Beiträge von Emmi

    Hallo Rina,

    da hast du vollkommen Recht - ich versuche sie die meiste Zeit mit Humor zu nehmen. Oft gelingt mir das auch aber manchmal fühl ich mich einfach nur ungesehen.. und halt nicht genug.. naja..

    Lieber Kazik,

    das liest sich traurig und tut mir leid dass du Ihnen bis heute nicht verzeihen konntest.

    Ich für mich wünsche mir verzeihen zu können.

    Schönen Abend

    Emmi

    Ihr Lieben,

    ich komme aus meinem Gedankenkarussell nicht wirklich raus. Ich lebe nicht bei meinen Eltern, bin 600 km weiter weg gezogen. Bin aber oft dort, da ich eine Schwester habe und Nichten und dort gerne bin, und meine Eltern im Grunde auch mag, aber sie mich sehr beschäftigen und ich verstehe nicht wieso. ich bin kein Kind mehr und mir sollte es egal sein was sie von mir halten. Ich haue dann immer mal wieder wütend ab und bin froh sie für ein zeitchen nicht zu sehen.. Aber dann ein Anruf genügt und ich bin wieder drinnen in dem Strudel.

    Es geht dabei nicht um Alkohol, sondern um andere Themen, die ich aus erkenntlichkeitsGründen hier nicht ausbreiten möchte, aber das Fazit ist immer dass ich dann vermehrt den Drang verspüre zu Trinken und nicht bei mir bleiben kann und nicht weiss wie damit umgehen.

    Danke fürs Zuhören
    Emmi

    Danke Ihr Lieben,


    ja Anna, da hast du wahrscheinlich Recht, es sind Familiendynamiken aus denen man nicht rauskommt, auch wenn ich weit weggezogen bin sehe ich meine Eltern doch immer wieder und immer wieder dreht sich die selbe Platte..

    LG

    Emmi

    Hi Alle,

    nicht dass ein falsches Bild entsteht: mein Vater ist auch ein toller Mann, gebildet, gesund und aktiv und sich immer um die Familie so gut es ihm halt möglich war gekümmert. Trotzdem ärgert mich das Gefühl das er mir gibt, dieses "ihm nicht genügen" "ihm Probleme bereiten" macht mich wütend und gleichzeitig sehr traurig, obwohl ich lang schon kein Kind mehr bin.

    Danke, ja genau so ist es.

    Mein Vater ist kein schlechter Mensch, er hat nur keinerlei Suchtverhalten und ist extrem diszipliniert und ich habe ständig das Gefühl "ihn" in "seiner" Lebensqualität zu beeinflussen. Ich weiss nicht welche Knöpfe da gedruckt werden, aber mir ist das immer nervig vorgekommen, dass er meine Mutter stets ermahnt hat wenn sie naschen wollte, anstatt ihr ihre Eigenverantwortung zu lassen..

    ich muss darüber nachdenken

    Danke Anna und LK,

    dann erzähl ich mal woher der Grund meines "Verzichtdenkens" kommt.

    Meine Mutter ist Zuckerkrank, d.h. sie "darf" keinen Zucker essen, bzw. darf es schon aber es schadet ihr. Ähnlich wie beim Alkohol.

    Ich war mit meinen Eltern (sie wissen Bescheid) einen Aperitiv (oder eben für mich nicht) trinken. Da meinte mein Vater wie "arm" er sei, mit seiner Frau könne er nichts Essen und mit seiner Tochter nicht mehr trinken.
    Hat mich überallermassen genervt. Er hat mir das trinken nicht zu verbieten, wenn ich wollte dürfte ich, es ist nicht verboten, - verboten ist betrunkener Auto zu fahren, aber nicht das trinken an sich. Dass ich nichts trinke ist einzig und allein meine Sache. Ich war ziemlich wütend und habe rumgemotzt, da meinte er: "fängst mir aber nicht wieder an."

    "Ich" - "Ihm" - man bedenke ich habe das Erwachsenenalter längst erreicht (40+) und ärger mich grad massgeblich

    Danke fürs zuhören

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen und Anstösse,

    Was genau beweinst du gerade?

    ich beweine dass ich nicht dazugehöre und ein Sonderfall zu sein scheine, was natürlich quatsch ist

    Ich habe hier anfangs ganz viel gelesen und ganz viel geschrieben, der Gedanke, gemütlich mit einem Aperitif in der Sonne zu sitzen, kam mir noch kein einziges Mal.

    mir zugegebenermassen öfters, weil es bei uns einfach Kultur ist ab 11:00 einen sommerlichen Aperitiv einzunehmen. Ich werde mich aber bemühen ein gutes Alternativgetränk zu finden.

    Der regelmäßigere Austausch hier im Forum mit den anderen trockenen Alkoholikern kann Dir helfen Dich weiter zu entwickeln. Du hast viel zu grosse Abstände zwischen Deinen Meldungen, dabei hast Du doch bestimmt immer viel zu berichten. Hier ist Dein Thread, hier kannst Du alles lassen und bekommst Reaktionen.

    ja, da hast du Recht liebe Elly, ich lese zwar mit - hatte aber wenig spannendes zu berichten...

    Mein Problem ist glaub ich: ich bin nicht zufrieden Abstinent, sondern einfach nur Abstinent und komme vom Gedanken "ich darf nicht" nicht in ein "ich will nicht"

    Sonne ist wunderschön- was hat das mit dem Zeug zu tun, das ich auch immer gerne getrunken habe, aber das mir eigentlich gar nicht schmeckt.

    da wo ich lebe ist das Usus dass Sonne und Genuss mit dem Zeug zu tun hat und man tatsächlich gefragt wird "ob man krank" sei wenn man nicht mitmacht.

    Sorry, ich jammere gerade weil ich mich selbst nerve;-)

    Alles Liebe Emme

    Hallo Ihr Lieben,

    wollt mich mal wieder melden, mein Leben plätschert ereignislos dahin.. der Gedanke an Alkohol ist immer mal wieder verstärkt da. Mich in die Sonne setzen und wie "Alle Anderen" gemütlich einen Aperitiv trinken. Ich weiss, ich muss mir vor Augen halten wohin das bei mir führen würde.. aber die Gedanken kann ich grad nicht abschalten - so nach: würd ja keiner mitbekommen..

    Die Vernunftstimme sagt natürlich das Gegenteil: Beweg dich lieber und zerstör dich nicht..

    macht mich alles gerade etwas unruhig

    Danke liebe Rennschnecke und Elly,

    sorry für mein Untertauchen. Wie ihr vielleicht gemerkt habt war ich sehr unrund - da kam ein glückliches Angebot, nämlich ein Retreat mitten in einem Wald im Kloster. Dort habe ich die letzten 2 Wochen verbracht, auch Silvester - und es war grossartig. kein Empfang, kein Mail , kein Radio kein TV, nur Natur, liebe Leute in der Gruppe, Wald - Bewegung, Sauna und Megaviel Zeit für mich selbst.

    Das war die genau richtige Entscheidung und für mich ein toller, nüchterner Einstieg ins Jahr 2025

    Danke Euch

    LG
    Emmi

    Danke lieber Bono für deine Zeilen.

    die Erkenntnis ist da - und der Wille zur Absinenz auch. Hab die Weihnachtsfeiertage OK überstanden. Aber dachte meine Depression legt sich mit dem weglassen des Alkohols, dem ist aber nicht so.

    Daher kreise ich oft darum vielleicht doch was zu trinken, damits mir besser geht. Bis jetzt konnte ich standhaft bleiben, aber dauerhaft steh ich das so nicht durch..

    Hallo und vielen Dank für eure Gedaken,


    Hing das direkt mit Alkohol zusammen oder siehst Du das eher als

    meiner Beobachtung nach schon.

    Richte Deinen Blick in die Zukunft, das Vergangene ist vergangen.

    ist nicht so einfach wenn man Menschen die man vor den Kopf gestossen hat auch in der Zukunft noch in seinem Leben haben möchte.


    Ich kenne die Thematik "Depression und Alkohol" und was vorher da war weiss man nicht. Gewiss ist, dass Alkohol die Depression erst beiseite fegt und dann verstärkt. Mein Arzt sagt, es ist wie mit Kreditkarte zahlen - die Rechnung kommt nachher.

    Theoretisch verstehe ich es ja aber Praktisch fehlt mir die Umsetzung..

    Grüsse von der nachdenklichen Emmi

    Liebe Alle,

    vielen Dank für euer herzlichen Willkommen. Glaube ich bin hier genau richtig.

    würde gerne auf einzelne Beiträge eingehen, schaff das mit dem zitieren aber noch nicht. nehme an es geht mit dem Gänsefüsschen Zeichen, aber das Zitiert immer die Ganze antwort, lösch ich da einfach das weg , was ich nicht zitieren möchte?

    @ Nayouk: ja, das war auch mein Eindruck nach dem Gespräch, jetzt bin ich allerdings etwas verunsichert durch Aussagen über Ecken und das lässt mich meine Zeit jetzt auch nicht wirklich geniessen.. weiss nicht ob das so verständlich ist, will nicht zu detailliert schreiben..

    @ Seeblick: ja, auch du hast Recht, aber es fällt mir grad schwer weil ich so tief in der Depression stecke dass das unmöglich scheint.. nicht gut

    @ Alex: ja, die Wut - da kann ich ansetzen, doch ist sie real? Nüchtern bin ich ein recht friedlicher Mensch, unter Alkohol meist auch, aber es kann auch vorkommen dass ich einfach unter Alkohol superwütend werde und verbal oder schriftlich meine Wut ziemlich heftig kundtue. Ist die Wut real oder entsteht sie erst durch das Gift das ich mir zuführe und meine Emotionen verwischt?

    Ich lese hier (leider) im Angehörigen Bereich von Frauen immer wieder den Satz über ihren Partner: nüchtern ist er der liebste Mensch, unter Alkohol kann ich ihn nicht ausstehen.
    So wohl auch bei mir. Die frage die ich mir stelle: was ist denn echt? ist meine Wut real?

    LG
    Emmi

    Danke liebe Seeblick und alle anderen,

    leider freut mich derzeit gar nichts und bin in der Selbstmitleidsphase gefangen. Klar, ich kann es jetzt besser machen aber das sage ich mir halt schon sehr oft. Ich beschäftige mich schon so lange mit dem Thema und habe in der Theorie wohl schon viel verstanden, nur das Handeln ist nicht immer mitgezogen und bin in regelmässigen Abständen durchgedreht und habe die Menschen beleidigt, bzw meine Wut kundgetan, die ich am meisten liebe und die sich nun endgültig von mir abwenden, was einerseits verständlich ist, andererseits mich in ein tiefel Loch stürzt, weil ich mir schon beim letzten mal vor ca. 1, 5 jahren geschworen habe es nie wieder so weit kommen zu lassen...

    Liebe Alle,

    wenn ich darf schreib ich hier jetzt einfach weiter in der Hoffnung dass es nicht zu viel ist, sonst bitte einfach weiterblättern;-)

    Alkohol war zeitlebens immer mein bester Freund und auch ärgester Feind. Hat mir aus so mancher Einsamkeit und Angstsituation geholfen, mir aber auch viel Nähe zu Menschen zerstört, die ich wirklich geliebt habe.

    Vor ca 6 Jahren habe ich betrunken einen Autounfall verursacht, niemand kam zu Schaden ausser dem Auto, das Vollschrott abgeschleppt werden musste.

    Was machte ich? bin am nächsten Tag zu einem wichtigen beruflichen Termin erschienen - musste ein Team von über 60 Leuten leiten und weiss nicht wie ich das hingekriegt habe.. Mit hohen Anwaltspesen hab ich dann meinen Führerschein recht bald wieder bekommen. MPU und alles gut überstanden, aber einsichtig war ich nur zwischendurch...

    Dann gab es beruflich eine komplette Überfordeung für mich.. muss beruflich viel unterwegs sein und wusste teilweise nicht mehr in welchem Land ich gerade aufwache, das konnte ich nicht ertragen, hab mich betäubt, und alle um mich herum beschimpft und verantwortlich gemacht. Man war sehr nachsichtig mit mir, da ich im Grunde meinen Job sehr gut erledige.. aber man meine Ausbrüche halt auch nicht mehr wirklich hinnehmen wollte.


    Es gab einen längeren Krankenstand, den ich nicht wirklich genutzt habe, dann wieder anfing und sehr schnell wieder am Punkt war dass ich komplett überfordert und unzufrieden war. Man bot mir eine bezahlte Auszeit an, in der ich mich jetzt befinde. hmm.. wie nutz ich die - derzeit im Rückzug, in Isolation, mich schämend was ich angestellt und verspielt habe.. aber es könnte auch eine Chance sein..

    Danke Alex_aufdemweg. Da hast du recht, es ist nicht "nichts" aber regelmässig hab ich es auch wieder kaputt gemacht und da seh ich das problem: der Vorsatz und die Kraft und auch die Einsicht und Reflexion sind immer gegeben - und dann komm ich immer mit der selbstzerstörerischen Abrissbirne daher und mache alles kaputt. Mein Umfeld hat den Glauben an mich Verloren, so ich auch ein wenig..