Ich hatte eine völlig unspektakulär Woche, der Alkohol war in Gedanken präsent, aber ich wollte ihn nicht trinken, es waren keine Sehnsuchtsgedanken. Das Buch ist gekommen, Alkohol-Ade (Guzik). Es war für mich sehr interessant, da es die Problematik Sucht von eine sehr medizinischen/ neurowissenschaftlichen Seite angeht und konkrete Therapievorschläge mit Nahrungsergänzungsmitteln macht.
Für mich war es dann doch zu spät hier, ich trinke seit 8 Wochen nicht mehr und die "Therapiepläne" beziehen sich sehr auf die Anfangszeit. Ich habe mich schon seit Jahrzenten mit Nahrungsergänzungsmitteln beschäftigt und nehme auch viel ein, ich hatte also die Abstinenz aus eigenem Wissen schon einigermaßen gut begleitet.
Im Nachgang ist, auch durch dieses Buch jedoch der Wunsch gewachsen, wenn ich in der Alkoholabstinenz gefestigter bin, meine Nikotinsucht anzugehen. Das wird für mich extrem schwierig, ich weiss das schon aus vorherigen Versuchen, meine Mutter hat in der Schwangerschaft zumindest passiv geraucht, mein Körper kennt das also von klein auf, absoluter Raucherhaushalt in meiner Kindheit, ich selber habe dann mit 18 Jahren aktiv angefangen, habe mir von meiner Mutter eine Zigarette Marke Attika geklaut, ekelhaft. Nach 3xKlauen war ich süchtig. Seit ca 15 Jahren benutze ich Nikotinersatzprodukte. Für den Zweck würde ich dann auf die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, ich lese mich mal ein in das Thema.
Jedenfalls finde ich die Hilfe zur Selbsthilfe nach dem Entzug , die dieses Buch anbietet, einen erfreulich anderen Ansatz als der heutzutage übliche Gang zum Psychotherapeuten, wo einem dann hoffentlich geholfen wird (passiv).
Der kommenden Woche sehe ich gelassen entgegen.