Beiträge von Kazik

    Aber zuerst etwas für meinen selbsterwählten Partner in Crime.

    Hi LK,

    habe ich das jetzt richtig verstanden, ich bin auch Dein selbsterwählter partner in crime. Wow! Lass mal verabreden und ein paar crimes verüben. In Echtzeit.;)

    Loslösen. Keine Sorge ich lasse Dich nicht so nah heran das loslösen eine "Schwierigkeit" wird. Es gibt tatsächlich ein paar Menschen die ich so dicht heranlasse aber von denen wollte ich mich bis jetzt nicht lösen und die auch nicht von mir. Auch wenn ich mit einigen fast gar keinen Kontakt mehr habe.

    Nein ich habe meinen Nicknamen nicht wegen seinem schönen Klang gewählt. Auch wenn er für mich sehr schön klingt. Er hat mit einem sehr ernsten Thema zu tun mit dem ich mich schon Jahrzehnte auseinandersetze. Und zu dem ich eine sehr klare Position habe. Die ich ähnlich wie mein inneres Kind mit allen Mitteln verteidige. Aber das Thema gehört hier nicht her.

    Ich habe tatsächlich auch schon ein paar Mal darüber nachgedacht ob ich mich Mal auf die Suche nach Dir machen sollte. Und ich könnte mir vielleicht sogar vorstellen das wenn ich alle meine Register ziehe und eine wenig Glück habe das ich Dich finden würde. Aber ich bin kein Stalker und es gibt für mich keinen Grund warum ich das herausfinden sollte.

    Zu dem Rest was Du schreibst schreibe ich nichts und nehme nur mit was für mich passt. Ich freue mich nur darüber das diese SHG für Dich und mich gut ist.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    ich bin heute früh zu Hause. Der Grund ist das es sich heute total entschleunigt anfühlt. Es fühlte sich so an als wenn ich auf meinem Motorrad mit normaler Geschwindigkeit unterwegs bin und trotzdem rechts und links Blumen pflücken könnte.;)

    Und nachdem ich dann im Standgas durch meine Aufgaben gedümpelt bin. Und ich dann alles geschmeidig erledigt hatte. Habe ich beschlossen i call it a day und bin abgedüst.

    Meine Wut hat es heute auch a day gecallt.

    Am Abend habe ich noch einen handwerklichen Arbeitseinsatz, aber händische Arbeit ist für mich die pure Entspannung. Da läuft mein Kopf fast immer im Leerlauf. Und wenn es richtig gut läuft habe ich nur die Leitung, kann Menschen rumkommandieren und brauche keinen Handschlag zu machen.;) Obwohl es tatächlich äusserst unwahrscheinlich ist das ich keinen Handschlag mache. Ich kann schlecht daneben stehen.

    Ultrakurze Wasserstandsmeldung. Mir geht es gut.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Solche Generalisierungen finde ich unpassend. Für Verhaltenstherapeuten ist alles "erlernt", für Tiefenpsychologen ist es Ausdruck eines inneren Konflikts. Und die ganz Schlauen reden vom bio-psycho-sozialen Modell, sozusagen die All-inklusive-Variante. Hier im Forum irgendwelche Analysen und Zuschreibungen zu Leuten zu machen, die wir nicht mal kennen, finde ich schwierig.

    Und Depression trifft nicht nur "theoretisch" jeden, sondern das ist tatsächlich so. Klar finde ich bei jedem immer einen Hintergrund. Der Konstruktivismus lässt grüßen.

    Ich selbst kann jedenfalls am meisten hier für mich raus ziehen, wenn Leute von sich selbst sprechen. Das lässt mir auch die Luft zu entscheiden was für mich passt und was nicht. Ich lese so oft "du musst", "du solltest", "wenn ich an deiner Stelle wäre, dann würde ich...". Unsinn! Wenn du an meiner Stelle wärst mit meiner eigenen Geschichte und meinen Prägungen, dann würdest du es so machen wie ich, denn dann wärst du ja nicht du...🙃

    Ja, bei Leuten mit Kindern, da verstehe ich das eher mit den Aufforderungen. Aber selbst da kann ich mir vorstellen, dass ein Bericht eines EKA mehr bewirkt, als alle Apelle.

    Hi Ihr,

    ich hole das mal zu mir. Ich habe über dreissig Jahre Erfahrungen mit meinen schweren "normalen" Depressionen. Und ich bin inzwischen ein Experte was meine schweren "normalen" Depressionen angeht. Und ich kann mit Selbstvertrauen sagen das mir niemand etwas Neues über meine Depressionen erzählen kann. Ich verfolge die Entwicklung in der Wissenschaft dazu, schon aus Eigeninteresse. Und nach meiner Meinung sind Depressionen inwischen im Bewusstsein der Menschen angekommen aber die Forschung dazu geht seit Jahrzehnten freundlic ausgedrückt sehr langsam. Ein Indiz dazu sind die Entwicklung neuer Antidepressiva.

    In diesen Jahrzehnten habe ich in unterschiedlichen Therapierichtungungen Therapien gemacht. Die meisten haben mir auf Ihre Art geholfen. Eine allerdings überhaupt nicht. Ich hatte eine Reihe von Klinikaufenthalten meist akut. Ich hatte Gruppentherapien. Und nicht nur dort habe ich mit vielen Depressiven Kontakt und mich ausgetauscht. Und zusammen mit meinen eigenen Erfahrungen weiß ich genau was ich mit "normalen" Depressionen meine.

    Ich habe in meiner Wahrnehmung weder geschrieben das was ich meine für alle Depressiven und Depressionen. Ich habe in meiner Wahrnehmung hier in der SHG bis auf einem Fall (den ich bereue) Keiner geschrieben, Sie muss oder Sie sollte. Und wenn ich hier über eine depressive Person schreibe dann verallgemeinere ich nicht sondern schreibe etwas zu dieser Person vor meinem Hintergrund und mit meinem Wissen.

    Auch wenn ich das bei mir und auch bei anderen noch nicht erlebt habe das Professionelle einem Menschen eine Depression aufdrücken wollen. Ich und die anderen hatten eine Depression. Kann ich mir vorstellen das es passiert. Was ich allerdings mit Sicherheit auschliessen das dies häufig vorkommt oder gar die Regel ist. Ich hätte das sonst mitbekommen. Und da ich meine Depressionen wie meine Alkoholsucht todernst nehme. Wehre ich mich auch dagegen das sich der Eindruck das dies häufig vorkommt oder die Regel ist festsetzt. Denn das könnte dazu führen das ich meine Depressionen nicht todernst nehme. Und das könnte für mich tödlich sein.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich schreibe jetzt noch etwas und ich möchte Dir wieder nicht zu nahe treten. Hätte er eine Krankheitseinsicht in seine Depressionen gehabt dann hätte er gewusst das eine unbehandelte Depression nicht nur eine sehr schwere Krankheit ist sondern auch ein hohes Risiko für vermeidbaren Selbsttötungen haben. Und die Kombination von Alkohol und Depressionen ist eine tödliche Kombination. Und das wird er auch gespürt haben. Aber er hat sich auch entschieden seine Selbstötung mit Alkohol durch zu führen. Ein grauenhafter Weg/Tod. Aber es war eine Selbsttötung.

    Und ich habe das hier schon einmal in einem anderen Faden geschrieben. Eine Selbsttötung eines nahestehenden Menschen ist ein okayer Grund wütend zu sein auf diese Person. Viele Menschen spüren das nicht oder wollen das nicht spüren. Auch das ist okay.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo wieweiter,

    ich versuch das Mal zu erklären. Ich hatte postnatale Depressionen als ich oben geschrieben habe nicht auf dem Schirm. Und ich kann mir vorstellen das postnatale Depressionen wie bei Dir häufig keine tiefere Ursachen haben.

    Ich habe allerdings auch schon Frauen kennengelernt bei denen sie eine tiefere Ursache hatten.

    Was ich geschrieben habe sind meine Erfahrungen meiner "normalen" Depression. Und das was ich von anderen Depressiven auf meinem langen Weg erfahren habe.

    Ich hoffe das hilft Dir weiter.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi wieweiter,

    ich hatte schwere Depressionen bevor ich ernsthaft mit dem saufen angefangen habe. Das zu Deiner Frage. Ich hatte auch schwere Depressionen während des saufens. Das grundsätzliche über meine Depressionen, also das Verstehen und Wege wie ich mir selbst helfe habe habe ich nüchtern gelernt. Und das geht auch nur nüchtern. Ich wäre aus jeder jeder Depressionsabteilung und aus jeder Therapie zurecht rausgeflogen wenn ich Alkoholiker gewesen wäre. Weil das dann von den professionellen verschwendete Resourcen gewesen wären. Und ich hätte das hoffentlich auch verstanden. Ich habe es auf jeden Fall heute verstanden. Denn ich wäre nicht auf die Idee gekommen eine Therapie während des saufens an zu fangen, denn die hätte erst Recht nicht funktioniert weil Alkohol Depressionen befeuert. Ich wusste das ich eine echte Depression nur nüchtern angehen kann. Und tatsächlich sind meine Depressionen seitdem ich nüchtern bin nicht mehr das "Problem". Und ich hoffe ich trete Dir jetzt nicht zu Nahe, aber Dein Partner hatte weder Krankheitseinsicht was seine Depressionen angeht noch das er Alkoholiker ist. Hätte er diese gehabt dann hätte er verstanden das er erst seinen Alkoholismus stoppen musste und dann die Depressionen angehen kann. Und ich vermute Mal das im schon klar war das er irgendeinen Rucksack trägt als er ernsthaft mit dem saufen begonnen hat. Denn obwohl Depressionen eine Hirnorganische Krankheit ist die theoretisch auch einen völlig gesunden Menschen ereilen kann, habe ich bis jetzt noch nicht einen einzigen depressiven Menschen kennengelernt bei dem die eigene Hilflosigkeit nicht erlernt war.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK,

    falls Du Dich über den Lachsmiley wunderst, ich hatte Auswahl zwischen drei Smileys, die alle in gewisser Weise für mich zugetroffen hätten.

    Aber jetzt bin ich Alle. Aber ich lese bei Dir mit, denn Du bist ja mein gewählter partner in crime.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi,

    nochmal. Ich bin mit mir soweit fein. Nur meine Gefühle (Wut) sind noch nicht so ganz überzeugt.

    Und die Entscheidung zum Ausstieg aus der einen Aufgabe habe ich tatsächlich zur Risikominimierung getroffen. Und das das andere Projekt in einigen Wochen abgeschlossen ist freut mich sehr. Und wenn ich mich freue ist das gut für meine Abstinenz.

    Und nur nochmal für mich. An der Aufgabe aus der ich ausgestiegen bin habe ich zwei Phasen zehn Jahre gearbeitet. Und neben meiner Profession war in beiden Phasen meine Aufgabe für mein Team und alle anderen Teams Probleme aus dem Weg zu räumen. Und das habe ich bis auf die letzte Teilaufgabe die ich gerne alleine zu Ende gebracht hätte gemacht.

    An dem Projekt was jetzt auf der Zielgerade ist habe ich zusammenhängend in zwei Anläufen fünf Jahre gearbeitet.

    Blut, Schweiß und Tränen. Und ich habe beide Aufgaben übernommen weil ich es wollte und sie mir wichtig waren. Mich hat niemand gezwungen und mich kann auch jetzt niemand zwingen die eine Aufgabe wieder auf zu nehmen. Es hat niemand eine Handhabe gegen mich.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    leider zog sich der Shitstorm des Teams wo ich Samstag ausgestiegen weiter hin. Ich bin gestern dann aus allen Nachrichtenkanälen rausgegangen. Aber meine Wut ist weiterhin ein ziemliches Thema. Ich habe mich schon mit Freundin ausgetauscht die bis vor zwei Jahren Teil des Teams war. Und die aus Gründen weiterhin alle Nachrichten bekommt und mich angerufen hatte weil sie mir sagen wollte das sie die Shitshow mitliest und mir gratuliert hat rausgegangen zu sein. Auch weil zu Ihrer Zeit die Verantwortung immer an uns beiden hängengeblieben ist. Vorhin habe ich noch einen Kaffee mit einer anderen Freundin getrunken, die auch im Thema ist und alle anderen Teammitglieder kennt. Die meinte auch nur gut das ich daraus bin.

    Das andere Vorhaben von dem ich geschrieben habe, geht jetzt in den finalen Endspurt und nun müssen alle Beteiligten auf umsetzen gepolt werden. Time of talking is over. Aber das Ende ist schon gut in Sicht und bis dahin halte ich noch gut durch.

    Wasserstandsmeldung. Seelisch körperlich okay. Stimmung okay. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK,

    nein ich brauchte in der Zeit wo ich ernsthaft gesoffen habe keine Anlässe. Ich habe und "musste" mich auch nicht gegenüber irgendwem rechtfertigen. Und ich habe mich auch nicht mir gegenüber nicht gerechtfertigt. Ich hatte auch kein schlechtes Gewissen. Ich wusste was ich tat und "wollte" was ich tat. Da waren solche Anlässe eher so was wie "innere Schmincke", jetzt ist es noch mehr okay zu saufen. Ich war kein Belohnungstrinker.

    Und all das trifft auch auf meine viel längere Zeit des "riskanten Konsums" zu. Also die Zeit wo ich zwar hart an die Grenze zur Abhängigkeit gegangen bin aber nicht drüber. Und ich wusste bei allen Substanzen genau wo die Grenze ist. Deshalb habe ich einige Substanzen auch nur probiert und dann die Finger davon gelassen. Mit einigen davon wäre ich keine Vierzig geworden. Und ich hätte diese mit Sicherheit nicht entzogen. Und ich hätte erst recht mit Sicherheit keine Abstinenz auch nur Ansatzweise hinbekommen. Ich habe meine Abschüsse nicht so generalsstabsmässig geplant wie Du. Aber wenn ich wollte fand ich Wege. Und mich hätte definitiv nichts aufhalten können. No way. Aber ich hatte bei meinen Abschüssen auch immer noch die "Kontrolle". Ich habe nichts getan was ich nicht "wollte". Aber zurück zu den oben geschriebenen Anlässen, die Wahrscheinlichkeit das ich mich zeitnah danach abgeschossen habe stieg exponentiell.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK,

    heute beneide ich um die Sonne!;)

    Zu der Reha und Deiner "eigenen" vorzeitigen Berentung, freue ich mich mit Dir. Und Du schreibst ja auch das Du mit Dir soweit fein bist.:thumbup:

    In Deinem Faden war in letzter Zeit ja ordentlich was los. Ich lese mit und nehme mit was passt. Und da war einiges dabei.;)

    Vielleicht schreibe ich irgendwann auch noch etwas. Das ist dann vielleicht nicht tagesaktuell, aber manche Themen sind ja auch zeitlos.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Aber du fühlst dich ja gut mit deiner Entscheidung jetzt, da klingt keine Angst vor der Veränderung durch, sondern dein „damit im Reinen sein“, und das hat mich gefreut beim Lesen.

    Hallo Thalia,

    danke für Deine Nachricht. Und ja ich freue mich mich auch über meine Entscheidung.

    Aber ich würde lügen wenn ich schreiben würde das "ich damit im Reinen bin". Angst ist nicht so das Thema, damit komme ich inzwischen gut klar, nachdem ich nach 2005 meine Angsterkrankung mit therapeutischer Hilfe überwinden konnte. Aber es gibt einen Zusammenhang zwischen Angst und Wut und Aggression. Beides brauche ich um die eine Option, erfolgreich kämpfen zu können. Die andere Option ist erfolgreich fliehen. Das sind die beiden einzigen Optionen damit meine Angst weggeht. Und meine Wut war in den letzten drei Tagen sehr präsent.

    Ich komme gerade von einem Termin der Abschlusbesprechung vor der Umsetzung eines großen Projekts das jetzt mindestens zwei Jahre anstrengendem Vorlauf hatte. Und zum Schluss der finalen Beschlussfindung noch einmal anstrengender wurde. Und nachdem eigentlichen Termin standen das Planungsteam von dem ich Teil bin noch kurz vor Ort und sind im Schnelldurchlauf noch einmal durchgegangen ob wir alles im Blick haben. Und bei den kurzen Diskussionen bin ich zum Schluss schon für alle merkbar hart an den Rand meiner Selbstbeherschung gekommen. Ich habe mich dann bei allen entschuldigt und das haben alle auch angenommen. Die wissen alle auch das ich jetzt trocken bin. No hard feelings. Und wir haben uns auch sehr darüber gefreut das nun unser Part fast vorbei ist und wir jetzt nur noch die Umsetzung überwachen müssen. Es gab auch von niemanden das Ansinnen das wir das heute noch begiessen müssten. Aber beides wäre für mich ein willkommener Anlass zu saufen. Ich habe aber keinen Saufdruck. Ich bin nur froh das ich jetzt zu Hause bin. Puh.

    Wasserstandsmeldung. Körperlich und seelisch gut. Stimmung okay, latent wütend. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ja das kenne ich auch, zumal wenn ein gelöscht geglaubtes Feuer wieder auflodert.

    Hi Nayouk,

    wie Du weiter oben in meinem Faden lesen kannst, ist das Feuer bei mir nicht gelöscht und ich habe statt einem Eimer auch nur einen Eimer mit einigen Löchern erwerben können. Und der Weg zum Brunnen ist weiterhin weit.;) Aber ich bin zufrieden es könnte wesentlich schlimmer sein.

    Aber ich habe aufgehört "Sprit" auf die Flammen zu giessen um mich dann zu wundern warum die Flammen nicht ausgehen. Und das könnte nicht besser sein.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Deine Meinung hat sich von Samstag bis heute ganz schön geändert.

    Hi LK,

    das stimmt. Ist dem Verlauf des Termins und dem Nachgang geschuldet. Hatte ich als Option aber schon parat.


    Einem sinnlosen Streit gehe ich aus dem Weg, wenn ich emotional dazu in der Lage bin. Bin ich nicht immer.
    Das unterscheide ich aber davon, ob ich mich von etwas vertreiben lasse, was mir wichtig ist. Wenn es wichtig für mich ist, ist der Streit nicht sinnlos.

    Auch das kann ich für mich unterschreiben.

    Ich kann Dich zu wenig einschätzen, um zu beurteilen, ob Du Deinen kompletten Ausstieg irgendwann bereuen wirst. Vielleicht geht während Deiner Abwesenheit ja auch Dein Gegenspieler?

    Ich bereue nichts in den Jahren der Arbeit an der Aufgabe. Ich bereue nichts an der Arbeit an der Teilaufgabe. Ich habe getan was ich konnte und bin damit fein. Ich bereue nicht meinen jetzt Komplettausstieg. Es ist eine Bestätigung meiner Entscheidung. Und es geht nicht nur um meine Gegenspielerin sondern um das komplette Team,das habe ich am Samstag allerdings nicht gesagt. War auch nicht nötig. Wir sind gleichberechtigt und ich wende mich jetzt nicht an irgendwelche Entscheider*innen. Wenn diese irgendetwas unternehmen wollen dann tun sie es. Diese Aufgabe wird noch viele Jahre fortbestehen. Und ich bin in einer guten Position wieder ein zu steigen, wenn sich das Team auflöst und ich das dann möchte. Insofern ist alles für mich gut. Kann sein das ich irgendwann Schuldgefühle bekomme aber damit gehe ich dann um.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ja bei der Familienberatung war ich schon und gehe ich auch nochmal hin.

    Ich komme eher nicht drum herum, mich beim Jugendamt zu melden, egal wie. Weil ich auch den Erzieherinnen und Leiterin von meiner Situation erzählt hatte, habe ich auch da nochmal ein Gespräch, was ich tun kann, damit er nicht mehr alkoholisiert oder bekifft bei mir ist. Wenn ich nichts mache, dann müssen Sie das dem Jugendamt melden, aber würden mich unterstützen und gut für mich reden, denn sie bekommen mit, dass ich mich gut um mein Kind kümmere, was er natürlich auch macht, soweit es geht, nur dass er nicht nüchtern oder klar im Kopf ist.

    Hi Matrix,

    wie Du weißt schreibe ich hier nicht gerne weil ich denke das Dir nur andere Co's wirklich Hilfe zur Selbsthilfe geben können.

    Ich finde das Du Deine Situation und die Deines Kindes sehr tapfer angehst. Und auch Deine Ängste damit angehst. Nimm Dir hier und auch sonst alle Hilfe die Du kriegen kannst. Und geh weiter Schritt für Schritt.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    weil ich mir die Frage tatsächlich auch schon länger stelle und es gerade bei einer anderen Userin gelesen habe, ist es unter Wahrung der Forenregeln möglich mir zu beschreiben was mich im Grünen Bereich erwartet? Also was anders zum offenen Bereich ist? Und ob mein Faden dann hier bleibt und ich dort einen neuen aufmachen muss? Oder ich meinen Faden mitnehme? Oder ob ich meinen Faden hier und im Grünen Bereich weiterführen kann? Für beides gebe es für mich gute Gründe. Falls diese Fragen hier nicht beantwortet werden kann. Kann ich es irgendwo nachlesen? Oder könnte mir Eine eine private Nachricht schicken?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    ich habe hier gestern eschwänzt.;) Weil ich gestern noch einen anderen Termin hatte und die restliche Zeit des Tages damit verbracht habe soviel Sonne zu bekommen und mir soviel Gutes angetan habe wie geht.;)

    Leider spamt die Person des Samstagstermin unseren Nachrichtenkanal weiter mit Ihren Befindlichkeiten zu und ist dann auch zu toxischen Anwürfen mir gegenüber übergegangen. Ich habe mich dann gestern entschlossen die mir sehr wichtige Teilaufgabe dieser Gruppe nicht weiter zu bearbeiten. Was ich sehr bedaure. Die Person wollte sich dann persönlich mit mir treffen. Das hatten andere auch schon vorgeschlagen. Ich habe es aber abgelehnt mit der Begründung die Person hätte das ganze sowohl auf dem Termin angefangen als auch auf diesem Nachrichtenkanal fortgeführt. Und wenn sie noch irgendetwas zu schreiben hätte dann auf diesem Kanal. Ich würde nicht eine Sekunde meiner privaten Zeit dafür opfern. Das ist für mich okay nervt aber schon weil die Person mein inneres Kind gewaltig triggert und getriggert hat. Wie geschrieben zu anderen Zeiten ein "willkommener" Anlass um zu saufen. Ich habe inzwischen mehrmals kontrolliert und sachlich "zurückgeschossen" und jetzt ist Funkstille. Aber meine Wut ist schon noch sehr spürbar. Aber eben Wut und kein Saufdruck.

    Es bestärkt mich aber auch in meiner Entscheidung die Mitarbeit an der gesamten Aufgabe auf zu geben. Obwohl diese nicht nur für mich sehr wichtig ist. Aber ich bin zu dieser Entscheidung gekommen, weil ich inzwischen dabei bin Risikominimierung für meine Abstinenz weiter zu denken. Und versuche mal alle Steine um zu drehen.

    Wasserstandsmeldung. Körperlich und seelisch gut. Stimmung nachdenklich. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    ich hatte heute wie geschrieben meinen Termin, leider hat eine Person es nicht geschafft bei seinen Verantwortlichkeiten zu bleiben sondern bestand darauf seine Befindlichkeiten zu unser gemeinsamen Zusammenarbeit mitteilen zu müssen. Wozu es in den vergangenen Jahren mehrmals die Möglichkeit gab. Die Person wurde dabei latent agressiv. Das kommt bei mir nie gut an weil ich dann sofort in meinen Kampfmodus schalte und wütend werde. Und meine Wut ist etwas was ich sehr kontrolliere und kontrollieren muss (siehe weiter oben in meinen Faden.). Ich habe ihm dann im ruhigen Ton gesagt was mich an dem was er sagt wütend macht und das ich finde das seine Befindlichkeiten nicht in dieses Treffen gehören. Dabei wurde ich auch von einer Person unterstützt. Er brauchte dann noch eine Weile bis er das auch verstand. Und ich konnte dann im weiteren Verlauf des Termins meinen "überschüssigen" Wutlevel runterfahren. Blieb bei meiner Entscheidung an der Aufgabe bis auf einer Teilaufgabe nicht mehr weiter mit zu arbeiten. So eine Siuation war für immer ein "guter" Anlass zu saufen.

    Ich bin dann nach dem Termin erstmal eine Stunde spazieren gegangen um meine Wut weg zu laufen. Was auch ein Teilen geklappt hat. Ich hatte keinen Saufdruck.

    Vorhin kam dann noch eine Nachricht von einer Person die heute krankheitsbedingt nicht dabei war. Die aber das Protokoll des Treffens gelesen hatte und jetzt um eine weiteres gemeinsames Treffen bat. Ich habe meinerseits allerdings ein weiteres Treffen ausgeschlossen.

    Jetzt bin ich wieder zu Hause und verspüre immer noch ein wenig Restwut in mir, weil sich meine Wut manchmal nicht so schnell an Ihren sicheren Ort bringen lässt. Widerspenstig. Gleichzeitig bin aber auch erleichtert und froh über meine Entscheidung. Körperlich und seelisch geht es mir gut. Stimmung okay. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    heute war ein unaufgeregter Tag. Nix besonderes. Wasserstandsmeldung körperlich und seelisch gut. Stimmung gut. Kein Blues. Kein Saufdruck.

    Ich war heute in zwei Teilen der Stadt unterwegs in denen sich viele Menschen aufhalten die offensichtlich alkoholsüchtig sind. Und ich habe kurz gedacht das ich nicht wüsste ob ich in deren Situation überhaupt nur ansatzweise noch die Kraft hätte ernsthaft abstinent zu werden. Ich kann mir vorstellen das ich das dann nur an einem Ort hinkriegen würde wo ich absolut keinen Alkohol kriegen könnte. Wo ich sehr lange bleiben kann. Und selbst da müssten sie mich wahrscheinlich in Zeiten wegsperren und ich könnte selbst dann nicht sicher sagen ob ich nicht ausbrechen würde.

    Morgen habe ich einen Termin mit Menschen mit denen ich seit einigen Jahren an einer wichtigen Aufgabe arbeite. Allerdings bleibt auch seit Jahren die Verantwortung an mir hängen. Und die Verantwortung ist in Zeiten groß. Ich habe es über die Jahre mehrfach zum Thema gemacht das ich grundsätzlich die Verantwortung übernehmen kann das die anderen mir aber bei einzelnen Teilaufgaben unmissverständlich Ihre Unterstützung zeigen. Und dann wenigstens die Umsetzung von Teilaufgaben begleiten damit ich wenigstens dort nicht die Verantwortung habe. Wir sind gleichberechtigt. Nun habe ich mich entschlossen das ich mich für ein halbes Jahr aus dieser Aufgabe rausziehen werde. Ich werde nur eine große Teilaufgabe weiter vorantreiben und begleiten, die zu wichtig ist das sie ein halbes Jahr liegenbleibt. Ich werde mich dann nach dem halben Jahr mit den Menschen wieder zusammen setzen und besprechen wie es weitergeht. Weiß allerdings das ich nur wieder einsteige werde wenn die Gruppe sich nahezu komplett neu aufstellt. Das werde ich Ihnen morgen nicht sagen. Ist auch nicht notwendig dort wissen alle was sie tun und nicht tun. Und sie sollten sich in dem halben Jahr selber die Frage stellen ob sie dort richtig sind. Ich bin vor dem Termin nicht angespannt. Ein bißchen nachdenklich was ich genau sage. Wir sind alle Profis und gleichberechtigt und ich möchte dort nichts sagen was als Vorwurf ausgelegt wird weil das nicht angemessen währe.

    Liebe Grüße

    Kazik