Eventuell kommt ein Überraschungsgast.
Ui- ich liebe Überraschungen!
Eventuell kommt ein Überraschungsgast.
Ui- ich liebe Überraschungen!
Mit der Abstinenz ist es ein bisschen wie mit einer neuen Liebe. Erst mal ist man euphorisch und alles toll und dann kommt eine gewisse Ernüchterung. Das Leben wird wieder normaler.
Du sagst du hast auf ganz viel verzichtet für die Nüchternheit. Klar verliert man Menschen mit denen Alkohol das Schmiermittel war und auch die Zeit die man besoffen und verkatert verbracht hat will jetzt neu gefüllt werden.
Aber ist das nicht auch eine tolle Chance?
Ich lese heraus, dass du ähnlich wie ich auf der Suche nach aufregenden Erlebnissen bist. Klar, früher im Suff war es leicht vermeintliche Abenteuer zu erleben- unzählige Anekdoten erzählen davon.
Aber das Gefühl im Morgengrauen durch einen eiskalten dampfenden See zu schwimmen, alleine mit der Hängematte im Wald zu schlafen oder auf einem hohen Berggipfel zu stehen sind Dinge die nur nüchtern gehen und Nachhaltig etwas bewegen.
Das waren meine Beispiele, aber vielleicht findest du für dich ganz persönlich ein Mikroabenteuer, das dir den Kick verschafft, den du früher im Alkohol gesucht hast. Probier es aus!
Vergleichen ist schlimm- das kenne ich von mir selbst. Ihr macht das schon richtig und im Grunde hat man es doch nicht so in der Hand was letztendlich mit dem eigenen Kind wird, auch wenn einem da oft (unterbewusst) Schuldgefühle überfallen.
Ihr hab als Eltern gegeben was ihr konntet. Was er daraus macht liegt in seiner Erwachsenen Hand.
Dass diese Sorgen einen dennoch schier verzweifeln lassen ist klar. Deshalb: Jede Hilfe holen die es für euch gibt und Räume schaffen in denen ihr Abschalten könnt (Sport, Tanzen, Musik, ein Krimi, eine Wanderung, ein Rätsel, Sauna mit der Freundin, kuscheln mit Tieren, Gartenarbeit, ein Kaffeekränzchen- was weiß ich).
Ihr könnt ohne schlechtes Gewissen Auszeiten von eurer Sorge nehmen- vielleicht sogar mit festgelegte Fristen, nach dem Motto ‚jetzt nehme ich mir bewusst 20min frei von der Sorge und mache was ganz anderes‘.
Alles Gute!
Was du von deinem Mann beschreibst, klingt alles andere als nach einem guten Partner.
Er beschimpft und bedroht dich und deine Kinder. Er prügelt sich in einer Table Dance Bar (???), ja und er trinkt.
Was erwartest du? Dass diese Heilpraktikerin ihn hypnotisiert und danach mutiert er zum Lamm? Er ist doch nicht erst seit gestern so.
Bald ist der jüngste aus dem Haus und dann lebst du mit diesem Exemplar alleine!!!
Stell dir mal die Alternative vor: Eine Wohnung für dich, Freundinnen kommen zu Besuch, keiner schimpft und zetert, der Tagesablauf ganz nach deinen Bedürfnissen.
Wie fühlt sich so ein Gedanke an?
Ich kann dich gut verstehen! Seid froh dass ihr zu zweit in dieser Sorge seid und einer Meinung mit dem Abstand. Sprecht weiter miteinander und mit Profis aber haltet den Abstand bei - so falsch sich das auch manchmal anfühlt. Ihr könnt im Moment nichts für ihn tun- nur für euch!
Denke das Kopfkino ein mal - am besten in Begleitung - zu Ende. Was wäre das schlimmste und was machst du dann um da durch zu kommen? Wenn das alles zu Ende gedacht ist, packst du es innerlich in eine Kiste und verschließt sie.
Ich hab auch so eine Kiste und ja, manchmal springt sie auf und überflutet mich mit Verzweiflung, aber sie ist oft auch zu- vor allem nachts.
Vielleicht hilft es dir/euch.
Alles Gute!
Sprich unbedingt mit deinen Eltern. Er hat sie ja bereits ins Boot geholt. Falls er wieder rückfällig wird, muss alles vorbereitet sein. Kannst du zur Not mit dem Baby zu ihnen? Hast du einen Plan B wer dich zur Geburt begleitet, falls er besoffen ist?
Vielleicht muss es im Zweifel schnell gehen. Weitere Chance hin oder her- sichere euch zusätzlich ab (dich und das Baby).
Genau, dass mit dem lassen fühlt sich nur ohne den Alkohol nicht mehr berechtigt und faire an
Warum hat sie nicht den Kontakt gesucht? Und warum labert sie dich gegen deinen ausdrücklichen Wunsch mit oberflächlichem Mist voll, wenn sie eigentlich genau weiß was zu sagen wäre. Nämlich ‚liebes Kind, es tut mir schrecklich leid, dass ich dir nicht die Mutter sein konnte, die du gebraucht und verdient hättest. Ich würde mich sehr freuen von dir zu hören, wie es dir geht und wie es dir in den Jahren ergangen ist.‘
Ist das denn fair? Mütter können auch ohne Alkohol so unerträglich sein, dass man sehr wohl das Recht hat, keinen Kontakt zu ihnen zu suchen. Dass das total schwer ist, weiß ich sehr genau, denn ich rede hier groß daher und lasse mich regelmäßig von meiner Mutter in den Senkel stellen.
Theoretisch weiß ich es besser. Ich hoffe du findest einen Weg der dir gut tut- und nur das zählt!
Geht mir auch so Linde66 , aber ich freu mich auf Welpenfotos falls möglich.
Bis jetzt bleibt er doch genau in dem Schema, das du vorhergesagt hast- erst Selfies, dann denkt er er zieht voll durch (da isser wohl gerade) und dann erneuter Absturz. Auf keinen Fall würde ich jetzt schwach werden. Bleib bitte bei dir und versuche dich abzulenken. Übrigens ließ mich die Sache mit dem Tierheim ein wenig aufhorchen- du hilfst also echt gerne. Aber die Tiere dort haben es verdient und die Hilfe ist gut investiert- besser als bei diesem Kerl.
Also: Stark bleiben und weiter Abstand, Abstand, Abstand.
Bei mir weiß es auch nur ein enger Kreis. Am Anfang hab ich noch umständlich irgendwelche Erklärungen für mein nicht Trinken bei irgendwelchen Anlässen gegeben und dann gemerkt: Je selbstverständlicher es für mich wird zu sagen ‚nein Danke ich trinke keinen Alkohol‘ desto weniger ist man überrascht. Nach einer Begründung wird nur ganz selten gefragt. Einmal wurde ich gefragt ‚warum trinkst du eigentlich keinen Alkohol?‘
Meine Antwort ‚warum trinkst du welchen‘. Die Person lachte und sagte ‚hast eigentlich recht‘ und das Thema war vom Tisch.
Geht mir ähnlich. Apfelschorle trinke ich nicht mehr weil es mich an Apfelwein erinnert, aber ich wühle nicht in jeder Zutatenliste ob nicht doch irgendwo 0.1% Alkohol versteckt ist. Wenn es nicht danach riecht, schmeckt oder sonst wie Assoziationen hervorruft ist doch alles gut.
Gut ist, dass ich Alkohol in Süßspeisen eh nie gemocht habe- weder schnapspralinen noch Tiramisu mochte ich- also muss ich damit nicht anfangen.
auf dem Klo sitze das er mich vermisst 😂😂
Jetzt hast du mich zum lauten Lachen gebracht- Knaller! Und das mit der Exfrau klingt auch echt beknackt. Nimm es so: Verlieben klappt noch, also alles in Ordnung mit dir und der Typ findet bestimmt auch eine, die beim Stuhlgang romantische WhatsApps mit ihm tauscht.
Auf die Freiheit!
er engt mich zwar ein bisschen ein da er mir 10x am Tag sagt das er mich liebt ) aber davon geht ja kein Verliebtsein weg.
Um Gottes Willen, doch! Genau davon geht verliebt sein weg…
es gab nie ein klärendes Gespräch.
Wenn ich eins in meiner langen Historie aus Trennungen gelernt habe, dann ist das: Kein klärendes Gespräch. Das bringt Nix. Was erwartest du dir? Absolution? Nächste Runde?
Ja man kann verschossen sein und plötzlich merken, dass das nur heiße Luft war- völlig normaler Vorgang. Und nein, das ist kein Zeichen, dass man zum Ex zurück muss, den man aus sehr guten Gründen verlassen hat.
Es ist nicht wie im Film ‚Herr x oder Herr y‘- es geht auch weder x noch y und das scheint gerade Phase bei dir zu sein -
und das ist doch auch völlig ok, oder nicht?
Herzlich willkommen Chris,
Hat sich denn deine Leber wieder erholt?
Klingt wirklich nach ‚letzter Drücker‘- gut dass du die Kurve noch gekriegt hast. Wie war das 2020? Hast du gedacht nach 15 Jahren geht das normale trinken? Dachte ich auch nach 15 Jahren nicht rauchen und schwups wieder voll drin. So isse die Sucht…
Ich bin einfach nicht mehr stolz auf mich
Diese Phase kenne ich. Nach der ersten Euphorie kommt irgendwie eine Ernüchterungsphase. Ich hab mich erschöpft gefühlt, empfindlich und leer. Klar: ich habe viel Zeit mit Saufen und Auskatern verbracht- die Wochenenden hat das komplett ausgefüllt. Ich musste für mich einen neuen Rhythmus finden, lernen, dass rumliegen und nichts tun auch ohne Kater ‚erlaubt‘ ist.
Irgendwann ganz langsam stellt sich da eine Balance ein- diese Getriebenheit lässt nach und eine ruhige Zufriedenheit kommt, die ich vorher nicht kannte. Nicht immer natürlich aber manchmal schon. Hab Geduld mit dir- es ist kein leichter Weg, aber ein guter!
Er will wie alle anderen ab und zu was trinken sonst trennt er sich.
Wow! Der dreht ja mal den Spieß um!
Ein Moderator wird sich demnächst hier bei dir melden und das formelle klären, aber eins vorweg: Wenn er Alkoholiker ist, dann wird er nie mehr normal trinken können. Da gibt es nur totale Abstinenz oder zurück in die Sucht. Da kann er noch so mit Trennung drohen, das ist leider eine unverrückbare Tatsache. Aber du hast dir das ja schon gedacht wie ich dem Text entnehme.
Liebe Grüße Anne (Alkoholikerin)
Den Übergang hab ich gar nicht bemerkt. Deshalb kann ich gar nicht sagen ab wann der Genuss aufhörte. Ich kann mich extrem gut selbst belügen. Immerhin war es irgendwann klar, dass das schon lange kein Genuss mehr ist. Dass ein ‚guter Rausch‘ bei mir so lange her war, hat mir am Anfang beim nüchtern bleiben echt geholfen. Ich wusste, dass ich das, was ich mir ersehene- ein entspannter Rausch- für mich gar nicht mehr möglich ist. Von Alkohol merkte ich immer lange keine Wirkung bis sich nach ca. 5-6 Bier ein Schalter umlegte und ich völlig neben mir stand. Am Ende bin ich einfach wo ich gerade war eingeschlafen- egal ob an der Bar oder vor der Kneipe. Nix was man sich wünscht.
verteidigst ohne Not diesen "Gentleman" oder ist er dein Gott?
Das hab ich aus dem Betrag von Rennschnecke jetzt nicht herauslesen können. Mir ist Hirschhausen auch nicht wirklich sympathisch, weil ich persönlich das Gefühl habe, dass es ihm beim vorgeblichen Bemühen um eine gesundheitliche Aufklärung auf ‚lockere Art‘ maßgeblich um Selbstdarstellung geht.
Seine medizinische Kompetenz kann ich nicht beurteilen, weil er sich ja ganz gezielt nicht an Fachpublikum richtet.
Ob du dich jetzt selbst als ‚alten weißen Mann‘ bezeichnen willst oder nicht bleibt ganz dir überlassen und gendern muss wirklich niemand.
Nur das mit dem LGPT Gedöns finde ich etwas doof, da ich zufällig so ein Gedöns bin.
Zurück zum Alkohol: Die Sendung von Hirschhausen zum Thema Alkohol fand ich sehr schwierig- obwohl sie eigentlich was gutes wollte- nämlich zum Thema aufklären.
Ich bin sauer darüber, dass ich abhängig bin. Es ärgert mich.
Was genau ist diese Wut? Ärgerst du dich, weil es dazu gekommen ist, weil du nicht mehr trinken darfst, oder diese doofen Zustände hast? Ich frage deshalb, weil ich Wut als Gefühl der Sucht gegenüber noch nicht hatte. Ich hatte Reue, weil ich besoffen so viel Mist gebaut und meine Kinder in schlimme Situationen gebracht hatte. Ich war genervt vom Suchtdruck, traurig über die verlorene Zeit. Aber wütend war ich noch nicht- deshalb finde ich das jetzt interessant.