Guten Morgen Marilyn,
Ich werde heute mit einem Freund sprechen, dass er mit ihm nochmal spricht und er sich etwas anderes sucht.
Das bringt meines Erachtens nichts. Damit gibst du ihm wahrscheinlich noch mehr Zündstoff für Verletzungen dir gegenüber. Wenn er merkt, wie wichtig dir das Haus ist, wird er alles tun, um dich damit weiter zu reizen. Warum sollte er aus seiner Sicht gehen? Zeig ihm genau das Gegenteil.
Dass Du derzeit nicht berufstätig bist, lässt sich möglicherweise ändern? Deine Tochter ist in vier Jahren volljährig - wenn ihr Vater sich so schwierig verhält, nicht nur trinkt, sondern Dich immer wieder niedermacht, wie Du schreibst, fände ich wichtig, in ihrem Sinne Prioritäten zu setzen und diese für sie sicher auch sehr belastende Situation so schnell wie möglich zu beenden. Im Zweifel würde ich das Haus lieber erstmal verlassen und im Nachgang gegebenenfalls mit ihm darum streiten - dann aber aus einer für Dich und Deine Tochter weniger belastenden Umgebung heraus.
Das sehe ich genauso. Du musst aus deiner Komfortzone treten und deinen Kampfgeist wecken. Was möchtest du deiner Tochter vorleben? Eine Frau, die sich von Ihrem Mann fertig machen lässt, weil sie sich abhängig gemacht hat. Kämpfe!!!! Zeige deiner Tochter, wie stark wir Frauen sind und wie man sich aus so einer Situation befreit. Such dir einen Job und eine Wohnung. Es gibt Bürgergeld. Du wirst überrascht sein, wie viel du bezahlt bekommen wirst. Erkundige dich beim Anwalt. Er wird finanziell nicht aus der Verantwortung genommen und bis dahin bist du durch das soziale Sicherheitsnetz aufgefangen. Es wird nicht leicht werden, aber es gibt einen Weg und eine Lösung.
ich habe mich um das Zuhause gekümmert und war flexibel für alles verfügbar. Dass ich mich so dermaßen ausliefern lassen habe, hatte ich nicht angenommen.
Das geht vielen Frauen so. Dein Lebensplan war auch mal ein anderer, oder? Nun ist es aber nun mal so wie es ist. Kämpfe!!! Hol dir deine Würde, deinen Stolz und deine Unabhängigkeit zurück. Deiner Tochter gibst du damit viel für ihr Leben mit und es stärkt eure Beziehung.
Vielleicht hört er auf zu trinken, wenn ich weg bin. Vielleicht rette ich ihn, wenn ich gehe und er diese Verantwortung nicht mehr hat, mit mir zusammen sein zu müssen. Es tut weh so etwas zu denken, aber es ist vielleicht genauso und bei mir ist es verletzte Eitelkeit entstanden daraus, dass ich nicht mehr gewollt werde.
Diese Sätze streichst du mal ganz schnell aus deinem Kopf. Das ist ganz großer Mist. Du bist niemals der Grund, dass er trinkt. Ich kenne dich nicht, aber das weiß ich 100 prozentig. Er trinkt, weil er krank ist und noch nicht bereit es zu ändern. Da kannst du dich verbiegen und anpassen wie du willst. Das wird nichts ändern. Nur das du dich noch schlechter fühlst.
Ich sende dir ganz viel Kraft.💪