Beiträge von Sonnenschein CoA

    Hallo Ino,

    danke für das Bild. Und deine Nachricht 😂

    Ich fühle mich aktuell nicht in der Lage an langen Diskussion teilzunehmen. Es werden Wörter verdreht und es fehlt teilweise komplett die Empathie. Deshalb halte ich mich raus.

    Ich lese mit und kann einige Aussagen sehr gut nachvollziehen und unser beider Geschichte ist fast identisch. Und trotzdem fühle ich mich hier im Moment wie ein Alien.

    Das alle zu erklären ist mir viel zu anstrengend. Davon abgesehen, habe ich mich sehr schnell getrennt, nachdem ich verstanden habe, dass ich nichts tun kann. Und dann hat mein Mann erst so richtig Gas gegeben und tut es vermutlich noch immer. Und wie sollte mir das egal sein, wenn mein Alltag noch immer durch seine Rücksichtslosigkeit beeinträchtigt wird?

    Ich will nicht, dass er zu Kreuze kriecht, mir ist es lieber er säuft weiter und muss niemals verstehen, was er angerichtet hat. Er soll sein Leben leben, wie er möchte. Aber mich und die Kinder in Ruhe lassen. Das tut er aber nicht und die Schuldumkehr geht weiter und weiter.

    Und auf all das hab ich mit meinem Handeln keine Möglichkeit entgegenzuwirken. Mit mir und den Kindern wird etwas gemacht, was ich nicht beeinflussen kann.

    Ich muss einfach Tag für Tag ankämpfen.

    Und wenn ich mich dann hier auch noch schräg anreden lassen muss, dann ist mir das zu viel.

    Wie geht es dir Ino?

    Gib mir mal ein paar News von dir!

    Kurzes Update an mich.

    Ich frag mich grad ob ich im falschen Forum gelandet bin.

    Es entsteht eine Diskussion über die CO-Abhängigkeit. Man darf sich äußern, aber wenn die Betroffenen zu viel diskutieren, wird um Beendigung des Themas gebeten. Obwohl der Thread-Inhaber die Diskussion weiter führen will und offensichtlich noch nicht alle Sichtweisen dargelegt sind. Dann wird man in einen anderen Thread verwiesen, wo man auch wieder weiter geschickt wird, bis letztlich ein neue Thread aufgemacht wird und die Diskussion inzwischen vor lauter Frust zum Stillstand gekommen ist.

    zumal ich mich nie abfällig gegenüber co's geäussert habe, auch wenn mir einige sachen sehr auf die nerven gehen. ein kleines beispiel, eure stetige rumdokterei, oh heute ist er/sie ein narzist. na sowas auch. erst bekommt man den partner nicht mal dazu zuzugeben das alki ist und prompt kommt von euch die diagnose, na dann muss es narzismus sein. is ja logisch...mal sehen welche sau wir dann nächste woche durch die gassen treiben


    narzist, ptbs und und und.... was soll das? gibts die richtige würze oder reicht der alk nicht aus?

    Und das setzt den ganzen die Krone auf. Ich bin fassungslos.

    sowas gegenüber Betroffenen. Das ist, als würde ein Co sich gegenüber einem frisch trocken gewordenen Alkoholiker auskotzen.

    Ich brauch eine Pause. Was ist hier eigentlich los?

    Unsinn, seit wann muss ein Alkoholiker den Co definieren und aus welchem Grund? Und seit wann muss jemand den Umgang mit CO anpassen?

    Seit dem ein Alkoholiker eine Definition zu der Co-Abhängigkeit aufstellt ohne die Meinung der Angesprochenen zu respektieren.

    IIch verstehe nicht, warum ihr euch nicht einfach untereinander austauscht und mich ständig mit hineinzieht.

    Tuen wir. Du hast dich an der Diskussion beteiligt und sie auch wieder beendet.

    das glaubst du selbst nicht...warum sollte ich den umgang mit co's überdenken und dann auch noch ein ungleichgewicht?

    Doch, das glaube ich wirklich. Leider sind hier weitere Erklärungen und Meinungsaustausche nicht gewünscht.

    das was ich rauslese ist verbitterung und der ruf nach genugtuung

    Nein, ganz und gar nicht. Ich finde es nur unpassend als Alkoholiker das Co-Verhalten definieren zu wollen und dann nicht einmal die Co-Sicht darauf zuzulassen. Das erinnert mich stark an meine Co-Zeit.

    Ich finde Sonnenschein CoA s Beitrag gehört schon hier hin. Ich verstehe auch was gemeint ist.

    Danke Jump, ich wollte dich eigentlich nur an meinen Gedanken teilhaben lassen.

    Nun, da hast du nicht ganz unrecht. Als nasser Alkoholiker ist es so, da er seinen Raum zum saufen braucht und nicht gestört werden will. Aber ein trockener Alkoholiker braucht das nicht, weil bei ihm keine Suchgedanken mehr im Vordergrund stehen. Und hier im Austausch steht eigentlich das Verstehen im Vordergrund und keine Anschuldigungen.

    Ist das so? Oder ist es vielmehr so, dass ein trockener Alkoholiker auch seine Sicht auf den Co und den Umgang mit diesen neu definieren muss?

    Für mich hat sich in dieser Diskussion herauskristallisiert, dass hier ein Ungleichgewicht besteht.

    Schade….

    Liebe releaseme,

    es tut mir leid, dass du so in das neue Jahr gestartet bist, aber dieser Werdegang war unausweichlich.

    Nun ist der Kampf eröffnet - ums Haus und um Hab und Gut. Ich fühle mich gerade leer. Irgendwo leichter aber auch voller Angst und Sorgen , Trauer um die Jahre und ja ich vermisse meinen alten Mann.. aber den gibt es nicht mehr.

    Deshalb ist es so wichtig sich vorzubereiten. Warst du nicht schon bei einem Anwalt? Wenn nicht, solltest du das dringend nachholen. Der Anwalt kann ihm Schreiben aufsetzen, sodass du den Kontakt so gering wie möglich halten kannst zu deinem Mann. Das was du gerade erlebst, die Achterbahnfahrt durch Anfeindungen, Liebesbekundungen und Beschimpfungen erlebe ich seit August. Du musst stark bleiben und ihn ignorieren und mit anderen reden, reden, reden. Sonst wirst du immer zweifeln an deinem Weg.

    Das Verhalten von meinem Ex hat es mir immer leichter gemacht. Und trotzdem hab ich jetzt zu Weihnachten und Silvester wieder Liebesbekundungen erhalten, die ein bisschen Mitleid mit ihm aufblitzen lassen.

    Das hat richtig weg getan! Unfassbar wie tief unser großer da schon mitdrinnen steckt...:-(

    Solche Momente der Erkenntnis mit meinen Töchtern habe ich auch erlebt nach der Trennung. Das tut sehr weh, ist aber der beste Treibstoff weiter zu machen und vor allem nicht wieder umzukehren.

    Liebe releaseme, ich wünsche dir viel Kraft. Du schaffst das. Du MUSST das schaffen für dich und deine Kinder.

    Ich bin hier und denke an dich.

    LG ☀️

    Hallo zusammen,

    auf die Gefahr hin, dass mir einer der Mods einen Maulkorb verpasst, möchte ich auch noch etwas zu sagen.

    Ich habe die Diskussion die letzen Tage verfolgt, hatte jedoch nicht die Zeit mich hier zu äußern. Die von Jump aufgebrachte Sichtweise hat mich erst verwirrt und dann aber die letzten Tage in mir gearbeitet. Ich hätte mich hier auch gerne noch zu geäußert, da ich mich direkt angesprochen fühle. Warum wurde das jetzt so harsch abgebrochen? Verstehe ich irgendwie nicht.

    LG☀️

    🙃 Das ist mein aktuelles Thema. Mein Mann ist Anfang August endgültig aus der gemeinsamen Wohnung rausgeflogen und darf diese ohne meine Erlaubnis seit Ende August nicht mehr betreten. Er ist mit einem Koffer voller Sommersachen gegangen. Seither klappt es nicht mit dem Abholen der Sachen. Ich habe das meiste in Schränke verstaut, so dass ich es nicht mehr sehen muss und ansonsten sitze ich es aus. Gerade heute habe ich ihn gebeten mir Terminvorschläge zu machen, nachdem er zum gefühlt 100dertsten Mal gefragt hat, wann er kommen kann. Inzwischen glaube ich, dass er diesen Zustand bewusst aufrecht erhält, damit einen Kontaktgrund hat und weiter versuchen kann Macht und Druck über mich auszuüben. Ich habe den Kontakt auf ein Minimum reduziert und antworte nur um organisatorisches zu klären. Ich kann mich leider noch nicht scheiden lassen und wir haben gemeinsame Kinder wovon eines minderjährig ist. Also muss ich weiter Kontakt haben.

    Nein, kann man nicht. Das ist ein Prozess. Du musst daran arbeiten. So wie er dich jahrelang bearbeitet hat.

    Ich versuche morgens und abends hier zu lesen und zu schreiben um bei mir zu bleiben. Und dann besuche ich so oft ich kann meine wöchentliche Selbsthilfegruppe. Das ist meine Hirnwäsche, die ich mir Tag für Tag und Woche für Woche selbst verpasse. So schaffe ich es bei mir zu bleiben. Alles andere bringt die Zeit. Der Mensch ist ein Wunder der Natur und sehr anpassungsfähig.

    Du schaffst das. Lies hier bei den anderen und schreibe deine Gedanken nieder. Gibt dir Zeit.

    Oder hast du ihn jeden Tag gezwungen den Alkohol einzuflößen?

    Das war auch eine rhetorische Frage. 😉Natürlich hast das nicht getan.

    Wieso habe ich alle Anzwichen ignoriert? Dad frage ich mich immer und immer wieder?


    Weil man manchmal erst mit Anlauf gegen die Straßenlaterne laufen muss, bis man sie sieht. Liebe? Hoffnung? Bequemlichkeit? Finanzielle Unsicherheit? Da gibt es viele Gründe und die sind bei jedem anders. Aber solange du dich das fragst, gibst du ihm freie Bahn in deinen Kopf mit seiner Schuldumkehr.

    Manchmal sind die Dinge einfach wie sie sind. Und manchmal muss einfach etwas passieren, zu genau einem bestimmten Zeitpunkt. Und manchmal muss man einen Weg einfach gehen, um das Ziel zu erkennen. Mach deinen Frieden mit dir. Du bist nicht schuld. Bleib bei dir und genieße dein Leben. Jeder Tag ist vergänglich.

    Das mag für ihn alles logisch sein. Aber er trinkt ja nicht deswegen, sondern weil er will. Oder hast du ihn jeden Tag gezwungen den Alkohol einzuflößen?

    Also ich habe 10 Jahre unglücklich in einer Beziehung festgehangen. Ich habe trotzdem nicht getrunken. Und auch nicht, nachdem meine Eltern sich haben scheiden lassen und mein Vater mich ignoriert hat. Und auch nicht als meine erste Tochter viel zu früh auf die Welt kam und fast gestorben wäre. Und auch nicht als vor ein paar Jahren durch Zufall die letzte Vorstufe zum Gebährmutterhalskrebs bei mir festgestellt wurde und ich innerhalb von 3 Tagen operiert werden musste.

    Das was du da beschreibst ist Achtsamkeit und Selbstfürsorge und hat gar nichts mit seiner Sucht zutun. Es dient lediglich für ihn als Ausrede.

    Hallo Somadi,

    auch ich gehöre zu der Co-Community in diesem Forum und habe deinen Faden aufmerksam gelesen.

    Ich möchte dir ein paar Gedanken und Erfahrungen von mir da lassen.

    Aber ich weiß, dass er aufhören könnte, weil es im Frühjahr/Sommer oft Monate lang keine Abstürze gibt. Gut, Bier gibt es fast täglich, aber im Sommer oft auch alkoholfrei.

    Das war meine große Falle, die mich viele Jahre lang hat Extrarunden auf dem Karussell drehen lassen. Mein Noch-Mann hat auch viele Trinkpausen eingelegt. Ich kannte nur dieses Wort und dieses Phänomen nicht. Das habe ich erst verstanden, als ich mich im Oktober 2024 hier angemeldet habe. Am Wochenende hat er nicht getrunken, im Urlaub hat er nicht getrunken und auch zwischendurch viele Wochen hintereinander nicht, wenn es ihm gesundheitlich schlecht ging. Also wie kann er Alkoholiker sein, wenn das doch geht? Er ist ja nicht der Penner auf der Parkbank, der morgens schon den Wodka auspackt, sondern ein erfolgreicher Unternehmer und Geschäftsführer. Diese Unkenntnis hat mich in der Rückschau 10 Jahre lang Extrarunden in dem Karussell drehen lassen, voller Ängste, unerfüllter Zuwendungen und Aufmerksamkeit.

    Heute Abend sind wir bei Freunden eingeladen. Da trinkt er sowieso nie. Er trinkt nur alleine zu Hause. Ich verstehe dieses Trinkverhalten nicht…

    Auch das kenne ich. Teilweise war er der einzige, der auf Anlässen nicht getrunken hat, dafür wurde das wann anders im Verborgenen nachgeholt. Und wieder war der Gedanke da, er kann aufhören, wenn ich ihm nur klar machen kann, wie ich darunter leide. Und wenn ich ihm dann den Rücken freihalten und noch mehr Aufgaben übernehme, damit er nicht so gestresst ist, dann klappt das bestimmt. Vergiss es…. Das ist der größte Mist, den man sich selbst antuen kann.

    Körperliche Gewalt (mir und dem Hund oder anderen Personen gegenüber) wäre eine klare Grenze, aber das befürchte ich nicht wirklich.

    War bei mir auch so, schließlich war mein Mann nie gewalttätig mir gegenüber und ich war ja seine Seelenverwandte und unsere Beziehung ist so viel besonderer als andere und deswegen ist es gar nicht so schlimm. Mein Mann ist im August diesen Jahres einer unserer Töchter gegenüber gewalttätig geworden im angetrunkenen Zustand, weil sie seinen Alkohol weggenommen und gedroht hat, mir davon zu sagen. Und seitdem bin ich schlimmer psychischer und emotionaler Gewalt ausgesetzt. Soviel dazu.

    Fahrer war und ohnehin nie in Gegenwart meines Mannes etwas trinke, und sei es auch nur eine Tasse Glühwein. Schließlich will ich ihn zu nichts animieren.

    Auch das kenne ich. Der Eiertanz zwischen den Veranstaltungen und Festen. Wie schaff ich es, damit er ja nicht in Versuchung gerät oder die Möglichkeit hat, sich etwas zu besorgen? GAR NICHT!!! Genauso ein Mist, den wir Co‘s uns einreden, damit wir die KONTROLLE behalten. Nur die hat man nicht und wird sie durch dieses Verhalten auch nie bekommen.

    Dennoch stellt sich bei mir ein Gefühl ein, das mir sagt, ich versage auf ganzer Linie…

    Das ist genauso großer Mist. Das lösch mal ganz schnell von deiner Festplatte. Du bist eine gebildete, emanzipierte Frau. Du hast ein Problem erkannt und dir Hilfe gesucht. Und nun liegt es an dir, was du daraus machst. Hier hat niemand versagt. Alle hier in diesem Forum haben etwas in ihrem Leben geändert, in dem Moment der Anmeldung. Mir hat das Forum mein Leben gerettet, im übertragenen Sinne. Den Weg gehen musste ich aber selbst. Die Schritte waren am Anfang ganz klein und ich bin auch manchmal umgekehrt, aber ich war mir und meinen Kindern etwas schuldig. Und auch meinem Mann, dem ich nur auf seinem Weg helfen konnte, indem ich ihn fallen lasse. Und ich kann dir sagen, dass ist alles andere als einfach nach über 20 Jahren Ehe, zwei Kindern und gemeinsame berufliche Existenz.

    Das hat mich große Überwindung gekostet, denn das dominierende Gefühl ist neben der Traurigkeit aktuell Scham.

    Meine Scham war groß. Erst recht, als es schlimmer wurde und er seinen Zustand nach außen getragen hat. Mir hat es geholfen dieses Gefühl in einen Gegenstand zu verwandeln. Warum ist der da? Was hab ich damit zutun? Was hab ich falsch gemacht? Und dann gab es da nichts mehr, wofür ich mich zu schämen brauchte.

    Weißt Du, ich bin der Problemlöser in der Familie, immer stark, immer ansprechbar… Ich würde nicht sagen, dass ich diese Rolle unbedingt brauche oder mich darin sonne, es war halt immer so, weil ich einfach rational bin, nie Probleme gemacht hab. Auch im Freundeskreis und im Kollegenkreis hab ich irgendwie diese Rolle ergattert. Und jetzt hab ich wohl das größte Problem von uns allen.

    Ja, das ist vielleicht auch ein Charakterzug, der das Co-Verhalten begünstigt. Ich war immer die Macherin, der Fels in der Brandung, die Unzerstörbare und immer schön der Sonnenschein. Ich war immer für jeden da, der Problemlöser, den man unendlich seinen Rücksack übergeben konnte.

    damit verpasst er mir aber faktisch eine Maulsperre. Denn wenn ich das Thema anspreche, wird er sagen: „Was willst Du denn? Ich mache doch genau das, was ich soll, nicht trinken.“

    Dreh das mal um! Das ist schön, dass er das jetzt tut. Ändert aber leider nichts an der Tatsache und der Problematik. Es ist jetzt ausgesprochen, weil sein Verhalten dich so belastet und wenn er das Nicht-Trinken aufrecht erhalten kann, dann kann er es ja auch den anderen so richtig zeigen und alles ist gut. Wird nur wahrscheinlich nicht passieren.

    Es gab auch Menschen, als sie meine Geschichte hörten, die sich dann zurückgezogen haben. Damit wollten sie offensichtlich nichts zu tun haben.

    Das wäre auch mein erster Gedanke gewesen. Kann es nicht vielleicht viel eher so sein, dass sich da jemand mit einem ähnlichen Problem konfrontiert fühlt und sich mal schnell zurückzieht, bevor das auffällt?

    Liebe Somadi, ich hoffe ich war nicht zu direkt oder zu pessimistisch, aber das ist meine Erfahrung zu dem Thema. Und ich möchte dir diese Gedanken mitgeben. Und um es auf die Spitze zu treiben …… frag dich mal: Was ist, wenn es schlimmer wird? Was ist, wenn Nachbarn, Freunde, Kollegen und Kunden etwas mitbekommen, weil er sich nicht mehr unter Kontrolle hat? Was ist wenn er Job und/ oder Führerschein verliert? Was ist, wenn er aufgrund seines Konsums erkrankt? Was ist, wenn du wegen seiner Sucht allen Luxus verlierst? Brauchst du das alles um etwas zu ändern oder hindert dich das dann erst recht?

    Das ist mir passiert und noch viel mehr. Ich habe viel zu lange die Augen verschlossen und mich hinter der Liebe und dem „in guten wie in schlechten Zeiten“ versteckt. Aber die Sucht ist egoistisch und nimmt nur und hinterlässt nur Schäden. Und die Einbahnstraße geht steil bergab.

    LG ☀️

    Hallo lumen,

    Wie geht ihr damit um wenn man ständig beschuldigt wird das man an allem Schuld ist mir der andere nicht.

    Lass dir keine Hirnwäsche verpassen. Wenn du realistisch in dich reinhörst, wirst du dir eingestehen müssen, dass es keine Möglichkeit gibt, dass du an seiner Sucht Schuld bist.

    Warum glaubst du das?

    Liebe Johanna,

    ich kann mich den anderen nur anschließen.

    Und dann bekam ich zwei recht teure Geschenke zu Weihnachten, ein Konzert im Sommer und noch eine Auswärts-Aktivität im März. Natürlich freue ich mich, aber wie soll das bitte funktionieren?!

    Das kenne ich. Teure Geschenke und nach außen war der Schein gewahrt, dass er alles für dich tut. Das wurde dann auch schön heraus posaunt. Da wird die Partnerin dann doch wohl nicht undankbar sein, und es nicht zu schätzen wissen. Das gehört alles zum System der Manipulation. Ich hab dann irgendwann gesagt, dass ich keine Geschenke mehr möchte, sondern nur einen Mann an meiner Seite der nicht säuft. Das konnte er mir nicht geben und damit war das Thema durch. Ich habe keine Geschenke mehr angenommen, keine Ausflüge und Konzerte mehr geplant oder mit ihm besucht und auch keine Blumen mehr angenommen. Ich wurde mit meinem Verhalten laut und unbequem.

    Momentan ist es eher so, als hätte ich ein großes erwachsenes Kind, das nur Chaos verursacht.

    Auch das kenne ich. Ich hatte zeitgleich drei pubertierende Personen im Haushalt, wovon eine Vater und Ehemann sein sollte.

    Ich musste weinen vor Wut, dass eben nicht einfach ein Mann in Reichweite ist, der sagt „Zeig mal her, ich regel das!“ Mein Mann war ja schon längst wieder nach oben verschwunden. Ihn dazu holen hätte absolut keinen Sinn gemacht. Er kann nicht mal einen Imbus-Schlüssel erkennen. Und ich hätte wieder nur abwertende Kommentare über meine neue Küche geerntet. Also Krone gerichtet, YouTube-Tutorial gegoogelt und nachdem ich beide Schubladen raus, und wieder eingesetzt hatte, war alles wieder ok.

    Auch dieses Gefühl kenne ich. Ich habe regelmäßig beim einkaufen geweint, wenn ich Paare gesehen habe, die ihre Essensplanung beim gemeinsamen Einkauf tätigen. Ich war immer alleine unterwegs. Alleine beim Einkauf, alleine auf dem Spielplatz, alleine bei Veranstaltungen in Schule und im Kindergarten.

    Sieh es als Vorbereitung. Ich kann inzwischen streichen, bohren, einen Spülkasten auseinandernehmen, entkalken und wieder zusammenbauen und eine Autobattetie ab- und wieder anklemmen. Ganz abgesehen von den anderen Tätigkeiten, die eh immer auf mir hingen, wie Rasen mähen, Büsche schneiden, Luftdruck am Auto messen, die Fahrräder der Kinder reparieren, Möbel zusammenbauen und vieles mehr. Es gibt nichts in meinem Leben mehr, wofür ich einen Mann brauche.

    Du hast erkannt, dass es ein Problem gibt. Du hast dir hier Informationen geholt, die richtigen Fragen gestellt und für dich alles eingeordnet. Nun ist es an der Zeit zu handeln. Bereite dich vor, sichere Papiere, lass dich beim Amt beraten. Du hast Angst und bist unsicher, aber es gibt einen Weg da raus. Du wirst aufgefangen mit unserem Sozialsystem. Setzte einen Fuß vor den anderen. Und hör auf, seine Sucht zu unterstützen.

    Setz klare Grenzen, die du offen aussprichst und dann auch einhalten kannst. Bereite dich vor, damit du im Falle einer Eskalation einen Plan B hast. Ich habe das alles hinter mich gebracht und es war nicht leicht, aber ich bin wieder glücklich. Ich lebe nicht mehr in ständiger Angst und Unsicherheit. Es lohnt sich.

    Und ganz zuletzt: bitte rette dein Kind. Ich habe 2 Töchter, die seelisch nicht unbeschadet aus der Sache herausgekommen sind und auch sie lieben ihren Vater. Diesen Menschen gibt es aber nicht mehr. Er hat sich inzwischen so verändert, dass er mit der ursprünglichen Version nichts mehr gemeinsam hat.

    Du bist die einzige, die etwas tuen kann. Hilf ihm mit Nichthilfe. Hilf dir mit Selbstfürsorge. Und hilf deinem Kind indem du ein trockenes Umfeld schaffst, frei von Ängsten und Unsicherheit. Du bist das einzige funktionierende Elternteil und hast eine Verantwortung und Pflicht gegenüber deinem Kind.

    LG ☀️

    Liebe Karlotti,

    ich bin da ganz bei Linde.

    Das ist pure Manipulationen. Mein Ex ist laut seiner Aussage auch schon mehrfach vor dem Tot gestanden, alle Familienmitglieder sind bereits mehrfach verstorben und er hatte mehrere Herzinfarkte, Krebserkrankungen und eine OP am offenen Herzen wegen dem „Broken Heard Syndrom“, nachdem ich die Beziehung beendet hatte.

    Tu dir diese Scheiße nicht an!!!!

    LG ☀️

    Hallo Marli,

    du hast alles richtig gemacht.

    Es ist vollkommen egal, was dein Ex will und ob seine Eltern deshalb enttäuscht sind. Die Kinder gehen vor und kranke Kinder gehören ins Bett und in ihr zuhause. Davon mal abgesehen will sich bestimmt niemand anstecken, nicht die Leute im Zug, nicht dein Ex und ganz bestimmt nicht die Großeltern.

    LG ☀️

    Hallo releaseme,

    schön, von dir zu hören.

    Ich glaube auch, dass es richtig und notwendig ist, die räumliche Trennung aufrecht zu erhalten.

    Aus deiner Erzählung lese ich nur Aktionismus und keine Einsicht auf seiner Seite. Ich hab da ein ganz ungutes Gefühl und es würde mir für dich sehr leid tun, wenn du wieder verletzt und enttäuscht wirst. Pass auf dich auf!!!

    All die Monate war mein Wunsch, dass er das Trinken aufhört und wir unsere Familie wieder haben. Aber nun muss man feststellen, dass das eigentlich nicht mehr reicht

    Das kenne ich. Und irgendwann war es mir egal, ob er mit dem Trinken aufgehört. Ich hätte es IHM gewünscht, aber es was keine Bedingung mehr für eine Wiederaufnahme der Beziehung.

    Diese verbalen Entgleisungen mir und den Kindern gegenüber. Er meint mit seiner Entschuldigung und Reue könne man das alles vergessen.

    Ich kann da von mir sagen, dass es Dinge gibt, die ich nie wieder vergesse. Da gibt es nichts was er tun könnte, um gewisse Dinge wieder „gut“ zu machen.

    Und das allerwichtigste sind die Kinder. Das haben dir hier ja auch schon einige geschrieben, dass es keinen Raum für Experimente gibt. Ich bitte dich an dieser Stelle das Thema wirklich ernst zu nehmen. Je mehr Abstand ich nun habe, um so mehr realisiere ich, was die Zeit mit mir und den Kindern eigentlich gemacht hat. Meine Töchter sind groß und können ihre Gefühle und Gedanken in Worte fassen und da gibt es so einiges, was einem als Mutter dann das Herz zerreißt. Wie ist es dann bei kleineren Kindern, die sich nicht so ausdrücken können, wie groß muss da die stille Qual sein. Ich habe auch lange geglaubt, dass es meinen Kindern gut geht und ich viel fernhalten, überspielen oder ausgleichen konnte, aber trotzdem nehmen die feinen Antennen so viel mehr wahr, als wir glauben wollen. Erst als meine große Tochter krank wurde vor einen Jahr und ich wirklich Angst um sie hatte, war mir alles egal. Die Beziehung, die materiellen Dinge und die verlorene Zukunft. Da war mir klar, dass es neue Regeln in diesem Spiel gibt. Ich wünschte, ich hätte das früher erkannt und mir und meinen Töchtern so einige Erinnerungen ersparen können.

    LG ☀️