Beiträge von Wichtelmama

    Also ich merke es jetzt psychisch sehr mit einer Art Überreizung, also selbst, wenn ich mich mal Versuche zu entspannen mit einer Entspannungstechnik, klappt es irgendwie nicht, dass ich mich beruhigen kann, kennt das jemand von euch?

    Liebe Matrix,

    das Gefühl kenne ich sehr gut. Ich war vor 1 1/2 Jahren so fertig, dass ich auf der Autobahn mit den Kindern im Auto darüber nachgedacht habe einfach das Lenkrad zu verreißen. Nur damit endlich Ruhe ist. Ich konnte es nicht mehr ertragen. Ich war fertig. Der dreiwöchige Urlaub hat mir dann wieder etwas Kraft gegeben und eine halbes Jahr später habe ich die Mutter Kind Kur gemacht. Man schlängelt sich durchs Leben. Verändert hat sich nicht so viel. Nur war ich letzte Woche fast wieder am selben Punkt angelangt. Das möchte ich so nicht wieder erleben!

    Ich kann dir keine Ratschläge oder Tipps geben. Ich kann dir aber sagen, dass sich deine Situation und DEIN Zustand nicht dauerhaft bessern werden, wenn du nicht für dich selbst einstehen kannst. Das ist leider manchmal ein langer Prozess. Man bezahlt im Zweifel auch körperlich den Preis dafür. Meinen zweiten Hörsturz verdanke ich dem ganzen Stress. Der Hörschaden ist irreversibel.

    Ich hoffe du findest einen Weg für dich und vor allem die Kraft für dich und dein Kind einzustehen!

    Hallo liebe alle,

    die Sendepause hier hat mir gut getan. Ich habe das Forum bis gestern konsequent gemieden. Es war die letzten Tage einfach alles zu viel. Ich komme auf dem Zahnfleisch daher, oder besser gesagt kam. Die letzte Woche hatten wir ja Ferien und es war Besuch da. Ich konnte die ersehnten Ferien überhaupt nicht genießen leider. Der Kopf war überall, nur nicht im hier und jetzt…Die Kinder haben ständig gesponnen und ich konnte das auch einfach nicht ertragen. Alles einfach zu viel.

    Jetzt langsam krieche ich aus meinem Loch wieder raus und lese seit gestern auch wieder mit hier im Forum. An dieser Stelle vielen Dank für eure lieben Worte❤️

    Am Montag habe ich mich auf ein Wohnungsangebot beworben und bin nächste Woche sogar zur Besichtigung eingeladen🥳 Ich freue mich sehr. Klar, etwas Angst schwingt noch mit, aber ich habe keine Lust mehr alles zu zerdenken. Wenn ich die Zusage bekomme, unterschreibe ich! Leider nur für zwei Jahre, aber besser wie nichts!

    Ansonsten hatte ich heute einige gute Gespräche mit dem Mitbewohner. Er wird mir keine Steine in den Weg legen und lässt mich mit den Kindern ausziehen. Er sieht, dass es mir nicht gut geht. Wir haben viel geredet.

    Auch über ihn und sein Alkoholproblem. Ihm geht’s ja auch nicht gut und er tut mir sehr leid. Aber ich kann ihm nicht helfen, das muss er selber schaffen. Er steckt selbst gerade in einem tiefen Loch und kommt nicht raus. Hilfsangebote meinerseits gab es genug, die hat er aber immer ausgeschlagen.

    Er sieht ein, dass er Alkoholiker ist, aber möchte nicht dauerhaft abstinent sein. Er will nur weniger trinken, oder vorerst gar nichts auf Anraten seiner Psychologin(kalter Entzug). Nun gut, ich habe ihm meine Meinung dazu gesagt, er ist erwachsen und muss für sich selbst entscheiden.

    Jedenfalls merke ich, dass es langsam wieder bergauf geht mit meiner Stimmung. Ich bin nicht mehr ganz so dünnhäutig. Es fühlt sich gut an dieses Gespräch geführt zu haben und wenigstens zu einer Besichtigung eingeladen zu sein. Und ich denke noch immer, dass der friedliche Weg der richtige ist. Es fühlt sich zumindest so an.

    Es ist nicht viel passiert, aber für mich selbst ist viel passiert. Ich bin auf dem richtigen Weg. Und wenn’s mit der Wohnung nichts wird, dann findet sich ein anderer Weg!

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Danke euch allen.

    Ich mache ein paar Tage Sendepause hier.
    Mir geht es schon einige Tage nicht gut. Ich habe das Gefühl das Forum zieht mich im Moment noch mehr runter und ich komme überhaupt nicht mehr aus dem Hamsterrad raus. Ich sitze in einem tiefen Loch ohne Lebensfreude. Ich melde mich wieder wenn es etwas Neues gibt. Bis dahin wünsche ich allen eine schöne Restwoche.

    Gestern Abend gab es einen Streit. Er war natürlich alkoholisiert. Ich weiß, es bringt gar überhaupt nichts da zu diskutieren. Ich habe ihn gebeten ausziehen.
    Er hat mich aus seinem Zimmer komplementiert und wir haben via Textnachrichten weiter kommuniziert. Eigentlich war die ganze Bandbreite an Emotionen und Schuldzuweisungen etc. mit dabei. Auf das Thema Alkohol ist er gar nicht erst eingegangen. Es ist auch egal. Ich werde jetzt beharrlich dabei bleiben. Ich werde nüchtern weiter mit ihm reden und ihn bitte , dass er auszieht. Ich habe ihm gesagt, dass er sein Verhalten mit allen Konsequenzen tragen muss. Der nächste Schritt ist das Jugendamt für mich.

    Wünschen tu ich mir natürlich trotzdem, dass die beiden eine gute Papa-Kind-Beziehung leben werden und das werde ich unterstützen! Aber an den Bedürfnissen meines Kindes und nicht an meinen oder denen des Papas ausgerichtet.

    Api, genau das möchte ich ja auch. Deshalb möchte ich ja nicht so super weit wegziehen(falls das überhaupt möglich wäre). Die Kinder werden hier ihren Vater sicherlich auch nicht so Mega vermissen, aber ab und an sollten sie sich schon sehen. Wenn wir drei Wochen im Urlaub sind, vermissen die Kinder ihren Vater.
    Für das große Kind spielt der Vater jetzt schon keine so große Rolle, aber dennoch finde ich es nur fair den Kindern gegenüber, dass sie zumindest die Möglichkeit hätten ihn zu sehen. Denke das ist ihnen wichtig zu wissen, nur dass sie es könnten wenn sie wollten.
    Würde ich aber jetzt hunderte von Kilometern in die Heimat gehen, könnten sie sich eben nicht einfach mal so sehen.

    ich hab einfach das Gefühl, dass ich in einer Zwickmühle stecke. Ein Konstrukt aus Arbeit, Wohnung, Kindern. Alles hängt zusammen und jede Entscheidung zieht einen Rattenschwanz nach sich. Ich will doch nur eine gewisse Sicherheit haben.
    Ich will nicht kopflos aus der Bude stürmen ohne zu wissen wohin.

    Es kann doch nicht sein, dass er vor irgendetwas geschützt wird und dafür überhaupt nichts tun muss! Und gleichzeitig das Kindeswohl gefährdet ist und Deine Kräfte aufgefressen werden!! Da ist ja sowas von überhaupt keine Augenhöhe irgendwo!!

    Hallo Api,

    So wie du es schreibst, macht es durchaus sehr viel Sinn! Und da kann ich dir nur Recht geben.
    Ich werde das Gespräch mit ihm suchen.
    Aber keineswegs will ich ihn bedrängen. Aber das aus Eigenschutz! Ich erwähnte mal, dass ich hier nicht alles schreibe. Es gibt ja Gründe warum ich die ganze Sache gerne einigermaßen friedlich regeln wollen würde(er hat niemanden hier geschlagen oder Ähnliches!).

    Ob er nun freiwillig oder halbfreiwillig geht, ist mir egal. Schön wäre einfach nur sowas wie friedlich. Daran glaube ich zwar auch nicht wirklich, aber man kann es ja versuchen.

    Ist mir Wurscht mit wem er sich rumtreibt, ist nicht mein Problem. Natürlich wird er da nicht einziehen, aber man wird ja noch träumen dürfen🤭🤣

    Saphira ich werde ihn darum bitten. Eben genau aus den genannten Gründen. Aber ich gehe ebenfalls davon aus, dass er das gemachte Nest nicht freiwillig verlassen will. Aber die Chance es zu tun soll ihm gewährt sein. Vielleicht zieht er ja wider Erwartens zu seiner Affäre(oder wie auch immer man das nennen soll)🤭. Da wäre ich nicht böse drum.

    Saphira du hast einiges geschrieben und ich denke du hast durchaus recht.

    Ob die Stimmungsschwankungen bleiben kann keiner sagen. Vielleicht ist es entspannter für ihn, wenn nicht ständig Trubel in der Bude ist.
    Mein Vorschlag wäre gewesen, dass er die Kinder in Anwesenheit der Großeltern treffen kann. Dann ist auch die Gefahr minimiert, dass er sich zusäuft. So zumindest meine Wunschvorstellung.

    Eine spezielle Persönlichkeit? War er schon immer. Der Alkohol, das Alter, die Lebenserfahrung oder was auch immer verstärken einige Eigenschaften. Positive wie negative. Ich hab schon immer gesagt: ein Mann mit zwei Gesichtern.

    Das mit der Nulllinie ist ganz interessant. Ich kann nichtmal beantworten ob das zutrifft. Vermutlich hast du recht.

    Ich musste zu der Wohnungszuweisung erstmal lesen. Ich denke ich werde das mal ansprechen bei dem Termin mit dem Anwalt. Überhaupt möchte ich dort einiges klären. Denke danach habe ich mehr Gewissheit. Ich werde es mir merken!

    Zum Jugendamt. Ich habe letzte Woche versucht herauszufinden, wo ich überhaupt anrufen muss und wer da zuständig ist. Ich bin nicht fündig oder schlau geworden, aber lässt sich sicher herausfinden durch ein paar Anrufe. Ja, im Zweifel werde ich das Jugendamt mit ins Boot holen wenn es nicht anders geht.

    Ich habe ja noch immer diesen irrwitzigen Gedanken, dass man alles friedlich lösen kann. Wäre mir zumindest das Liebste. Keine Ahnung ob ihr das versteht.

    Cadda was mich da aber interessiert, wie hast du das mit der Schule gemacht? Mit jedem Wohnortwechsel musst du fast schon die Schule wechseln. Und hat der Vater einfach dem Wohnortwechsel zugestimmt?
    Das sind zumindest Gedanken die mich beschäftigen. Ich möchte nicht laufend die Schule wechseln müssen. Man braucht ja schließlich eine Meldeadresse. Oder wie hast du das gehandhabt? Jahrelang von vorübergehender Bleibe zu Bleibe wechseln finde ich jetzt auch nicht lustig.

    Cadda wenn die Wohnung abgebrannt wäre, würde ich genauso dastehen wie jetzt auch. Bzw könnten wir da sicherlich eine zeitlang bei den Großeltern unterkommen, aber das wäre keine Dauerhafte Lösung.

    Woher soll ich eine Wohnung nehmen? Es gibt hier schlicht keine bezahlbare Wohnungen. Oder es kommen hunderte Bewerber auf die Wohnung sofern bezahlbar.

    koda du hast natürlich mit allem recht. Der Vater den sie erleben, den habe ich mir nicht für meine Kinder gewünscht. Die schönen Momente werden ja leider (gefühlt) immer weniger. Wahrscheinlich ist es eher sogar Tatsache als ein Gefühl. Meine Hoffnung ist ja, dass er sich etwas zusammenreißt, wenn wir ausgezogen sind und die Zeit mit den Kindern dann auch vernünftig nutzt.
    Ich glaube ich drücke mich falsch aus. Ich will so an diesem Konstrukt nicht festhalten! Ich bin ja dringend auf Wohnungssuche. Auch im Job habe ich andere Dienstzeiten beantragt.
    Ich könnte natürlich noch vor Gericht ziehen und das Aufenthaltbestimmungsrecht versuchen zu erwirken und in meine Heimat zu gehen. Wäre für mich dann alles sehr viel einfacher. Aber da wäre das Problem, dass die Kinder ihren Vater nicht mehr ohne weiteres sehen könnten.

    Eigentlich möchte ich doch nur die räumliche Trennung mit der Möglichkeit, dass sich Vater und Kinder einigermaßen Problemlos sehen können. Wenn er diese Möglichkeit nicht wahrnimmt, kann ich immernoch versuchen in die Heimat zu gehen. Aber ich fände diesen Schritt fair und ich kann guten Gewissens sagen, dass ich es versucht habe. Verstehst du meine wirren Gedanken?

    Ich schau mal ob der Arzt mir sympathisch ist, mir ist das unangenehm🙄andererseits möchte ich auch nicht den Rambo spielen, ich schau mal...

    Hallo Topfmann,

    Du hast dich ja schon entschieden es dem Arzt mitzuteilen. Ich möchte dir auch eindringlich dazu raten es wirklich zu tun! Narkosen und Schmerzmittel wirken anders bei Drogen- und Alkoholmißbrauch. Haben dir die anderen ja schon mitgeteilt. Wenn du verschweigst, dass du Alkoholiker bist, wirst du ggf. nicht ernstgenommen wenn du Schmerzen hast. Das ist dann weniger lustig als ggf abfällige Blicke.
    Hab da die ein oder andere Erfahrung.

    Lanananana das tut mir sehr leid, wenn dich das alles so aufwühlt. Deine Kindheit muss sehr schlimm gewesen sein.

    Ich weiß nicht, ob ich die Situation relativieren will. Widerlegen eigentlich nicht. Es gibt ja Fakten die man nicht widerlegen kann. Dennoch gibt es ja schöne Momente, warum soll ich die ausblenden? Das heißt jetzt für mich nicht unbedingt, dass ich Dinge widerlegen will.
    und trotz allem bleibt der Mitbewohner nunmal der Vater der Kinder. Die Kinder brauchen einen Vater, den kann und will ich ihnen nicht wegnehmen. Den Kontakt reduziere ich ja eh schon aufs Minimum, mehr kann ich aktuell nicht machen. Irgendwie müssen wir ja miteinander auskommen. Das ist kein Schönreden der Situation!

    Seb25 natürlich ist die Sucht schuld an der Misere. Aber dennoch tragen sicherlich beide Partner einen gewissen Anteil. Nur ohne die Sicht würde es sicherlich etwas anders laufen wenn man sich mal nicht einig ist. Es bleibt trotzdem ein blödes Gefühl. Vorhin meinte der Mitbewohner, er wäre nur etwas dünnhäutig in letzter Zeit. Naja…

    Riesige Schritte kann ich nicht gehen. Ich nehme aber alle kleinen Schritte mit soweit möglich. Es hat sich die letzten beiden Monate sehr viel getan, in meinem Kopf und auch habe ich einiges umgesetzt. Es geht alles seinen Gang, langsam aber beständig

    Lanananana Kinder sind wechselhaft. Gerade wenn sie jünger sind. Ich kann wie besagt nicht einordnen, ob es an der Situation liegt oder eben an der ganz normalen Entwicklung.
    Ich weiß aber selber, dass es so nicht gut und schön ist. Kinder sollten anders aufwachsen dürfen.
    Aber wie ich bereits mehrfach schrieb, ich kann mir einfach keine neue Wohnung herzaubern, so gerne ich es würde.

    Du solltest nochmal deinen Faden durchlesen - das klang bislang echt anders …

    Ich weiß was du meinst. Ich habe aber oft das Gefühl, dass ich diese Spannungen noch mehr provoziere. Ich weiß nicht wie ich mich da ausdrücken soll. Das ist ja sicherlich ein Thema, dass andere auch betrifft, unabhängig vom Alkohol. Spannung erzeugt Gegenspannung.
    es sind sicher oft beide Seiten beteiligt. Das sind dann eher die Situationen, wo wir zuhause sind und es dann einfach wieder ungut ist.
    So oder so, die Situation ist oft einfach mistig. Längere Zeit möchte ich die Kinder aber nicht mit ihm alleine lassen. Da kann man nie wissen was passiert. Ich bin froh, dass sich die Großeltern jetzt scheinbar mehr mit einbringen. Sie haben die Kinder letzte Woche schon genommen als ich arbeiten musste. Ich hoffe die Gespräche mit ihnen haben etwas gefruchtet.

    Auch alles was du bis jetzt beschrieben hast spricht nicht dafür dass es den Kindern gut geht, und schon gar nicht wenn sie mit ihm alleine sind.

    Ich weiß es nicht. Die Kinder haben oft Spaß mit ihm und sind zufrieden. Andererseits allerdings wissen sie auch(denke ich), dass sie sich nicht auf ihn verlassen können. Eine kurze Zeit alleine mit ihm ist immer ok. Ich weiß es nicht. Das Verhalten der Kinder ist auch recht wechselhaft. Manchmal ist es in Ordnung wenn ich gehe(zur Arbeit oder sonst was), manchmal ist es ganz schlimm, zumindest für das kleine Kind. Hatten wir erst vor ein paar Tagen. Die Kinder haben dermaßen gesponnen, ich musste einfach kurz raus aus der Wohnung. Meine Nerven machen das gerade nicht mit. Das kleine Kind hat gleich panisch angefangen zu brüllen und sich reingesteigert. Ich hätte es nicht alleine in der Wohnung lassen können für die paar Minuten(also mit Geschwister und Vater natürlich). Ich weiß nicht. Liegt es an der Situation, liegt es am Alter. Ist es einfach eine Phase? Ich bin oft ratlos. Ich will auch nicht zu viel in unsere Situation projektieren.

    Danke für die lieben Wünsche