Beiträge von Bergdohle

    Liebe dorothea , vielen Dank für Deinen langen Text. Ich kann viel darin finden, was mich aufbaut. Und danke auch für die nützlichen Tipps. Auch Deine Ansichten zum Kinderaufziehen und Aufgaben teilen in einer Ehe/Partnerschaft haben mir das Gefühl gegeben nicht alles falsch gemacht zu haben. Ich muss auch sagen, ich war immer gerne zu Hause und für die Kinder da. Das bereue ich in keinster Weise. Diese Zeit ist für mich ein Schatz von unglaublichem Wert.

    Ich finde deine Beiträge immer sehr hilfreich. Du hast so einen entspannten, beruhigenden und unaufgeregten Blick auf die Dinge.

    das du nu nicht so richtig klar kommst und erst mal den wald vor lauter bäumen nicht siehst ist auch klar. einfach ist auch anders aber das wirst du hin bekommen. sortier dich mal in ruhe. braucht eben alles seine zeit.

    Ja,ist wohl so, dass sollte ich mir zugestehen anstatt mich selber kleinzumachen und zu demotivieren.

    Liebe Grüße!

    Danke Dir lieber Hartmut für Dein Mut zusprechen. Zurück will ich auf gar keinen Fall mehr. Ich habe das Päckchen wohl aus meiner Kindheit, dass ich immer das Gefühl habe ich bin dumm und alle anderen machen er besser, sind intelligenter, fähiger etc.

    Und ich sollte mir viel eher meine Erfolgserlebnisse in Erinnerung rufen und seien sie auch noch so klein und "lächerlich" in den Augen andere Menschen.

    ch habe eines in meinem Leben gelernt: Tun. Einfach anfangen und tun , Stück für Stück.

    Zumindest das habe ich umgesetzt, als ich die Trennung erreicht habe. Eigentlich schon mal ein riesen Schritt.

    Danke Dir und liebe Grüße!

    Hallo, nun muss ich mir mal wieder was von der Seele schreiben. Vor einem Monat ist mein Mann ausgezogen und heute ist so ein Tag voller Selbstzweifel. Immer wieder flüstert mir ein Teufelchen ins Ohr: Das schaffst Du nicht alleine. Wenn ich mich dann frage, was vermisse ich an meinem alten Leben, dann muss ich ganz ehrlich sagen: Es ist die finanzielle Sicherheit und dass mir jemand alles Lästige abgenommen hat (Steuer, Versicherungen, Behördenkram etc.) . Nirgendwo kommt darin mein Mann als Mensch vor. Ich bin Zeit meines Lebens versorgt worden und habe das auch zugelassen, da ich glaubte mein Leben ginge ewig so weiter. Vom Elternhaus bin ich mit einer Freundin zusammengezogen (meine Freundin war eine Macherin und hat bestimmt wo es lang ging...und ich fand das angenehm) und dann habe ich vor 34 (!) Jahren meinen Mann kennengelernt und bin dann zu ihm gezogen. Gearbeitet habe ich nur 50% und hatte auch viele Jahre, als die Kinder kamen, wo ich nicht gearbeitet habe. Ganz schön blauäugig und erbärmlich. Nun steh ich da, voller Selbstzweifel, ob ich mein Leben alleine wuppen kann. Ich danke Gott, dass ich wenigstens diesen 50% Job habe (leider ohne Möglichkeit auf Stundenerhöhung). Da das auf Dauer nicht reicht, brauche ich einen Minijob. Heute habe ich ein Vorstellungsgespräch + Probearbeiten in einer Privatklinik im Gastrobereich der Klinik. Ich habe sowas noch nie gemacht und ich weiß jetzt schon, wenn ich scheitere, dann bin ich heute am Boden zerstört und mein Selbstvertrauen rutscht in den Keller. Ich bewundere all die Frauen hier, die schon immer finanziell unabhängig waren und sind. Überlege mir, ob ich das abschicken soll und mich als so unselbstständig und outen soll....aber es ist wie es ist. Ich muss der Wahrheit ins Auge sehen, in jeder Beziehung und überall.

    Liebe Grüße!

    Danke liebe Rennschnecke und liebe sorrowful . Gute Vorschläge. Ich muss ja weder.von Abhängigkeit reden noch von der Alkoholmenge. Auf die Idee wäre ich jetzt gar nicht gekommen. und gut dass du das geschrieben hast, sorrowful , mit dieser Fixierung auf die Abhänggkeit. Da lag immer mein Fokus drauf. Vieleicht weil das so eine Entgültigkeit bedeutet. Dann ist er definitiv Alkoholiker und ist es für den Rest seines Lebens. Auch wenn er trocken werden sollte.. Aber im Grunde ist es egal, denn die Wesensveränderung, wenn er trinkt und das Nichtsändern wollen ist ja das was uns unglücklich macht. Danke für die (für mich) neue Erkennnis.

    Liebe Grüsse!

    Du musst gar nichts machen und ganz bestimmt nicht zurück zu ihm, er hat sich selbst dazu entschieden, dass er sich ruinieren möchte. Da es seine Schwester ist, die verstehen möchte, was mit ihm los ist, würde ich ihr sagen, was los ist und dann vielleicht auch einfach klar machen, warum du dich getrennt hast. Und sie kann dann auch selbst entscheiden, ob sie ihm auf dieser Basis tatsächlich helfen möchte.

    liebe MatildaWormwood , danke Dir!!! Bezüglich der Offenbarung seines Problems gegenüber seiner Schwester habe ich schon ausführlich geantwortet auf den Beitrag von dorothea . Ihr habt beide recht. und ich finde deinen letzten Satz, dass die Schwester das dann selbst entscheiden kann, sehr tröstlich. Aber wie gesagt, brauche ich noch etwas Zeit.


    Liebe Grüße!

    es hat gedauert bis ich kapiert habe das es einen unterschied gibt zwischen schlechten zeiten die von außen kommen und unvermeidlich sind und schlechten zeiten die durch gleichgültigkeit und selbstsucht des partners auftreten

    Liebe dorothea , ja, so ist es. Dem kann ich nur zustimmen.

    und warum willst du deiner schwägerin nicht sagen warum du dich getrennt hast?

    Darüber habe ich eine geraume Zeit nachgedacht. Ich habe das bisher aus Repekt meinem Mann gegenüber nicht gemacht. Ich habe die Vorstellung, dass ich dann sein Geheimnis preisgebe, was er um alles in der Welt nicht verraten möchte. Seine Schwester hat ihn ja schon des öfteren darauf angesprochen, was denn los sei mit ihm. Und auch sein Vater. Und unsere Söhne wurden auch schon gefragt. Und wir haben alle 3 geschwiegen, weil wir dachten, wir dürfen es nicht sagen. Derjenige, der das Geheimniss hat, muss es von sich aus offenbaren und wird es tun, wenn es ihm so schlecht geht, dass er bereit ist sich zu öffnen und um Hilfe zu bitten und dann anzunehmen. Alles andere würde ihn nur stigmatisieren. So der (vieleicht abstruse) Gedanke.

    Ein weiterer Grund ist der, dass ich mir nach 7 Jahren Entdeckung seines Alkoholproblems (vor 7 Jahren wurde es mir bewußt, vieleicht bestand es schon länger?) immer noch nicht meiner Wahrnehmung traue. Was wenn ich das alles übertrieben sehe. Vieleicht trinkt er einfach nur gerne mal was und ist definitiv nicht alkoholabhängig. Und ich reite ihn da in was rein. Oute ihn als etwas, was er nicht ist. Tut mir leid, aber so empfinde ich. Und das würde ich nicht wollen.

    Und ein weiterer Grund ist natürlich auch, wie du es beschreibst, die Angst vor der Schuldzuweisung. Ich habe Angst, dass mich seine Familie verurteilt. Meine liebe und treue Freundin am Ort sagt dann immer "Was kümmert dich das. Du brauchst die nicht". Mei, die ist halt anders drauf wie ich. Ich kann schwer damit umgehen, dass man mir die Schuld an allem gibt. Reicht schon wenn meine eigene Mutter mir mal sagte, dass es kein Wunder sei, wenn mein Mann trinkt bei meinem egoistischen Verhalten (habe es damals gewagt mit meiner Freundin in den Urlaub zu fahren ). Und wie Du auch schon sagtest: Niemand, der je mit einem Alkoholabhängigen zusammengelebt hat kann nachempfinden, wie das ist.

    Ich denke auch, dass ich es ihr wohl sagen muss. Aber jetzt kann ich es noch nicht sagen. Ich muss mich noch weiter stabilisieren.

    Liebe Grüße!

    Liebe Jump, alles gut. Du machst das schon richtig. Ich bin nur einfach ein unsicherer und empfindlicher Mensch. Ich habe das auch nicht als Angriff gewertet, was Du geschrieben hast. Ich ticke nur so, dass ich dann so frustriert darüber bin, dass ich mir nicht selber darüber Gedanken gemacht habe, dass mich das dann total runter zieht. Ich sehe dann nur meine eigene Unzulänglichkeit und will dann wieder einfach unsichtbar werden.

    ich würde es der Schwester erzählen, wenn sie fragt was los ist. Ist ja sonst so ein ungutes, belastendes "Geheimnis" und eigentlich auch Teil der Co-Abhängigkeit den xy zu "decken". Geht ja nicht drum ihn "schlecht zu machen" oder die Schwester anzuspitzen ihm zu helfen. Ist eine sachliche Antwort. Und bedeutet du gehst den geraden Weg und lässt dich nicht auf Versteckspiele ein.

    Da hast Du auch recht. Aber sogleich schaffe ich das nicht. Da muss ich erst noch mehr Mut fassen.

    Liebe Grüße!

    Liebe releaseme , danke für deine lieben und mutmachenden Worte. Du glaubst gar nicht wie gut mir das tut. Mein Tag ist gerettet.

    So viele Erinnerungen , auch so viele schöne, so eine große Liebe

    Das habe ich mir heute tatsächlich auch gedacht, da ich mich mit meinem Mann getroffen habe, weil wir etwas organisatorisches bereden mussten. Ich habe ihn mir angesehen, habe seine leichte Fahne gerochen (ich denke es war eine leichte Vodka Fahne...ich traue meinen Wahrnehmungen sogar nach 7 Jahren Entdeckung des Alkoholproblems meines Mannes noch immer nicht!). Und dann dachte ich mir, wohin ist blos diese einst so große Liebe hingegangen, die ich für ihn empfunden habe. So unfassbar traurig.

    Und ich muss sagen, ich finde es wahnsinnig mutig, wenn Frauen wie du, mit noch kleineren Kindern, den Mut aufbringen sich aus dieser traurigen Situation zu retten. Hut ab. Ich hätte mich das nie im Leben getraut. Meine Bewunderung <3.

    Du machst es richtig, du bist jung und eine tolle Frau. Ich bin mir sicher, dass Du auf Dauer nicht alleine durchs Leben gehen wirst. Einfach ein Schritt nach dem anderen und dann fügen sich die Dinge schon.

    Liebe Grüße!

    Liebe dorothea . Auch danke für Deine aufbauenden und klaren Worte. Du bist hier auch jemand, dessen Beiträge ich sehr gerne lese. Ich antworte Dir später. Mein Mann kommt jeden Moment vorbei, da wir etwas wegen einem gemeinsamen Notartermin zu bereden haben. Wahrscheinlich bewirkt das, dass ich hier völlig hohl drehe. Ich reagiere auf ein Zusammentreffen mit ihm ganz schlecht, psychisch, wie auch körperlich. Allein das zeigt schon, dass es genug war.

    Ich bin gerade ziemlich durch den Wind, da es meinem Mann so alleine in der Wohnung schlecht zu gehen scheint. Und seine Schwester würde gerne von mir wissen will, was los ist, damit sie ihm helfen kann. Und ich will ich es ihr nicht sagen, dass er ein Alkoholproblem hat. Ich denke, wenn er Hilfe möchte, dann kann er sich seiner Schwester gegenüber öffnen und es ihr selber sagen. Ich überlege, ob ich ihn ermuntern soll es seiner Schwester zu sagen, da sie ihm doch helfen möchte. Oder ist es tatsächlich meine Aufgabe oder sogar Pflicht diese Information an seine Schwester weiterzugeben. Ich weiß es nicht. Wie habt ihr das denn gehandhabt?

    Ehrlich gesagt kämpfe ich gerade heftig mit mir selbst. Was ist richtig, was ist falsch. Ich fühle mich unfassbar schuldig und ich will doch nur endlich in Frieden leben. Ich habe oft Angst, dass alles wieder rückgängig gemacht wird. Dass der Druck von Außen so stark wird, dass ich wieder mit ihm zusammen leben muss, nur damit gewisse Menschen um mich herum mich nicht weiter bedrängen. Ich fühle mich schlecht und ich fühle mich undankbar für all das, was er in den guten Jahren für mich getan hat. Tut mir leid für den Schwall.

    Hier geht es um Persönlichkeitsrechte. Jemanden "besoffen" zu filmen, während er schläft ist meiner Ansicht nach nicht in Ordnung. Da ist eine Grenze. Auch wenn du das niemand anderem zeigst, wovon ich ausgehe. Es ist demütigend. So empfinde ich es.

    Ja, Jump, du hast recht. Ich hätte das nicht schreiben sollen. Es ist keine gute Aktion. Ich zeige es natürlich niemand anderen. Es war für mich ein Mittel um mir immer wieder in Erinnerung rufen zu können, dass es DOCH schlimm war. Denn meine Erinnerung hat mich oft versucht zu überlisten. Ich brauchte Hilfsmittel um auf meinen Weg zu bleiben. Und nun weiß ich wieder, das ich vieleicht lieber doch nicht auf andere posts antworten sollte. Andere hier können viel bessere, konstruktiviere und respektvollere Unterstützung bieten. Werde aber weiterhin mitlesen. Danke für deinen Beitrag! Ich werde die Videos löschen.

    So ein krankes Spiel.

    Wahnsinn. Genauso habe ich es auch empfunden und auch beschlossen ihm nicht mehr hinterherzulaufen. Und dabei ging es mir seelisch und auch körperlich schlecht.

    Alkohol will er nicht verzichten (seitdem er nun einen aktuellen Blutbefund hat und seine Leberwerte nicht soo schlecht sind laut seiner Aussage bin es ja sowieso ich, die ein Problem hat und die mit nichts zufrieden ist).

    Kenn ich. So war es bei mir auch. Ich bin ja weitaus älter wie du und meine Kinder sind schon glücklicherweise erwachsen und haben ihr eigenes Leben. Aber in mir hat sich das Gefühl entwickelt, wenn ich so weitermache, dann werde ich ernsthaft krank, auch körperlich. Und du musst ja noch dazu deine Kinder schützen. Ich habe einfach irgendwann alles links und rechts ausgeblendet und bin stur meinen Weg gefolgt, wie ein Gaul mit Scheuklappen...den Weg Richtung Trennung und hoffentlich irgendwann wieder in die Leichtigkeit. Ich gehe Schritt für Schritt in diese Richtung. Mein Mann ist ja vor 4 Wochen ausgezogen und ich habe einen bunten Strauss von Gefühlen, die auf mich einstürmen: Das Gefühl "darf ich das..einfach 31 Jahre Ehe hinschmeissen", finanzielle Sorgen (habe immer nur 50 % gearbeitet), aber auch Erleichterung und ein neues Gefühl von Freiheit. Ich kann mein Leben nun selber wieder selber gestalten. Ich bin gerade auf der Suche nach einem Zusatz Job. Was ich damit sagen will mit meinem Geschreibsel: Hab dein Ziel, ein (alkohol)unbelastetes und freies Leben für dich und deine Kinder immer vor Augen und wenn du zweifelst und einen Schritt zurückmachen willst, dann setze vieleicht auch deine Scheuklappen auf und gehe unbeirrt weiter. Mir hat auch oft geholfen, dass ich mir sagte: Einen Tag schaffe ich noch auf dem Weg zu meinem Ziel, und dann sehe ich weiter. Und so reiht sich Tag an Tag. Alles Liebe<3