Leonie80 - Die Sonne scheint wieder...

  • Halt durch. Wie geschrieben, ich weiß, dass das echt anstrengend ist. Zuerst wurde es bei mir zu Beginn oft sogar schlechter. Dazu die ganzen Nebenwirkungen. Dann muss sich der gewünschte Pegel im Blut aufbauen. Das dauert Wochen.

    Es ist wirklich anstrengend. Da muss ich jetzt durch. Ich will wieder ohne Angst und Panik das Haus auch mal für länger verlassen können. Meine Dinge erledigen, meine Hobbies. Tageweise geht es und dann wieder nicht.

    will. Da musste ich echt geduldig sein. Nicht meine größte Stärke. Aber ich wusste eben auch, dass ich mit dem Mittel eine ganze Zeit leben muss, weil die, auch wenn alles optimal läuft, ja trotzdem über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. In

    In Geduld muss ich mich da auch üben. Ich hoffe sehr, dass es hilft und ich wieder Normalität reinbekomme. Die einfachsten Dinge sind teilweise ne riesen Herausforderung.
    Ich lese da gerne bei und von dir. Du hast in dem Bereich schon einen langen Weg hinter dir. Das macht mir Mut. Vielen Dank dafür.

  • Hi Leonie,

    nix zu danken und gut, dass ich Dir ein wenig Mut mache. Ich weiß bestimmt da sind keine Tiger und der innere Antreiberteufel bekommt von mir auf den Deckel und kann froh sein das ich ihn nicht rausschmeiße. Er weiß allerdings auch nicht das es manchmal ganz gut ist, wenn er da ist, das erzähle ich ihm nicht.;)

    Ich persönlich habe allerdings keinen Zweifel an Deinem Mut. Du hast Dich bis hierher durchgekämpft. Du bist trocken. Das erfordert großen Mut, viel Kraft und das Schaffen nicht viele. Da kannst Du stolz drauf sein.

    Bleib bei Dir und setz Dich als Mensch an die erste Stelle. Und nimm Dir jetzt die Zeit, die es braucht, um Deine Depressionen und Ängste zu bewältigen. Es wird Schritt für Schritt leichter. Und wenn Du dann stabil bist, dann schaust Du Dir Deinen weiteren Weg an und dann entscheidest Du, was Du wie weiter machen willst auf diesem Weg.

    Alles zu seiner Zeit. Stay strong.

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo ihr Lieben,

    die Feiertage stehen an und bei mir geht es psychisch drunter und drüber. Mal ok mal gar nicht. Gestern war s ganz ok. Heute wieder eine Katastrophe.

    Ich habe heute nochmal einen Arzttermin. Ich muss wohl etwas Wartezeit in Anspruch nehmen. Das ist mir egal. Das muss dringend abgeklärt werden. Vielleicht passt das Medikament nicht oder muss angepasst werden. Morgens wird es immer schlimmer mit Angst und Panik. Den ganzen Tag Unruhe. So geht das nicht. Mein Nervensystem ist permanent auf Alarmstufe rot. Schwer auszuhalten.

    Verletzt habe ich mich auch noch. Werde nach dem Arzt ggf. noch in die Notaufnahme fahren bzw. mich fahren lassen und abklären ob nichts gebrochen ist.

    Momentan sind die Tage echt sehr beschwerlich. Aber ich gebe nicht auf.
    Ich will, dass es mir wieder gut geht.

    Ich bin Gott sei Dank nicht alleine.

    In dem Sinne, frohe Ostern und schöne Feiertage.

    Liebe Grüße

  • Hi Leonie,

    das tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht und Du Dich jetzt auch noch zusätzlich verletzt hast.;(

    Wenn Du zu Deinem Arzt gehst, frag Ihn doch ob er Dir eine Bedarfsmedikation oder Zusatzmedikation verschreiben kann, damit die Einstellung nicht so schwierig für Dich ist. Du könntest auch mit Ihm darüber sprechen, ob er Dich sofort in ein Krankenhaus einweist und Du dort für die Zeit der Einstellung bleibst. Dort wärest Du in Sicherheit und wärest unter Überwachung. Du solltest Deinem Arzt auf jeden Fall sagen, dass Du gerade ganz schön am Rand stehst und nicht weißt, wie lange Du das noch durchhältst.

    Was Du auf jeden Fall nicht machen solltest, ist das Medikament einfach selbstständig absetzen, damit würde es höchstwahrscheinlich nur noch schlimmer werden.

    Ansonsten kann ich Dir nur raten, was ich Dir schon geschrieben habe. Lass die Angst, Angst sein. Steigere Dich nicht rein. Lass sie kommen sie wird auch wieder gehen.

    Stay strong.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Wenn Du zu Deinem Arzt gehst, frag Ihn doch ob er Dir eine Bedarfsmedikation oder Zusatzmedikation verschreiben kann, damit die Einstellung nicht so schwierig für Dich ist.

    Danke Kazik. Das werde ich auf jeden Fall fragen. Zur Not halt ins Krankenhaus.

    Was Du auf jeden Fall nicht machen solltest, ist das Medikament einfach selbstständig absetzen, damit würde es höchstwahrscheinlich nur noch schlimmer werden.

    Nein. Das mache ich auf keinen Fall.
    Ich möchte einfach irgendeine Lösung, dass es erträglicher ist. Das kann mir der Arzt am besten sagen, was und wie.

    Danke für deine Zeilen. Muntert mich etwas auf.

    Liebe Grüße

  • Hi Leonie,

    wie geht es Dir?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Kazik, lieb, dass du fragst. Dankeschön.

    Ich bin ziemlich platt. Ich war ja nochmal beim Arzt. Das Medikament hat nicht gepasst, trotz Mini- Dosierung. Ich nehme es jetzt nicht mehr in Absprache mit dem Arzt. Ich habe die letzten Jahre etliche Medis ausprobiert. Nichts davon habe ich vertragen. Die Nebenwirkungen sind immer so heftig. Ich reagiere da sehr empfindlich.
    Ich habe nach einer pflanzlichen Alternative gefragt und versuche das seit vorgestern. Es bringt etwas Erleichterung und mir geht es tatsächlich etwas besser. Ich habe auch wieder Hunger.
    Ich habe noch ein anderes Medikament mitbekommen. Ich kann es nehmen, muss aber nicht.

    Ich mache das dann lieber, wenn ich in der Klinik unter Dauerbetreuung bin. Ich habe jetzt noch mehr Angst vor den Nebenwirkungen. Zuhause fühle ich mich da nicht gut damit. Ich habe das Gefühl mein Körper will die Medikamente nicht.

    Gestern war ganz gut. Heute Morgen wieder 1 Stunde etwas hart. Ich versuche meinen Fokus auf etwas anderes zu lenken und mich nicht reinzusteigern.

    Die Angst kommt und geht auch wieder. Es sind auch keine Tiger da und ich sterbe auch nicht. Das weiß ich, aber der Körper will es noch nicht ganz verstehen.
    Das ist seit der Geschäftsreise sehr oft morgens. Das hat mich anscheinend so arg getriggert, dass alles auf Alarm steht im Körper. Ich versuche es mit Atmung, Meditation und leichter Bewegung.

    Ich muss ausprobieren was und welche Techniken am besten helfen.
    Ich bleibe dran und lasse mich nicht unterkriegen.

    Liebe Grüße

  • Hi Leonie,

    gut das Du mit Deinem Arzt eine Lösung gefunden hast, mit der Du jetzt erst mal bis zu Deinem Klinikaufenthalt so gut es geht, durchkommst. Ich drück Dir alle meine Daumen.;)

    Und super das Dein Kopf weiß das keine Tiger da sind und Du nicht tot umfällst. Das ist ein Riesenschritt. Dein Anspannungslevel ist im Moment so hoch, dass Dein uraltes Angstprogramm beim geringsten Anlass anspringt und dann wird Dein Körper sofort in den Zustand kämpfen oder fliehen versetzt wird. Eben als ob doch ein Tiger da wäre. Und weil das eben ein so wichtiges Programm ist, das ganz tief verankert. Und es ist eben auch sehr wichtig, weil wenn Du doch mal in einer für Dich gefährlichen Situation bist, der Körper sofort auf einhundert Prozent Leistung sein muss, damit Du mit maximaler Kraft kämpfen oder fliehen kannst.

    Und um dieses Anspannungslevel wieder herunterzubekommen, dauert es eine Zeit. Ich bin in 2005 zum Teil jeden Tag stundenlang spazieren gegangen, um mich auszupowern. Allein. In Begleitung. Egal.

    Zur Empfindlichkeit. Diese Medikamente versuchen einer oder zwei Botenstoffe im Gehirn auf ein normales Maß zur regulieren. Mehr machen die nicht. Aber da das Gehirn mit Abstand das empfindlichste Organ in unserem Körper, ist es von den kleinsten Veränderungen irritiert. Und da das Gehirn den ganzen Körper steuert, sind solche Irritationen (in diesem Fall Wirkungen und Nebenwirkungen eines Medikaments) auch so stark spürbar. Und manchmal eben auch sehr unangenehm. Insofern ist es, glaube ich, eine gute Entscheidung, dass Du Dich in der Klinik einstellen lässt.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ich hoffe natürlich, dass es dir gut geht und du stabil bist.

    Bin etwas verpeilt. Sorry.

    Liebe Grüße

    Hi Leonie,

    stabil was meine Abstinenz angeht ja. Stimmung könnte besser sein, aber ich komme klar.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • stabil was meine Abstinenz angeht ja. Stimmung könnte besser sein, aber ich komme klar. ;)

    Das freut mich, dass du zumindest abstinenztechnisch stabil bist.
    Ich hoffe deine Stimmung steigt bald wieder. Aber so ist es nun mal. Jeder Tag ist nicht gleich. Wenn du klar kommst, ist alles gut 👍🏼

    Mein Suchthirn hat sich nicht gemeldet. Das steht eigentlich schon mal in der Ecke und würde was sagen wollen, wenn s mir so schlecht geht. Gerade würd s da mächtig Anschiss geben. Braucht gar nicht auftauchen. Mein Körper ist aktuell mit anderen Dingen beschäftigt.

    Danke, dass du mir das so gut und ausführlich beschrieben hast, was im Körper bei Depressionen und mit den Medis so vor sich geht.

    Hilft mir sehr, es nochmal besser zu verstehen.

    Liebe Grüße

  • Mein Suchthirn hat sich nicht gemeldet. Das steht eigentlich schon mal in der Ecke und würde was sagen wollen, wenn s mir so schlecht geht. Gerade würd s da mächtig Anschiss geben. Braucht gar nicht auftauchen.

    Super gut Leonie!

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo ihr Lieben,

    ich möchte mich mal wieder melden.

    Der Termin mit der Klinik steht. Es geht demnächst los. Ich bin etwas aufgeregt, freue mich aber auch. Ich hoffe, dass ich die Hilfe bekomme, die ich brauche und es einfach besser und gut für mich wird.

    Die letzten Tage hat sich wieder alles etwas stabilisiert. Ich kann wieder länger ins Auto und vor die Tür. Die morgendlichen Panikattacken sind einer gelegentlichen Unruhe gewichen. Damit komme ich ganz gut klar.
    Mein Leistungsspektrum hängt im unteren Level. Ich bin dabei es zu akzeptieren, dass mal mehr, mal weniger, mal gar nichts geht. Kämpf ich dagegen an und prügel mich irgendwo durch, bekomme ich postwendend von meinem Körper eins auf die Zwölf. Dann geht nämlich gar nichts mehr.
    Immer noch meine Lernaufgabe. Auf mich und meinen Körper hören, runterfahren, Nein sagen, wenn s zu viel wird.

    Ansonsten habe ich gerade starke Gelüste nach Tee und Kräuterlimonaden. Morgens und Abends Tee und zwischendrin die Limos in der Sonne. Mein Kind hat mich fragend angeschaut, weil ich eben etwas mehr Tee gekauft habe. Ich möchte ein wenig Auswahl und es ist definitiv günstiger als Klamotten shoppen. Mir macht Tee gerade mehr Freude und gesundes Essen.
    Ich freue mich sehr, dass ich nach den letzten Wochen wieder Appetit, Lust auf etwas bzw. Hunger habe. Das war komplett weg.

    Bevor es in die Klinik geht, treffe ich mich noch mit ein paar lieben Freunden und organisiere was zu organisieren ist, wenn ich weg bin.

    Das war‘s erst mal wieder.

    Ich wünsche euch einen tollen Wochenanfang.

    Liebe Grüße

    Leonie

  • Hey Leonie,

    das wie es Dir geht, hört sich doch besser an. Schon einige Schritte weiter. Geduld. Ich freue mich für Dich.

    Und bald schon geht es in die Klinik. Super, darüber freue ich mich auch für Dich. Ein bisschen Aufregung ist doch okay, Du bleibst da ja wahrscheinlich auch ein paar Tage.;) Aber wie schon geschrieben meine Erfahrungen bei meinen Klinikaufenthalten waren immer gut. Mach es wie hier am Anfang geraten wird, bleib bei Dir, sei offen und nehme mit, was für Dich passt. Ich bin mir sicher, Dir wird dort geholfen.

    Und wenn Dir mal langweilig ist, kannst Du ja hier lesen und schreiben.;)

    Ich drücke Dir alle meine Daumen.

    Liebe Grüße Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Aber wie schon geschrieben meine Erfahrungen bei meinen Klinikaufenthalten waren immer gut.

    Ich hoffe das wird es bei mir auch. Ich habe mittlerweile so Angst vor neuen Leuten und neuen Situationen. Total bescheuert eigentlich. Ich werde versuchen, mich darauf einlassen. Kann nur besser werden.
    Gewissen Dingen muss man sich stellen, dann kann auch Heilung erfolgen.

    Und wenn Dir mal langweilig ist, kannst Du ja hier lesen und schreiben.

    Das werde ich auf alle Fälle tun. 😊

    Wie geht es dir Kazik? Du liest dich sehr aufgeräumt und positiv.

    Liebe Grüße

  • Hi Leonie,

    danke der Nachfrage. Bei mir ist es stimmungsmäßig gerade schwankend. Die letzten Tage waren gut, heute ist es nicht so gut. Hängt auch immer ein wenig damit zusammen, was so ansteht. Ich musste mich zusätzlich zu meinen Aufgaben noch mit meinem Computersystem auseinandersetzen, weil das seit ein paar Tagen Probleme macht. Ich habe noch ein zweites Backupsystem, aber das ist nicht so komfortabel eingerichtet wie mein Hauptsystem. Und das geht mir etwas auf die Nerven, weil ich ja auch noch anderes zu tun habe.;) Aber ich bin weiterhin ziemlich sicher, dass es keine echte Depression ist, sondern sich jetzt trocken, mein Gehirn noch dabei ist auf Normalbetrieb zu kommen. Und wie ich Dir ja vor ein paar Tagen geschrieben habe, ist das Gehirn sehr empfindlich und deshalb fühlt sich das eben manchmal echt unangenehm an.

    Zu Deinen Ängsten. Habe ich Dir ja schon geschrieben, die sind nicht bescheuert, sondern Dein Anspannungslevel ist so hoch, dass Dein Angstprogramm beim kleinsten Anlass anspringt. Und der Klinikaufenthalt ist kein kleiner Anlass.;) Aber dort bist Du in Sicherheit und kannst dort Deine Ängste ansprechen und mitteilen, wie sehr sich Dich quälen. Dann können Dir die Profis in der Klinik helfen, da bin ich mir sicher. Sei einfach offen und teil Dich mit über alles, was Dir in der letzten Zeit Schwierigkeiten bereitet hat. Ich kann Dir versichern, die Profis dort werden Dich ernst nehmen und Dir helfen. Das sind Profis, die kennen sich mit Deinen Ängsten und Depressionen aus, da brauchst Du nichts zu verheimlichen. Du bist Ihre Patientin und Du wirst dort behandelt.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Guten Morgen ihr Lieben,

    ich wäre heute zum Maibaum aufstellen auf dem Dorf eingeladen gewesen. Da geht es sehr feucht-fröhlich zu. Ich habe abgesagt. Sind sehr nette Leute aber ich möchte da nicht hin.
    Mein Rückfall liegt erst ein paar Monate zurück und ich habe keine Lust, dass mich da etwas triggert, ich Suchtdruck bekomme und meine Abstinenz gefährde. Solche Veranstaltungen hallen ja auch immer nach. Nein! Da bin ich raus. Ich halte auch keine betrunkenen Leute mehr aus. Ich weiß wie es da abgeht. War ja früher mittendrin statt nur dabei. Ich habe mich selber jahrelang so dämlich benommen wenn ich besoffen war. Ich schäme mich heute noch in Grund und Boden dafür. Nun ja. Es ist meine Vergangenheit. Die kann ich nicht mehr ändern. Aber heute und jeden Tag kann ich es anders machen und alkoholfrei leben. Ich will mich nicht in ein nasses Umfeld setzen und mir betrunkene Leute anschauen. Die, die es wollen und damit klarkommen, können das sehr gerne tun. Für mich ist das keine Option.

    Ich fahre lieber später zur Familie in den Garten, ohne nasses Gelaber und Gegröhle. Da ist es alkoholfrei, da fühle ich mich sicher.

    Ich wünsche euch einen schönen Feiertag.

    Liebe Grüße


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