Beiträge von Sonnenschein CoA

    Hallo Elara,

    Ich frage mich wirklich, ob es eine gute Beziehung mit einem „Abhängigen“ geben kann oder ob es immer darauf hinaus läuft, dass man wegläuft oder das durchsteht bis zum bitteren Ende.

    Ich glaube nicht, dass es eine gute Beziehung mit einem Abhängigen geben kann. Eine Beziehung lebt von nehmen und geben. Die Sucht nimmt nur und der Co gibt nur, bis sich alles um den Süchtigen dreht. Das ist ein großes Missverhältnis und tatsächlich sind beide unglücklich. Der Süchtige weil er gefangen ist und vielleicht nicht so kann wie er gerne will (ich meine ungestört konsumieren) und die Co kämpft und steckt alle Energie in die Bestrebungen, den anderen zu Bekehren. Dabei vereinsamen beide und sind unglücklich.

    Meine Meinung….

    LG ☀️

    Hallo hopeless,

    ich weiß nicht, ob es ein „normal“ in dieser Situation gibt. Oder gar eine Richtschnur oder so.

    Ich hatte ähnliche Gedanken und dennoch hat es mir geholfen bei meinem Verstand zu bleiben. Irgendwann habe ich die Manipulationen zwischen den Zeilen in seinen Nachrichten erkannt. Ich bin bei mir und meinen Bedürfnissen geblieben. Alles andere habe ich ausgeblendet. Die Situation ist wie sie ist und ich muss damit leben können. Was er tut oder auch nicht, hatte dann damit schon lange nichts mehr zutun. Seit dem ich das verstanden habe, geht es mir besser.

    Liebe Grüße ☀️

    Hallo Elara,

    einen Gedanken von mir möchte ich dir da lassen.

    und trotzdem erinnert frau sich oft an den Menschen, der er eigentlich immer noch ist.

    Meinst du wirklich, dass er noch der Mann ist, den du vermisst und dir herbei sehnst? Ist es nicht viel eher so, dass dieser Mann, in den du dich verliebt hast, gar nicht mehr da ist? Hat sich nicht sein Wesen verändert? Hat sich nicht sein Äußeres verändert? Was ist von dem ursprünglichen Menschen überhaupt noch da?

    Hallo Halbmond,

    annimmt. Ich möchte einfach alles versucht haben.

    Das ist verständlich. Und du musst deinen Weg gehen. Ich kann dir nur sagen, dass mein Noch-Mann mir das gleiche gesagt hat wie dein Freund. Er war sogar 6 Wochen in einer Klinik und wir sind verheiratet seit über 20 Jahren und haben 2 gemeinsame Kinder. Trotzdem hat er was anderes getan, als gesagt. Und trotzdem hat er mich weiter belogen und mir sein Theater vorgespielt. Und ich wollte ihm einfach nur glauben.

    Irgendjemand hat hier letztens geschrieben: „Sucht ist egoistisch und duldet niemanden neben sich.“

    Genauso ist es.

    Liebe Grüße

    ☀️

    Guten Morgen Halbmond,

    Ich hoffe, du konntest einigermaßen schlafen.

    Ich denke auch, dass sich der Abstand positiv auf dich auswirken wird. Bei mir war es auch so und mein Noch-Mann ist weiter abgestürzt. Ich hatte die gleichen Gedanken wie du damals und auch heute habe ich immer wieder mal Mitleid und frage mich ob er seit Tagen alleine in seiner Wohnung dahinvegetiert oder vielleicht schon tot ist.

    Doch meistens habe ich folgenden Gedanken: Ich bin unendlich glücklich, dass ich den Absprung geschafft habe und das nicht mehr alles an seiner Seite mittragen muss. Das wäre mein Untergang gewesen.

    Liebe Grüße

    ☀️

    Hallo Mala,

    willkommen.

    Gib dir Zeit zu trauern. Gefühle sind eine Sache und der Verstand etwas anderes. Du trauerst über den Verlust eines geliebten Menschen, über eine verlorenen Zukunft und musst die viele emotionale Gewalt verarbeiten.
    Er hingegen betäubt sich und blendet die Realität aus.

    Du hast gehandelt und alles richtig gemacht. Lass die Trauer zu und dann startest du neu durch. Bis dahin kannst du dich hier austauschen. Tag und Nacht.

    Fühl dich gedrückt.

    Liebe Grüße

    ☀️

    Hallo Rosa,

    willkommen.

    Wann ist es Zeit zu gehen?

    Diese Frage stellen sich hier ganz viele. Und die kannst nur du dir beantworten. Und zwischen dem Zeitpunkt der Erkenntnis und dem Umsetzen in die Tat ist auch noch einmalig ein großer Unterschied. Einige schaffen es sehr schnell und viele brauchen mehrere Jahre.

    Für mich hatten die Kinder immer oberste Priorität. Sie können sich nicht wehren oder selbst aus der Situation befreien. Als sie dann anfingen zu leiden, war ich schon am Ende meiner Kräfte und bin ins handeln gekommen. In der Rückschau habe ich jedoch auch 10 Jahre gebraucht, um zu erkennen, dass ein Problem vorliegt. Und meine Kinder hatten bereits einiges mitbekommen und die typischen EKA Verhaltensweisen angenommen. Ich wünschte, ich hätte es früher begriffen und einiges vermeiden können.

    Zusätzliche zu meiner Ehe mit einem Alkoholiker bin ich als Kind auch mit einer Selbstverständlichkeit für den Alkoholkonsum meines Vaters aufgewachsen. Ich kann mich ganz lebhaft an einen großen Streit zwischen meinen Eltern erinnern, als mein Vater total betrunken Heim kam. Ich muss damals 3 oder 4 Jahre alt gewesen sein. Solche Situationen haben mich und meine Sicht auf Alkohol geprägt. Und inzwischen glaube ich auch, dass ich nur deshalb so lange in meiner Ehe ausgehalten habe.

    Ich wünsche dir viel Kraft und einen guten Blick auf deine Situation.

    Liebe Grüße ☀️

    Guten Morgen Sommergewitter,

    da kann ich Lebenskünstler nur Recht geben.

    Ich habe viele Jahre mit einem nassen Alkoholiker zusammengelebt, wir waren/sind verheiratet und haben gemeinsame Kinder und gemeinsam gearbeitet.

    Ich kann deine Gedankengänge zu 100 Prozent nachvollziehen. Nur leider musste auch ich schmerzlich lernen, dass UNSERE Logik bei der Sucht nicht funktioniert. Mein Noch-Mann hat innerhalb von wenigen Monaten alles verloren. Sehr viel Geld, seinen Job, Führerschein, Auto, Frau, Kinder, Gesundheit, Wohnung und Freunde. Die Sucht ist stärker und er hat noch immer keine Einsicht. Inzwischen bin ich der festen Überzeugung, dass er es nie wird ändern können oder wollen. Er wird daran sterben.

    Den Menschen, den ich vor vielen Jahren geheiratet habe und immer sehr geliebt habe, gibt es nicht mehr. Seine Wesensveränderung ist so gravierend, dass von der ursprünglichen Person nichts mehr da ist.

    Mein Vater trinkt auch seit ich denken kann, aber nicht bis zum totalen Filmriss und er hat immer funktioniert. Ich habe ihn trotzdem immer dafür verachtet und nun im Rentenalter hat er seine gesundheitlichen Probleme dadurch.

    Viele Jahre nach der Scheidung meiner Eltern war meine Mutter mit einem richtig krassen nassen Alkoholiker für ca. 7 Jahre zusammen. Da gab es das harte Zeug schon zum Frühstück. Er lebt inzwischen nicht mehr. Meine Mutter habe ich da damals rausgeholt. Sie mit ihm fast untergegangen und hat sich nur aufgearbeitet. So, wie ich bei meinem Mann.

    Wir sind inzwischen getrennt und mir und meinen Kindern geht es wieder besser.

    Schau auf dich und deine Familie, nicht auf den Vater. Du wirst es sehr wahrscheinlich nicht ändern oder beeinflussen können.

    Ich wünsche dir viel Kraft.

    LG ☀️

    Guten Morgen Mel,

    und willkommen.

    So wie dir geht es hier vielen anderen. Komm erst einmal in Ruhe an und lies dich ein. Du wirst viele Parallelen finden. Vergleiche und betrachte kritisch das Geschehen zu Hause, dann wirst du deinen Weg finden.

    Als ich mich hier vor über einem Jahr angemeldet habe, war ich am Ende mit meinen Kräften und völlig verzweifelt. Ich hatte nach einer Lösung gesucht meinen Mann zu bekehren und auf ein Happy End gehofft. Das Forum hat mir mein Leben und das meiner Kinder gerettet. Es war schonungslos und hart, hat mich aber auch immer wieder getröstet und aufgefangen. Heute bin ich glücklich getrennt und kann mein Leben und das meiner Kinder ohne Fremdsteuerung frei gestalten.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft auf deinem Weg.

    LG ☀️

    Hallo zusammen,

    ein kurzes Update.

    Nach der letzten Aktion meines Noch-Mannes am 30.10.25 ist es momentan eher ruhig. Ich traue es mich fast gar nicht aufzuschreiben. Es fühlt sich an wie die Ruhe vor dem nächsten Sturm.

    Mir und den Kindern geht es soweit gut.

    Es gibt Tage, da zieht es mich runter und ich würde am Liebsten aufgeben. Aufhören zu kämpfen und ihm einfach alles überlassen und verzichten, nur der lieben Ruhe wegen. Solche Tage sind allerdings eher die Ausnahme.

    Es gab auch ein paar Niederschläge. Sowohl meine beiden Sachbearbeiterinnen vom Jugendamt, als auch das Einwohnermeldeamt lassen mich hängen, verstrecken sich hinter ihrem eingeschränkten Zuständigkeitsbereich und dem Datenschutz. Ich habe gelernt, dass der Datenschutz nur Täter schützen und nicht die Opfer.

    Ich hatte auch schöne Zeiten die letzten 2 Wochen. Ich habe nette Menschen in meiner realen SHG näher kennengelernt und werde mich mit der einen oder anderen auch mal außerhalb der Gruppe treffen.
    Ich war fort mit Freunden und hab nach über 10 Jahren mal wieder richtig Spaß gehabt und ausgiebig gestanzt und gesungen. Und ja, davon kann man sogar Muskelkater bekommen.🫣

    Mein Bruder hat sich von seiner Partnerin getrennt und ist nach fast 3 Jahren Isolation wieder in unsere Familie zurückgekehrt. Ich freue mich sehr darüber, da wir uns immer sehr nahe standen. Ich helfe ihm bei der Wohnungseinrichtung und seinem Streit um Umgangs- und Sorgerecht für seinen 6-jährigen Sohn. Das tut mir gerade wirklich gut. Ich bin abgelenkt von meinem Mist und bekomme wieder Geschwisterliebe.

    Mein Noch-Mann hält sich weiter versteckt und lebt in seiner eigenen Welt. Am Montag habe ich durch einen Onlineartikel erfahren, dass er sich als Bürgermeisterkandidat in unserer Gemeinde für eine sehr unbeliebte Partei hat aufstellen lassen. Das war noch mal ein riesengroßer Schock. Mittlerweile bin ich es gewohnt, dass fast wöchentlich ein neuer großer Hammer aus seiner Richtung geflogen kommt.

    Heute habe ich mich mal ausgiebig mit dem Thema Kokainkonsum auseinander gesetzt, weil ich mir diese krasse Wesensveränderung und die Wahnvorstellungen nicht nur mit Alkohol einfach erklären konnte. Nun habe ich festgestellt, dass er das Zeug schon seit Jahren konsumiert haben muss. Immer wieder mal für bestimmte Phasen. Ich dachte, er tut das erst seit Frühjahr 2025. Nicht nur die Wesensveränderung, sondern auch viele Verhaltensweisen, die früher nicht da waren, lassen mich darauf schließen. Weiterhin sind körperliche Symptome und Krankheiten aufgeführt, die er bereits seit ca. 5 Jahren immer wieder hatte.

    Ich bin einerseits geschockt und andererseits unglaublich erleichtert, dass er nicht mehr an meinem Leben teil nimmt. Die Trennung war das Beste was ich tun konnte. Ich hätte nicht einen Tag länger warten dürfen.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.

    Liebe Grüße

    ☀️

    Hallo Halbmond,

    ich kann mir 2 Gründe für sein Verhalten zusammenreimen,

    Vielleicht hat er deinen Brief gelesen und gemerkt, dass seine Welt ins Wanken gerät. Also versucht er dich wieder in die Spur zu bringen. In seiner Vorstellung muss er dir dafür nur seine Zuneigung zeigen…..

    Oder er steckt inzwischen so tief in der Sucht, dass seine Wahrnehmung so fehlgeleitet ist, dass er tatsächlich glaubt es sei noch alles ganz okay. Schließen bist du ja wieder gekommen. Das wertet er vielleicht als Zeichen deiner Zuneigung….

    So oder so, hat er den Ernst der Lage noch nicht begriffen. Pass auf dich auf.

    LG ☀️

    Hey hopeless,

    das hast du wirklich gut gemacht. Da kannst du mächtig stolz auf dich sein. Klopf dir mal auf die Schultern und sei gut zu dir selbst. Das war bestimmt nicht einfach, aber notwendig.

    Ich freu mich für dich, dass du die Kraft gefunden hast, deine Grenze zu formulieren und auszusprechen. Du hast alles richtig gemacht.

    Jetzt kannst du erst einmal durchschnaufen und zusehen, was passiert. Mit ganz viel Vorsicht und Skepsis. Lass dich nicht einlullen und von deinem Weg abbringen, sonst war dieser Milenstein umsonst.

    LG ☀️

    Hallo releaseme,

    zum Weinen wollte ich dich eigentlich nicht bringen, aber ich verstehe was du meinst. Ich hab vor ein paar Tagen meinen eigenen Faden angefangen zu lesen und musste auf Seite 5 aufhören, weil ich so am Schluchzen war.

    Manchmal braucht man nur einen Spiel vorgehalten bekommen.

    Und ich stelle die letzten Wochen mein ganzes bisheriges Leben

    Das mache ich auch seit einigen Monaten. Jede komische Situation wird noch einmal durchdacht und viele Verhaltensweisen hinterfragt. Ich kann nun von außen neutral auf mein Leben blicken, ohne Nebel und rosarote Brille. Und dann hab ich mich angefangen zu fragen, wie ich das soooo lange mitmachen konnte. Natürlich war der Hauptgrund die Kinder, aber auch meine eigene Vergangenheit mit meiner Herkunftsfamilie hat mich wieder eingeholt. Verdrängtes ist plötzlich wieder präsent und schon schließt sich der Kreis.

    Obwohl ich im Leben außerhalb von zu Hause eine sehr selbstbewusste, lebensfreudige junge Frau bin. Ich habe studiert, bin selbstständig berufstätig, ich kann leicht auf eigenen Beinen stehen, habe sooo viele Herzensmenschen die hinter mir stehen und habe trotzdem so Angst vor diesem einen Schritt den ich noch machen muss.

    Ich habe zwar nie studieren dürfen und war nur ein paar Jahre selbstständig, aber ansonsten passt das auch voll auf mich. Nutze das aus! Du musst nicht abhängig sein!

    Aber ja, bei uns hat alles geklappt über so eine lange Zeit, weil ich es war, die sich so verbogen hat, damit es eben klappt. Das war auch lange vor dem Alkohol so - das wird mir jetzt schmerzlich bewusst. Jeder schöne Abend, jede Überraschung, jedes romantische Wochenende - im Nachhinein hab immer ich alles organisiert

    Ja, bei uns das gleiche. Was meinst du wie viel Zeit ich jetzt plötzlich habe? Als wäre ein Kind ausgezogen. Ich fühle mich so befreit, dass klingt gemein, aber es ist leider so.

    Vl kriege ich so eine 2.Chance um noch ein paar Jahrzehnte anders leben zu können, wenn es mir bestimmt ist!

    Nicht „vielleicht“. DAS ist deine 2. Chance. Du musst nur in dein neues Leben starten. Du schaffst das, da bin ich mir sicher.

    LG ☀️

    Guten Morgen releaseme,

    Es kommt andauern die Frage - und was ist wenn du jetzt alles aufgibst und es hätte vielleicht doch noch alles gut werden können? Diesen Gedabken muss ich lernen wegzusperren. Das ist das schwierigste für mich.

    Du bist an einem Punkt, wo diese Gedanken ganz und gar nicht mehr hingehören,

    Wenn du jetzt mal das ganze rosarote Liebesgedöns weglässt, was gibst du dann auf?

    Eine total kaputte Beziehung. Einen kranken Mann ohne Einsicht. Eine toxische Situation für die Kinder. Einsamkeit. Respektlosigkeit. Demütigungen.

    All den Dingen möchtest du nachtrauern?

    Frag dich lieber, was du gewinnst!

    Glückliche und befreite Kinder voller Dankbarkeit. Lebensfreude. Leichtigkeit. Selbstbestimmung. Unabhängigkeit. Glück und Liebe.

    Du hältst an etwas fest was total kaputt ist. Frag dich doch mal, was passiert, wenn du jetzt nicht gehst? Mal dir ein Mal die schlimmsten Gedanken dazu aus.

    Bei mir ist es dann noch schlimmer gekommen, als ich es mir je hätte vorstellen können. Und ich bin überglücklich, dass nicht mehr mit durchleben zu müssen.

    LG ☀️