Beiträge von Matcha

    Genau SO ist es. Ich rede ja auch nicht vom Kölner Karneval ! Aber , es gibt doch wirklich kaum Veranstaltungen, wo nicht wenigstens ein Sekt oder Wein gereicht wird.

    Da sind wir uns einig. Meine Wohnung ist komplett alkoholfrei, aber ich lebe alleine, Kind aus dem Haus und ich mag mich hier nicht ein dauerhaft einschliessen, ich muss unter Leute. Ich bin nie ausgegangen um zu trinken, in Gesellschaft trinke ich gar nicht. Bis auf die Freundin mit dem Eierlikör ( 2x schon Probleme) ist es mir in den vergangenen 6 Wochen auch nichtpassiert, dass nachgefragt wurde und ich mich rechtfertigen musste. Silvester bin ich extra zu Hause geblieben, Karneval werde ich das auch tun, das sind die Klassiker, im Schuetzenverein oder Kegelclub bin ich doch nicht. Einkaufen heute, das war gefaehrlicher.

    Wichtig für mich ist, dass ich wieder gern in den Spiegel schaue und mich vor mir selbst nicht mehr schäme

    Deine Text macht mich traurig, well er mir dieses Urteil "lebenslänglich" (Gerichtsbeschluss, die Angeklagte nimmt das Urteil an.....)bestätigt, er stimmt mich aber auch hoffnungsvoll. Nach 6 Wochen Abstinenz ist der Blick in den Spiegel fast eine erfreuliche Angelegenheit.

    Das sehe ich ein, ich muss dringend daran arbeiten, mich als ALKOHOLIKERIN zu sehen. Nicht mehr nass, jetzt trocken. Trocken bleiben hat für mich oberste Prioritaet. Wenn ich am Wochenende nichts vor habe, verbringe ich die Tage im Bett und lese, recherchiere auch viel zu Alkoholsucht. Da fuehle ich mich sicher und nichts triggert mich. Die Wohnung muesste eigentlich mal ordentlich geputzt werden, aber da könnte der Gedanke aufkommen, mir eine Belohnung verdient zu habe. Wieder diese nassen Gedanken, deswegen verbringe ich im Moment viel Zeit im Bett.

    Dankeschön Hartmut für deine ausfuehrliche Antwort.

    Jetzt ist es anders, well ich in den vergangenen Jahren erkannt habe, dass ich nicht konntrolliert trinken kann. Die abstinenten Phasen hatten jewels Gruende (Coronaerkrankung, Blutabnahme steht an, Narkose steht an...). Ich habe es nicht geschafft, z.B danach den Vorsatz umzusetzen, nur bei Anlaessen zu trinken und keinen Alkohol mehr zu kaufen. Die Mengen habe sich jewels ueber 3-4 Ŵochen wieder auf dem alten Level eingependelt. Das hat mich dazu gebracht mir einzugestehen, dass ich eine Alkoholikerin bin. Ich bin noch nicht ganz unten gewesen, die Leber wird sich regenerieren. Ich tue alles, um nicht dement zu werden im Alter, das ist meine groesste Sorge und das klappt nur, wenn ich abstinent bleibe, das ist meine neue Erkenntnis und das ist ein schoenes Ziel, finde ich, sodas ich nicht die Entsagung for Augen habe, sondern das Positive.

    Gestern war ich auf so einem Kaffeekraenzchen, manchmal wird das mit einer Runde Eierlikör abgeschlossen. Die Gastgeberin hat mir den angeboten, obwohl sie dabei war, als ich letzte Woche sagte, es ist dry January für mich. Ich habe mich darüber geaergert. Von 6 Leuten haben 3 den Eierlikoer getrunken, das war dann besser.

    Ich verstehe schon, warum hier nachdruecklich empfohlen wird, Im ersten Jahr diese Situationen zu meiden, Auch wenn man nichts trinkt, wird es Sehnsuechte wach halten und den Suchtdruck verstaerken ( wieder nasse Gedanken...). Die Alternative, alleine zu Hause zu bleiben, gefaellt mir aber nicht. Ich bin froh, dass ich jetzt z.B. auch spontan eine Einladung am gleichen Tag annehmen kann, well ich nuechtern bin.

    Dankeschön für die Hinweise, wie ich besse reagieren kann, gestern Nachmittag war das noch etwas holprig.

    Ich schäme mich sehr, wider besseren Wissens in die Alkoholfalle gelaufen zu sein. Ich bin auch wider besseren Wissens nikotinsüchtig geworden, ich rauche nicht mehr, jetzt komme ich aber von den Nikotinersatzprodukten nicht los. Ich bin heilfroh, dass das wenigstens nur 2 Süchte sind, die mir das Leben vermiesen.

    Auf Zigarettenpackungen sind die abschreckenden Bilder darauf und es ist teuer geworden und die Gesellschaft betrachtet das Rauchen als schlechte Angewohnheit. Alkohol ist viel zu billig, viel zu gesellschaftsfähig, allgegenwärtig, wann werden endlich die Steuern erhoeht?

    Ich schäme mich so sehr, ich möchte keine Säuferin mehr sein und es soll niemand wissen, dass ich das war.

    Die Rückmeldungen, die ich hier bekomme, sind für mich gerade sehr hilfreich, es ist o.k. wenn ihr mich kritisiert, ich ärgere mich nicht. Ich möchte von euch lernen und es gibt noch viel zu lernen.

    Ich möchte mich nicht outen, jetzt trinke ich schon 6 Wochen nicht mehr und deswegen besteht keine dringende Notwendigkeit. Der nächsten Blutabnahme, einer möglichen Operation in Narkose, diesen Angelegenheiten kann ich nun stressfrei begegnen. Was ich hier durch das Lesen im Forum schon gelernt habe ist, dass es ein lebenslanger Prozess ist und ich immer wieder in Versuchung geraten werde. Das macht mir Sorgen, dieses "lebenslang". Ihr werdet schreiben, dass ich noch nasse Gedanken habe, ja, die habe ich.

    Es stimmt alles, was du zu meiner Situation schreibst. Ich habe es 4x nicht geschafft. Jetzt bin ich dabei, meine Ausgangssituation zu verbessern, indem ich diesem Forum beigetreten bin. Ich habe es mir eingestanden, Alkoholikerin zu sein, das 1. Glas muss stehen bleiben.Ich darf im Moment auf gar keinen Fall Freunde zum Essen einladen und für die Alkohol besorgen müssen, die Reste würde ich sofort austrinken. Ich möchte aber nicht nur alleine zu Hause rumsitzen, das habe ich in der Trinkerzeit mehr als genug getan. Zum Glück ist es in meinem Freundeskreis absolut akzeptiert, nichts zu trinken, es wird nicht hinterfragt, ich habe sowieso in der Öffentlichkeit fast nichts getrunken. DRY JANUARY wird auch gut akzeptiert, ich hänge dann einen DRY FEBRUARY dran. Für März muss ich mir noch einen Spruch überlegen, MARCH...., schwierig,

    Nun ist die Sucht zu komplex, um bereits am Anfang und im Voraus sagen zu können, was mir schadet und was nicht. Besonders dann, wenn schon mehrere Versuche unternommen wurden, die nicht erfolgreich waren. Viermal aufgehört zu haben und rückfällig geworden zu sein, unterstützt deine These nicht.

    Hier mal der Link zu den Grundbausteine die von Langzeitabstinenten zusammengetragen wurden und sich als erfolgreich erwiesen haben. Kennst du Sie schon?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Ich kann ganz beruhigt unter Menschen gehen, da sich meine Sucht im Verbogenen abgespielt hat, Stressabbau, sich die Welt schön trinken, Einsamkeit, dass sind die Anlässe. Meine Risikozonen sind Supermärkte und mein eigenes Zuhause, diese kann ich nicht vermeiden, ziemlich blöd ist das. Die Entzüge habe jeweils angefangen, wenn ich wusste, dass ich ein paar Tage sowieso arbeitsfrei habe. Du fragst Hartmut, also antworte ich. Ich habe die Medikamente vorsorglich eingenommen, auch bin ich mit Freunden weggefahren und war so unter Aufsicht, ohne dass sie Bescheid wussten. Ich kann mich aus beruflichen Gründen nicht dazu bekennen, ich würde nicht mehr er nst genommen werden. Wie unsinnig diese Haltung vieler Menschen ist erfahre ich gerade hier in diesem Forum.

    Dankeschön für die Rückmeldung.

    Ja, ich sehe mich als Alkoholikerin. Jeder Fragebogen/ Test sagt mir das. Durch die Beschäftigung mit dem Thema weiß ich inzwischen, was Kontrollverlust bedeutet. Es ist die Bezeichnung dafür, dass ich abends 3 mal losgelaufen bin um Nachschub zu besorgen, obwohl ich nur 1/4 Wein trinken wollte. Deswegen muss ich dauerhaft abstinent bleiben. Mein erster Entzug war ungeplant während einer Coronaerkrankung, da hatte ich keinen Alkohol zu Hause und konnte mir nichts besorgen. Die weiteren Entzüge habe ich medikamentös begleitet, ich arbeite im medizinischen Bereich und konnte mir Medikamente besorgen. Ich war mir der Gefahren sehr bewusst. Jetzt geht es darum Abstinenz zu bleiben und der Versuchung zu widerstehen. Ich habe insbesondere nach der Arbeit noch viel mit Suchtdruck zu tun und darf dann auf gar keinen Fall in ein "Leben"smittelgeschäft gehen, komischerweise gibt es da Gift zu kaufen.

    Liebes Forum,

    Ich bin seit fast 6 Wochen trocken. In den letzten 2 Jahren habe ich 4 mal aufgehört zu trinken und 4 mal schleichend nach ein paar Wochen wieder angefangen. Meinen 5. Versuch möchte ich mit "lebenslang" erfolgreich fortführen. Darum bitte ich um Aufnahme in das Forum und Unterstützung. Ich lese hier schon 2 Wochen mit und das hat mir geholfen trocken zu bleiben, ich habe den Drang, mich mit dem Thema Alkoholsucht zu beschäftigen, Filme, Bücher, Foren. Ich bin berufstätig, habe nie einen Tag alkoholbedingt auf der Arbeit gefehlt, ich habe nach aussen hin funktioniert. Ich habe alleine zu Hause getrunken, 1-2 Flaschen Wein täglich, in Gesellschaft trinke ich kaum etwas. Verrückt.