Beiträge von Kazik

    Hi Leonie,

    das tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht und Du Dich jetzt auch noch zusätzlich verletzt hast.;(

    Wenn Du zu Deinem Arzt gehst, frag Ihn doch ob er Dir eine Bedarfsmedikation oder Zusatzmedikation verschreiben kann, damit die Einstellung nicht so schwierig für Dich ist. Du könntest auch mit Ihm darüber sprechen, ob er Dich sofort in ein Krankenhaus einweist und Du dort für die Zeit der Einstellung bleibst. Dort wärest Du in Sicherheit und wärest unter Überwachung. Du solltest Deinem Arzt auf jeden Fall sagen, dass Du gerade ganz schön am Rand stehst und nicht weißt, wie lange Du das noch durchhältst.

    Was Du auf jeden Fall nicht machen solltest, ist das Medikament einfach selbstständig absetzen, damit würde es höchstwahrscheinlich nur noch schlimmer werden.

    Ansonsten kann ich Dir nur raten, was ich Dir schon geschrieben habe. Lass die Angst, Angst sein. Steigere Dich nicht rein. Lass sie kommen sie wird auch wieder gehen.

    Stay strong.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK,

    ich fand es nahezu unmöglich aus dem, was der User geschrieben hat, irgendetwas Verlässliches rauszuziehen. Das fand ich in erster Linie für Ihn sehr bedauerlich, weil das die Aussichten für seine weitere Abstinenz verschlechtert.

    Was seine jahrzehntelange Abstinenz angeht, scheint er diese nicht ausreichend und vor allem regelmäßig reflektiert zu haben. Sonst wäre er nicht rückfällig geworden. Und das unterscheidet ihn von Dir und Hartmut. Und das ist auch der Grund warum ich glaube das ich von seiner Abstinenz nichts hätte lernen können.

    Liebe Grüße

    Kazik

    mit den letzten Beiträgen in diesem Forum, habe ich den Eindruck gewonnen, das es viele in schwere Ängste versetzt ( bewusst oder unbewusst ), von Rückfällen nach vielen Jahren zu lesen...Das scheint mit vielen, sehr viel zu machen...

    Hi Murmel,

    ich habe während meiner handwerklichen Ausbildung etwas sehr Wichtiges für und mein Leben gelernt. Dass ich Respekt, aber keine Angst haben soll. Und so halte ich es mit allem, was mir so im Leben begegnet. Und so bleibe ich handlungsfähig.

    Ein Rückfall bedeutet für seine Dauer oder wenn ich ihn nicht gestoppt bekomme, das Ende meiner Abstinenz. Und davor habe ich großen Respekt. Denn ich weiß in meinem Fall, dass es mir ganz schnell wieder so schlecht gehen würde wie zu dem Zeitpunkt, wo ich aufgehört habe. Und es eigentlich nur noch die Frage ist, ob mein Körper aufgibt oder, was wahrscheinlicher ist, dass ich mental aufgebe. Ich habe keine Todessehnsucht. Außerdem habe ich viel Kraft und Energie gebraucht, um trocken zu werden und bis jetzt trocken zu bleiben. Es wird Stück für Stück leichter. Und ich bin Realist und weiß, dass meine Kraft und Energie endlich ist. Und deshalb ja ich habe sehr großen Respekt vor einem Rückfall.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK,

    dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Wir hatten uns ja auch schon bezüglich Klinikaufenthalten geschrieben und dabei festgestellt das wir uns dort ähnlich einrichten.

    Was Gruppen angeht. Ich bewege mich schon das ganze Leben in Gruppen. In manchen über Jahrzehnte. Und mir ist es auch wichtig, Kontakte und Freundschaften zu haben. Manche auch schon über Jahrzehnte. Allerdings bewahre ich mir auch meine Unabhängigkeit und lasse mich nicht vereinnahmen. Und damit fahre ich gut. Ich respektiere Menschen und erwarte, dass Menschen mich respektieren. Und wenn mich Menschen nicht respektieren, teile ich Ihnen das "freundlich aber bestimmt mit". Mir ist es egal, in welcher Rolle mich andere in einer Gruppe sehen. Solange sie aus dieser Annahme nichts was mich betrifft ableiten oder mir etwas aufdrücken wollen, ist alles gut.

    Gut das Dich Deine Schmerzen nicht vulnerabel bezüglich Alkohol machen. Warum das bei mir wegen meiner Depressionen so sein kann, dazu haben wir uns ja schon geschrieben.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Und naja, Hormone gehen bei mir schon ziemlich auf die Psyche, dadurch kommt auch öfters der Gedanke an Alk hoch, den ich dann wieder abwürgen muss.

    Hi Robyn,

    ich schreibe mal was, zu dem oben zitierten.

    Ich weiß jetzt nicht, was bei Dir auf die Psyche gehen heißt, aber ich habe wiederkehrende zum Teil schwere Depressionen. Und es gibt mir auch eine Verbindung zwischen meinen Depressionen und meiner Alkoholsucht, weil ich Alkohol als untaugliche Selbstmedikation benutzt habe. Ich wusste von Anfang an, dass, wenn ich ernsthaft saufen würde, das nicht nur nicht funktionieren wird, sondern gewaltig nach hinten losgehen würde. Nun das es nicht funktioniert, habe ich von Anfang an gemerkt, Alkohol konnte meine schlechten Gefühle nicht betäuben und das, was es betäubt, hat nahm rasch ab. Das war auch der Grund, warum ich weder meine Dosierung noch meine Taktung über die Jahre nicht verändert habe. Also das es wirklich nicht funktioniert, war also ziemlich schnell bewiesen. Blieb noch der Teil, ob es auch nach hinten losgehen würde. Um das herauszufinden habe ich mir dann die vollen neun Jahre meiner ernsthaften Sauferei Zeit genommen. Nach kurzer Zeit ging es mir schlecht. Dann sehr schlecht. Dann sehr, sehr schlecht, so schlecht wie es mir selbst in meinen schwersten Depressionen nicht gegangen ist. Und in den letzten Jahre variierte es nur zwischen diesen drei Zuständen. Irgendwann hatte ich im wahrsten Sinne die Schnauze voll. Ich habe keine Todessehnsucht und ich hatte mich lange genug an der Grenze zu nicht mehr leben wollen aufgehalten und ich hatte keine Kraft mehr. Also beschloss ich, der Beweis ist erbracht, Alkohol und Depressionen geht definitiv nach hinten los. Seitdem ist Alkohol tatsächlich kein Thema mehr für mich. Wie geschrieben ich habe keine Todessehnsucht.

    Seit ich trocken bin, sind Depressionen in meiner Welt okay. Und ich bin auch ärztlich eingebunden und dort schaue ich mir regelmäßig an, ob etwas bezüglich meiner Depressionen verändert werden muss. Und außerdem schreibe ich auch hier in meinem Faden darüber, wenn depressive Symptome mich belasten. Das entlastet mich. Ich habe das Gefühl, dass ich gelesen werde und nicht alleine bin. Und ich nehme dann aus den direkten Beiträgen mit was für mich hilfreich ist. Und damit fahre ich was meine Abstinenz, aber auch was meine Depressionen angeht gut.

    Vielleicht ist das ja auch ein Weg für Dich, wie Du diese SHG nutzen kannst.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK,

    first things first. Ich freue mich, dass es Dir psychomässig gut geht. Außerdem hat es mich gefreut, das Du nachgefragt hast und es freut mich auch von Dir zu lesen, was bei Dir so los ist. Auch wenn einiges was Du schreibst, nicht wirklich für Dich erfreulich sind. Aber das ist für mich im Guten der Sinn dieser SHG ich schreibe darüber, was jetzt trocken so bei mir los ist. Gutes und Schlechtes. Und vielleicht jammere ich hier auch mal rum, aber da werdet Ihr mir schon sagen, wann genug mit Gejammer ist. Da bin ich mir sicher.;) Und ja, mir sind hier auch einige Menschen definitiv nicht egal, weil ich zu denen eine Verbindung spüre. Das sind Menschen, die einen Zugang zu mir gefunden haben und zu denen ich glaube, dass ich einen Zugang zu Ihnen gefunden habe. Und das ist bei mir gar nicht so leicht.;) Und Du gehörst dazu.

    Zum Gejammer. Du bist für mich so überhaupt der Jammertyp. Ich persönlich würde mir für Dich wünschen, dass Du selbst etwas mitleidiger mit Dir selbst sein könntest. Denn immer die eisenharte Nummer ist ja auch irgendwie anstrengend. Und glaub mir ich weiß, wovon ich bei eisenhart mir selbst gegenüber spreche.;)

    Und auch wenn Du es nicht möchtest, sage ich Dir das es mir leidtut, das Dich Deine Verletzungsfolgen so plagen. In Deinen Worten mach damit was Du willst.;)

    Cool das es mit der Reha jetzt alles in Deinem Sinne klappt. Und der Ort hört sich schön an.

    Und ich könnte da keine Sehnsucht oder Emotionen bezüglich Alkohol brauchen.
    Ich will die Reha machen und mich darauf einlassen können.

    Nun ich als Frischling würde mir auf jeden Fall auch Gedanken darüber machen, was ich in Bezug auf Alkohol bedenken sollte. Und ich würde vorher auch mein Risikomanagement auf den neusten Stand bringen. Das ist eine komplett andere Umgebung und Menschen, die Du nicht kennst und die Dich nicht kennen. Allerdings glaube ich das Du ganz gut alleine klarkommst und das Du sehr gut auf Dich aufpassen kannst. Du hast ein Einzelzimmer, somit ist der Bereich schon einmal safe.

    Aber ich kann Deine Bedenken auch auf einer anderen Ebene verstehen. Ich hatte hier ja schon einmal geschrieben, dass ich bezüglich meiner Depressionen und Alkohol besonders achtsam sein muss. Weil ich in einer Depression vulnerabler für Saufdruck bin. Und ich kann mir vorstellen das Dich Deine starken Schmerzen auch vulnerabler für Saufdruck machen. Noch dazu wenn Du bestimmte Medikamente aus Gründen nicht nehmen willst. Da hast Du Dir in Deiner Vergangenheit sozusagen doppelt die Karten gelegt. Ist mir bezüglich meiner Depressionen auch passiert, ich habe in 2005 innerhalb sechs Wochen eine Abhängigkeit von einem mir verschriebenen Beruhigungsmittel entwickelt. Seither habe ich mir ein solches Mittel nur dreimal einmalig geben lassen weil Holland wirklich in Not war.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK,

    danke der Nachfrage. Soweit in Ordnung. Die Tage, bzw. letzten Wochen sind bei mir vermehrt depressive Symptome im Vordergrund. Ich bin mir immer noch ziemlich sicher, dass es keine richtige Depression ist. Aber ist letztlich auch egal, ich muss eben gut auf mich aufpassen. Schlechte Stimmung als Momentaufnahme nehmen. Negative Gedanken überprüfen. Und in Bewegung bleiben. Das wird wieder besser. Saufdruck habe ich keinen.

    Wie geht es Dir?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    mir geht es heute ziemlich bescheiden. Ist selbstverschuldetes Elend. Ich hatte gestern Morgen einen Termin bei meiner Hausärztin und eigentlich war eine Blutentnahme vorgesehen. Nun war sie krank und ein anderer Hausarzt der Praxis übernahm den Termin und meinte, die Blutentnahme wird dann beim nächsten Termin bei Ihr gemacht. So weit, so gut. Nun war ich nüchtern hingegangen und hatte auch mein Antidepressivum nicht genommen. Irgendwann am späten Nachmittag fiel mir das dann ein. Da mein Mittel antreibend ist, wusste ich das, wenn ich es spät am Tag nehme, dann wird das Nachts nichts mit schlafen. Da ich das Mittel schon seit zwanzig Jahren nehme und das nicht das erste Mal war, wusste ich, auch wenn ich es nicht nehmen würde, dass der nächste Tag aufgrund der Pegelschwankung im Blut nicht gut wird. Nun, ich entschied mich für gut schlafen und einen schlechten Tag. Schlafen war dann auch nicht so doll. Und deshalb bin ich heute nicht nur schlecht drauf, sondern auch noch müde. Ein Tag zum Abhaken.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Danke Ihr Beiden,

    dann scheint bei mir alles auf einem guten Weg in meine neue Normalität. Besser Geduldig zu sein lerne ich gerade. Und abnehmen bewerte, ich glaube im Moment über.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Verstehe. Nun kannst Du aber im Moment nicht mehr machen als stabil trocken werden. Deinen Part in Eurem Arrangement so gut, Du kannst zuverlässig übernehmen. Und signalisieren, dass Du jetzt trocken gerne einen Neuanfang Eurer Beziehung starten würdest. Denn das ist es was werden sollte, denn in Eurer vorherigen Beziehung hast Du gesoffen und deshalb hat sie sich getrennt. Und da kannst Du noch so viel drüber grübeln, der Ball liegt jetzt bei Ihr, ob Sie auch einen Neuanfang will. Also wozu grübeln?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ich,

    ich wollte einmal über zwei Beobachtungen der letzten Wochen schreiben.

    Schlaf. Insgesamt ist mein Schlaf schon um einiges besser geworden. Ich schlafe schnell ein. Und wache weniger auf. Und wenn ich aufwache, schlafe ich schnell wieder ein. Ich grübele wenig und wenn, dann kann ich das gut abstellen. Aber das richtig interessante ist, dass wenn ich schlafe, auch richtig weg bin. Keine Träume. Nix. Ich glaube so fühlt sich richtiger Schlaf an.;)

    Hunger. Ich habe seit ich trocken bin latent immer ein wenig Hunger. Und wenn ich nicht wirklich regelmäßig ausreichend esse und natürlich auch trinke, geht meine Stimmung schnell rapide in den Keller. Kannte ich vorher so nicht. Na ja, ich schiebe das mit abnehmen noch ein bisschen. Ist nicht so dringend.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Leonie,

    nix zu danken und gut, dass ich Dir ein wenig Mut mache. Ich weiß bestimmt da sind keine Tiger und der innere Antreiberteufel bekommt von mir auf den Deckel und kann froh sein das ich ihn nicht rausschmeiße. Er weiß allerdings auch nicht das es manchmal ganz gut ist, wenn er da ist, das erzähle ich ihm nicht.;)

    Ich persönlich habe allerdings keinen Zweifel an Deinem Mut. Du hast Dich bis hierher durchgekämpft. Du bist trocken. Das erfordert großen Mut, viel Kraft und das Schaffen nicht viele. Da kannst Du stolz drauf sein.

    Bleib bei Dir und setz Dich als Mensch an die erste Stelle. Und nimm Dir jetzt die Zeit, die es braucht, um Deine Depressionen und Ängste zu bewältigen. Es wird Schritt für Schritt leichter. Und wenn Du dann stabil bist, dann schaust Du Dir Deinen weiteren Weg an und dann entscheidest Du, was Du wie weiter machen willst auf diesem Weg.

    Alles zu seiner Zeit. Stay strong.

    Kazik

    Hi Leonie,

    ich drück’ Dir die Daumen, dass es das richtige Mittel ist.

    Halt durch. Wie geschrieben, ich weiß, dass das echt anstrengend ist. Zuerst wurde es bei mir zu Beginn oft sogar schlechter. Dazu die ganzen Nebenwirkungen. Dann muss sich der gewünschte Pegel im Blut aufbauen. Das dauert Wochen. Und wenn sich alles eingepegelt hatte, konnte ich erst gucken, was das Mittel wirklich macht. Und mit diesen ganzen Erfahrungen war das dann echt nervig den Ärzten zu sagen, dass das Mittel Wirkungen hat, die ich nicht haben will. Da musste ich echt geduldig sein. Nicht meine größte Stärke. Aber ich wusste eben auch, dass ich mit dem Mittel eine ganze Zeit leben muss, weil die, auch wenn alles optimal läuft, ja trotzdem über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. In meinem Fall werde ich diese Medikamente wohl bis an mein Lebensende nehmen.

    Stay strong.

    Kazik

    Hi Blendi,

    ich freue mich für Dich das Du Dich weiter in Deine Trockenheit eingroovst.;)

    Ich muss mich auch hin und wieder daran erinnern, dass ich auch eine Bremse habe, sogar eine Handbremse und dass meine Gangschaltung von Leerlauf an auch alle anderen Gänge hat. ;)

    Was meinen inneren Antreiber angeht, glaube ich nicht, dass es mein Suchtgedächtnis ist. Den habe ich schon so lange ich denken kann. Und er war auch schon oft sehr nützlich, besonders, wenn ich eine Depression hatte. Ich erziehe den immer mal wieder, wenn es nötig ist, damit er kapiert, was das neue Tempo ist. Und ich bin gerade dabei in jetzt trocken neu zu kalibrieren, weil es jetzt ein ganz neues Tempo gibt.;) Aber er wird schon langsam ruhiger, weil er ja auch seinen Job nicht ganz verlieren möchte. Im Normalbetrieb kommen wir ganz gut miteinander aus.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Leonie80 ,

    wenn es sich um ein Psychopharmaka handelt, dann sind Medikamentenwechsel echt anstrengend. Ich musste da auch ein paar Mal durch. Aber es hat sich gelohnt, ich habe jetzt seit zwanzig Jahren ein Mittel, was meine Depressionen betrifft, das tut, was es soll und keine Wirkungen hat, die ich nicht haben will. Da mussten die Ärzte 2005 ausprobieren und ich habe dreimal das Mittel gewechselt. Aber jetzt ist alles gut. Ich drück’ die Daumen, dass Du da bald durch bist.

    Ansonsten hörst Du Dich aber okay an. Und wenn alles gut läuft, gehst, Du gut eingestellt in die Klinik.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Carmen,

    ich bin wie hier bereits geschrieben der Ansicht, dass ich/Du die Vergangenheit nicht ändern kannst. Und Du solltest Dir auch vor Augen halten, dass Du mehrfach psychisch schwer krank bist, inklusive Deiner Alkoholsucht. Das ist keine Entschuldigung, aber jede einzelne Deiner Krankheiten kann eben zu sehr ungesunden Verhalten Dir und auch anderen gegenüber führen.

    Und das führt mich zu meinem Punkt. Wenn ich das richtig verstanden habe, bekommst Du jetzt trocken Hilfe von Deinem Therapeuten und von hier. Und ich frage mich, ob das ausreicht, besonders wenn Du schreibst, das Du Schwierigkeiten hast Dich mitzuteilen und es auch kaum Menschen gibt, denen Du Dich mitteilen kannst und willst. Das ist nicht gut und führt wahrscheinlich dazu, dass Du gehörig unter Druck gerätst. Und das gefährdet Deine Abstinenz.

    Ich bin, was meine anderen psychischen Erkrankungen angeht, in meiner Welt stabil. Ich habe regelmäßige Termine bei meiner Hausärztin, die mir meine Psychopharmaka verschreibt und bei der Suchtberatung wo ich mich mitteile und mir dort gemeinsam anschaue, ob alles stabil ist und ich auf einem guten Weg bin. Darüber hinaus tausche ich mich hier aus, wenn mich etwas beschäftigt.

    Ich schaue mit meiner Ärztin und der Suchtberatung auch regelmäßig auf stationäre oder ambulante Therapiemöglichkeiten, nur um das nicht aus den Augen zu verlieren. In meinem persönlichen Notfallkoffer ist das ich mich, wenn ich mich zu instabil fühle, dass ich mich sofort in eine ambulante oder stationäre Therapie je nachdem was notwendig ist begeben würde. Außerdem habe ich ein soziales Umfeld, mit dem ich mich austauschen kann und welches mich sofort unterstützen würde, wenn in ich in Schwierigkeiten gerate und um Hilfe bitte. Somit bin ich, was mein persönliches Hilfesystem angeht gut aufgestellt und stabil.

    Mir wurde zu Anfang hier geraten, dass ich mir jede Hilfe suchen soll, die ich kann. Und das habe ich wie eben geschrieben getan. Denn meine Alkoholsucht ist wie meine Depressionen eine schwere Krankheit, dort brauche ich wenn notwendig auch (professionelle) Hilfe.

    Vielleicht ist bei dem, was ich geschrieben habe, ja etwas für Dich dabei.

    Liebe Grüße

    Kazik