Beiträge von wieweiter

    Gute Entscheidung, mit 57 steht Dir Das Leben noch offen. Ich bin 67 und starte neu durch. Versuch es jedenfalls. Erspar Dir die Erfahrung den oder die Partnerin in den Tod zu begleiten.

    Trennungen sind ein Teil des Lebens und nicht leicht. Aber es geht wieder weiter, vorwärts.

    Ich hab mir Deinen ersten Post nochmal durchgelesen. Ich weiß nicht wie alt Du bist, aber das Leben bietet noch soviel, wenn man es zulässt.

    Was ich als Partnerin eines Alkoholkranken am schlimmsten fand waren die Lügen. Und die lügen dir mit einer Unschuldsmiene ins Gesicht. Nach 7 Jahren Beziehung frage ich mich mittlerweile was echt war und was gelogen war. Ich weiß, dass ich damit aufhören muss, es zieht mich zuweit runter. Ich werde es nie erfahren.

    Kannst Du ihr vertrauen? Liebe braucht Vertrauen.

    Ich habe seine Mutter und seine Schwester immer informiert, wie es um ihn stand. Ich wollte, dass Sie die Wahrheit wissen und mir nicht hinterher Vorwürfe machen konnten, so nach dem Motto, warum hast Du nichts gesagt.

    Dazu kommt er sagt mir nix. Mit der Leber alles ok soweit.

    Mein XY sagte oft zu mir, ich kann Dir nicht alles sagen. Ich war dann immer sehr verzweifelt und malte mir alles Mögliche aus, Krebs und so weiter.

    Bei seinen Eltern soll ich eigentlich gar nix sagen.

    Das kannte ich auch. Weil er sich schämte.

    Eigentlich wusste ja sowieso jeder was Sache war und daher bin ich offen damit umgegangen.

    Mein Mann ist mittlerweile so krank, dass er einen Umzug gar nicht mehr schafft. Er hat auch keinen Lebensmut mehr, will am liebsten sterben. Da kann ich ihn nicht alleine lassen. Ich bin immer die Starke in unserer Beziehung gewesen

    Liebe Butterblume, so war es bei mir auch. Mein Partner war erst 58 Jahre alt als er letztendlich verstarb.

    Ich finde es ist sehr schwierig in dieser Situation einen Rat zu geben. Hast Du schon eine Pflegestufe beantragt? Ich habe es zu spät gemacht.

    er kann Hilfe finden nur nicht bei uns da wir selber gesund werden müssen.

    So leicht habe ich das nicht empfunden. Ich hatte versucht Hilfe beim sozialen Dienst der Klinik zu finden. Die Dame sagte mir sie sei nicht zuständig. Niemand war zuständig.

    Ich will mich mal wieder melden. Mein Leben könnte eigentlich nicht besser sein. Ich bin gesund, habe viele soziale Kontakte, meine Kinder und Enkelkinder und habe mich wieder in einem Fitnesstudio angemeldet.

    Ich hatte mir mein Leben zurück gewünscht, ich habe es wieder.

    Ich müsste glücklich sein, trotzdem weine ich jeden Tag um diesen sinnlosen Tod. Dann sage ich mir wieder, er ist erlöst, er hat keine Angst, keine Panik und keine Schmerzen mehr. Ich hatte den Eindruck, dass er das letzte Jahr keinen Lebenswillen mehr hatte und sich selbst aufgegeben hat.

    Ich hatte oft Angst, dass er Suizid begeht oder dass ihm unterwegs etwas passiert oder er eines Tages tot in der Wohnung liegt.

    Rückblickend war ich in einer ständigen Stresssituation. Langsam komme ich dazu mich mit mir selber auseinanderzusetzen. Das braucht Zeit.

    Ich wünsche Euch schöne Pfingsten,

    Wie Weiter, immer nach vorne

    Was bedeutet, wir sind total verliebt aber eine Zukunft kannst Du Dir nicht vorstellen?

    Das kenne ich auch. Ich war auch total verliebt in meinen XY obwohl mein Verstand mir schon sagte, dass es keine Zukunft hat.

    Das musst Du doch gerade alles gar nicht entscheiden. Nutz die kommenden Monate, um Dich mit Dir zu beschäftigen. Wer bist Du? Wer bist Du ohne diese Beziehung?

    Die Aussage von Lanananana finde ich sehr gut. Ich hätte es mir sehr gewünscht, wenn XY mal länger in einer Klinik gewesen wäre um mal wirklich Zeit zu haben mir selber klar zu werden, was ich wirklich will. Es ging immer alles Schlag auf Schlag und war nur am reagieren.

    Deiner ist jetzt erst einmal gut aufgehoben und Du kannst in Ruhe in Dich reinhören. Lass Dir die Zeit.

    Wenn er es wirklich schafft vom Alk wegzukommen und Eure Gefühle füreinander noch da sind, was spricht dagegen.

    Ich hatte heute einen richtigen Tiefpunkt. Ich wünsche mir, dass das bald vorbei geht.

    Ich habe schöne Kontakte zu netten Menschen, übernehme bald eine wichtige Funktion in einem Verein. Trotzdem weine ich jeden Tag über diesen sinnlosen Verlust eines Menschen, der es nicht geschafft hat von seiner Sucht los zu kommen. Soviel Leid.

    Finde aber auch man muss etwas optimistisch sein und im Leben nach vorne schauen und das beste aus seinem Leben machen, man hat nur das eine.

    Das fand ich auch besonders schlimm, dass mein xy an nichts Freude hatte. Die vielen verlorenen Tage und Wochenenden. Die Lebenszeit ist so kostbar aber wie macht man das jemand klar, der das nicht sehen kann oder will. Als die Erwerbsminderungsrente durch war, dachte ich, eine Sorge weniger. Für ihn war es aber auch eine Aufgabe weniger, womit er fertig werden musste.

    Ich kann und will Dir keinen Rat geben, ich kann nur sagen dass ich Dich gut verstehen kann und Dir wünsche eine für Dich richtige Entscheidung zu treffen.

    Liebe Lucky,

    Über das Verhalten des Betreuers bin ich gerade sehr schockiert. Das geht ja gar nicht. Ich hatte eine Generalvollmacht und konnte so den Antrag auf Pflegestufe selbst stellen. Anhand der Arztberichte bekam mein XY ohne persönliche Begutachtung die drei. Da war es aber schon zu spät.

    Das alles hilft Dir aber leider nichts. Ich kann mir gut vorstellen, wie es Dir geht.

    Der Betreuer müßte sich eine Lösung einfallen lassen, dein Freund sollte in die Wohnung und dort unterstützt werden mit häuslicher Pflege die z.B. auch auf die Medikamenteneinnahme achtet.

    So sehe ich das auch.

    Ich war schon zwei mal verheiratet. Zwei Scheidungen.. Er ist mein dritter Anlauf. Und ich merke einfach, perfekt ist es nie. Aber es passt hier einfach fast alles. Und wir haben uns bisher gegenseitig immer soo gut getan. Ich hoffe einfach , dass wird auch wieder mal so.
    Aber ich weiß, ich würde an seiner Seite nicht kaputt gehen. Vorher würde ich gehen. Hab ich immer.. und ich hole mir Hilfe. Das hier tut mir auch gut. Gedanken einfach mitteilen.

    Liebe Schokokeks,

    Das war 1 zu 1 ich. Ich dachte auch, diesmal muss es funktionieren. Und warum soll ein Starker nicht für einen Schwachen da sein. Dass der Schwache dadurch immer mehr Verantwortung an den Starken abgibt, das war mir so nicht bewusst.

    Einen krebskranken Partner lässt man ja auch nicht im Stich. Aber ein Alkoholkranker hätte die Möglichkeit seine Krankheit zu stoppen. Wenn er nicht schon zu geschädigt ist.

    Dann wir es richtig schlimm. Illusion und Realität. Diesen Konflikt trage ich immer noch aus, jetzt in der Trauerverarbeitung.

    Geh den für Dich richtigen Weg.

    Oder ich habe schlimme Dinge zu ihm gesagt. Das war so entwürdigend. Einmal für mich aber auch für ihn.

    Ich war so verzweifelt und hab alles probiert. Im Guten wie im Schlechten. Nichts hatte Erfolg. Heute tut mir soviel Leid und gleichzeitig weiß ich, dass es nicht in meiner Macht stand ihn zu retten. Trotzdem schäme ich mich für einiges was ich ihm sagte. Ich denke er wusste wie es um ihn stand und er konnte das nicht aushalten. Der einzige Weg war sich zu betäuben. Ein passiver Suizid. Einen aktiven hätte er nicht gekonnt. So sehe ich das heute.

    So viele Bilder auf denen er irgendwo liegt und schläft.

    Liebe Minna,

    Wenn ich das letzte Jahr Revue passieren lasse, war es bei mir genauso. Es gab ganze 2 schöne Erlebnisse. Der Rest war ein Dahinvegetieren auf der Couch oder im Bett. Trotzdem habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben obwohl ich wusste, dass sein Körper das nicht mehr lange mitmachen würde. Du bist noch so jung, Du hast noch ein lebenswertes Leben vor Dir.

    Viel Kraft

    Ich kenne das, die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Du hoffst immer noch, daß sich was zum Guten wendet. Glaubst Du das wirklich? Oder willst Du das glauben?

    Ich war traurig, dann wütend, dann wieder traurig.

    Ihm scheint es doch gut zu gehen, er macht Party. Und Du leidest. Ist das ok?

    Heute habe ich meine Vorgängerin getroffen. Sie war 15 Jahre mit meinem XY zusammen und hat sich wegen seiner Sucht getrennt. Wir haben 4 Stunden gequatscht, es tat gut. Wir haben gelacht und geweint. Und wir waren zusammen an seinem Grab.

    Mein unmittelbarer Chef wusste Bescheid über meinen XY. Ich bin damit offen umgegangen. Er war mir eine wertvolle Hilfe in Krisensituationen und dafür bin ich ihm ewig dankbar. Was die anderen gesagt oder gelästert haben war und ist mir egal.