Ja, das war früher bei meinem Mann auch so, dass es im Winter am schlimmsten war. Und er hatte übrigens jahrelang überhaupt gar keine Abstürze, er ist Spiegeltrinker. Filmriss auch fast nie.
Mein Mann hatte auch schon zig kalte Entzüge Zuhause gemacht, nix passiert, bis er irgendwann dann doch, scheinbar aus dem Nichts, einen epileptischen Anfall hatte. Dann erst hatte ICH gemerkt, dass es für mich so nicht weiter geht. Dass ich trotz allem Meckern und Klagen, Ignorieren, ins Gästezimmer umziehen - das Ganze ja dennoch irgendwo toleriere. Und ein Feigenblatt der Normalität bin.
Abstinenzphasen waren eher Trinkpausen. Die ihm wohl das trügerische Gefühl vermittelt haben, dass es jetzt ja wieder geht, dass er diesmal ja aufpasst. Der Kopf war ja immer noch nass.
Ich hab mal in einem wissenschaftlichen Bericht gelesen, dass der Abbau der weißen Substanz im Frontalhirn auch mindestens sechs Wochen nach dem Entzug noch weiter geht. Und damit auch die große Rückfallgefahr in den ersten Wochen erklärt wird. Keine Ahnung. Aber wenn du hier liest bei den Alkoholikern, dann wird jedenfalls klar, dass zwischen nüchtern sein und wirklich trocken sein ein großer entscheidender Unterschied ist.
Du scheinst finanziell auf eingenen Beinen zu stehen. Wieso ziehst du nicht zumindest in eine eigene Wohnung?