Beiträge von R/no

    Das kann ich für mich so nicht unterschreiben. Ich denke es hat mit dem inneren Wunsch zu tun, die Sauferei sein zu lassen. Ein Tiefpunkt lässt sich auch prima immer weiter nach unten verschieben. ;)
    Zufriedene Trockenheit setzt keinen Tiefpunkt voraus.

    Wie gesagt, es war nur eine Vermutung, natürlich gibt es auch Menschen die keinen absoluten Tiefpunkt hatten und glücklich abstinent sind oder es schaffen durchzuziehen. Genauso denke ich nicht von mir das ich es wegen meinen Beinen leichter habe oder schon durch bin, ich stelle es mir nur so vor.

    Ich bin ein Jahr trocken und bin kerngesund, leberwerte top und alles läuft gut. Das Suchthirn hätte hier vermutlich leichteres Spiel als bei jemandem mit körperlichen Problemen die durch das Trinken kamen. Ist aber nur eine Theorie und wie man an Dir und Lebenskünstler sieht stimmt sie nicht immer...

    Ich bin doch fleißig am trainieren und war due letzten 3 Wochen krank. 3 Tage krank geschrieben und dann halt mit Husten noch ein paar Tage auf der Arbeit.

    14 Tage konnte ich nicht trainieren und der Schlendrian hat sich genauso eingeschlichen wie bei der Trinkpause, ich hab es einfach schleifen lassen.

    Meine Frau hat mich vor ein paar Tagen darauf angesprochen und ich bin gleich in Verteidigungsstellung gegangen, hab die Krankheit vorgeschoben und erwähnt das ich auf der Arbeit ja auch trainiere...

    Bei der Unterbrechung einer mehrwöchigen trinkpause war das identisch >Ich trink nur den Freitag dann mach ich weiter...< was ich natürlich nie getan habe.

    Ich bin immer noch voll am trainieren denn es tut mir eindeutig gut, aber wenn meine Frau mich nicht angesprochen hätte wäre das wahrscheinlich still und leise versandet.

    So ist das auch mit der Abstinenz auf jedenfall Stelle ich es mir so vor, man darf es nicht schleifen lassen sonst kehrt der Schlendrian samt Kollege Alkohol wieder zurück.

    Ich glaube, dass die Aussage genauso gefährlich ist.

    Ich stelle mir das ein bisschen wie mit der heißen Herdplatte vor, wer sich schon einmal verbrannt hat weiß um die Schmerzen...

    Ich denke aber nicht das automatisch jeder erfolgreich ist der körperliche Probleme hat, Hartmut ist ja auch einmal rückfällig geworden, nur es könnte es einfacher machen glaube ich...

    Ich persönlich sehe mich nicht als wäre ich durch oder stehe über den Dingen, die Warnungen der älteren nehme ich mir durchaus zu Herzen und denke immer darüber nach

    Dann noch Weihnachten und Silvester. Aber diese beiden Feste machen mir überhaupt keine Sorgen

    Auf Silvester hab ich dieses Jahr zum ersten Mal so richtig Lust drauf, seit 40 Jahren + - das erste Mal ohne Alkohol, die letzten 15 Jahre waren wir auch auf keinen Partys mehr, wir haben immer bei uns mit der anderen Familie gefeiert die sich dieses Jahr aber bestimmt rar machen wird (MDF).

    Das einzige Problem was ich sehe ist meine Frau, sie wird sich langweilen ohne Freundin und anstoßen...

    Mich hat der Spruch auch geärgert, er unterstellt mir ja das ich auf jedenfall einen Rückfall haben muss um ernsthaft trocken zu bleiben. Ich hab zwar noch kein Jahr geschafft aber ich bin entspannt und hab die Überzeugung das ich meine letzte Reise Knochentrocken und ohne Rückfall antreten werde.

    Lebenskuenstler und Carl Friedrich sind die besten Beispiele das dass Humbug ist.

    Ich denke auch das eher die schwere des Aufpralls ein Kriterium ist ob die Abstinenz von Anfang an erfolgreich in Angriff genommen wird oder nicht. Ich meine das so, jemand ohne körperliche oder psychische Probleme die durch Alkohol verursacht wurden ist eher gefährdet nach ein paar Monaten wieder rückfällig zu werden als jemand der einen richtigen Warnschuss erhalten hat.

    Ich merke ja jeden Tag was mit mir los ist und was das mit verursacht hat, was jetzt aber nicht heißen soll alle anderen werden rückfällig die noch keine Symptome haben, ist nur so ein Gedanke....

    Die Armlänge zu dem Bier war mindestens 4. Er saß am anderen Ende des Tischs. Aber da hatte ich tatsächlich kurz nachgedacht, was hätte ich gemacht, wenn das Bier rechts oder links von mir serviert worden wäre. Hätte ich dann den Platz wechseln müssen.

    Guten Morgen Bibi, du spürst das doch ob du den Platz wechseln solltest oder ob du damit klar kommst, wenn ich irgendwo sitze oder einkaufe trifft mein Blick irgendwann unweigerlich auf Alkohol damit muss ich klar kommen oder ich muss es lassen. Aber direkt neben einem Biertrinker zu sitzen können wir uns sparen, die Fahne, der Geruch, das Gerede würde mich nerven....

    Ich müsste entweder blind werden, oder mich zu Hause einschließen, wenn ich das nicht vertrage.

    Nein so war das nicht gemeint, ich dachte nur das du oft einkehrt, ich hatte das falsch in Erinnerung...

    Musst nicht neidisch sein. Warum musst Du sonntags arbeiten? Wieder ein liegengebliebenes Projekt zu Hause? :)

    LG

    Ich muss immer an den Wochenenden und Feiertagen arbeiten, ich hab einen 6 Wöchigen Turnus somit hab ich jede 5und6 Woche zwei lange Wochenenden...

    Ich freue mich nur auf mein Essen, mein großes Apfelsaftschorle und natürlich auf meine Freunde.

    Guten Morgen Bibi, du gehst relativ oft essen oder in Restaurants oder hab ich das falsch in Erinnerung? Pass halt auf das sich da keine Normalität einschleicht, du wirst so ja regelmäßig mit Alkohol konfrontiert, sogar mit dem gepflegten trinken.

    Nicht das sich da der Schlendrian einschleicht und du dich zu sicher fühlst oder sogar über deinen Lieblingswein nachdenkst wie gut der geschmeckt hat der Krug geht so oft zum Brunnen bis er bricht....

    Genieße den Tag und dein Essen, ich muss arbeiten und bin ein bisschen neidisch ;)

    LG R/no

    Die ersten beiden Weißbiere haben mir meist geschmeckt, alles was anschließend kam, war die Sucht.

    Mir hat es definitiv nie geschmeckt besonders als Jugendlicher, der erste Rausch mit Kotzen und Monsterkater kam ja durch die Minibar des Nachbarfreundes, das war kein Genuss :( und später war es auch immer nur die Sucht.

    Wenn Alkoholische Getränke keine Wirkung hätten würde sie wahrscheinlich keiner trinken oder sie wären zumindest nicht so beliebt. Ich glaube jeder Mensch trinkt es nur wegen der Wirkung, auch Die die nicht in den Zaubertrank gefallen sind.

    Wie gesagt der Geschmack nach nur einem Glas Bier oder generell Alkohol ist ekelhaft und hielt den ganzen Tag an, bei mir war es wie bei Dir, ganz oder gar nicht.

    Dieses Geschmackserlebniss wie beim Wein war doch auch nur vorgegaugelt, die Wirkung war der Grund, zumindest war das glaube ich bei mir so wenn ich jetzt darüber nachdenke.

    Meine Söhne bzw. ihre Zukunft gehen mir verständlicherweise auch durch den Kopf. Zuerst hatte ich nur Angst vorm Kriegsdienst inzwischen aber auch vorm einzigen was einem da beigebracht wird und das ist neben Unterwürfigkeit und Jawohl sagen auch das Saufen.

    Ich hatte mit ca. 13 Jahren meinen ersten Vollsuff, mit 15 hatte ich schon einmal einen Kasten Bier geknackt ohne zu kotzen, das war bei uns in der Punkszene wie ein Eisernes Kreuz mit Eichenlaub, halt ein Titel.

    Dann kam die BW Zeit und da fing alles an schlimmer zu werden als es sowieso schon war. Tägliche Besäufnisse, auch in der Grundausbildung, danach in der Stammeinheit war nur noch saufen angesagt. Ich war in Norddeutschland und da waren ziemlich viele Zeitsoldaten wegen der hohen Arbeitslosigkeit in Ostfriesland damals, die sind immer heim gefahren. Den Schnaps gab es für 50 Pf und die Halbe für eine Mark im Mannschaftsheim, wir waren immer nur 10-20 Leute die da gezecht haben vermutlich war es deshalb so billig...

    Ich möchte nicht das meine Jungs dort landen und zwar genau aus diesem Grund. Wenn Sie nur ala Schweiz ihr eigenes Land verteidigen müssten oder es halt darum ginge und sie danach geistig und körperlich gestärkt aus diesem Dienst kämen wäre es ein nicht so großes Problem für mich aber mit diesen Aussichten werde ich alles tun damit Ihnen das erspart bleibt.

    Ich sehe es wie Reinhardt Mey, meine Söhne bekommen die nicht, auch nicht zum Saufen!

    Mein Neurologe hat mich gefragt aus welchem Grund ich Alkohol getrunken habe, ob ich wegen des Geschmacks oder aus Sucht getrunken habe.

    Ich hab noch nie wegen des Geschmacks getrunken, 1 Bier oder Wein war noch nie mein Ding, nach der ersten Flasche hat man doch den ganzen Tag diesen ekligen Geschmack im Mund wie beim Kater. Ich hab immer nur wegen der Sucht getrunken bzw. wegen des Rausches. Für eine Droge hat sie gut geschmeckt...

    Bei der geschäftlichen Renten/Verabschiedung haben Kollegen über Whiskey gesprochen, wie gut und edel etc. , man da schon 1-2 Flaschen zu zweit am Abend trinken kann, solche Schwärmereien halt.

    Der Geruch von Schnaps erinnert mich gedanklich inzwischen an Zeiten meiner Kindheit, als ich mit Papa im Keller war und Zinnsoldaten gegossen habe, der Brenner wurde mit Spiritus befeuert, genauso ähnlich riecht Schnaps zumindest das Wässerchen. Ich hab auch immer die teuren Spirituosen gekauft, das gab mir ja das Gefühl kein Alkoholiker zu sein, was für ein Schwachsinn. Am Ende hab ich bei jedem Gang zum Kühlschrank um frisches Bier zu holen die Shots nicht mehr eingeschenkt sondern gleich aus der Flasche getrunken.

    Für mich war Alkohol nie ein Genussmittel sondern nur ein Rauschmittel und um gesellschaftlich dabei zu sein, was Ironischerweise zur selbstisolation geführt hat.

    Wie seht ihr das/wie war das bei euch?

    Guten Morgen, gestern hab ich wieder mal einen Anfall bekommen. Seit Jahren hatte ich vor über dem Esstisch einen 3 flamige Pendelleuchte zu kaufen/ installieren. Kaufen ist aber teuer da meine Frau und ich einen besonderen Geschmack haben...ich hatte noch ein Teakholzbrett im Keller was ich dann mit Tränenblech zu einem Baldachin gemacht habe. Meine Frau hat schöne Textilkabel und Fassungen rausgesucht und ist megahappy mit ihrer neuen 500€ (gefühlt) Lampe:)

    Das ist wieder so ein Ding, früher hätte ich Monate gebraucht um das auf die Kette zu kriegen und mich dazu zu motivieren, denn da war ja nur eine Sache wichtig, jetzt ist das alles easy ich hab da richtig Lust drauf, ich stelle die Lampe/Lampen mal in die Bucht vielleicht besteht ja Interesse an meinen Produkten :I

    Ich fürchte da fehlt mir tatsächlich noch die Geduld zu und ich habe Wurstfinger :) Ausmalen mit Farbverläufen ist da für mich schon ok.

    Ich arbeite in der Kreativbranche und kann da auch gerne gut Zeit verlieren.

    Alles gut, es war nur so eine Idee, ich zeichne sehr gerne allerdings nicht beruflich sondern nur weils Spaß macht.

    Heute ist Tag 13. Es ist ein gutes Gefühl sich morgens die Zähne zu putzen ohne einen Würgereiz zu bekommen, ohne Kater, ohne Kopfschmerzen und ohne darüber zu grübeln was am letzten Abend passiert ist, musste ich doch sonst regelmässig Chatverläufe kontrollieren um eventuelle Ausfälle zu rekonstruieren. Ebenso muss ich mir nicht mehr den Kopf zerbrechen ob ich letzten Abend alleine war oder nicht, was sonst aufgrund der Menge an leeren Flaschen nicht immer ganz eindeutig schien :)

    So ging es mir auch, inzwischen ist das Gefühl aber fast schon wieder Normalität,also so wie es sein sollte. Natürlich denke ich auch noch oft an alte Zeiten aber es wird immer weniger bzw. ich fokussiere mich immer mehr auf die Zukunft.

    Es ist besonders am Anfang ein tolles Gefühl was man da erreicht hat und ich werde mich jedes Jahr an meinem neuen Geburtstag daran erinnern was war und was ich bin, dazu haben Alex und ich mMn auch den besten Tag erwischt. Wenn sich die Leute an Silvester um den Hals fallen und das neue Jahr begrüßen werde ich ein weiteres neues trockenes Jahr begrüßen und zwar begrüßen und nicht verabschieden. Ich möchte nach vorne schauen da gibt es noch genügend Baustellen die noch auf mich warten.

    LG R/no

    Für mich hat diese Arztgeschichte aber vorläufig erstmal ein Ende, ich bin Alkoholiker mit oder ohne Nervenerkrankung oder irgend einem Schaden am Kleinhirn. Ändern kann ich es sowieso nicht mehr und deshalb schaue ich besser nach vorne und versuche meine motorischen Probleme wieder in den Griff zu bekommen so gut es geht. Ich möchte nicht darüber nachdenken was sein könnte und von Pontius zu Pilatus rennen nur um danach genauso schlau zu sein wie davor. Es ist besser nach vorne zu schauen und die Sache im Auge zu behalten, zum Arzt kann ich ja immer wieder.

    Ansonsten hab ich meine raucherei schon ziemlich eingeschränkt, ich rauche auf der Arbeit überhaupt nicht mehr und werde am ersten Geburtstag hoffentlich ganz damit abschließen können. Ich hab mir ja immer mal wieder gerne Energydrinks gekauft von der Marke ohne Alk was ich jetzt aber auch nicht mehr mache nachdem ich einen Artikel über die enthaltenen Zuckerarten und ihre Auswirkungen auf die Leber gelesen hatte und meine Söhne müssen ja auch nicht sehen was für eine Plörre ich mir da hinter die Binde kippe bzw. gekippt habe.