Hallo releaseme,
es tut mir sehr leid, dass du das durchmachen musst. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Du hast alles gegeben! Du bist nicht Schuld! Es war seine Entscheidung und es ist sein Leben! Und nur er kann sich jetzt noch helfen!
Ich habe Angst um ihn, dass er eine finale Diagnose kriegt.. und gleichzeitig will ich dieses Leben mit ihm nicht mehr aber was ist wenn er schwer krank ist, darf ich dann noch gehen bzw kann ich das? Sein Papa hat mich angerufen und war so positiv, weil sich jetzt endlich was ändert.
Du musst die Panik abschütteln. Lauf ne Runde um den Block im 6. Gang, putz die Wohnung usw. Das ist der Schreck.
Was wenn er nicht schwer krank ist?
vergessen.. aber sofort ist die Simme im Kopf "jetzt ändert sich was, jetzt wird alles gut, das wolltest du doch " und "er hat nichts mehr mit euch machen können, weil es ihm nicht gut ging" und Gedanken wie "vl hättest du viel mehr für ihn da sein sollen, wenn es ihm so schlecht geht".
Das streichst du mal ganz schnell aus deinem Kopf. Es wird sich vielleicht auch nichts ändern und es wird vielleicht auch nicht alles gut. Und er hat nichts mehr mit euch gemacht, weil es ihm nicht gut ging, weil er für den Alkohol seine Gesundheit geopfert hat. Und auch du hättest nichts weiter für ihn tun können.
Er hätte diesen längst nicht erreicht, wenn er nicht gespürt hätte, dass Du nicht mehr willst und kannst!
Ja, vielleicht ist das der Moment und selbst dann darfst du gehen. Und vielleicht ist es auch dein Moment um die Situation zu verlassen, bevor du seine Pflege übernimmst.
Mein Noch-Mann war 2020 und 2022 jeweils sehr krank und musste beide Male wegen starker Schmerzen und weil es ihm so schlecht ging ins Krankenhaus. Damals war Corona. Beide Male habe ich ihn in die Notaufnahme gebracht und mich von ihm verabschiedet, weil ich nicht wusste, ob ich ihn jemals wieder sehe. Wir dachten beide, dass er stirbt und ich durfte nicht in die Klinik. Es gab schwere Fehldiagnosen und am Ende waren es Krankheiten, ausgelöst durch seine Trinkerei, die behandelt werden konnten. Nun würde man meinen, dass diese Weckrufe mehr als einige Wochen nachgehallt haben. Dem war leider nicht so. Nun musste er trinken, weil er aufgrund der Fehldiagnosen so schwer traumatisiert war. Und nun ist das Jahr 2025 fast rum und er säuft noch immer.
Was machst du, egal ob schwer krank oder nicht, wenn er danach weitermacht? Wie bereust du dann den Absprung nicht geschafft zu haben?