Ich hab ihm deshalb gesagt, dass es seine Entscheidung ist und ich mir das nicht länger anschaue und bin gegangen.
Beiträge von wieweiter
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So Weihnachten und Neujahr sind um und nix ist mit Termin für eine Entgiftung machen. Er schafft es kaum auf Toilette und erbricht sich dauernd obwohl er fast nichts mehr isst und trinkt. Der Hausarzt meinte ich soll den Rettungswagen rufen, aber xy will es nicht und sagt er werde nicht ins Krankenhaus gehen.
Mache ich mich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig, wenn ich ihn alleine lasse? Es ist so schrecklich.
Ich bin jetzt wieder in meiner Wohnung und weiß nicht was ich tun soll.
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Hallo Mendo,
Auch für Dich ein schönes Neues Jahr.
Ist wirklich das Sucht stärker als Angst vor Tod?
Diese Frage stelle ich mir gerade auch.
Es scheint so zu sein. Ich habe bei meinem xy den Eindruck , dass er die Angst vor dem Tod mit fortgeschrittener Schädigung nur noch mit Alkohol betäubt aushalten kann. Er war Zeit seines Lebens eitel und auf sein Äußeres bedacht. Jetzt ist er nur noch ein Schatten seiner selbst.
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Liebe Ratlos24,
Ich verbringe den Silvesterabend auch allein, aber ich genieße es.
Kein Ärger, keine Aufregung und keine Enttäuschung. Das war die letzten Jahre anders.
Und morgen dann einen schönen Neujahrsspaziergang
Guten Rutsch ins neue Jahr
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Ihre Partnerin hätte sich von Ihnen trennen können, weil sie die Farbe ihrer Hosen nicht mehr mag. Sie müssen das nicht verstehen. Das haben Sie einfach zu akzeptieren!"
Das habe ich auch immer gedacht. Wenn einer nicht mehr will dann will er nicht mehr. Ich hab das immer kapiert. Wenn es aus ist ist es aus.
Am Anfang hat es mir gefallen, dass er um mich gekämpft hat. Irgendwann wurde mir klar, dass es nur um ihn geht.
Hör auf dein Bauchgefühl, es hat immer recht.
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Mein herzliches Beileid
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Ich bin ein ein schlechter Ratgeber, was du tun musst, denn ich bin nicht betroffen. Aber wenn nichts getan wird, dann hat sich seit deiner Anmeldung hier nichts verändert. Nur Denken, eine andere Einstellung befreit nicht von der CO-Abhängigkeit.
Ich denke es hat sich seit meiner Anmeldung sehr viel getan. Ich lebe mein Leben in einer eigenen Wohnung.
Das Auflösen der gemieteten Wohnung braucht Zeit. Er ist bereit in eine kleine Wohnung zu ziehen, über die Feiertage kriegt man leider keine Antwort von den Wohnungsgenossenschaften. Einen privaten Vermieter kann man vergessen. In seinem Zustand kriegt er keine Wohnung und die Mieten sind horrend.
Soll so dein Leben weiter gehen? Willst du ihn nicht lieber Stück für Stück in professionelle Hände geben, ihn aus deinen Lebensbereichen gehen und ihn selbst entscheiden lassen
Ich würde ihn liebend gerne in professionelle Hände geben. Das ist jedesmal gescheitert
Orginalantwort sozialer Dienst der Klinik,da sind wir nicht zuständig.
Wenn seine Suchtberaterin aus dem Urlaub zurück ist wird er einen Antrag für eine Entzugsklinik stellen.
Falls er das noch erlebt. Ja ich rechne damit ihn irgendwann tot zu finden.
Eine weitere Entgiftung macht nur Sinn wenn er danach direkt in eine Anschlussbehandlung kommt. Solange muss er leider weitertrinken um keinen kalten Entzug zu haben.
Ja es ist schon lange keine Partnerschaft mehr und ich will auch keine mehr.
Ich möchte genau das, ihn in professionelle Hände geben. Daran arbeite ich.
Schritt für Schritt in die richtige Richtung.
Danke für Eure Unterstützung
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Er ist noch nicht tot
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Danke, aber es geht nicht um Rechtfertigung
Ich weiß dass ich nichts tun kann.
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Ich gehe nicht unter, da ich meine eigene Wohnung habe und hier total glücklich bin.
Bei uns ist es mittlerweile sehr schwierig eine Wohnung zu finden.
Ich könnte jetzt sagen, es ist unglaublich schwer eine Wohnung für ihn zu finden . Wieso muss ich mich hier rechtfertigen?
Ich bin eine gestandene Frau
Ich habe bisher kaum ode wenig Hilfe bekommen.
Soll ich ihn auf die Straße setzen? Ich möchte eure Meinung
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Hallo Bono,
Vielen Dank für Deine Antwort.
Mir geht es soweit gut und ich gehe auch nicht unter. Dennoch wäre ich froh zu wissen dass er eine neue Wohnung hat.
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Was soll ich sagen? Wer steht uns bei wenn der alkoholkranke Angehörige aufgrund der Folgeerkrankungen nicht mehr entscheiden kann?
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Wer als Alkoholiker Hilfe möchte und aufhören will, bekommt diese auch. Aber er muss halt auch aufhören! Für „Begleitetes zu Tode saufen“ ist niemand zuständig.
Du sagst es
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Nun - dein Partner hat kein ausreichendes Bewusstsein für sein Problem und du nicht für Deins!!!
Entschuldige, klar hat er kein ausreichendes Bewusstsein für sein Problem.
Warum sprichst du mir mein Bewusstsein ab?
Ich hab meine Konsequenzen gezogen. Wer ist deiner Meinung nach für solche alkoholkranken Menschen zuständig? Die Psychiatrie, das rote Kreuz, das blaue Kreuz? Kann ich ihn denen vor die Tür stellen?
Wer gibt ihm eine Wohnung?
Was ist die Konsequenz? Obdachlosigkeit ?
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Entschuldige, aber das ist nicht richtig!!!
Zitat von wieweiter
Ach ja, woher nimmst Du diese Erkenntnis?
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Ich erinnere mich daran, als er mit Blutungen in der Speiseröhre in die Klinik kam. Das war zu Corona Zeit. Die haben ihn dann einfach entlassen und er irrte ewig vor der Klinik rum bis ich ihn fand in einem Zustand wie von einem Penner. Er war und ist eigentlich total eitel, ich kann und will es nicht beschreiben. Soviel zum Entlassmanagement der Klinik.
Ich möchte niemanden Schuld geben, es ist unglaublich wieviel es unser Gesundheitssystem kostet. Ich könnte soviel erzählen, aber was nützt es. So schlimm es ist, manchmal wünsche ich mir er würde erlöst
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Ich vermute Du bist noch regelmässig da und putzt? Bringst Lebensmittel? Kochst noch für Ihn? Oder wie kann ich mir das alles vorstellen?
Ich schaue regelmäßig vorbei. Vor Weihnachten hab ich ihm Lebensmittel vorbeigebracht, die kann er sich selbst machen. Kochen tue ich nicht. Ich hab auch das Treppenhaus geputzt, schließlich bin Mieterin.
Bezahlst weiterhin Wasser, Strom, Müll, Kabelanschluss, Internet...etc. ? Hast Du wenigstens mal in Deinen Mietvertrag geschaut wie lange Du Kündigungsfrist hast? Das hängt auch damit zusammen wie lange Du die Wohnung schon hast.
Ich kenne meinen Mietvertrag, ich habe 3 Monate Kündigungsfrist. Er zahlt seinen Anteil, die Hälfte der Miete und der Nebenkosten.
Weißt Du, ich bin da in einem moralischen Konflikt. Wir sind uns ja einig, dass Alkoholsucht eine Krankheit ist. Kann ich einen Alkoholkranken den ich als Mensch mag, es geht nicht mehr um eine Beziehung, die will ich nicht mehr und ich komme ganz gut mit meinem Leben zurecht, komplett abschreiben? Kann es mir egal sein ob er auf der Straße landet? Glaube mir, ich kenne mittlerweile alle Hilfseinrichtungen . Auf dem Papier sind die alle toll. Aber in der Praxis lassen sie dich alle im Stich. Ich habe kein Helfersyndrom und ich fühle mich auch nicht als co abhängig. Ich bin nicht abhängig von einer Person. Ich komme mit meinem Leben gut zurecht. Trotzdem habe ich ein Problem damit ihn auf die Straße zu setzen. Ich glaube nicht Ihn retten zu können. Aber soll ich ihn auf der Straße verrecken lassen?
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Er war schon so oft im Krankenhaus. Sein Leben stand schon mehrfach auf der Kippe. Er hat Leberzirrhose Stadium C, dazu immer wieder nierenversagen. Mehrfach diese Leber Hirn Störung, dass er ganz verwirrt war. Wie oft hatte ich Angst um ihn. Und wie oft hat er gesagt, jetzt trinkt er wirklich nicht mehr.
Das kenne ich nur zu gut.
Eigentlich könnte ich ihn ja einfach weiter heimlich trinken lassen, ändern kann ich es ja sowieso nicht. Aber diese Lügen verletzen mich so.
Ich bin jetzt seit 1 1/2 Monaten in meiner eigenen Wohnung. Er trinkt immer noch heimlich obwohl ich ihm schon mehrfach gesagt habe, dass er das nicht verheimlichen braucht. Er belügt damit nicht nur dich sondern in erster Linie sich.
Die Kinder und Du leiden unter diesem Zustand. So schwer es ist, aber denke an Eure Gesundheit.
Ich kann gerade nicht mehr schreiben, es ist so schrecklich zu erleben wie sich ein Mensch auf Raten umbringt.
Schau nach Dir und Deinen Kindern. Hast Du schon mal mit deinen Kindern gesprochen was es für eine Lösung für Euch geben könnte oder magst oder kannst Du das Thema nicht ansprechen?
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Heiligabend und gestern waren sehr schön und friedlich. Es gab leckeres Essen und gute Gespräche.
Heute mache ich mir einen richtig faulen Tag mit romantischen Filmen und genieße die Ruhe und das Alleinsein.
Habt noch einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag.
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Bei anderen Krankheiten muss man meist was einnehmen, Tabletten 💊. Bei unserer Krankheit müssen wir NUR was weglassen! Ich weiß, leichter gesagt als getan!
Das ist etwas was ich nur schwer verstehen kann. Xy ist wegen jedem Wehwechen zum Arzt und hat Tabletten eingenommen. Aber die Ursache seines schlimmen Gesundheitszustandes wegzulassen, den Alkohol, das geht nicht. Nach jeder Entgiftung ging es ihm körperlich viel besser und nach einer Woche wieder der Rückfall.
ist nicht so einfach wenn man Menschen die man vor den Kopf gestossen hat auch in der Zukunft noch in seinem Leben haben möchte.
Ich denke, dass er im nüchternen Zustand mit dieser Erkenntnis nicht klar kommt. Ich weiß nicht genau wie ich es ausdrücken soll. Emmi und Bono59 versteht ihr was ich dami meine?