen, nur Kündigungsfristen und ähnliches lassen absehen, dass es wahrscheinlich noch bis Ende September dauert, bis ich eine neue Stelle antreten kann. Mit dem Vermieter ist bereits geklärt, dass ich die Wohnung zu den alten Konditionen übernehmen kann. Das ist beruhigend.......Wohnungssuche hier ist aktuell ein Desaster. Noch bin ich positiver Dinge, dass sich da Lösungen finden.
Ich denke nach 20 Jahren braucht es Geduld mit sich, um die Situation zu begreifen. Ablenken ist gut, habe mehrmals Zimtschnecken gebacken.....manchmal sich dem Schmerz und der Trauer hingeben. Musik hilft ein wenig dabei: Ist da jemand von Adel Tawil
aufzuneuenUfern