Beiträge von Lebenskuenstler

    Du hast null Einfluss drauf, das wurde Dir ja schon gesagt. Ob Du beibst oder gehst, es kommt wie es kommt.

    Und ich, lange trocken, viel Erfahrung, kann es auch bei niemandem voraussehen. Ebenso kann ich niemanden dazu bringen, aufzuhören. Also ich habe den Hebel, den Du suchst, auch nicht, will ich sagen.

    Entweder es reicht ihm irgendwann, oder es reicht ihm nie.


    Viel Glück und gute Entscheidung.

    LG LK

    Es steht sowieso nicht alles da.

    Es ist keine Lebensbeichte, und bei einigen Themen (einschliesslich Sucht, aber auch bei anderen Themen) hilft jammern sowieso nicht. Da hilft nur tun.

    Und an der Stelle, Umgang mit einer anderen Krankheit, hilft mir die Bewunderung durch meinen Arzt durchaus. Das macht ihm nämlich Lust, mit mir zusammenzuarbeiten, wenn ich selbst auch alles mache, was ich kann. Und ihn brauche ich.

    Na ja.

    Wenn Dir entgangen ist, dass ich alle möglichen Probleme, die ich hatte, einschliesslich eines echten Tiefpunkts,, beschrieben habe, dann ist das halt so. Oder du siehst das insgesamt anders als ich, auch gut.

    Ich lande am Ende bei der Dankbarkeit, die ich habe, dass es am Ende doch noch so gut gelaufen ist. Und Du hast garantiert keine Ahnung, wie schlecht es mir schon gegangen ist. Sonst würdest Du solche Fragen nicht stellen. Steht aber teilweise hier, falls es Dich wirklich interessiert.

    Ausserdem habe ich meine Trockenheit zum Hobby gemacht, den Satz habe ich die Tage hier irgendwo gelesen, trfft auf mich zu.

    Und nun die Preisfrage:
    Hat mein heutiges Leben und dass es jetzt gut läuft, etwas damit zu tun, dass ich irgendwann mit dem Saufen aufgehört habe? Hat mein Thema mit Alkoholismus zu tun?
    Ich bin gerade anderweitig beschäftigt und habe keine Zeit für eine längere Unterhaltung hier. Beantworte Dir die Frage selbst, wenn Du willst. Musst du aber auch nicht.

    Ich muss ein paar Dinge fertig machen, sorry falls ich zu kurz angebunden war. Eigentlich wollte ich Dir gar nicht antworten, aber ich leiste Deiner Bitte Folge.

    LG LK

    Meine Frau sagte heute morgen, Straßenköter oder Streunerkater sind die besten Begriffe für die Zeit, als sie mich kennenlernte.

    Ausserdem meinte sie, wenn ich alles, was sie alleine den 40 (vierzig) Jahren, die sie mich kennt, erlebt habe und was sie über mich gehört hat, erzähle, dann glaubt mir das sowieso keiner. Entweder halten sie mich für einen Angeber, oder sie fragen sich, warum ich nicht (noch) mehr aus meinem Leben gemacht habe.

    Mir reicht es. Ich hatte nie den Ehrgeiz, noch mehr zu erreichen.

    Ich habe diese Woche einen Abend mit einigen gestandenen beruflich sehr erfolgreichen Männern verbracht, die von Jugend an wesentlich zielstrebiger waren als ich. Die aber ihr ganzes Leben in Beruf und Familienleben eingebunden waren, während ich mir einige Auszeiten gegönnt habe und nicht nur die ganzen schlechten Zeiten hatte, sondern mir auch echte Träume verwirklicht habe. Ich hatte so derartig viel Glück, ich glaube es manchmal selbst kaum. Eher Kater, 7 Leben.

    Mehr als mir reichen kann es nicht. Und während ich wegen Ursache für die baldige Neuro-Reha, steht irgendwo hier, schon vor längerem eine unfreiwillige Vollbremsung hinlegen musste, aus der ich mich auch erst wieder herausarbeiten musste, plagen sich da jetzt welche damit, dass ihnen die großen Pläne für den Ruhestand zum Teil nicht gelingen und sie auch vom Alter und Krankheiten ausgebremst werden.
    Und dazu kommt noch, ich habe manche Träume, die sie haben, in meinen Auszeiten erlebt. Und heute denke und fühle ich, es war ein großes Glück, dass ich das noch gemacht hatte, als ich es noch konnte. Ich war keinem neidisch. Und wir sind Freunde.

    Der nächste Freund, der frische Witwer, möchte sich auch nicht nur vergraben, was ich äusserst positiv finde. Die Trauer ist hart bis härtest, und es dauert, so lange es dauert. Aber er wird von Leuten angerufen, und wir haben beschlossen, unsere Geburtstage liegen wenige Tage auseinander, wir feiern gemeinsam, nur er und ich, weil ich in dieser Beziehung in den Anfängen nahe dabei war, meine Frau, die ich auch bald in dieser Zeit kennengelernt habe, und ganz wenige andere Leute, weil wir in alten Zeiten schwelgen wollen, mehrere Tage lang ALKOHOLFREI. Ist noch ein bisschen hin, vielleicht fällt er auch noch in ein Loch, aber ich habe mich der Frage nach der Feier vorsichtig genähert, und er war begeistert. Und ich war dann auch begeistert, das hat mir den ganzen gestrigen Abend versüsst.

    Dann hatte ich noch eine Arbeitsgruppe, die leite ich schon länger, aber auch nicht so oft. Inzwischen bin ich gut im Delegieren, aber ich bin derjenige, der das Thema am Besten kennt. Also alles kann ich nicht delegieren. ich habe aber auch schon kommuniziert, dass ich nicht mehr mache, als ich bereits mache.

    Ja, und Urlaubsplanung ist auch in der Mache. Wir sind ja noch nicht fertig mit dem Leben. Und keiner weiss, wie lange es geht. Also, machen so lange es möglch ist.

    Ich meine ja nur, wenn jemand Angst hat, dass er trocken was verpassst... ich habe diese Angst nicht.

    LG Lk

    Ach, die harte Tour...

    derjenige welcher hatte den Spruch

    "wenn einer auf die Fresse fallen will, dann leg ihm kein Kissen unter"

    also ganz klar, dann tut es Dir einfach noch nicht genug weh. Man muss mit Schwung aufs Maul fallen.

    Ja, das war auch der Strassenköter-Slang. Damit konnte ich sogar sehr gut. Wahrscheinlich meinte er das sogar bei mir.

    Hartmut,

    das ist OK, was Du mir hier schreibst.

    deswegen sage ich ja, nehmt Euch, was Ihr davon brauchen könnt, den Rest lasst liegen.

    Ich verstehe auch, dass Leute Vorbilder brauchen, hier irgendwo habe ich geschrieben, ich habe auch an jemandem gesehen dass es so lange geht, Obwohl ich mich mit demjenigen sonst nicht sehr gut verstanden habe.

    Das führt aber auch gleich dazu, dass ich auch als Frischling mich nicht klein machen wollte, kuschen unter dem demjenigen, und der war auch sehr rigide, und ich wusste nun mal, dass ich wirklich aufhören wollte, wofür ich jetzt der Beweis bin.

    Ich habe dann auch das genommen, was ich brauchen konnte, und den Rest habe ich liegen gelassen. Ja OK, auch das mag Vorbild sein. Nehmt es wenn Ihr es brauchen könnt...:mrgreen:

    LG LK

    War ja auch schon öfter "Gratulation, wow, so viele Jahre trocken, da möchte ich auch hin" Nicht unbedingt hier, oder ich nehme das gar nicht mehr wahr, aber woanders schon mal ziemlich deutlich.

    Mir ist das eher peinlich. Ich habe meine Trockenzeit, aber ich bin nicht trocken geworden, um bewundert zu werden. Sondern schlicht wegen mir selbst. Das wäre mir auch egal, wenn das jemand total bescheuert finden würde. Deswegen würde ich das trinken ja nicht wieder anfangen, bloss weil das jemand doof findet.. Ich mach ja wegen mir, eben.

    Die Frage, ob ich bewundert werden will...

    Ich hab schon mal jemandem gesagt, dass ich nicht auf einer Schleimspur ausrutschen will. Ich hasse es, bewundert zu werden. Oder auf ein Podest gestellt zu werden.
    Kommt genau da hin, dass man da ja wieder von den Anderen getrennt ist oder eine Fassade lebt. Und ausserdem Erwartungen erfüllen muss. Zumindest wird es von einem erwartet und wenn nicht, ist die Fallhöhe groß.

    Ich habe den Braten zum Glück aber oft schon gerochen und mir genau überlegt, was ich will. Trotzdem war halt ohne Moos nix los. Irgendwas musste ich nun mal tun. Ging und geht nicht um Reichtum oder Status, sondern um ein angenehmes Leben ... wofür ich mich nicht zu sehr stressen will.
    Und ansonsten habe ich Glück gehabt, dass ich zur rechten Zeit am rechten Ort war, wo die Fachleute händeringend gesucht wurden. Da kam der Headhunter, wunderbar.

    Jo. Schönen Tag allerseits

    LG LK

    Mir fehlen die Worte und ich schüttele nur den Kopf. Ich habe keinen Aufpasser. Habe das Gefühl, dass du dich schnell in etwas reinsteigerst. Aber bitte verschone mich damit.

    Nein. Wenn ich etwas lese, entstehen Bilder in meinem Kopf. Assoziatives Denken nennt man das.

    Es ist nichts persönliches mit Dir.

    Vielleicht haben wir so unterschiedlichen Background, dass wir uns nicht verstehen. Ich werde Dich in Ruhe lassen.

    LG LK

    Voarab an die Mods: wenn unerwünscht, bitte löschen.

    Hallo KaDett,

    In letzter Zeit hatte ich das Gefühl, dass es Dich leicht nervt, wenn ich Dir schreibe, und ich möchte Dir nicht zu nahe treten.

    Nur mal was zum Nachdenken. Ob Du darauf antworten willst oder es unter den Tisch fallen lässt, ist für mich nicht überlebenswichtig. Also mach Dir darum keinen Kopf, was Du mir antworten sollst. Nur wenn Du selbst willst und bereit dazu bist.

    Ich wurde im Laufe meiner nun nicht ganz kurzen Trockenheitsgeschichte schon mal Alkoholikern an die Seite gestellt, die während der Adaption - also dem langsamen Freilassen aus einer geschlossenen Therapieeinrichtung, in der Vielfachrückfällige untergebracht waren, die schon mal mit dem Gesetz in Konflikt kamen - lernen sollten, sich durch einen Lebensmitteldiscounter zu bewegen, ohne am Schnapsregal etwas mitgehen zu lassen.

    Sprich ich sollte für die quasi die Aufsicht machen. Sie haben mir vertraut, weil ich der Trockene Trinker war und bin. Also einer von ihnen. Und das ist dann so eine Art mobiler sicherer Raum.

    Trotzdem bin ich natürlich Realist. Das war flankiert von anderen Maßnahmen, überraschendem Blasen-lassen bei der Rückkehr und das Geld zum Bezahlen in dem Discounter hatte nur ich. Und ich kenne die Tricks, irgendein Freund von draussen lässt irgendwo am Weg einen Umschlag mit Geld liegen, von dem ich nichts weiss und schon ist der perfekte Aufsichtsplan geplatzt. Oder einer schaffts, gleich vor dem entspechenden Regal eine halbe Flasche Hochprozentigen in drei Sekunden zu trinken, wenn gerade keiner hinguckt.
    Die ehrenamtliche Begleitung von Alkoholikern, die lernen mussten, sich in einem nüchternen Leben zurechtzufinden, habe ich mehrfach gemacht. Auch andere Situationen, als die soeben beschriebene. Ich hab auch Geld dafür bekommen, also ich bin jetzt nicht Mutter Theresa.

    Und ich habe ganz sicher nicht unterschrieben, dass ich da irgendetwas garantieren kann. Wer trinken will, findet immer einen Weg.

    Das ging nur, wenn auch die Betroffenen wirklich bereit waren, mit zu spielen. Die Verantwortung blieb bei ihnen.

    Übertragen wir das auf Deine Situation. Wie soll das Aufpassen auf Dich im Ernstfall aussehen, wenn Du beispielsweise so einen Suchtdruck haben solltest wie neulich, wo Du doch ziemlich verzweifelt warst?

    Ich verweise noch einmal darauf, dass Du nicht antworten musst.

    LG LK

    Ich lese mich quer durch die neuen Beiträge und da ploppt immer was in meinen Gedanken auf, was auch mich betrifft.

    Hier das mit der Durchschnittlichkeit.
    Es ist ja nicht nur so, dass ich Einiges kann, andere Dinge kann ich weniger oder überhaupt nicht. Und für manche Dinge, die ich besser können möchte, brauche ich ein Übungsfeld (wozu dieses Forum gut geeignet ist).

    Kazik schrieb, Seele muss nachkommen ist bei mir manchmal auch so, wenn die Veränderungen sehr schnell sind. Und bei mir hat sich im Leben schon sehr viel geändert.

    Nachdem ich das gestern geschrieben habe, wo ich schon mal war, ist mir das wieder aufgefallen.

    Ebenso wie dorothea schreibt, dass mir durchs Aufschreiben schon sehr deutlich auffällt, wo ich nie wieder hin will.

    Und bei R/no , was Hartmut schreibt, so lange ich nüchtern bin, habe ich alle Zeit meines Lebens, mein Leben zu ändern.

    Ich habe nüchtern auch Träume verwirklicht, an die ich seit Kindesbeinen gar nicht mehr zu denken wagte. Das ist der Vorteil der Langzeitabstinenz.
    Und jetzt arbeite ich auch gerade dran, einen Punkt in meinem Leben noch zu ändern.

    Das will ich jetzt aber nicht zerreden, manche Dinge brauchen Zeit zum Wachsen, und um spruchreif zu werden.

    Es geht um meine Verträglichkeit. Ich bin lange Zeit zu schnell nach oben gefallen, bis die Luft ziemlich dünn wurde. Das wollte ich so gar nicht. War mir zu einsam.

    Ich bin jetzt gerade ziemlich angenehm innerlich aufgeräumt.

    LG LK

    Gut, und jetzt lösen wir das Spielchen auf, denn ich mag keine Rätsel.

    Quod erat demonstrandum, was zu beweisen war.

    Jetzt hast Du mir gezeigt, dass ich Dir gezeigt habe, dass das Bild, dass Du von mir hattest in Deinen Augen stimmt.

    Und e.h.e heisst nicht Ehe, obwohl der Begriff bei manchen sicher auf ihre Ehe zutreffen wird.

    Sondern e.h.e heisst errare humanum est, Irren ist menschlich.
    Und jetzt kann ich mich in meiner Interpretation geirrt haben und bei mir haben sich auch schon manche gewundert, wer der Kerl nun wirklich ist, also wir können uns beide in unserer Interpretation oder unserem Urteil auch irren.

    So, und jetzt wünsche ich viel Spaß und gute Unterhaltung, ich bin jetzt bei meiner Veranstaltung.