Aufhören, sich damit abfinden, ein trockenes Leben erlernen und fertig
Danke 🙏
Aufhören, sich damit abfinden, ein trockenes Leben erlernen und fertig
Danke 🙏
Was mich stutzig machte war, meine Ärtztin hatte mir empfohlen kontrolliert zu trinken...
Wahnsinn. Weiß denn diese Ärztin überhaupt was sie da von sich gibt?
Hat mich aber auch nicht stutzig gemacht, obwohl ich sehr wohl bemerkt habe, dass das nicht funktioniert. So oft hatte ich mir vorgenommen: Nur 2 Gläser….nur montags und mittwochs….funktionierte nicht, konnte nicht funktionieren, weil ich schön längst Alkoholiker war. Ich konnte immer erst aufhören als alles alle war, und manchmal bin ich auch noch mal losgegangen, um noch ne Flasche zu holen.
War bei mir genauso
Was genau ist dabei Dein Ziel? Ich frage, da es für mich so ein bisschen danach klingt, dass Du im Prinzip das Leben von früher wieder leben möchtest, nur eben ohne Alkohol. Ist das so?
So hatte ich tatsächlich auch gedacht. Bis ich hier her ins Forum kam. Da wurde mir dies Illusion ganz schnell genommen und der Kopf zurechtgerückt. Ich bin nun so wie du auch überzeugt, dass ich manche Dinge nicht mehr so machen kann bzw. will.
Ich habe vom Alex irgendwo in einem anderen Tread was gelesen, was mir keine Ruhe lässt. Glaube beim Kazik im Tread. Es ging ums Thema es nicht zu schaffen. Auf einmal hier nichts mehr schreiben und auch dass man sich nicht zu emotional an andere hier bindet. Manche hier wissen wer ca. gleichzeitig aufgehört hat.Oder hier ins Forum gekommen ist. (Ich weiß das gar nicht) Und, dass manche dann nix mehr schreiben und Funkstille um sie herrscht. Irgendwie hat mich das berührt und betroffen gemacht.
Scheinbar sind hier einige Leute im Homeoffice. Wo wohl alle wohnen? Vielleicht ist sogar jemand in meiner Nachbarschaft dabei, oder habe mit jemandem im Berufsleben zu tun. Diese Gedanken finde ich irgendwie witzig. Wir sind ja alle anonym hier unterwegs. Vielleicht kennt man sich sogar persönlich und ahnt es hier nicht 😄
Nayouk das kann gut sein. Ich bin sehr vorausschauend und habe Pläne für alle möglichen Eventualitäten. Diese Fähigkeit hat mir in meinem Leben schon oft weitergeholfen. Ich bin schnell vorbereitet und kann flexibel reagieren. Ist wie Schach spielen.
Manchmal ist das aber auch anstrengend und die Zahnrädchen im Kopf laufen auf Hochtouren. Das habe ich in den letzten 2 Tagen gemerkt. Dann ist Zuviel einfach zuviel. Heute bin ich nicht im Job, habe mich krank gemeldet. Brauche unbedingt eine Pause. Alles wieder mit gesundem Abstand zu sehen. Auch gestern Abend war genau das richtige. War ewig in der Badewanne und entspannte Instrumentalmusik dazu. Habe aber mies geschlafen und hatte 2 schlimme Träume. Fühle mich heute tatsächlich nicht gut. Schulter- und Nackenschmerzen und komisches Bauchgefühl.
Ich glaube wirklich, dass ich mich gestern zu arg reingesteigert habe. Recht übertrieben und aus ner Mücke eine. Elefanten gemacht. Aber es kann sein, dass mir genau die Gedanken vom gestrigen Tag irgendwann zu Gute kommen. Heute werde ich jedenfalls einfach mal ausruhen und entspannen.
Verstehe Hartmut.
Hast du einen Grund zu trinken, wenn sich niemand mehr um dich kümmert?
Du hast ein Talent mich zum Nachdenken zu bringen, weiser alter Mann 😊 Nein weil ich nur für mich alleine nicht mehr trinke. Unabhängig was mein Umfeld tut.
jetzt sind es 16 monate ohne ...... . und es waren gute monate, manchmal anstrengend, oft befriedigend und immer richtig.
Herzlichen Glückwunsch auch von mir. Ich habe die Hälfte der Zeit. Habe mal bisschen bei dir rein gelesen.
Für mich ist das noch immer ein „großes“ Ding, dass es mir die erste Hälfte des Tages gut geht. 🤗
Einen schönen Tag Dir.
Alex warum geht’s dir nur die erste Hälfte des Tages gut?
Zwei Wackelkandidaten, die noch im Kopf nass sind, machen sich nicht trocken. Stürzt der eine ab, geht der andere oft mit unter.
Aus dem Grund ist es nicht ratsam sich emotional zu sehr an einen anderen "Neuling" zu binden. Das mag jetzt hart klingen.
Das hört sich echt traurig an. Natürlich ist jeder für sich selbst hier, aber die anderen sind einem ja nicht egal. Wenn jemand plötzlich länger nichts mehr schreibt, wurde ich einfach nachfragen ob alles ok ist.
Wie dem auch sei, mein Motto ist schon lange: Ich möchte die Rückfallstatistik durcheinander bringen!
Bin dabei 😀
Das freut mich Kazik. Bin auch bei dir wenn’s brennt. Das hat mich sehr berührt, dass du geschrieben hast ich bin bei dir. Hat mich auch gestärkt. Nicht allein zu sein und doppelte Kraft. So, nun ab in den heimischen Spa-Tempel 🛁
Nun gibt’s ein bisschen Wellness und Entspannung im eigenen Badezimmer. Mit schöner Musik ab in die Badewanne und danach ins Bett. Ich danke euch allen nochmals fürs Auffangen. Das könnte sonst niemand anderes. Das können nur Leute aus dieser SHG. Ich hoffe, dass auch ich hier Menschen helfen kann und auch was zurück geben kann.
sind Alkoholiker, die nicht aus einem Tiefpunkt herausgekommen sind und trocken wurden, eher für einen Rückfall anfälliger als diejenigen, die einen Tiefpunkt hatten und wissen, wie es dort unten aussieht.
Dann sind meine Chancen doch gut. Meine Gesundheit hing am seidenen Faden. Ich musste wochenlang bangen. Und so traurige Augen, die mir im Spiegel entgegen blickten haben Bände gesprochen.
Kannst Du mir den Verwirrend-Smilie erklären?
Oh hab wohl den falschen Smilie erwischt.
Ich glaube das zumindestens zwei Arten von Retraumatisierung gibt. Eine die Mensch erleichtert, weil es dann mal raus ist. Und eine die einem direkt oder indirekt das Trauma noch einmal ungewollt und unvorbereitet erleben lässt.
Liebe Grüße
Kazik
Ok. Ich werde nun meinen Titel Nüchternheit als Lebenseinstellung anders angehen. Druck und Drama raus nehmen, dafür Spaß und Freude. Den Weg dahin in Ruhe und bewusst gehen. Nach dem Motto, der Weg ist das Ziel. Ich bin nicht mehr ganz am Anfang, habe inzwischen schon viel dazu gelernt und mich mit klarem Kopf besser kennengelernt. Werde auch mutig sein, dass kann ich. Mut habe ich. Ich kenne meine Stärken und auch meine Schwächen. Ich habe mich dazu entschieden keine Videos mehr zum Thema zu schauen. Tipps, Austausch und Inspirationen bekomme ich hier im Forum. Das genügt mir. Weniger ist mehr, vielleicht trifft das bei mir diesbezüglich zu. Die ersten Monate habe ich ja auch ganz alleine gemeistert. Und jetzt hier die SHG an der Seite. Ist doch ein guter Weg. Und diesen Weg werde ich nicht schnell rennen sondern aufmerksam spazieren.
Mir fällt es schwer jetzt die richtigen Worte zu finden. Kann jetzt nur für mich sagen, dass ich einen Rückfall um jeden Preis verhindern werde.
Quatsch, Jogginghosen sind kultig und in. Der Lagerfeld ist Schnee von gestern. Ich habe nur eine Jogginghose, weil ich selbst während Corona nie im Homeoffice war. Und weil ich gerne Kleider und Röcke trage und dazu Boots.
Für mich gab es als kleines Kind auch schon Likör von der Oma. Bier vom Papa und Martini damit man keine Erkältung bekommt. Ich kenne das auch alles. 🙃
Kennst Du den Begriff Retraumatisierung? Wenn man das Erlebte zwanghaft immer wieder erlebt oder es durch Input von aussen wieder geweckt wird?
Nein kenne ich nicht. Aber ich verstehe was du geschrieben hast. Ich habe mich gestern schon in dieses Cravings richtig rein fallen gelassen und dann selbst noch reingesteigert. Heute das gleiche. Einfach mal laufen und sich entwickeln lassen. Drauf vertrauen, dass es gut wird.