• Danke liebe Rennschnecke und Elly,

    sorry für mein Untertauchen. Wie ihr vielleicht gemerkt habt war ich sehr unrund - da kam ein glückliches Angebot, nämlich ein Retreat mitten in einem Wald im Kloster. Dort habe ich die letzten 2 Wochen verbracht, auch Silvester - und es war grossartig. kein Empfang, kein Mail , kein Radio kein TV, nur Natur, liebe Leute in der Gruppe, Wald - Bewegung, Sauna und Megaviel Zeit für mich selbst.

    Das war die genau richtige Entscheidung und für mich ein toller, nüchterner Einstieg ins Jahr 2025

    Danke Euch

    LG
    Emmi

  • Das freut mich für dich und auch, dass du gut ins neue Jahr gekommen bist.
    Dein „Retreat“ klingt interessant. Alles was stören könnte, wird ausgeschaltet und man ist auch viel mit sich alleine.
    Dann kann man einen Zugang zu sich selbst finden, wenn man sich darauf einlassen kann.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Emmi sowas würde ich auch gerne mal machen. Einfach mal 2-3 Wochen abtauschen und Zeit zu haben sich mit sich selbst zu beschäftigen und in sich zu gehen. Das hat dir sicherlich gut getan.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Hallo Ihr Lieben,

    wollt mich mal wieder melden, mein Leben plätschert ereignislos dahin.. der Gedanke an Alkohol ist immer mal wieder verstärkt da. Mich in die Sonne setzen und wie "Alle Anderen" gemütlich einen Aperitiv trinken. Ich weiss, ich muss mir vor Augen halten wohin das bei mir führen würde.. aber die Gedanken kann ich grad nicht abschalten - so nach: würd ja keiner mitbekommen..

    Die Vernunftstimme sagt natürlich das Gegenteil: Beweg dich lieber und zerstör dich nicht..

    macht mich alles gerade etwas unruhig

  • Mich in die Sonne setzen und wie "Alle Anderen" gemütlich einen Aperitiv trinken.

    Ist das wirklich gemütlich?
    Was genau beweinst du gerade?

    Ich weiss, ich muss mir vor Augen halten wohin das bei mir führen würde.. aber die Gedanken kann ich grad nicht abschalten - so nach: würd ja keiner mitbekommen..

    Müssen tust du gar nüscht.

    Vor Augen halten, wohin der Alkohol dich führt, finde ich schon eine echte Herausforderung.
    Ich denke zwar auch manchmal: Da will ich nie wieder hin….aber viel entspannter finde ich, dass ‚jetzt‘ zu genießen, mich in meinem nüchternen Leben zurechtzufinden und dafür zu sorgen, dass das auch so bleibt.

    Die Vernunftstimme sagt natürlich das Gegenteil: Beweg dich lieber und zerstör dich nicht..


    Wenn die Vernunftsstimme zu dir spricht, frage doch mal die Notwendigkeitsstimme.

    Für einen Alkoholiker kann es keinen Alkohol geben. Nicht hin und wieder, nicht eine Ausnahme, kein gemütlich in der Sonne dem Aperitif zulächeln…..wenn der Alkoholiker denn leben will.
    Leben ist für einen Alkoholiker nun mal nur absolut nüchtern möglich, eine Alternative gibt es nicht.

    Der erste Schritt ist die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, davon wird aber niemand zufrieden nüchtern. Ich wusste schon sehr viele Jahre, dass ich Alkoholiker geworden bin.
    Ich konnte erst zufrieden nüchtern werden, als ich das auch akzeptiert habe.

    Ich habe hier anfangs ganz viel gelesen und ganz viel geschrieben, der Gedanke, gemütlich mit einem Aperitif in der Sonne zu sitzen, kam mir noch kein einziges Mal.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Mich in die Sonne setzen und wie "Alle Anderen" gemütlich einen Aperitiv trinken.

    Wieso kommt sofort bei Sonne die Verknüpfung Aperitif? In der Sonne kann man eine tolle, kalte Cola oder einen schönen Kaffee trinken.

    Du bist für Dich allein abstinent, für niemand anderen, Emmi.

    Der regelmäßigere Austausch hier im Forum mit den anderen trockenen Alkoholikern kann Dir helfen Dich weiter zu entwickeln. Du hast viel zu grosse Abstände zwischen Deinen Meldungen, dabei hast Du doch bestimmt immer viel zu berichten. Hier ist Dein Thread, hier kannst Du alles lassen und bekommst Reaktionen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Man kann auch in der Sonne sitzen und ein Eis essen, einen Kaffee trinken, eine Limo, gar nix. Gemütlich ist es trotzdem.

    Ich kenne diese Verknüpfung von Aperol Spritz und Sommergefühl, aber im Grunde ist das eine Mischung aus Sucht und Marketing von Aperol.

    Sonne ist wunderschön- was hat das mit dem Zeug zu tun, das ich auch immer gerne getrunken habe, aber das mir eigentlich gar nicht schmeckt.

    So ein Bitter Lemon mit ordentlich Zitronensaft, bisschen Sprudel und etwas Minze, auf Eis. Das schmeckt tatsächlich und ist völlig alkoholfrei.
    Verknüpfungen verändern ist eine stete Aufgabe, die wir alle bewältigen müssen.

  • Vielen Dank für Eure Rückmeldungen und Anstösse,

    Was genau beweinst du gerade?

    ich beweine dass ich nicht dazugehöre und ein Sonderfall zu sein scheine, was natürlich quatsch ist

    Ich habe hier anfangs ganz viel gelesen und ganz viel geschrieben, der Gedanke, gemütlich mit einem Aperitif in der Sonne zu sitzen, kam mir noch kein einziges Mal.

    mir zugegebenermassen öfters, weil es bei uns einfach Kultur ist ab 11:00 einen sommerlichen Aperitiv einzunehmen. Ich werde mich aber bemühen ein gutes Alternativgetränk zu finden.

    Der regelmäßigere Austausch hier im Forum mit den anderen trockenen Alkoholikern kann Dir helfen Dich weiter zu entwickeln. Du hast viel zu grosse Abstände zwischen Deinen Meldungen, dabei hast Du doch bestimmt immer viel zu berichten. Hier ist Dein Thread, hier kannst Du alles lassen und bekommst Reaktionen.

    ja, da hast du Recht liebe Elly, ich lese zwar mit - hatte aber wenig spannendes zu berichten...

    Mein Problem ist glaub ich: ich bin nicht zufrieden Abstinent, sondern einfach nur Abstinent und komme vom Gedanken "ich darf nicht" nicht in ein "ich will nicht"

    Sonne ist wunderschön- was hat das mit dem Zeug zu tun, das ich auch immer gerne getrunken habe, aber das mir eigentlich gar nicht schmeckt.

    da wo ich lebe ist das Usus dass Sonne und Genuss mit dem Zeug zu tun hat und man tatsächlich gefragt wird "ob man krank" sei wenn man nicht mitmacht.

    Sorry, ich jammere gerade weil ich mich selbst nerve;-)

    Alles Liebe Emme

  • Hallo Emme,

    mal kurz ein Satz dazu.

    Ich habe mir das Trinken nicht verboten ("darf nicht"), weil ich so gestrickt bin, dass ich gegen ein Verbot immer innerlich rebellieren würde.

    Mein Leben gehört mir, und deswegen darf ich immer trinken.... wenn ich das will. Ich darf alles, wenn ich bereit bin, mit den Konsequenzen meines Handelns zu leben. das einzige, was ich muss, ist irgendwann sterben.

    Ich werde Dich nicht überreden, trocken zu bleiben. Aber es gab ja vermutlich Gründe, wegen denen Du aufhören wolltest.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Sorry, ich jammere gerade weil ich mich selbst nerve;-)

    Das ist doch ok. Wichtig ist, dass sich die Einstellung verändern muss. Ständiger Verzicht ist schwer auszuhalten. Aber etwas was man sich regelrecht abgewöhnt hat und eventuell gegen etwas anderes wirklich schönes ersetzt, vermisst man nicht.

    Denke drüber nach und habe keine Hemmungen dein dich selber nerven zu teilen!

  • Danke Anna und LK,

    dann erzähl ich mal woher der Grund meines "Verzichtdenkens" kommt.

    Meine Mutter ist Zuckerkrank, d.h. sie "darf" keinen Zucker essen, bzw. darf es schon aber es schadet ihr. Ähnlich wie beim Alkohol.

    Ich war mit meinen Eltern (sie wissen Bescheid) einen Aperitiv (oder eben für mich nicht) trinken. Da meinte mein Vater wie "arm" er sei, mit seiner Frau könne er nichts Essen und mit seiner Tochter nicht mehr trinken.
    Hat mich überallermassen genervt. Er hat mir das trinken nicht zu verbieten, wenn ich wollte dürfte ich, es ist nicht verboten, - verboten ist betrunkener Auto zu fahren, aber nicht das trinken an sich. Dass ich nichts trinke ist einzig und allein meine Sache. Ich war ziemlich wütend und habe rumgemotzt, da meinte er: "fängst mir aber nicht wieder an."

    "Ich" - "Ihm" - man bedenke ich habe das Erwachsenenalter längst erreicht (40+) und ärger mich grad massgeblich

    Danke fürs zuhören

  • Tja.

    Mein Vater hat mir ein elendes Alter vorhergesagt, wenn ich nichts trinke. Er hat sich lieber totgesoffen.
    Und dass ich aufgehört habe, weil es mir schadet, nannte er "Feigheit vor dem Feind".

    Wir machen alle so unsere Erfahrungen.

    Mach das, was Dir gut tut.

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    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Ich beweine dass ich nicht dazugehöre und ein Sonderfall zu sein scheine, was natürlich quatsch ist

    Hi Emmi,

    nun genau genommen bist Du ein Sonderfall. Du hast Deine Alkoholsucht gestoppt. Viele Alkoholiker*innen schaffen das nicht, Und Du bist ein Sonderfall unter den Nichtalkoholiker*innen. Den die können Alkohol trinken oder es lassen. Und diesbezüglich bist Du eben kein Sonderfall denn wenn Du wieder Alkohol trinkst dann wirst Du es wieder nicht lassen können,

    Und das macht mich hin und wieder auch einsam weil ich jetzt ja alle meine sozialen Kontakte quasi mit "Risiko bewerten" muss, Heißt ich muss mir Gedanken wann und wo ich mich mit meine Freund*innen treffen möchte. Ob es mir recht ist wenn sie im meinen Beisein Alkohol trinken. Etc, Ich habe zum Glück einige Freund*innen die sofort gesagt haben das sie in meinem Beisein keinen Alkohol trinken und wir uns dort treffen wo es für mich safe ist. Dafür bin Ich Ihnen sehr dankbar. Aber ich habe in meinem Faden auch schon geschrieben das ich Freund*innen und gute Bekannte habe bei denen ich das Gefühl habe das sie sich unsicher sind wie sie sich jetzt mir gegenüber verhalten sollen. Es sind keine Alkoholiker*innen aber es war für sie neu das ich einer bin. Und wenn ich ehrlich bin dann wäre ich mir auch unsicher wie ich mich mir selbst gegenüber verhalten sollte. Denn bei mir ist es jetzt gerade Mal drei Monate her das ich mir selbst eingestanden habe Alkoholiker zu sein und beschlossen habe von nun an Kazik zu sein der keinen Alkohol mehr trinkt. Da ist noch viel Unsicherheit. Und Unsicherheit finde ich kein schönes Gefühl. Aber es ist in meinem Fall ein Gefühl was ich aushalten möchte. Weil ich sicher weiß und das wusste ich schon bevor ich ernsthaft zu saufen begonnen habe das Alkohol meine Gefühle sein sie gut oder schlecht weder betäuben noch wegmachen kann. Und das heißt für mich schon etwas denn Alkohol ist eine starke Droge. Und ich kann das beurteilen. Also habe ich beschlossen mich meinen Gefühlen und Problemen ohne Alkohol zu stellen. Und das ist für mich tatsächlich eine Befreiung weil ich jetzt nicht mehr die ständigen Entzugssymptome habe und auch nicht mehr das ganze Gehassel der Beschaffung. Von allem anderen Elend mal abgesehen ist das für mich ein Gewinn.

    Wie andere schon schrieben mir hilft es mich hier aus zu tauschen. Vielleicht ist es ja auch was für Dich?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ich kann deinen Ärger total gut verstehen. Im Grunde bezieht er deine Sucht auf sich und das ist nicht fair. Was bricht ihm schon für ein Zacken aus der Krone, wenn er mit der Tochter Kaffee statt einen Aperitif trinkt.

    Ich kenne das von meiner Mutter, die zwar genau weiß was Sucht bedeutet, aber ständig ‚aber einen Sekt aus Höflichkeit wirst du ja wohl‘ trompetet.

    Es ist unsere Nüchternheit - unsere ganz allein. Wir sind verantwortlich dafür dieses neue nüchterne Leben schön auszufüllen und uns vor einem Rückfall zu schützen.

    Auch wenn manche Eltern auch bei 50jährigen Kindern noch nicht begreifen, dass sie es mit eigenständigen Menschen zu tun haben, sollten es doch wenigstens die erwachsenen Kinder tun.

    Schreibt sie weise und stampft bei der nächsten blöden Bemerkung von Mutti mit dem Füßchen auf und rennt heulend ins Zimmer.

    Diese Dynamik zu durchbrechen übe ich gerade sehr! Schwer ist das und klingt nach Psycho- ist aber Realität in vielen Familien.

  • Danke, ja genau so ist es.

    Mein Vater ist kein schlechter Mensch, er hat nur keinerlei Suchtverhalten und ist extrem diszipliniert und ich habe ständig das Gefühl "ihn" in "seiner" Lebensqualität zu beeinflussen. Ich weiss nicht welche Knöpfe da gedruckt werden, aber mir ist das immer nervig vorgekommen, dass er meine Mutter stets ermahnt hat wenn sie naschen wollte, anstatt ihr ihre Eigenverantwortung zu lassen..

    ich muss darüber nachdenken

  • kenne das von meiner Mutter, die zwar genau weiß was Sucht bedeutet, aber ständig ‚aber einen Sekt aus Höflichkeit wirst du ja wohl‘ trompetet.

    Ja,meine,unsere Elterngeneration hatten mit Alkoholsucht ihre eigene Meinung.Keine Krankheit, sondern Willensschwäche! Das ist aber auch verständlich, denn die Aufklärung und Einsicht,daß es eine Krankheit ist,setzte sich ja erst Anfang der 80'ziger langsam durch.Mein Vater war 5 Jahre im Krieg und 5 Jahre in Gefangenschaft.Er ist schon 20 Jahre tot.Diese Generation hatte ganz andere Probleme wie wir.Ich kann das dieser Generation nicht übel nehmen, denn die Aufklärung fand ja erst langsam in den 70'zigern statt, Das Alkoholproblem nahm ja in den Aufbaujahren erst langsam richtig durch den steigenden Wohlstand an Fahrt auf.Ich hatte in dieser Frage mit meinem Vater auch etliche Diskussionen. Ich hab meinen Frieden mit ihm gemacht. Jede Generation hat ihre eigenen Probleme.

  • Ja,meine,unsere Elterngeneration hatten mit Alkoholsucht ihre eigene Meinung.Keine Krankheit, sondern Willensschwäche! Das ist aber auch verständlich, denn die Aufklärung und Einsicht,daß es eine Krankheit ist,setzte sich ja erst Anfang der 80'ziger langsam durch.Mein Vater war 5 Jahre im Krieg und 5 Jahre in Gefangenschaft.Er ist schon 20 Jahre tot.Diese Generation hatte ganz andere Probleme wie wir.Ich kann das dieser Generation nicht übel nehmen, denn die Aufklärung fand ja erst langsam in den 70'zigern statt, Das Alkoholproblem nahm ja in den Aufbaujahren erst langsam richtig durch den steigenden Wohlstand an Fahrt auf.Ich hatte in dieser Frage mit meinem Vater auch etliche Diskussionen. Ich hab meinen Frieden mit ihm gemacht. Jede Generation hat ihre eigenen Probleme.

    Ja, das ist wohl so.

    Dazu kommt aus meiner Sicht, dass in unserer Elterngeneration während dem Krieg und danach ein selbstbestimmtes Leben eher Illusion war. Das hat mir geholfen, sie besser zu verstehen.
    Mein Vater hatte keine Wahl, sein Vater starb an der Front, er musste sich und seine Brüder mit 14 durchbringen. Der andere Großvater landete in Sibirien und fiel ebenso aus.
    Vertreibung, Flucht, etc.
    Die hatten kein lockeres Leben.

    Als ich mich da mal reinversetzt hatte, fiel viel Groll auf sie von mir ab.

    Ausserdem, sieht man bei Bauern wie bei deutschen Familienunternehmen und dem englischen Königshaus, spielt aber sicher auch in vielen normalen Familien eine Rolle, dass von Kindern schon von Geburt an erwartet wird, dass sie das elterliche Erbe fortführen.
    Es ist ja auch noch nicht so lange her, dass der Sohn automatisch den Beruf des Vaters übernahm.

    Und Eltern sind die ersten Bezugspersonen, die das eigene Erbmaterial an die Kinder weitergeben und die Kinder prägen, da kann man sich zwar davon lösen, aber nicht automatisch. Ich glaube, das spielt bei diesen Familienproblemen eine große Rolle. Bei mir direkt im Umfeld ist ein Fall, da wollen Eltern über das Testament noch über ihren Tod hinaus ihren Kindern mitteilen, was sie von ihnen halten. Beim Erben geht es oft noch mal ans Eingemachte.

    Gibt ja dann auch so die Trainigs, herauszufinden, was die inneren Antreiber sind, und ich kenne erfolgreiche Menschen, die immer noch davon getrieben sind, ihre Eltern nicht zu enttäuschen, obwohl sie nach aussen längst abgenabelt sind.

    Klugscheissmodus off, ich gehe mal wieder zu meinem eigenen Leben über.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Ich hatte das Glück einen tollen Vater zu haben. Er war ein fleißiger Mensch, dem seine Familie und seine Frau über alles ging. Politisch interessiert und auch im Alter über alles informiert. Er trank bei seinen Stammtischen immer einen Weinschorle und dann ein Cola. Zuhause gar nicht. Meine Mutter starb an Leberversagen obwohl sie nie getrunken hat. Ich habe lange gebraucht um das ganze Ausmaß der Erkrankung meines Xy zu erkennen und zu akzeptieren, dass ich da nichts bewirken kann.

  • Hi Alle,

    nicht dass ein falsches Bild entsteht: mein Vater ist auch ein toller Mann, gebildet, gesund und aktiv und sich immer um die Familie so gut es ihm halt möglich war gekümmert. Trotzdem ärgert mich das Gefühl das er mir gibt, dieses "ihm nicht genügen" "ihm Probleme bereiten" macht mich wütend und gleichzeitig sehr traurig, obwohl ich lang schon kein Kind mehr bin.

  • Ich habe lange gebraucht um das ganze Ausmaß der Erkrankung meines Xy zu erkennen und zu akzeptieren, dass ich da nichts bewirken

    Ich hab deine Anfänge hier im Forum verfolgt, als er noch gelebt hat und es ist schön ,zu sehen, wie du dich langsam freistrampelst und langsam immer stabiler wirst.Die Trauer wird langsam weniger und du hast die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.Ich freu mich für dich.

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