Kannst oder willst du nicht verstehen?
Wichtelmama - Co mit zwei kleinen Kindern
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Wichtelmama, deine Kinder bräuchten einen Vater, der Verantwortung für sich übernimmt. Das tut er aber nicht. Alle Kinder lieben ihre Eltern. Sie sind abhängig von ihnen, sie haben keine Wahl. Sie lieben ihren Vater auch, wenn er gewalttätig ist. Ich weiß, dein Ex schlägt nicht. Aber ihr lebt in einem Umfeld psychischer Gewalt. Das ist kein bisschen weniger schlimm - im Gegenteil!
Ohne Schaden kommt ihr da so oder so nicht raus. Es ist ein bisschen wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Mit deinem Ex erleben deine Kinder einen unerreichbaren, unberechenbaren, instabilen Vater und ohne ihn erleben sie, dass etwas (also ein sicherer, stabiler Vater) fehlt. Der fehlt aber so oder so! Ist er nicht mehr so häufig in ihrer Nähe, kann er wenigstens weniger Schaden anrichten.
Ich merke an meinen Kindern, dass ihnen weniger Kontakt zum KV besser bekommt als mehr Kontakt.
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Der Vater bleibt trotzdem der Vater! Den brauchen die Kinder und sie lieben ihn! Er ist nunmal wichtig!
Wichtelmama klar bleibt er der Vater. Und auch wichtig. Aber brauchen, lieben und ihn deshalb nicht vor den Kopf stoßen: das dachte ich auch lange.
Bitter merken musste ich aber, dass er sooo wichtig, wie ich gehofft und befürchtet hatte nun auch wieder nicht ist. Im Alltag war ich diejenige, die am präsentesten und verlässlichsten war. Und das bin ich jetzt nach dem Auszug halt auch. Fürs erste reichte das meinem Kind. Er hat gar nicht, wie befürchtet, ständig nach seinem Papa Sehnsucht. Das ist für mich traurig mit anzusehen, aber ja auch gut! Es hat sich bestätigt: Mama (oder halt Hauptbezugsperson) stabil = Kind stabil. Wünschen tu ich mir natürlich trotzdem, dass die beiden eine gute Papa-Kind-Beziehung leben werden und das werde ich unterstützen! Aber an den Bedürfnissen meines Kindes und nicht an meinen oder denen des Papas ausgerichtet.
Ich werde das Gespräch mit ihm suchen.
Aber keineswegs will ich ihn bedrängenAuch das kenne ich. Und meine Beraterin hat mir den Zahn gezogen, indem sie ganz klipp und klar sagte "ihr xy redet benebelt, auch wenn er nur abends trinkt und sie tagsüber reden. Bei der Regelmäßigkeit und Trinkmenge redet er über emotionale Dinge mit Sicherheit nicht klar denkend, selbst wenn er ja im Alltag / auf Arbeit funktioniert. Aber das emotionale / persönliche ist ja der Anteil, der vom Alk benebelt wird. Was soll ein vernünftiges Gespräch mit jemandem der benebelt redet!? Er kann ja gar nicht "klar sehen"!"
Aber keineswegs will ich ihn bedrängen. Aber das aus Eigenschutz! Ich erwähnte mal, dass ich hier nicht alles schreibe
Ich habe den Eindruck, wir schreiben hier manchmal gegen eine Wand, aber das liegt vllt daran, dass wir Deine Situation wirklich nicht verstehen können, weil Du nicht alles schreiben kannst und möchtest. Das ist natürlich Dein gutes Recht! Ich hoffe, es bringt Dir trotzdem was, was wir schreiben. Was grade die EKAs aber sicher können, das ist, die Situation der Kinder zu sehen und denen ist egal, was die Erwachsenen aus welchen Gründen tun oder lassen... Mir hat die Sicht der EKAs oft sehr geholfen!
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Kannst oder willst du nicht verstehen?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht was du möchtest
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Ich merke an meinen Kindern, dass ihnen weniger Kontakt zum KV besser bekommt als mehr Kontakt.
Richtig. Weniger Kontakt. Wenn wir räumlich getrennt sind, ist der Kontakt ja beschränkt. Aber es gibt eben die Möglichkeit zu Kontakt.
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Wünschen tu ich mir natürlich trotzdem, dass die beiden eine gute Papa-Kind-Beziehung leben werden und das werde ich unterstützen! Aber an den Bedürfnissen meines Kindes und nicht an meinen oder denen des Papas ausgerichtet.
Api, genau das möchte ich ja auch. Deshalb möchte ich ja nicht so super weit wegziehen(falls das überhaupt möglich wäre). Die Kinder werden hier ihren Vater sicherlich auch nicht so Mega vermissen, aber ab und an sollten sie sich schon sehen. Wenn wir drei Wochen im Urlaub sind, vermissen die Kinder ihren Vater.
Für das große Kind spielt der Vater jetzt schon keine so große Rolle, aber dennoch finde ich es nur fair den Kindern gegenüber, dass sie zumindest die Möglichkeit hätten ihn zu sehen. Denke das ist ihnen wichtig zu wissen, nur dass sie es könnten wenn sie wollten.
Würde ich aber jetzt hunderte von Kilometern in die Heimat gehen, könnten sie sich eben nicht einfach mal so sehen.
ich hab einfach das Gefühl, dass ich in einer Zwickmühle stecke. Ein Konstrukt aus Arbeit, Wohnung, Kindern. Alles hängt zusammen und jede Entscheidung zieht einen Rattenschwanz nach sich. Ich will doch nur eine gewisse Sicherheit haben.
Ich will nicht kopflos aus der Bude stürmen ohne zu wissen wohin. -
ich hab einfach das Gefühl, dass ich in einer Zwickmühle stecke. Ein Konstrukt aus Arbeit, Wohnung, Kindern.
Ich sags noch mal: Wohnungszuweisung oder notfalls bei der nächsten Eskalation, bei der er die Kinder anschreit und beschimpft, die Polizei rufen und ein 14-tägiges Betretungsverbot erwirken. Dann bleiben dir die Wohnung, die Arbeit, die Wege, das Umfeld usw
Egal, was du machst,es wird ALLES einen Rattenschwanz nach sich ziehen und du kannst im Vorfeld niemals alles kontrollieren. Du wirst Schritt für Schritt reagieren müssen.
Noch länger in der Situation zu verharren wird nämlich auch einen Rattenschwanz nach sich ziehen. Du kommst dem so oder so nicht aus.
Ich hatte damals ähnliche Gedanken und Ängste - du kannst dir gar nicht vorstellen...oder vielleich doch...wie viel Angst ich hatte. Ich wollte auch nur Sicherheit, mich besser vorbereiten, mehr sparen, eine neue Wohnung etc. Mein Leben war ein Kartenhaus durch meinen Exmann geworden. Sicherheit konnte ich aber erst wieder schaffen, nachdem er weg war. Dieser Mann hat mich tagtäglich sooo viel Energie gekostet, solange er noch da war. Neben ihm hätte ich niemals mehr Sicherheit schaffen können.
Das kalte Wasser wird nicht wärmer, wenn du später springst!
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Natürlich kann niemand hier in Zukunft blicken, aber wir müssen unsere Leben (und die unserer Kinder) ja nach wahrscheinlich voraussehbaren Gegebenheiten planen.
Da kommen mir 2 wahrscheinliche Gegebenheiten in den Sinn:
- Entweder Dein Mitbewohner trinkt weiter so viel bzw (so ist ja der häufigste Verlauf dieser Krankheit) immer mehr. Dann können die Kids ihn auch
eben nicht einfach mal so sehen
Leider. Denn dann wird er immer öfter besoffen oder unberechenbar sein und Du wirst es nicht wissen. Dann bräuchten die Kinder bestenfalls vom Jugendamt begleitete Umgänge. Stellt sich die Frage, ob er das mitmachen würde. Und schlechtestenfalls würde er ein Pflegefall oder im Grab landen. Und das in relativer Nähe der Kinder.
- oder: Du würdest mit den Kids mit großem Abstand in Deiner alten Umgebung wohnen, wo Du einen Neustart machen kannst. Auch da würdest Du nicht mehr mitbekommen können, wie es Deinem Ex- Mitbewohner geht. Aber als Erwachsener wäre er am Zug und könnte, wenn es seine Krankheit zulässt, alle paar Wochenenden zb in eine Ferienwohnung in Deine alte Heimat kommen und schöne Stunden mit den Kids verbringen. Gibt es alles. Schafft er das nicht, ist es vllt auch besser, dass ihr den Abstand habt (siehe Verlauf oben).
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Der Vater bleibt trotzdem der Vater! Den brauchen die Kinder und sie lieben ihn! Er ist nunmal wichtig!
Nein! Einen Vater, der Gewalt anwendet, unberechenbar und impulsiv ist und der dafür sorgt, dass kein Besuch für die Kinder mehr kommen kann, den brauchen Kinder nicht! Was sie aber brauchen ist Verlässlichkeit, Berechenbarkeit und eine liebevolle Umgebung.
Das ist Deine Verantwortung als Mutter und Du musst Anwältin ihrer Interessen sein. Wie ich schon mal hier im Forum geschrieben habe: Als Kind willst Du nicht, dass sich die Eltern trennen - kein Kind will das. Aber doch gibt es Situationen, in denen man als Eltern Entscheidungen für die Kinder treffen muss.
Was absolut nicht geht, und was wirklich bei Deinen Texten nunmehr nur noch schwer zu ertragen ist, ist, dass Du anfängst, Deine Kinds als Rechtfertigung dafür vorzuschieben, dass Du nicht ins Handeln kommst.
Du schreibst hier sehr viel, antwortest auf jeden Beitrag individuell. Diese Zeit könntest Du gut nutzen, um zu recherchieren, welche Hilfsangebote es für Frauen in Deiner Situation gibt.
Ich frage mich manchmal, was denn der Grund ist, warum Du eigentlich hier in der Gruppe bist. Weil Vorschläge, Hinweise, Ratschläge, wie Du die Situation zum Besseren wenden könntest, gab es in Deinem Thread mehr als in so manch anderem Faden - und zwar von allen Seiten. Wonach Du hier aber, da lehne ich mich mal aus dem Fenster, vergeblich suchen wirst, ist Bestätigung dafür, dass Du bei dieser Konstellation nicht ins Handeln kommst.
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Ich bin der Letzte, der sich in Beziehungen einmischt und meine Lösung als die Lösung anpreist. Ich komme aus der Alkoholiker-Ecke und bin in einem EKA-Haushalt aufgewachsen. Jedoch erlebte ich keine Gewalt, nur gewisse Peinlichkeiten.
Nun habe ich deine Geschichte mal durchgelesen, und da kommt die Frage auf: Was würde sich ändern, wenn du nichts änderst?
Plane nicht zu weit voraus. Du willst gehen, weil es nicht mehr funktioniert. Also geh. Du hast Bedenken, dass die Kinder ihren Vater verlieren, was Unsinn ist. Er hat es doch selbst in der Hand, ein Vater zu sein. Er ist doch nicht so doof, um nicht zu wissen, dass sein Saufen der Grund ist. Auch nicht so doof, um zu wissen, dass er, wenn er nicht mehr aufhören kann, Alkoholiker ist.
Und ich halte dich nicht für so naiv, dass du nach Gründen suchst, etwas nicht zu tun, was notwendig ist, denn dann würdest du nichts anderes tun als er selbst. Du hast dich ja schon einmal hier angemeldet.
Ein Richtig gibt es nicht, es gibt ein Tun, und ab da entwickelt es sich weiter.
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Ich musste die Trennung eines Sohnes ( kein Alkohol im Spiel ) erleben, Seine Frau ist mit einem Enkelkind auch mehrere hundert km weit weg gezogen. Enkelkind war im Vorfeld traumatisiert , Jugendamt wurde zuspät informiert ,der ältere Enkel sollte nachziehen wenn er das schuljahr beendet hätte. Na ja eine schwierige Zeit für alle auch für mich. Das Jugendamt dort wurde verständigt , der große entschied sich dann hier zu bleiben. Mein Sohn besuchte sie dort auch ich wollte sehen wie sie lebt schauen wo sie zur Schule geht. Klar ist es beschwerlich und teuer aber es ist machbar wenn man will. Die Sommerferien verbringt es Hälfte, Hälfte, in den anderen Ferien ist sie auch eine Hälfte hier. Der große macht es auch so ,nur der große kann schon alleine mit der Bahn fahren. So langsam ist das enkelkind dort gut angekommen und kommt zurecht . Ja für mich hieß das mal wieder los lassen weil ich immer gesagt bekommen habe wenn sie mal dort sind kann man nichts mehr machen aber das stimmt nicht. Auch das jugendamt ist involviert und nicht das Böse. Es finden sich viele Möglichkeiten des Kontaktes wenn man will und sucht.
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Mein "Vater" hat mich geschlagen bis ich alt genug war mich zu wehren.
Bitte löse dich von dem Gedanken, dass du deinen Kindern etwas weg nimmst. Im Gegenteil, du schenkst ihnen etwas wenn du gehst nämlich Ruhe, Beständigkeit und die Möglichkeit, eine andere Perspektive kennenzulernen. Eine ohne diesen emotionalem Missbrauch, denn das ist faktisch Gewalt!
Und meine Gedanken zum "Vater": Das ist kein Geburtsrecht, nur weil einen Teil seiner DNA beisteuert. Das ist ein Titel, den man sich erarbeitet indem man seinen Kindern mit Milde, Liebe, Zuneigung, Vertrauen und Verständnis begegnet. Eine Aufgabe, die auf Vorleben und Verantwortung beruht. Ist dein Partner das aktuell für deine Kinder?
Und natürlich lieben deine Kinder ihren Vater, was sollen sie denn akuell sonst tun? Das Hinterfragen, die Aufarbeitung kommt dann bedauerlicherweise meistens später im Leben, wenn einem (mir) ein Gegenüber entgeistert bis schockiert spiegelt, dass so keine normale Kindheit aussieht.
Wie sieht es denn mit dem Vorschlag der Wohnungszuweisung bei euch in der Gegend aus? Wäre das eine Option die nutzbar wäre?
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Gestern Abend gab es einen Streit. Er war natürlich alkoholisiert. Ich weiß, es bringt gar überhaupt nichts da zu diskutieren. Ich habe ihn gebeten ausziehen.
Er hat mich aus seinem Zimmer komplementiert und wir haben via Textnachrichten weiter kommuniziert. Eigentlich war die ganze Bandbreite an Emotionen und Schuldzuweisungen etc. mit dabei. Auf das Thema Alkohol ist er gar nicht erst eingegangen. Es ist auch egal. Ich werde jetzt beharrlich dabei bleiben. Ich werde nüchtern weiter mit ihm reden und ihn bitte , dass er auszieht. Ich habe ihm gesagt, dass er sein Verhalten mit allen Konsequenzen tragen muss. Der nächste Schritt ist das Jugendamt für mich. -
Endlich! Bleibe dabei!
Nur kannst Du Dir die Zeit und Mühe sparen mit ihm zu diskutieren, wenn er betrunken ist.
Wünsche Dir weiterhin den Schwung den Du jetzt hast!
LG Momo
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Das habe ich heute Vormittag ja garnicht gelesen, Wichtelmama !
Gut so - Du kommst echt voran und hörst Dich stark an!
Weiter viel Stärke und Klarheit
wünscht Dir (und den Kindern)
Api
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Danke euch allen.
Ich mache ein paar Tage Sendepause hier.
Mir geht es schon einige Tage nicht gut. Ich habe das Gefühl das Forum zieht mich im Moment noch mehr runter und ich komme überhaupt nicht mehr aus dem Hamsterrad raus. Ich sitze in einem tiefen Loch ohne Lebensfreude. Ich melde mich wieder wenn es etwas Neues gibt. Bis dahin wünsche ich allen eine schöne Restwoche. -
Hej,
das tut mir leid!
Ich hoffe, Du meldest Dich wenn es wieder passt für Dich!
Und schreibe wenn Du willst ruhig was genau Dich im Forum runter zieht. Manches ist vllt auch missverständlich, weil man sich ja einfach hier nicht gegenübersteht, in die Augen schaut etc. Manches auch nicht,dann ist est vllt trotzdem gut (für Dich), es zu benennen.
Aber eine Auszeit vom Forum kann auch das Richtige sein. Das weißt nur Du.
Liebe Grüße und alles Gute
Api
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In meiner bisherigen Trockenzeit durfte ich erfahren: Veränderung und Verarbeitung bedeutet oftmal sehr viel Schmerz. Aber dieser Schmerz kann auch heilsam sein. Ich nehme mal an, dass es in dir stark arbeitet und darum gerade alles in dir kämpft. Aber das ist gut. Mir wurde immer gesagt: Wo die Angst/der Schmerz ist, ist der Weg.
Ich wünsche dir, dass du Zeit der Forums-Abstinenz gut für dich und für deine Zukunft nutzen kannst. Die Tür steht offen.
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Ich sitze in einem tiefen Loch ohne Lebensfreude. Ich melde mich wieder wenn es etwas Neues gibt. Bis dahin wünsche ich allen eine schöne Restwoche.
In diesem Loch ohne Lebensfreude saß ich damals auch liebe Wichtelmama. Ich kann nur zu gut nachvollziehen wie es dir geht.
Ich hoffe deine Sendepause bleibt nicht nur eine Pause, sondern du nutzt die Zeit dich und deine Kinder so schnell wie möglich aus dieser schrecklichen Situation zu befreien.
Glaub mir, ist erst mal die räumliche Trennung vollbracht geht es dir und den Kindern stetig bergauf. Bei uns war es zumindest so.
Und ich hatte gezwungenermaßen auch das Jugendamt im Boot. Es ist richtig und wichtig für die Kinder!
Dein Mitbewohner ist ganz für sich selbst verantwortlich. Und wenn er sich zusammenreißen würde und Verantwortung den Kindern gegenüber übernehmen würde, dann bräuchte et auch keine "angst" vor dem Jugendamt haben.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Stärke und Konsequenz in deiner Zeit.
LG Marliese mit ebenfalls zwei kleinen Kids
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Guten Abend liebe Wichtelmama!
Wie geht es Dir und wie war Deine Woche bis jetzt?
Liebe Grüße
Matrix
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