Beiträge von KaDett

    Weil ich war wirklich ganz ganz kurz davor zu trinken

    Ist das jetzt anders? Du hörst dich wesentlich sortierter an.

    Alk nützt in gar keiner Situation, im Gegenteil Alk bremst nur aus und benebelt. Ich bin richtig froh nun immer einen klaren Kopf zu haben und jederzeit gescheit denken zu können. Auch Entscheidungen zu treffen ist was ganz anderes wenn ich nüchtern bin.

    Auch das schämen ist so gross geworden. Schämen dafür dass ich so lange soff.

    Ich hatte mich auch geschämt, dass ich getrunken hatte. Aber bin inzwischen dabei, mich davon zu lösen und es abzulegen mich zu schämen. Ich habe nichts verbrochen und niemandem etwas getan. Nur mir selbst habe ich nichts Gutes getan mit der Trinkerei. Das gehört zu meiner Trockenheitsarbeit, mich mit mir zu versöhnen und nun in eine nüchterne Zukunft zu blicken. Ich kann mich in jedem Moment in der Gegenwart neu dazu entscheiden. So stabilisiert sich meine Abstinenz mit der Zeit immer mehr und mehr.

    Aber Fakt und real ist, dass in meinem nüchternen Leben ja auch nicht nur alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Aber nüchtern gehe ich viel besser mit schwierigen Situationen um und kann Dinge gezielt klären und aus dem Weg schaffen.

    Traurige oder wehleidige Momente kennt jeder, auch Leute die mit Alk nichts am Hut haben. So ist einfach das Leben, es gibt immer Höhen und Tiefen.

    Alles Gute für dich und einen erholsamen Tag wünsche ich dir.

    dass er mich nicht fallen gelassen hat

    das kann gerne ein Mod abändern, in …dass wir noch zusammen sind

    Ein Partner eines Alkoholikers ist ja nicht automatisch Co. Das Co-Dasein ist eine eigene Form von Abhängigkeit.

    Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Habe da wirklich keine Ahnung.

    Und wenn ein Partner sich vom Alkoholiker trennt, egal, ob selbst Co oder nicht, dann nicht, um ihn "fallen oder im Stich" zu lassen, sondern um nicht selbst auch noch im Suchtstrudel unterzugehen.

    Ich habe das anders gemeint als du. Aber so wie du schreibst ist das eine sehr berechtigte und andere Ausgangsposition. Das verstehe ich und mit unterzugehen hat keiner verdient. Da kommt Selbstschutz ins Spiel.

    Bleib doch lieber in Deinem Faden

    Das ist doch hier mein Faden.


    Ich kann da wirklich nicht mitreden und du hast sicherlich Recht. Deshalb werde ich besser bei den Co’s nichts mehr schreiben. Ist ja auch nicht mein Thema.

    Denke es ist am Besten meinen Faden hier zu schließen. Wenn das bitte ein Mod machen würde, danke.

    Schmeiß wenigstens die Sektflasche am Stück weg. Das ist sehr gefährlich.

    OMG gibt’s auch noch ne volle Sektflasche? Die muss auch weg. Wie Alex sagt, zu lassen und irgendwie weg. Das ist ja extrem schwierig wenn du dauernd die Flaschen vor der Nase hast. Ich habe gleich am ersten Tag meiner Abstinenz alles entsorgt und ich hatte 2-3x Suchtdruck. Da war ich echt froh, dass nix da war. Sei nicht zu leichtsinnig. Deine Abstinenz steht ganz oben. Du hast Kinder und die brauchen dich.

    schon so ein Gefühl da "trink, trink" aber ich kann damit umgehen.

    Mal ehrlich, das glaube ich nicht. Ich stehe noch ziemlich am Anfang der Abstinenz, bei dir weiß ich grad aus dem Kopf net. Ich finde, deine Situation ziemlich krass und auch kritisch. Gut dass dein Sohn dann da ist und du dich um ihn kümmerst.

    Ich finds gut, dass der Vodka jetzt weg ist. Das war ne große Herausforderung dem noch länger zu widerstehen. Hast du super gemacht.

    Bundesliga guck ich auch und ist grad mega gelaufen ⚽️

    Topfmann wie wäre es wenn du mal mit der Faust auf den Tisch haust und mal ne Ansage machst. Vielleicht zeigt das dann deiner Frau, das dir was an ihr liegt. Womöglich denkt sie, sie sei dir egal, weil du das alles so hinnimmst.

    vermutlich zu einem schwächling macht

    Du bist alles andere als ein Schwächling. Ich kann dich vollkommen verstehen. Und Kopfkino und Eifersucht finde ich in der Situation normal. Die Vodka Flaschen müssen unbedingt weg. Kannst du nen Nachbarn bitten sie für dich auszukippen? Nicht dass du vor Verzweiflung noch was trinkst. Kannst du nen Freund oder Kumpel anrufen und besuchen oder dass jemand aus deiner Familie zu Besuch zu dir kommen kann? Ich finde dich extrem tapfer. Ich lese deinen Thread auch mit, aber wollte mich nicht mehr zum Thema Beziehungen einmischen. Mache ich auch nicht. Ich finde, dass du eine starke Persönlichkeit bist. Die Seite deiner Frau kann ich nicht beurteilen. Aber hier geht’s um dich und dein Wohlergehen.

    Liebe Kadett,

    Ich antworte mal in deinem Faden. Du hast bei Snowman geschrieben.

    Ich möchte nur danke sagen, dass du uns erzählt hast wie es dir in deiner nassen Zeit ging im Umgang mit der Partnerschaft. Mir hilft es immer die andere Seite mal zu hören und ein wenig besser zu verstehen.

    Alles Gute wünsche ich dir und viel Durchhaltevermögen!

    Ich danke dir.

    Mir ist der Thread von Snowman ins Auge gestochen, weil er als Mann der Co ist und die Frau die Alkoholikerin. So wie ich. Habe mich plötzlich in die beiden reinversetzt. Wie er das als Co erlebt und darunter leidet und sie als Alki das sieht, aber nicht rauskommt. An die Kinder mag ich gar net denken. Die Vorstellung was Kinder da mitmachen. Zum Glück habe meine das nicht erlebt.

    Ich kann nur sagen, dass ich den allergrößten Respekt vor allen Co‘s haben. Auch vor meinem. Und ich bin wirklich froh und dankbar, dass er mich nicht fallen gelassen hat. Alkoholismus hat nix mit der Liebe zu tun. Ist ja eine Krankheit. Andere Krankheiten erzeugen auch viel Leid und Schmerz bei allen Beteiligten.

    Wer in der Alk Spirale drin ist, der ist gefangen und kommt da gar nicht so einfach wieder raus. Ich bin froh, dass ich den ‚Klick Moment‘ hatte und es geschafft habe raus zu kommen. Alles Liebe für dich 💐

    Gespräche führen Cos ständig mit ihren abhängigen Partnern. Dass dadurch eine Einsicht entsteht und ein Weg in die Abstinenz gefunden wird, ist nach meiner eigenen Erfahrung und auch durch meine Erfahrung aus fast 18 Jahren Selbsthilfe sehr, sehr selten. Ich hab damals öfter solche gutgemeinten Tipps bekommen, dadurch bekam ich wieder Hoffnung, hab wieder Zeit und Energie reingesteckt, ohne Erfolg, und hab noch länger in der Beziehung drinnen gehangen...

    Gespräche haben mir Schuldgefühle gemacht und mir Hilflosigkeit aufgezeigt. Gewollt hatte ich sogar öfter, aber nicht gekonnt. Mal einen Tag ohne geschafft, das war schon schlimm genug für mich. Die Sucht ist einfach stärker. Es musste tatsächlich bei mir selbst der Punkt kommen, wo es von einem Moment auf den anderen „Klick“ gemacht hat. Dafür ist aber irgendwie etwas krasses nötig. Bei mir war es dieses Untersuchungsergebnis beim Arzt.

    Gespräche sind meist ünzählige geführt worden. Davon hatte ich bei den meisten das Gefühl, ich rede gegen die Wand. Mit Sicherheit ist dass bei dir auch der Fall.

    Ja bei mir gab es auch Gespräche. Da fühlte ich mich auch mies, habe mich immer verteidigt und gerechtfertigt. Nach Streitgesprächen habe ich den Alk umso mehr gebraucht. Dann kamen noch „egal“ Gedanken dazu.

    Du hast überhaupt keinen Einfluß darauf, wann und ob es bei deiner Frau Klick macht

    Diesem Satz würde ich zustimmen. Es macht ja nicht bei allen Alkoholiker/innen „Klick“

    Ich bin froh, dass bei uns nie von Trennung die Rede war und wir noch zusammen sind. Aber leider würde ich sagen, dass die Sucht stärker ist als Liebe.

    Ich kann mir nicht vorstellen was Co‘s aushalten und mitmachen. Das stelle ich mir furchtbar vor. Vielleicht fange ich an mal etwas hier im Co Bereich zu lesen. Das weiß ich aber noch nicht. Evtl. würde es mich zu sehr belasten und dass ich mich schlecht fühle. Keinesfalls werde ich meine Abstinenz riskieren. Ich kann mir vorstellen, dass ich ein sehr schlechtes Gewissen und ungutes Gefühl durch Lesen hier bekommen kann.

    Werde ich noch überlegen.

    Ich weiß nicht, ob es gut ist euch Co‘s die Seite von mir mitzuteilen. Sonst kann auch ein Mod meine Beiträge in meinen eigenen Thread verschieben.

    Snowman, Danke für deine Beiträge.

    Von der anderen Seite zu lesen wie das überhaupt für den Co. ist, davor habe ich mich bisher immer gedrückt. Nun bin ich seit Monaten trockene Alkoholikerin. Ein großer Unterschied zwischen deiner Frau und mir ist, dass ich in meiner ersten Ehe gar keinen Alkohol getrunken hatte und so meine Kinder nie eine betrunkene Mutter erleben mussten.

    Wir hatten sehr jung geheiratet und bekamen die Kinder als junge Eltern. Die Ehe hielt fast 25 Jahre. Dann kam es zur Trennung und auch Scheidung. Ich war dann alleinerziehende und berufstätige Mama. Das war ultimativ purer Stress. Es kam auch fast zu einem Zusammenbruch bei mir. Irgendwann begann ich abends zu trinken. Also zum runterkommen und zum entspannen. Habe dann aber auch wieder mehrere Jahre nichts mehr getrunken.

    Irgendwann fing ich aber wieder an. Anfangs in „normalen“ Mengen, nur 1-2 Gläser am Abend. Aber eine gewisse Regelmäßigkeit entwickelte sich. Meine Kinder waren inzwischen aber groß. Habe irgendwann zum zweiten Mal geheiratet. Inzwischen wurde meine Trinkmenge aber schleichend immer mehr.

    Jeden Tag mindestens 1 Flasche Wein oder Sekt, an Wochenenden auch mehr. Und es gab einen Co.

    Ich wurde Meisterin im Verstecken, Verheimlichen, Tarnen. Mundwasser und TicTac gegen die Fahne. Bei Diskussionen tat ich empört wenn es hieß du trinkst aber viel. Habe meine Heimlichtrinkerei noch weiter verbessert. Und in Anwesenheit des Co. nur „1-2 Gläser“ offensichtlich getrunken, damit war auch die Fahne normal. Aber heimlich zwischendurch habe ich dann gesoffen. Brauchte inzwischen einen Pegel und einen Kater hatte ich kaum noch.

    Ich hätte das noch länger so weitergemacht. Die Sucht ist stärker als die Gedanken an den Co. Irgendwann musste ich wegen einer Kleinigkeit zum Arzt und es stellte sich heraus, dass es katastrophal um meine Gesundheit stand. Also es ging bei mir um Leben oder Tod. Da habe ich erst erkannt was mit mir passiert ist und dass ich definitiv in die Alkoholsucht gerutscht bin. Habe mich im Spiegel betrachtet und erkannt was Sache ist. Und dann habe ich aufgehört zu Trinken.

    Bis zu dem Arztbesuch hätte ich nicht die Kraft gehabt aufzuhören.

    Ich schreibe dir das einfach mal, dass du auch die Seite deiner Frau nachempfinden kannst. Sicher liebt sie dich und die Kinder. Sie kommt da aber nicht raus. Die Sucht ist viel stärker als du dir vorstellst.

    Es muss einen Moment geben wo es im Kopf deiner Frau Klick macht und sie dann am Besten mit ärztlicher Hilfe und Betreuung aufhört. Vielleicht kannst du auch versuchen ein Gespräch mit ihr zu führen. Ohne Angriffe und Vorhaltungen. Vielleicht bekommt sich ja Einsicht und findet den Weg in die Abstinenz. Ich drücke euch die Daumen.

    Ich habe mich zu intensiv mit dem Weltgeschehen beschäftigt und das zieht mich runter. Ich muss da jetzt mal einen Stopp einlegen. Die Welt dreht sich trotzdem weiter. Nur ich kann für mich sorgen, dass es mir gut geht und auch so bleibt

    Das geht vielen Menschen so, ich bin gut informiert, das genügt, ansonsten schaue oder höre ich nicht ständig Nachrichten. Das stimmt absolut, ich kann nur für mich selbst sorgen.

    Heute ist ein neuer Tag und ich mache das Beste daraus. Ich mache es mir schön. Ganz bewusst und dann steigt die Stimmung wieder den Berg rauf in die Sonne.

    Wünsche dir einen wunderschönen Tag und eine positive innere Stimmung.

    Meine liebe Heuel,

    ich finde es gut, dass nun in deinem Thread wieder was los ist. Bin froh, dass ich dich gestern angeschrieben habe und du nicht mehr alleine mit dir bist. Hier kommen ja einige gute Ideen und du kannst dir in Ruhe überlegen was für dich passt.

    Mir hat immer geholfen, mir stichpunktartige Notizen zu machen, damit ich mir nicht alles im Kopf behalten muss. Ideen oder Inspirationen fallen mir oft beim Auto fahren ein. Ich notiere mir dann alles im Handy und kann dann darauf zugreifen.

    Ich habe auch nicht jeden Tag Elan und Schwung gepachtet. Manchmal schleppe ich mich auch mehr schlecht als recht durch den Tag. Dann ist das halt so. Man muss nicht immer Vollgas geben. Mein Auto hat ziemlich viel PS, da ist Vollgas nicht unbedingt ratsam. Hauptsache ich komme sicher ans Ziel.

    Du bist ja nun auch schon 7 Monate nüchtern, ähnlich wie ich, bei mir sind es 9 Monate. Ich habe erst hier im Forum was von Trockenheitsarbeit gehört und damit angefangen. Ist ne richtig gute Sache. Und ich habe mein Ziel immer im Blick. Ich weiß wo ich hin will.

    Schreib hier oft, du musst nichts alleine mit dir ausmachen. Ich bin zwar auch so ein Typ. Immer absolut selbstständig, jede Menge Kampfgeist und gebe nicht auf. Aber es ist auch schön Hilfe anzunehmen. Das kann ich inzwischen auch und es fühlt sich auch gut an.

    Vielleicht kannst du auch mit Freundinnen über Dinge reden, die dich belasten oder mit deinem Partner. Jedenfalls ist hier die SHG da und ich habe mich richtig gefreut gestern, als so viele plötzlich hier in deinem Thread aufgeschlagen sind. Hatte erst sogar überlegt ob ich einem der Mod‘s ne PN schicke, dass sie nach dir schauen, aber brauchte ich gar nicht.

    Hier scheint die Sonne, ich schicke sie dir mal 🌞

    Ich kenne mich mit Depressionen überhaupt nicht aus. Kann da nix zu sagen. Ist die Frage ob Heuel welche hat oder nicht. Das muss natürlich ein Doc diagnostizieren.

    Sich in sich gefangen fühlen muss nicht unbedingt eine Depression bedeuten, oder?
    Das weiß ich nicht.

    Und genau aus diesem Grund, weil ich solche Sätze grad echt nicht brauchen kann, mache ich manches lieber mit mir Alleine aus.

    Glaubst du nicht, dass mir das selbst nicht Bewusst ist, dass das mit dem Sofa ein (Luxusproblem) ist

    Ich (jammere) wenig, bin von Natur aus eine starke Persönlichkeit und wäre ich nicht so positiv eingestellt, wäre ich schon lange untergegangen.

    Jetzt ist halt mal vieles hochgekommen.

    Langsam fährst du aus der Haut 🫶👍💪🏻