Beiträge von Zwieback
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Du kannst auch Hartmut zu mir sagen.


Ich hatte gerade, irgendwie, automatisch Hartmut gelesen, und musste erst mal auf meinem Handy zurück scrollen…… 😁
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Für mich liest sich das beängstigend, schlimmer wie “ nur” ein Rückfall. @Seppel, lass dir bitte helfen 😪🙏🏻
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Hallo Absti, darf ich mal fragen, wie alt du bist? du musst nicht genau antworten, also zwischen 30 und 35 zwischen 50 und 55 oder so würde mir schon genügen. Ich frage aus folgenden Grund.: In meinen früheren Jahren wollte ich oft mit dem Rauchen und saufen aufhören. Aber jedes Mal kam dieser Gedanke: „Du bist noch jung, das gehört doch dazu. Das ist die Zeit zum Feiern.“ Und genau mit diesem Gedanken habe ich jeden Rückfall immer wieder für mich geschmückt und gerechtfertigt – weil ich dachte, Vernunft kann noch warten.
hast du auch ähnliche Gedanken
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Dieses Forum ist wirklich ganz große Schule 🏫
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Ich werde immer mal, wenn mir danach ist, hier aktiv sein.
Hallo Peter, herzlich willkommen. Für mich hört sich das etwas nach auf die leichte Schulter nehmen an. So, wenn ich trocken werde, ist gut wenn nicht, ist auch gut. Also ich bin nun seit eineinhalb Jahren durch dieses Forum trocken, muss aber auch dazu sagen, dass ich jeden Tag hier lese, einmal weil es mir Freude bereitet, dass meine Trockenheit tagtäglich dadurch gesichert wird und zum zweiten weil ich unheimlich Schiss habe, wieder dorthin zu gelangen, wo ich herkomme.
alles Gute Zwieback -
Hallo DTT,
Ich habe vor ein paar Tagen etwas auf meinem Handy geschrieben, hab es aber dann doch nicht gesendet, weil ich irgendwo mal gelesen hatte das Alkoholiker nach Möglichkeit nicht bei den Co‘s schreiben sollen.
Nun habe ich den Text noch mal aus meinem Handy hervor,gekramt und füge es hier ein:Ich weiß, dass das alles gerade echt hart und traurig ist. Aber irgendwie glaube ich trotzdem, dass selbst solche Phasen auch etwas Gutes haben können. Manchmal braucht es so einen Tiefpunkt, damit man merkt, dass man keine halben Sachen mehr will, sondern endlich konsequent seinen eigenen Weg geht. Nach jeder Steigung kommt auch wieder ein Gefälle (hatte mein Vater immer gesagt😉)– und vielleicht waren die letzten Tage genau das, was es gebraucht hat, damit du jetzt wirklich etwas in deinem Leben veränderst und neu anfängst.
alles Gute🍀
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Lieber Chewie, mein ❤️ bekommst du dafür das du deine Abstinenz ernst nimmst und weiter machen möchtest, nicht dafür das du das für andere machst😉
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Und genau deshalb rate ich dir, weiterhin hier im Forum aktiv zu bleiben.
Zu verlieren hast du gar nichts, aber sehr viel zu gewinnen.
Noch einmal zum Thema alkoholisiertes Arbeiten: Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich Arbeiten doppelt und dreifach machen musste, nur weil ich mit einem besoffenen Kopf irgendetwas vergessen oder falsch gemacht habe. Sehr oft habe ich schneller getrunken, als ich arbeiten konnte, was zur Folge hatte, dass ich sehr aggressiv wurde und Gegenstände kaputt gemacht habe. Im Nachhinein habe ich oft Gegenstände angeschrien, weil das, was ich gemacht hatte, nicht geklappt hat oder nicht schnell genug ging.
Bleib auf jeden Fall weiterhin hier dran.
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Gelesen habe ich von fehlender Struktur. Ich hatte sehr wohl eine Struktur. Die bestand aus Arbeit, Danach Arbeit. Leider hatte der alkohol dabei auch seinen festen Platz gefunden...
Hallo gismo,
herzlich willkommen hier im Forum.
Du schreibst, dass du viel gearbeitet und dabei viel getrunken hast – das kenne ich wirklich sehr, sehr gut. Arbeiten um zu Saufen und Saufen um zu Arbeiten: eine vermeintlich tolle Kombination.
Wenn ich etwas erledigen musste, worauf ich keine Lust hatte, habe ich es mir einfach schön gesoffen und dann durchgezogen. Es musste ja erledigt werden. War es eine schöne Arbeit, habe ich dabei auch viel getrunken – die schöne Arbeit musste ja gefeiert werden,Und wenn gerade nichts zu tun war, habe ich mir neue Arbeit gesucht. Natürlich um dabei wieder zu saufen. 😉
Nach getaner Arbeit stand ich dann oft betrunken vor meiner Frau. Wenn sie mich beschimpft hat, habe ich ihr stolz erklärt, was ich doch alles geleistet habe….
Heute arbeite ich immer noch viel, aber ich bin trocken. Und die gleiche Arbeit gelingt mir jetzt deutlich besser: mit klarem Kopf und mit gutem Gewissen. Trinken tue ich dabei auch, Kaffee oder Cola-Zero 😋
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Die Fassade fällt, gefällt aber nicht jedem in meinem Umfeld, ich sage wieder was ich denke.
Die Marionetten-Funktion schmilzt langsam vor sich hin und das wahre “Ich“ (DU) kommt nach und nach zum Vorschein, so soll es sein👍
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Sucht bedeutet, alles für eine Sache aufgeben, Heilung heißt eine Sache für alles aufgeben.
Screenshot ➡️ und ab in den Ordner mit den wichtigen Unterlagen 😘
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Auch von mir alles Gute🍀
Ist es nicht schön, richtige Entscheidungen zu treffen? 😊
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Hallo Soapstar
ich finde das, was du in deinem Beitrag geschrieben hast, richtig und sehr wichtig.
Ich bin selbst noch Neuling. Als ich hier ins Forum gekommen bin, waren mir gedanklich andere Neulinge viel näher – Menschen, die erst ein, zwei Jahre oder sogar nur wenige Monate trocken sind. Mit jemandem, der seit 15 oder 20 Jahren trocken lebt, konnte ich mich am Anfang kaum identifizieren, weil mir das einfach noch so weit weg erschien.
Hartmut hat schon mehrmals geschrieben, dass ein Rückfall schleichend beginnt, viel früher, als man selbst glaubt. Genau das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Für mich ist das wie ein Fass: Es tropft und tropft und tropft. Das Überlaufen des Fasses ist dann der Rückfall. Aber begonnen hat es schon viel früher, zu Tropfen.
Und genau da liegt aus meiner Sicht der entscheidende Punkt: Wenn man merkt, dass es anfängt zu tropfen, sollte man hier im Forum darüber schreiben, sich Rat holen und besonders vorsichtig sein. Eigentlich kennt man die Konsequenzen vom Saufen , aber die Sucht erzählt einem in solchen Momenten eine ganz andere Geschichte.
Deshalb ist es so wichtig, früh hinzuschauen und nicht erst dann, wenn das Fass schon fast voll ist.
Lg Zwieback
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Hallo Schmidtty, bei mir war es früher ähnlich mit meiner Mutter, ich rufe sie an, aus Respekt. Wir plaudern schön über dies und das und ganz langsam fängt sie dann mit irgendwelchen vergleichen an, was der und der geschafft hat und bei mir hätte besser laufen können oder die Kinder von dem und dem und meine Kinder und so weiter….
Ich habe ihr dann irgendwann gesagt, Mama, hör mal, wir können uns wunderbar über alles unterhalten, aber bitte hör auf mich oder meine Kinder mit irgendjemand zu vergleichen. Ich mag das nicht! egal wer was gemacht hat. Ich rufe dich nicht an, um mir solche Vergleiche anzuhören…..
Das habe ich in einem etwas strengeren Ton zu ihr gesagt und anscheinend hat sie es verstanden. Wenn ich sie nun hin und wieder anrufe, muss ich mir zumindest keine Vergleiche mehr anhören. Lg
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Damals hatte ich das Nichtraucherbuch von ihm gelesen – und tatsächlich hat es funktioniert. Ich habe über vier Jahre lang nicht geraucht. Irgendwann kam dann dieser eine Gedanke: Ach, eine Zigarette kannst du dir ruhig mal wieder gönnen , das ist doch nichts Schlimmes. Genau dieser Moment war der Anfang vom Ende. Danach habe ich wieder ungefähr zehn Jahre geraucht, trotz all dem, was ich aus dem Buch übers Aufhören wusste.
Auch das Buch über den Alkoholkonsum von Allen C. habe ich gelesen. Ehrlich gesagt hat es mir nicht wirklich geholfen. Statt etwas zu verändern oder mir Kraft zu geben, hatte es eher den gegenteiligen Effekt: Während ich getrunken habe, fühlte ich mich wegen dessen, was ich gelesen hatte, einfach nur schlecht und schuldig. Mehr bewirkt hat es leider nicht.
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Allen Carr hat diesen Vergleich in einem seiner Nichtraucher-Bücher verwendet: Sucht ist wie Schuhe, die viel zu klein sind. Man hat eigentlich Schuhgröße 42, zwingt sich aber immer wieder in Größe 39. Das ist schmerzhaft und anstrengend – und doch freut man sich anschließend darüber, wie gut es sich anfühlt, die Schuhe wieder auszuziehen. Diese Erleichterung wird fälschlich für Genuss gehalten, obwohl sie nur das Ende eines selbst verursachten Leids ist.
Übertragen auf meine Trockenheit bedeutet das für mich: Diese Schuhe existieren noch. Sie sind Teil meiner Geschichte, aber nicht mehr Teil meines Alltags. Ich habe sie weggelegt. Nicht, weil ich sie irgendwann wieder anziehen will, sondern weil ich gelernt habe, dass ich keinen Schmerz mehr brauche, um mich erleichtert zu fühlen. Ich bleibe nüchtern, weil Schuhe, die passen, kein Ausziehen brauchen, um sich gut anzufühlen.🤩
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Hallo Abstinenzler,
ich schreibe oft hier, weil ich zwischen deiner Vergangenheit und meiner eigenen viele Parallelen sehe und mich gut in deine Situation hineinfühlen kann.
Zunächst möchte ich etwas erzählen: Als ich vor anderthalb Jahren komplett mit dem Alkohol aufgehört habe, waren da viele schöne und zuversichtliche Gedanken in meinem Kopf – aber auch eine ganz bestimmte Angst. Eine Angst, die sich so anfühlte, als würde ich mich von meinem Kind verabschieden und es nie wiedersehen.
Nach und nach habe ich verstanden, dass das nichts anderes als das dumme Gelaber der Sucht war, die mich zu solchen Gedanken gezwungen hat. Mit der Zeit – wenn man wirklich begreift, was Alkoholismus bedeutet und sich wirklich trocken fühlt – merkt man erst, was für ein absoluter Bullshit das war. Diese Vorstellung von endgültigem Abschied, Schmerz, Trauer und all dem.
Heute ist, so wie ich denke, dein erster nüchterner Jahreswechsel seit langem. Halte dich von Alkohol fern und von allem anderen, was dich in irgendeiner Form verleiten, triggern oder sonst irgendwie runterziehen könnte.
Und morgen ist der 1. Januar. Der erste nüchterne 1. Januar. Ein Tag, an dem du nicht denkst, dass dir gleich der Schädel wegfliegt, und an dem du nicht versuchst, dich verzweifelt zu erinnern, was am Vortag passiert ist oder ob du irgendetwas Peinliches gemacht hast.
Stattdessen ist es ein Tag, an dem du einfach an die frische Luft gehst, tief durchatmest und stolz auf dich sein kannst. Ein Tag, an dem du Freiheit spürst. Dieses typische „1.-Januar-Gefühl“, das sich über all die Jahre eingebrannt hat, löst sich plötzlich auf – und man merkt, dass sich wirklich etwas verändert hat.
So war es zumindest bei mir.
Ich wünsche dir und allen anderen hier im Forum einen guten Rutsch ins neue Jahr. 🍀