Aber die Situation mit der Frau wäre ja eine andere "können wir machen aber ich trinke nicht" wirft fragen auf, in dem Fall wäre es für einen selbst ja schon besser bevor es lange Gesichter gibt. Es ist natürlich Situationsbedingt und es kommt auf die Person an, wenn ich von irgendjemanden eingeladen wäre würde ich einfach sagen ich hab keine Zeit danke, manchmal ist es aber besser die Wahrheit auszusprechen, vor meinen Freunden hat das sehr gut getan und es erleichtert ja auch vieles, irgendwann ist auch der Punkt erreicht wo viele dann ihren Hut ziehen und anerkennen das es schon eine gewisse Standhaftigkeit braucht um trocken zu bleiben.
Beiträge von R/no
-
-
Rhino, das stimmt. Trotzdem IMMER wachsam bleiben
Ja klar, sonst schleichen sich ganz schnell Gedanken ein man könnte ja wieder... meine X und die Freunde hatten auch gefragt wie lange ich das mache und ob ich nicht mal wieder etwas trinken will, ich muss zugeben das ich mich da am Anfang noch schwammig ausgedrückt hab, noch nicht klar und deutlich genug und schon da fängt es an. Stell dir mal vor ich sitz am Lagerfeuer oder See und gerate in eine Situation vielleicht mit einer hübschen Frau und ich zier mich meine Krankheit anzusprechen, wie lange wird es wohl dauern bis ich vor lauter rosaroter Brille usw. dann doch eine Pulle in der Hand hab.
Das kann ganz schnell gehen, man muss es zuindest immer im Hinterkopf behalten und braucht es ja nicht vor sich hertragen, aber zur richtigen Zeit müssen die Fakten halt auf den Tisch auch wenn sich jemand abwenden würde.
In der Situation war ich z.b. noch gar nicht, aber die wird kommen, hey du möchtest du mit mir heute Abend was trinken gehen😍 äh ja ne ich ich....da fängt es ja schon an 🤣
-
Brrr immer ruhig mit den jungen Pferden, guten Morgen Absti und Amun,
Also bei mir war das ein auf ab und ist es auch immer noch, natürlich glätten sich die Wogen langsam aber sicher nur dauert es halt seine Zeit bis alles einigermaßen normalisiert ist und auch dann wird es doch nie wieder "normal" es ist ein Tagesgeschäft.
Die Euphorie war bei auch in regelmäßigen Abständen da, vor allem jetzt in dieser Jahreszeit, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, alles schick. Das ist jetzt mein zweiter Frühling und ich bin immer noch nicht in der sicheren Zone, die gibt es ja auch gar nicht. Es ist wie auf der Überholspur auf der Autobahn, du bretterst mit 180 Sachen entlang hörst deinen Lieblingssong und plötzlich liegt da ein Zaunpfosten auf der Spur 😬
Wenn du dich nur auf die ganzen Assistenten im teuren Sportwagen verlässt hebst du ganz schnell ab und landest im Gegenverkehr, darum immer die Augen offen halten und den Blick ncht von der Straße wenden.
Wir haben lange Zeit gesoffen in ein paar Wochen oder Monaten ist das doch nicht alles weg. Ich dachte schon oft, Junge du hast es überstanden aber hatte eigentlich nur "Schnapsideen" im Kopf, die mich wieder dahin gebracht hätten wo ich einmal war, nämlich wieder zurück zum Start...
Das ist in meinen Augen ein Lernprozess und wir lernen ja bekanntlich niemals aus 😉
Und jetzt genießst den Sonntag und geht raus in die ☀️
LG Arno
-
Den Kampf gegen den Alkohol habe ich jetzt zu "meiner Sache" gemacht
Genau das darfst du dir nicht zur Aufgabe machen, keinen Kampf, lass es hinter dir und schau nach vorne. Den Kampf kannst du gar nicht gewinnen das hab ich auch lernen müssen und dann wird alles viel leichter, gibt den Kampfmodus auf es ist wirklich besser...
Klingt am Anfang leicht ist aber so, wenn du gegen etwas ankämpfst gibt's du dem ja einen gewissen Stellenwert. Ich kann das nicht gut erklären und hoffe das jemand etwas dazu schreibt der es besser rüber bringt was ich meine, ich bin ja auch noch ein Frischling in gewisser Weise 😬
-
scheint so, dass man offensichtlich ITler irgendwie erkennen kann, selbst wenn man sie nicht sieht 😂
Du hattest das geschrieben wenn ich mich richtig erinnere 🧐 und von Oskar weiß ich es.
-
Ich habs gewusst bzw. gespürt, vor ein paar Tagen als Du hier aufgeschlagen bist ging mir gleich durch den Kopf das Oskar und Du auf einer Wellenlänge kommunizieren könntet, es ging mir wirklich durch den Kopf ich wollte nur nichs schreiben oder wußte halt nicht wie, es war so ein Gefühl. Es ist schon die Art wie ihr schreibt, beide noch dazu aus dem IT Bereich und wenn ich jetzt die letzten beiden Posts lese ist das absolut passend, klingt echt nach einer Wellenlänge...
Freut mich gerade wirklich sehr, natürlich auch das dir etwas besser geht.
Gruß Arno
-
Hallo Miri, 1 Jahr ist in einer Freundschaft nicht besonders lange, genauso wie 14 Tage Abstinenz nicht besonders lange sind. Ich könnte mir gar nicht mehr vorstellen in einer WG zu wohnen, bin aber auch ein bisschen älter, wenn du ein gutes Gefühl mit ihr hast passt es doch eigentlich. Das sie keinen Alkohol trinkt ist doch positiv für dich, aber sie wird sicher auch irgendwann mal etwas trinken oder Besuch bekommen und vielleicht wird da dann auch mal etwas konsumiert.
Du solltest ihr auf jeden Fall sagen das du Alkoholikerin bist, nicht das es eine böse Überraschung gibt. Ich persönlich bin froh das ich zuerst mal alleine wohne, es würde mich inzwischen ärgern wenn ich mit jemandem zusammen ziehen würde und derjenige dann sein "Feierabendgetränk" trinkt. Das wäre aus meiner Sicht kein logischer Schritt...
Gruß R/no
-
Also mir war es ehrlich gesagt zu seicht, ich wollte ja alles tun damit Zuhause nicht alles auseinander bricht. Nicht das du denkst das es mir zu umständlich gewesen wäre. Hier hat man halt alles was man braucht, Langzeit Erfahrungen, Frischlinge und vor allem ist immer jemand anwesend wenn mal Not am Mann ist.
Ich hab da zwar auch alles erzählt aber anonym fällt einem vieles leichter. Für mich ist eine Online SHG einfach moderner und zielführender aber das muss jeder selbst herausfinden. Stell dir mal vor du stehst kurz vor einem Rückfall und bist erst zwei dreimal in der Analogen SHG gewesen und die nächste Sitzung ist erst am Dienstag in drei Tagen... irgendwie nicht prickelnd der Gedanke.
Ich will aber nichts schlecht machen, dem einen bringt es was dem anderen nicht...
-
Bei mir war es einmal pro Woche, mich hat es gestört das nach drei Sitzungen bei mir das Gefühl aufkam ich wäre in einem Verein, die kannten sich alle schon lange und es ging nicht immer um das Thema Alkohol. In der letzten Sitzung haben sie dann über Telefonanbieter gesprochen usw.
Das ist schon normal wenn man lange dabei ist bloß für mich als neuen war es irgendwie schräg ich war ja auch etwas verzweifelt und kam mir da fehl am Platz vor. Für mich war es verschwendete Lebenszeit.
-
Servus Amun, hör es Dir halt mal an und wenn es nichts ist haste ja auch die SHG hier. Ich war auch mal bei mir im Nachbarort in einer SHG aber nach ein paar Sitzungen bin ich nicht mehr so richtig klar gekommen, mir ist hier auch lieber weil man keine festen Termine hat und 24/7 jemand erreichbar ist.
Ist wie mit den Schallplatten 😬
-
Guten Morgen Amun,
das hört sich ja schon viel besser an, ich hatte letztes Jahr auch einen Leistenbruch und alles hat sich wie bei dir von einem auf den nächsten Tag verändert, da haben wir was gemeinsam.
Du hast von einem Rattenschwanz gesprochen den das alles hinterher zieht, ich vermute du meinst die Scheidung, falls es eine gibt, den gemeinsamen Besitz usw.? Bis es soweit kommt haste ja erstmal noch ein bisschen Zeit, falls es soweit kommt. Wohnt deine Frau jetzt im selben Ort?
Jetzt gehst du erstmal deine Abstinenz an und vielleicht imponiert deiner Frau ja wenn du in einiger Zeit wie "Phönix aus der Asche" vor ihr stehst. Meine Ehe ist definitiv durch und das ist im nachhinein auch gut so, da sind zu viele hässliche Dinge passiert, von beiden Seiten, wie ich jetzt bemerke, also geh bitte erstmal sparsam mit den Selbstvorwürfen um bis du die Lage mit richtig klaren Kopf überblicken kannst.
Ich war/bin auch so ein zurück gezogener Typ Mensch, meine "Bierchen" hab ich meistens alleine auf dem Sofa gesoffen, bin auf derArbeit nicht auffällig geworden etc. ich hab halt funtioniert...
Hier bist du auf jeden Fall nicht alleine, es ist eigentlich immer jemand online, das ist der Vorteil zur analogen SHG und du wirst schon noch herausfinden was dir gut tut...
LG Arno
-
Ich hoffe für dich das Du für dich trocken werden willst und nicht wegen deiner Ehe, du würdest die so viel ersparen. Deine Trockenheit muss an erster Stelle stehen, alles andere pendelt sich wieder ein. Wenn du nur versuchst trocken zu werden um die Scherben wieder zusammen zu kitten wird's schwer und du wirst wahrscheinlich wieder an der Flasche enden. Die nächsten Wochen/Monate werden dich verändern das kann ich dir sagen und alles wird besser ohne Alk. Wenn du wieder anfangen würdest zu saufen würde es jetzt ja nichts mehr ändern aber wenn du trocken bleiben willst kann sich alles wieder zum positiven verändern, bei mir passiert das gerade zum Beispiel.
Also Kopf schön oben halten und die Tränen aus dem Gesicht wischen, 9 Tage sind eine Leistung die ein nasser Alkoholiker nicht einfach so aus dem Ärmel schüttelt, da kannste schon mal Stolz drauf sein.
-
Ich danke dir R/no ... das weiß ich wirklich zu schätzen.
Mir geht's inzwischen wieder besser bzw. ich kann wieder nach vorne schauen, alles gut...
Als ich hier aufgeschlagen bin waren auch viele für mich da da um mich zu unterstützen und das hab ich nicht vergessen, meine Art ist das sowieso nicht. Ich will dir nur helfen weil ich weiß daß es gerade am Anfang extrem schwer ist sich der Krankheit/Sucht zu stellen, wenn dann noch Kummer dazu kommt wird's richtig schwer also da du dich entschlossen hast trocken zu werden wollen wir dir helfen trocken zu bleiben.
Und da ich ja eine "ähnliche" Erfahrung gemacht habe versucht ich halt zu helfen, du bist ja noch neu hier und kennst dich noch nicht so aus mit den Stolpersteinen die dich in Punkto "Abstinenz" erwarten. Bei mir kam die Trennung ja erst viel später, wenn ich mir vorstelle das es gleich am Anfang wie bei dir passiert wäre, wüsste ich ehrlich nicht ob ich das gepackt hätte.
Ist ganz schön viel auf einmal da brauchst du viel Kraft. Eins kann ich dir aber sagen wenn du durchhälst wird es lohnen, vielleicht renkt sich ja auch alles wieder ein ich weiß ja nicht was bei euch beiden los war.
Versuch jetzt nur an dich zu denken das ist im Moment wichtig. Alkohol ist ja keiner im Haus wie ich gelesen hab und im Dorf sind hoffentlich die Bürgersteige schon hochgeklappt. Versuch zu schlafen und wenn du willst kannst du ja morgen früh schreiben wenn es dir gut tut. Brauchst dich nicht zu genieren, ich bin "eigentlich" unkompliziert.
Vielleicht willste mal erzählen was los war in den letzten zwei Wochen, da gab es wahrscheinlich einen Auslöser der dich letztendlich vor 9 Tagen zum Schritt in die richtige Richtung bewegt hat, mir hat das sehr gut getan und ich bin zum ersten Mal in meinem Leben so lange "trocken" , wir sind hier ja alle Alkoholiker und jeder hat seine Geschichte, erschrecken wird hier keiner da bin ich mir sicher.
Wenn du willst wirst du hier Unterstützung finden, soviel kann ich dir versprechen, du musst dich halt nur darauf einlassen und sie annehmen.
Glaub mir alles kann wieder gut werden, ich bin auch ein Kopfmensch mit einer emotionalen Note 😉 ich bin der Obergrübler und kann nachvollziehen wie es dir im Moment geht. Versuch zu schlafen oder schau was an aber versuch das Kopfkino abzustellen.
Morgen früh Kaffee? Meine Jungs gehen um 7.30 zur Schule dann schau ich rein und wenn du willst können wir quatschen okay.
Gruß Arno
-
Seit 2 Wochen ist jeder Tag schlimmer als der Tag davor. Seit 9 Tagen bin ich abstinent. War auf meinen kleinen Erfolg so Stolz. Habe gezeigt dass ich es ernst meine.
Da kannst du immer noch stolz drauf sein, aus dem kleinen Erfolg kann ein großer Erfolg werden und dann sieht die Welt ganz anderst aus. Ich bin zwar schon einigermaßen durchs Jammertal, die Scheidung steht an, in ein paar Wochen muss/soll ich ausgezogen sein, gab zwei kleine Jungs die ich dann nicht mehr so oft sehe usw. also ich kann mir einigermaßen vorstellen wie es dir jetzt geht.
Grübel bitte nicht rum und Lenk dich ab, morgen früh beim Kaffee kannste dann in Ruhe nachdenken, ich hab morgen frei und wäre sogar verfügbar wenn du Redebedarf hast, okay?
Kopf hoch, ich weiß daß klingt so leicht daher gesagt aber glaub mir, mir ging es ähnlich.
-
Sorry, muss einfach so blöd raus, hat ja nicht direkt mit Abstinenz etc. zu tun.
Ohje, alles gut Amun schreib ruhig mit ging es auch mal so ähnlich, lass ruhig alles raus es hat sehr wohl etwas mit deiner Abstinenz zu tun, die ist nämlich in Gefahr wenn du nicht fängst.
Du musst jetzt da durch und versuchen dich abzulenken, grübel bitte bloß nicht die ganze Nacht rum. Schau irgendwas an, ich kann dir eine gute Thriller Serie empfehlen wenn du willst und ich hab einen guten Geschmack😬
Meinst du mit dem Rattenschwanz finanzielle Verpflichtungen, Miete usw. ?
-
Hoffentlich hilft dir deine neue Wohnung weiter, bei mir steht auch eine neue Wohnung an und ich freu mich schon riesig darauf. Eigentlich steht deiner zufriedenen Abstinenz ja dann nichts mehr im Weg, du musst die Vergangenheit halt hinter Dir lassen und vielleicht lachste dir nicht gleich die nächste große Liebe an bevor du mit dir selbst klar kommst.
Bist ja noch nicht soo lang "trocken" und vielleicht bildest du dir das alles nur ein, das klarkommen, mit macht das nichts aus, Alkohol lässt mich kalt usw. bei mir war das am Anfang fast genauso ich war mindestens genauso hartnäckig davon überzeugt das mir das alles gar nicht soviel ausmacht, Freunde und Frau können ruhig in meiner Anwesenheit trinken, wieso soll ich mein "Problem" zu ihrem machen usw. usf.
Alles gut gegangen, ich hatte Glück, ganz ungefährlich war es aber nicht. Gestern hab ich z.B. die Spülmaschine aufgemacht und ein Schwall von Weißwein kam mir entgegen, Weißwein im Kühlschrank, Weißwein im Vorratsschrank usw. deswegen bin ich froh bald meine eigene Bude zu haben, wenn ich mir vorstelle das ich in die Ecke gedrängt werde und es einen riesen fiesen Streit gibt, ich am Boden zerstört bin, dann wäre der Griff zur Flasche möglicherweise schnell. ich war auch lange in einem Jammertal und kann es ein stückweit nachvollziehen wie du denkst glaube ich zumindest.
Pass auf, vor allem geh nicht auf Saufpartys, im Ernst was willst du da, wenn du wirklich Alkoholiker bist tanzt du echt auf Messers Schneide. Auch deine "Trauer" ist so ein Ding, ich hab gestern bei einem neuen geschrieben das die Traurigkeit der beste Freund der Sucht ist oder so ähnlich. Man schaukelt sich da so tief in eine hoffnungslose Situation bis der alte gute Freund bei Fuß steht, tja und dann wird's schwer.
Mir ging es lange ähnlich schlecht, sah keinen Ausweg mehr, war depressiv etc. zum Glück hab ich immer noch einen kleinen Hoffnungsschimmer gesehen sonst wäre das nicht mehr lange gut gegangen und wär wieder da gelandet wo ich letztes Jahr angefangen hab bloß noch schlimmer. Ich bin dir Monate voraus mit der Abstinenz, hatte Hochgefühle, dachte schon ich bin übern Berg usw. also sei vorsichtig der Schein kann trügen.
Also vergiss deine Ex, denk an Dich und schieb die Schuld nicht auf dich. Nach einen Neuanfang in deiner neuen Wohnung und nach bloß keine Einweihungsparty mit den üblichen Verdächtigen😉
-
Wow Angler, ich kann gar nicht richtig einschätzen aus was dein Problem wirklich besteht, Alkohol, Beziehung oder innere Unzufriedenheit.
Es kommt immer häufiger vor, dass ich diese Enge spüre, wie ein Druck der mir die Kehle zuschnürt. Ich kenne dieses Gefühl mehr als gut. Das ist das Gefühl raus zu müssen, an den Waldrand und Bier trinken, bis das Leben wieder schön ist.
Die Gefühle sind alle ungefiltert, was nicht da ist, ist der Drang auf Bier.
Ich verstehe das nicht, Drang, dann doch kein Drang, fühl dich bitte nicht angegriffen vielleicht interpretiere ich das ja auch alles falsch aber führ mich ergibt das keinen richtigen Sinn.
Bier war ein erlerntes Heilmittel dagegen. Weil ich ab der Trennung es nicht mehr ändern konnte, war diese Art von Lösung keine Option mehr, dadurch war das Verlangen weg, weil es nichts mehr brachte.
Meine Psychologin sehe ich manchmal als kritisch an. Vor meiner Beziehung war ich stabil, ausgeglichen und nüchtern. Weder anfällig noch sonstwas
Vielleicht hat deine Psychologin aber Recht? Vor der Beziehung warst du nüchtern und wenn ich es richtig lese danach auch.
Seitdem ich nichts mehr trinke, kann ich nicht mehr weinen. Das Bier war oft mein Mittel um für mich im ruhigen am Wald richtig loszu heulen, den ganzen Druck abzulassen. Ich kenne danach das Gefühl auch, wenn wie ein großer Klotz weg ist. Aufgestauter Balast. Und trotz Therapie, Reden, Sport empfinde ich trotzdem eine seelische Unzufriedenheit.
Jeder ist anderst aber bei mir wäre dann spätestens nach dem dritten Bier Schluss mit Weinen, das wäre dann vermutlich am nächsten Tag der Fall wenn man dann verkatert begreift das sich gar nichts geändert hat.
Wie Du ja schreibst : Bier war ein erlerntes Heilmittel dagegen.
Wie für die meisten Alkoholiker behaupte ich mal, mich hat der Alkohol alles vergessen lassen, Probleme wurden einfach auf später verschoben etc.
Rennschnecke hat es gerade auch geschrieben was ich im gleichen Moment schreiben wollte, stell dich doch wirklich mal vor den Spiegel, ich hab das Gefühl du versuchst es zu relativieren, vor und nach der Beziehung war alles gut, dann wieder dich nicht...
Um glücklich zu werden solltest du dir darüber in klaren sein was du bist, aber das hatten wir ja schon mal...
Wie gesagt ich meine das nicht böse, ich verstehe dich nur nicht ganz, vielleicht stehe ich auch auf der Leitung.
Gruß Arno
Gibt es sowas, dass durch "Schockmomente" ein früheres Verlangen oder eine Abhängigkeit sich umkehrt?
Ich meine jetzt nicht durch bewussten Verzicht oder so, dass man weiß was es bewirkt, sondern sowas wie einen kompletten Reset und Ablehnung? Ich rede nicht von wieder normal trinken oder probieren, nein. Sondern dass das Verlangen oder die Gedanken völlig absurd vorkommen? Also vergleichbar mit: da liegt ne Nadel und Heroin aber man käme nie auf die Idee das zu machen.
Du versuchst doch Dir was einzureden oder? Meines Wissens nach gibt es das nicht, vielleicht bei Leuten die nicht viel oder lang getrunken haben, aber das glaube ich auch nicht.
-
Mir geht es soweit gut, ich merke nun nach mehr als 4 Monaten Abstinenz immer noch gesundheitliche Verbesserungen.
Hallo Bingo,
ich bemerke auch jetzt nach einem Jahr noch gesundheitliche Verbesserungen, es wird immer besser. Ich hatte in der nassen Zeit immer dieses zwicken in der Lebergegend, das ist jetzt inzwischen schon ganz verschwunden.
-
Ich bin dann doch eher der Freund von Musik als von Serien ...
Ich höre...😬 Hab gerade vor ein paar Wochen meine Plattensammlung verkauft, bestimmt 5000 unter Wert 😭
-
Ich kenne mich, und weiß dass ich bald auch wieder optimistischer nach vorne Blicken werde. Dem Alkohol als Lösung will ich da keine Chance geben.
Das Problem ist nur das wir Alkoholiker sind, wegen dem Alkohol als Lösung keine Chance geben...
Wie geht's dir jetzt im Moment?