Chewie - Nüchtern sein ist nicht das Ende. Es ist der Anfang

  • Das hört sich gut an, Chewie

    Doch der größte fehler den ich gemacht habe war dass ich mich nicht mehr um meine abstinentz gekümmert habe und die Trockenarbeit links liegen gelassen habe.

    Deine Abstinenz war Mittel zum Zweck, der Zweck, Ehe und Familie zu retten.
    Andersrum wird ein Schuh draus, die Stabilisierung der Anstinenz ist Prio 1, der Rest ergibt sich nach den Möglichkeiten, so war es jedenfalls bei mir.

    Egal was kommt oder nicht kommt, Alkohol ist keine Option.
    Lass dir Zeit und konzentriere dich auf die Stabilisierung deine Abstinenz, Tag für Tag.
    Die Aufarbeitung deiner Vergangenheit und des Rückfalls läuft dir nicht weg.
    Wenn du hier am Ball bleibst, machst du schon viel richtig.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Lieber Chewie, mein ❤️ bekommst du dafür das du deine Abstinenz ernst nimmst und weiter machen möchtest, nicht dafür das du das für andere machst😉

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Diesmal will ich für mich Trocken werden, es ist mir erstmal Egal was mich in der zukunft erwartet nur Alkohol wird es nicht sein,denn egal was kommt Saufen bringt mich nicht weiter im Leben sondern Zieht mich runter.

    Ich will endlich Leben ohne mich nach den Gift zu richten,alles andere wird schon mit der Zeit . Danke Nayouk24 !

    War heute noch in der Innenstadt,da ich was aus der Drogerie brauchte, beim anblick der trinkenden Obdachlosen dachte ich mir "will ich so irgendwann mal Enden"? nein sicherlich nicht ich möchte selbst über mein Leben bestimmen,ich will und werde nicht mehr zulassen dass der Alk mein Leben und mein Alltag bestimmt.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Hallo Chewie,

    Das hört sich doch gut an!

    Ich verstehe dich, die dunklen Tage haben mir dieses Jahr ganz besonders zu schaffen gemacht. Musste auch nicken, als ich das über die Trockenarbeit gelesen habe. Mir ging es ähnlich, war 1,5 Jahre abstinent und hab es alles nicht mehr ernst genommen! Jetzt bin ich hoffentlich schlauer.

  • Hallo Foaly88 danke habe mir gerade deinen Faden Durchgelesen da es für mich natürlich interessant ist wie andere mit ihren Rückfall umgehen.

    Jetzt bin ich hoffentlich schlauer.

    Ich bin durch meinen Rückfall nicht schlauer,ich bin/will wachsamer sein. Nach selbstmitleid kam Wut und dann die erkenntniss endlich meinen Arsch hoch zu bekommen und vom Alk wegzukommen.

    Ich will es jetzt schaffen,ich will keinen Nebel mehr in meinem Kopf.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Morgenrot 12. Februar 2026 um 11:11

    Hat den Titel des Themas von „Chewie - Alkoholiker“ zu „Chewie - Nüchtern sein ist nicht das Ende. Es ist der Anfang“ geändert.
  • Heute hab ich erstmal endlich eine neue Deckenleuchte für die Küche geholt und auch gleich dran gemacht, die alte war total hässlich die hab ich irgeendwann mal im suff gekauft,musste ja irgendwas mit nach hause bringen damit ich sagen konnte ich hab die lampe gekauft aber in wirklichkeit musst ich meine Sucht stillen.

    War auch noch Einkaufen,dannach bin zum Sport und in die Sauna.

    Es fällt mir erstaunlich leicht gerade ich habe auch heute nicht an Alk gedacht und verspüre auch kein suchtdruck.Doch ich bin auf der Hut denn ich weis ja wie schnell sich die Dinge ändern können.

    So jetzt werden die Füße erstmal hochgelegt hab mich ganz schön fertig gemacht im Fittnessstudio:)

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Hallo musste heute noch mal ein paar Kleinigkeiten einkaufen,inklusive einen kleinen Blumenstrauß für meine Frau zum Valentinstag(hat sich auch gefreut).

    An der Kasse habe ich nach den bezahlen von der Mitarbeiterin eine kleine Flasche Wein bekommen. Ich habe freundlich zu ihr gesagt "nein vielen Dank aber bei uns trinkt keiner Alkohol." Sie hat etwas komisch geschaut und die Flasche wieder zurückgelegt. Für mich war es irgendwie ein sehr gutes Gefühl nicht das ich stolz auf mich war aber ein gutes befreiendes Gefühl.

    Beim Sport war ich heute auch wieder,generell fühle ich mich sehr gut.

    Lg

    Chewie

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Guten Abend zusammen, heute als ich von der Arbeit nach Hause gefahren bin hat sich mein suchthirn (oder doch meine suchtstimme) das erste Mal wieder gemeldet,da ich ja meistens nach der Arbeit angehalten habe um mir Bier zu besorgen ,hab ich kurz darüber nachgedacht wie schön das jetzt wäre

    Habe den Gedanken aber sofort abgeblockt und an der nächsten roten Ampel einen halben Liter Wasser getrunken,was ich jetzt immer dabei habe,danach war der Gedanke schnell wieder weg.

    Ich versuche gerade den Gedanken einzuordnen,da ich nicht sicher war ob es nun mein suchthirn oder meine suchtstimme war.

    Kann mir jemand bitte nochmal den unterschied zwischen suchthirn und suchtstimme erklären?

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Kann mir jemand bitte nochmal den unterschied zwischen suchthirn und suchtstimme erklären?

    Das Suchthirn kann Dir z. B. auch nonverbal "Ideen" in den Kopf pflanzen. Es kann aber auch direkt mit der Suchtstimme sprechen.

    Zumindest am Anfang. Je öfters Du gleich dagegen gehst, je schneller wird es weniger.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Habe den Gedanken aber sofort abgeblockt und an der nächsten roten Ampel einen halben Liter Wasser getrunken,was ich jetzt immer dabei habe,danach war der Gedanke schnell wieder weg.

    Super reagiert.

    Kann mir jemand bitte nochmal den unterschied zwischen suchthirn und suchtstimme erklären?

    Das Suchthirn ist der körperlich umgebaute Teil im Kopf, der nach Alkohol verlangt. Die Suchtstimme ist der innere Dialog – dieses ‚Soll ich jetzt wieder saufen oder nicht?. Also wie beim Laptop. Die Hardware will Stoff, die Software liefert die Begründungen..;)

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Danke Hartmut für die Erklärung ,jetzt kann ich es einordnen beides hat sich bei mir gemeldet.

    Das Suchthirn "Halt an hier kannst du Bier Kaufen"

    Die Suchtstimme "Wie schön das jetzt wäre"

    gar nicht mal so leicht zu verstehen/erkennen wer jetzt was will,werde mich aber auf gar kein fall mehr verführen lassen,den gedanken einfach abgeblockt und gleich nein zu sagen funktioniert gut. ich glaube ich habe vor meinen Rückfall viel zu viel diskutiert und mich verwirren lassen.

    Abstinent seit 01.02.2026

    "Nein" ist ein vollständiger Satz.

  • Moin,

    Ich kann dir nur empfehlen, mal mit der Diakonie Kontakt aufzunehmen. Die habe. Suchtberatungsstellen. Ich selbst war da jetzt 12 mal in den letzten 1,5 Jahren. Dort geht es nicht so sehr um Austausch und so, es sind reine Einzelgespräche. Über dein Leben, die Situationen und auch deine aktuellen Lebensverhältnisse. Außenstehende sehen das viel sachlicher und neutraler.

    Es wird auch nicht nach DER Ursache gesucht, sondern dich zu einer gewissen Stabilität gebracht. Du merkst recht schnell, dass du die Zügel in der Hand hast. Sie wird nichts aufgedrückt oder ne stationäre Behandlung ausgesprochen. Su allein darfst alles bestimmen, was auch für dich das richtige ist jeder geht seinen Weg..manche beschäftigen sich gar nicht mit dem Thema, andere, so wie ich, viel zu viel und reflektieren die Dinge und Auslöser. Du hast es ja immer wieder selber geschafft, über eine längere Zeit hinweg. Ziel ist es ja, dass du das ganze als Gewinn betrachtest, nicht als Aufgabe.

    So habe ich für mich gelernt, dass ich auch nach Jahren wieder angefangen habe, mit so ne Art "Freifahrtschein" im Kopf auszustellen. Also es wird der Tag kommen, wenn er mir passt, da wird es mal an einem Abend doch nicht so schlimm sein. Danach lasse ich es wieder. Dieses Denkmuster schlummert dann Tage, Wochen, Monate bis sogar Jahre. Ich weiß heute, dass ich diese Tage oder diesen Tag NICHT mehr erleben MÖCHTE. Meine Fahrkarte ist gestempelt und ungültig. Das verschafft mir Erleichterung, weil ich nicht auf diesen ungewissen Tag hinsteuer. Und dann wird es auch (hoffentlich) niemals eine Situation gebe, wo ich denke: ah, jetzt die Fahrkarte.

    Ich sehe die Abstinenz nicht als Hürde, Lebensaufgabe oder sowas an, das belastet nur. Ich trinke halt einfach nicht. Punkt


    Nicht mehr und nicht weniger. Ich verpasse nichts, ich brauche nichts. Alles ist bestens ohne. Dass es mal Gefühlsphasen gibt, wo man schreit und am liebsten auch benebeln würde mag es zwar geben, aber du hast irgendwann wieder ein Fundament und weißt, dass es nichts gutes bringt. Zeig dir vor Augen, wie der nächste Tag wird. Denke an die Biere, die du dir reinorgelst, alles ist super. Und dann?

    Die Gefühle am Morgen, der Blick in den Spiegel, der Einsatz beim Sport ... All das bleibt, aufgegeben für was?


    Und was ich auch empfehlen kann, was du ja auch selber sagtest: Psychiater suchen. Wird nämlich wirklich lange dauern, daher dran bleiben. Die helfen auch ungemein.

    Ob Therapie, SHG, Forum usw. Unterm Strich musst du dich damit auseinanderaetzen, deinen persönlichen Umgang und Weg finden.

    Spätestens wenn du es als Belohnung und Genugtuung verspürst, nüchtern zu sein, dann hast du es für dich gefunden. Kein Zwang, kein Verzicht, kein Durchhalten für irgendwen oder für irgendwas. Nur reiner Genuss am Leben ohne Alkohol

  • Hallo Chewie,


    ich habe auch mit Wasser gut dagegenhalten können immer.

    Und zu deiner Frage: Aus meiner Sicht ist das doch egal, ob „-Stimme“ oder „-Hirn“ - es ist die Sucht in dir, das zu wissen genügt doch.

    Viele Grüße und weiterhin alles Gute hier im Austausch und mit deiner Abstinenz.

    Thalia

  • Also muss ich auch auf meine Körpersprache achten

    Mache es nicht so kompliziert.
    Was die Suchtstimme spricht muss ja irgendwo herkommen, es kommt vom Suchthirn.
    Was du vermeintlich denkst bzw. hörst, ist die Suchtstimme.

    Viel wichtiger ist, dass du die Stimme oder die Gedanken als Stimme des Suchthirns erkennst, denn erst dann kannst du richtig handeln.
    Beispiel:
    Ich wollte mal auf einen Veranstaltung mit Vorträgen, war mir aber unsicher, ob das wirklich interessant ist und es war mir zu der Zeit noch unangenehm, da Alkohol ausgeschenkt wurde. Dann kam die Stimme, "komm, ist bestimmt interessant, das wolltest du doch schon immer wissen und du triffst auch Leute da" usw.

    Je mehr ich drüber nachdachte, kam ich zu dem Entschluss, das die Vortragsinhalte nicht so interessant sind, wie ich dachte und die Stimme wurde immer lauter, " du kannst dich doch nicht immer vergraben, jetzt nutze die Gelegenheit, du wirst sehen, dass du etwas neues lernst....",
    bis ich dahinterkam, dass nicht ich dahin wollte, sondern mein Suchthirn, weil es da eine Gelegenheit gab an Alkohol zu kommen.

    Ich bin nicht gegangen und seit dem höre ich genau hin, ob ich das will oder mein Suchthirn.
    Wenn ich zu dem Entschluss komme, dass ich dort hin will und nicht mein Suchthirn, kann es aber trotzdem ein Risiko sein. Das ist dann wieder etwas anderes.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Guten Abend zusammen, heute als ich von der Arbeit nach Hause gefahren bin hat sich mein suchthirn (oder doch meine suchtstimme) das erste Mal wieder gemeldet,da ich ja meistens nach der Arbeit angehalten habe um mir Bier zu besorgen ,hab ich kurz darüber nachgedacht wie schön das jetzt wäre

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Mir gingen früher auf dem Heimweg ähnliche Gedanken durch den Kopf.

    Es dauert seine Zeit, bis man alte Gewohnheiten ablegt. Ich habe sie mit einem heissen Kakao oder einem Cappuchino überschrieben.

    Bleibe geduldig mit Dir und steuere bewusst gegen solche Gedanken. Alles dauert seine Zeit, Chewie!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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