Beiträge von Robyn

    Ich wüsste gerne die Meinung eines Alkoholikers dazu. Ich wüsste gerne wie ein Alkoholiker diese Situation bewertet .

    Eine Trennung ist eine Trennung, egal warum. Ob er einfach in Ruhe trinken möchte oder seine Gefühle nicht mehr stimmen oder warum auch immer. Es gibt kein besonderes Symptom Trennung bei Alkoholikern.

    Kommt vielleicht einfach auf die Geschichte an. Ich beschäftige mich da schon mit meiner und es gibt gewiss Gründe die zur Sucht geführt haben. Für mich auch wichtig mich damit auseinanderzusetzen.

    Für mich ist Verstehen des Warum, Weshalb und Wieso sehr wichtig. Aber es wird bestimmt auch Lebensgeschichten geben, in denen solche Fragen ins Leere laufen.

    Ein individuelles Ding.

    Das Problem ist dass ich all das nach 2 Wochen verdrängt habe, und genau dann lauert die spontane Rückfallgefahr.

    Hallo Dulcinella,

    das hatte ich auch und am nächsten Tag, vom saufen total fertig, dachte ich immer, dass ich doch aufhören wollte. Als wäre das kurzzeitig gelöscht worden. Mir hat dieses Forum sehr geholfen. Durch den Austausch und das Lesen hat sich einiges gefestigt. Ich habe mich hier jeden Tag mit meiner Abhängigkeit auseinandergesetzt und die Gedanken, warum ich nicht mehr trinken will gefestigt. Das Forum ist eine wichtige Säule in meiner Abstinenz.

    Hallo Ihr Lieben,

    habe mich Heute viel mit Hypnose- und besonders EMDR - Behandlung befasst.

    Hat jemand von Euch damit Erfahrungen gemacht?

    EMDR hat mir sehr geholfen. Hatte aber jetzt eine lange Pause, weil die Umstände nicht ideal waren. Das ist auch wissenschaftlich geprüft und anerkannt. Ich wäre nur vorsichtig mit Coaches. Das sollten nur anerkannte Therapeuten machen. Ein Coach sollte eh nur mit gesunden Menschen arbeiten.

    Aber wie bei allem, ist das individuell. Ein Therapeut kann da wahrscheinlich mehr zu sagen. EMDR ist halt auch bewusste Auseinandersetzung mit Trauma, dass kann sehr belastend sein. Man macht das auch nicht einfach so. Vorher stabilisiert man und lernt bestimmte Übungen, die Helfen sollen einen ins hier und jetzt zurück zu holen. Aber man macht das wirklich nur mit jemandem vom Fach, weil die Gefahr besteht retraumatisiert zu werden.

    Hoffentlich nimmt sich keiner von uns daran ein Beispiel. Klingt, wenn er denn richtig wiedergegeben wurde, so gar nicht nach Krankheit bzw. Krankheitseinsicht.

    VG Soapstar

    Klingt für mich sehr nach Rechtfertigung nach außen, für sich selbst und Relativierung, wie es wirklich privat in Ihm aussieht könnte ganz anders sein. Für mich sind das typische Sätze nach einem Rückfall. Wie aus dem Bilderbuch Sucht. Irgendwie habe ich mich 2023 selbst auch so betrogen, obwohl mir bewusst war Alkoholikerin zu sein. Aber irgendwie dachte ich, ich kann es bestimmt doch, muss mich nur anstrengen.

    Aber letztendlich unterstützt der Arzt die Abstinenz und JEB. Klar, seine Aussage war nicht das Gelbe vom Ei, aber seine Unterstützung ist da und das ist gut. Vielleicht besser, als ein Arzt der 100 % sagt Alkoholiker, aber dann einen vollkommen alleine lässt.

    Wäre das ein Grund zu denken "Ich kann wieder trinken" ist das eigentlich wie alle zurechtgelegten Schein-Sauf-Argumente. Die findet man immer. Aber klar, ich verstehe schon, dass eine Aussag vom Arzt viel Gewicht hat, aber er sagt ja, dass er den Weg von JEB voll unterstützt und hat selbst auch auf Selbsthilfegruppen verwiesen (falls ich das richtig gelesen habe). Klingt nicht nach einem schlechten Arzt.

    Hallo Julia2009 ,

    ich kann mich irren, aber ich lese hier keine wirkliche Frage an Alkoholiker, sondern eher vielleicht ein Wach werden, Angst um die Existenz, Sorgen usw. Mir fehlt da gerade ein bisschen die Beschreibung.

    Ich kann dir aus meiner Perspektive sagen, dass ich nicht nur aufgehört habe zu trinken. Es ist noch so viel mehr Veränderung passiert. Für mich ist mein Jahrestag eher mein Geburtstag, als mein richtiger.

    Ergänzung:

    Grundsätzlich hat jeder das Recht sich immer und zu jeder Zeit zu trennen. Falsche Loyalität ist keine gesunde Basis.

    Ich würde ihr das am liebsten verbieten, aber ich kann sie ja schlecht zuhause einsperren. Ich möchte auch lieber in Verbindung bleiben und mit ihr reden können, sodass sie sich auch traut zu sagen, wenn sie was getrunken hat und vor allem auch, was und wie viel. Strikte Verbote führen wahrscheinlich eher zu Lügen und Verheimlichen.

    Fühle ich. Das ist wirklich nicht einfach.

    Die Tage zähle ich nicht mehr und die App verstaubt gerade. Dennoch bin ich noch lange nicht trocken. Für mich gibt es schon einen Unterschied zwischen Abstinent und Trocken sein. Trocken ist für mich wie eine gelebte Grundeinstellung. Abstinent sein, ist für mich noch mit Verzicht verbunden.

    Ich freue mich auf meinen ersten Geburtstag. Mir ist der schon sehr wichtig. Viel wichtiger wie der richtige Geburtstag.

    stell dir mal vor jemand verknallt sich in dich, schickt dir eine PN und du findest ihn auch gut. Ihr wohnt nicht weit entfernt voneinander und es kommt zu ersten Treffen, alles ist rosarot etc. ihr seid auf der selben Wellenlänge und habt die gleichen Interessen. Für zwei Neulinge wäre das wohl schlecht, mir wäre die Gefahr zu groß dass das "eine" gemeinsame Hobby wieder auf der Tagesordnung steht.

    Das andere ist wie es Hartmut schon gesagt hat, uns kann hier jeder lesen und mit Foto auch sehen. Vielleicht ist eine andere auf deinen Mann scharf und zeigt deinen Faden, vielleicht ist jemand aber auch nur neidisch auf dich und möchte dir mal so richtig an die Karre fahren und outet dich in einer Situation die dir in dem Moment den Boden unter den Füßen wegzieht.

    Also R/no , schreibst du Drehbücher für GZSZ :D?

    Vorstellungskraft hast du =)

    Ich will nicht viel über deine Ehe sagen.

    Möchte nur kurz erwähnen, dass Hormone echt krass sein können. Du hast ja was von Menopause geschrieben. Hormone können die komplette Psyche verändern und auch körperlich viel machen.

    Ob das jetzt bei euch eine Rolle spielt, weiß ich natürlich nicht.

    Schön, dass du deiner Frau aber jetzt geschrieben hast und offen warst.

    Was mich aber mal ziemlich erschrocken hat, war bei meiner ersten Entgiftung. Ich Trank ja "nur" Wein (auch wenn ich schon wusste, dass die Menge zu dem Zeitpunkt mittlerweile ziemlich übel war). Man sagte mir dann, das sind schon 2 Flaschen Schnaps. Das war mir nicht so bewusst.

    Ich Trank ja "nur" Wein 🥲.

    Zu deiner Frage in meinem Thread R/no, ich habe nichts gegen dich. Ich dachte halt nur zu erst, es wäre besser, deinem Weg nicht zu kreuzen und wollte dir gleichzeitig sagen, dass es hier viele gibt, die gerne deinen Weg kreuzen.

    Wenn ich die Frage „Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Tablette gäbe, die das ohne Folgen ermöglicht?“ mit Ja beantworten würde, dann hätte ich mich nicht wirklich damit abgefunden, Alkoholiker zu sein.

    Darüber habe ich mir vorher noch nie Gedanken gemacht. Tatsächliche kam mir beim Lesen ein Ja gedanklich hoch. Mittlerweile bin ich aber bei Jain angekommen. Eine Versuchung wäre es sehr.

    Ich bin aber mittlerweile eigentlich an einem Punkt, andem es nicht nur um meine Gesundheit geht, weswegen ich hauptsächlich Abstinent wurde.

    Ich genieße den klaren Kopf, diese Freiheit. Aber ich so richtig trocken bin ich noch nicht. Mich zieht es schon auch in Richtung ja.

    Ich würde also sagen ich lebe abstinent und arbeite an ein Trocken sein.

    Hallo zusammen,

    Hallo R/no ,

    ich hab jetzt hin und her überlegt, ob ich zu dem Ganzen noch was schreiben soll. Privat möchte ich ungern schreiben. Deswegen bleibt mir gerade nur dieser Weg. Das Forum soll auch irgendwie mein Tagebuch sein. Ich möchte zurückblicken können.

    Ich will dich jetzt nicht überreden zu bleiben, du bist erwachsen und triffst deine Entscheidungen selbst. Einmal möchte ich mich einfach entschuldigen, dass ich persönlich geworden bin. Deine Nachrichten haben mich ziemlich wütend gemacht und ich habe dann auch in die Tasten gehauen.

    Generell möchte ich mal schreiben, dass trocken werden eine anstrengende Sache ist. Arbeit an sich selbst ist nicht einfach und auch nicht von heute auf morgen erledigt (Vielleicht eine Lebensaufgabe). Wir bringen alle unser Päckchen mit. Haben jahrelang getrunken und müssen jetzt lernen mit Gefühlen umzugehen, mit schwierigen Situationen, mit Problemen, Alltag. Gesunder Umgang muss evtl. auch erst gelernt werden. Ressourcen müssen gesammelt werden. Das ist alles ein langer Prozess. Der Eine hat davon mehr, der andere weniger.

    In deinem Thread findet sich auch viel Zuspruch und Positives. Und ich glaube, auch wenn wir uns besser aus dem Weg gehen, gibt es bestimmt einige die gerne deinen Weg kreuzen.

    Hier ist aber auch keiner verantwortlich für irgend jemandem. Wenn ich trinke ist das meine Verantwortung. Genauso umgekehrt. Egal, ob "Frischling" oder nicht.

    Ich bin sehr oft auf die Nase gefallen und verantwortlich war ich selbst.

    Auch ich hatte durch die Konfrontation mit dir ein learning. Learnings bringen mich immer weiter.