Beiträge von Wichtelmama

    Panama wir sind nur vom Bett getrennt wenn du so willst. Das sogar schon seit Jahren. Ich schlafe mit den Kindern in einem Zimmer. Ich bin aus dem Schlafzimmer ausgezogen, weil er alles zugestellt hat mit seinem Zeug und es nicht aufräumt.

    Seine Wäsche wäscht er auch schon lange selbst. Aber gekocht wird für alle gemeinsam, sofern alle da sind(ist ja eh meist nur das Wochenende). Das wäre auch albern wenn jeder für sich kochen würde.

    Bequem hat er es in dem Sinne, dass ich mich um den Haushalt kümmere, die Hälfte der Miete zahle, die Wohnung voll eingerichtet ist etc. Es ist ja auch für mich eine Erleichterung, zumindest finanziell und es ist im Zweifel halt jemand da, der Kinder mal eben schnell nehmen kann.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Eltern wissen, dass wir getrennt sind. Sie wissen jedenfalls, dass ich eine Wohnung suche. Ich weiß nicht mehr, ob ich ihnen gesagt habe, dass wir getrennt sind. Der Mitbewohner hat es sicher nicht getan. Er ist da eher schweigsam und erzählt gar nichts. Ist aber nicht mein Problem.

    Die Lage ist sicherlich nicht immer lustig. Der Tag beginnt oft relativ gut und dann wird’s irgendwann einfach nur noch blöd. Manchmal frage ich mich, ob ich einfach schuld daran bin. Durch meine Anwesenheit und mein Verhalten wird er ja provoziert. Vielleicht ist es ja deutlich harmonischer wenn ich nicht da bin. Zumindest sind die Kinder meistens gut zufrieden wenn sie allein mit ihm unterwegs sind.

    Liebe Kadett,

    Ich antworte mal in deinem Faden. Du hast bei Snowman geschrieben.

    Ich möchte nur danke sagen, dass du uns erzählt hast wie es dir in deiner nassen Zeit ging im Umgang mit der Partnerschaft. Mir hilft es immer die andere Seite mal zu hören und ein wenig besser zu verstehen.

    Alles Gute wünsche ich dir und viel Durchhaltevermögen!

    Liebe Momo2006

    Ich will nochmal das Gespräch mit ihm suchen, ob er nicht ausziehen möchte. Ich denke aber nicht, dass er das will. Er hat es ja bequem hier. Selbst wenn er ausziehen würde. Er hat keinerlei realistische Vorstellung von den aktuellen Mietpreisen. Da wird er keine Wohnung finden die ihm passt. Er hat ja noch mehr Ansprüche als ich. Also würde er sich Zeit lassen und Zeit schinden. So gehe ich zumindest davon aus. Er sitzt ja gut im gemachten Nest. Ich möchte aber im Zweifel nochmal mit seinen Eltern sprechen und sie ins Boot holen. Vielleicht finden sie es ja sinnvoll, dass er auszieht.

    Einfacher in allen Dingen des Lebens wäre es auf jeden Fall!

    Kurzes Update…

    Wohnungssuche bisher erfolglos. Keinerlei Rückmeldung auf sämtliche Anschreiben. Ich hoffe weiter… nach der Rechtsberatung kann ich hoffentlich einschätzen, was überhaupt noch alles möglich ist. Finanziell und vom Radius.

    Ansonsten ging es mir diese Woche nicht gut. Jeden Tag ist hier Fasching…in meinem Kopf. Ich komm nicht raus aus dem Karussell. Wahlweise könnte ich schreien oder heulen. Jetzt sind Ferien, hoffe es wird etwas besser.

    Ich habe mit den Eltern einige Gespräche geführt und ihnen den Ernst der Lage erklärt. Ich hoffe es kommt jetzt langsam einiges mehr an. Ich denke sie begreifen die ganze Tragweite noch immer nicht ganz, wie könnten sie auch. Der Mitbewohner gibt sich nach außen ja auch anders, bzw geht er kreativ mit der Wahrheit um.

    Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob dieser Mensch schon immer so war, oder ob der Alkohol ihn so verändert hat.
    Gelogen hat er früher schon, das ist keine neue Eigenschaft. Aber jetzt wird ja wegen jedem unnötigem Mist gelogen.

    Aggressiv war er früher auch schon, aber das kam selten vor. Nie gegen mich gerichtet. Immer nur im Suff. Jetzt ist er ja häufig unterschwellig aggressiv. Die Tage sogar latent gegen ein Besucherkind. Wie aus dem nichts hat er die Kinder plötzlich angeschnauzt, dass sie jetzt aufräumen sollen(es sah nicht so wild aus, alles völlig im Rahmen). Denke er war überreizt, weil der Pegel nicht gepasst hat und die Kinder völlig überdreht waren. Ist trotzdem kein Grund so zu reagieren. Das ist mit ein Grund, warum wir nie andere Kinder zu Besuch da haben. Traurig 😞

    Ich könnte noch einiges anderes erzählen.
    Fakt ist, ich bin durch! Ich warte nur noch auf den Termin mit der Rechtsberatung und hoffe die Ferien bringen ein wenig Erholung.

    Hallo Tiger,

    mir tut eure Situation sehr Leid und ich kann das alles nachvollziehen. Vor ein paar Tagen bin ich durch dieses Forum auf den Podcast von „Flaschengeist“ gestoßen. Ich habe mir einige Folgen angesehen. Hat mir sehr geholfen diese Krankheit etwas mehr zu verstehen. Es gibt eine Folge über seine Beziehung zu seinen Partnerinnen. Vielleicht schaust du da mal rein wenn du Lust hast.

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Hallo Sonnenblume,

    ich kann mich da Zabou54 anschließen. Mein Mitbewohner gibt auch zu, dass er Alkoholiker ist, also wenn ich ihn frage. Er sagt dann immer, er muss nur versuchen weniger zu trinken, dann ist alles in Ordnung. Naja, stattdessen wird der Konsum immer mehr.

    Ich habe auch mit ihm darüber gesprochen, dass ich das so nicht für unsere Kinder will. Regelmäßig zeige ich ihm Wohnungsangebote, auf die ich mich bewerbe. Er nickt dann betrübt, um kurz darauf einen Einwand zu erheben, warum wir alle da nicht einziehen können. Bisher hat sein Trinkverhalten ja wenig Konsequenzen nach sich gezogen, also braucht man ja auch nichts ändern und die Frau macht nur leere Ansagen. Ich bin sicher wenn der Tag gekommen ist, an dem wir ausziehen, wird er auch aus allen Wolken fallen.

    Liebe Grüße,

    Wichtelmama

    Liebe Matrix,

    die Kurberatung der Caritas erledigt eigentlich alles für dich. Sie stellen den Antrag, sagen dir was du alles brauchst und schlagen dir Kureinrichtungen vor(passend zu deiner Diagnose/Beschwerden). Meine Beraterin hat sogar gleich einen Termin für mich in der Klinik gemacht. Da ich bereits das passende Schreiben vom Arzt vorab besorgt hatte, gab es glaube ich auch nur diesen einen Termin und alles war erledigt.

    So eine Kur ist kein Urlaub. Das muss man sich gleich vor Augen halten. Du hast da ein „Pflichtprogramm“, sprich Anwendungen, Vorträge usw. da muss man sich drauf einlassen können. Ich persönlich denke aber, wenn es dir wirklich nicht gut geht, bist du so oder so froh über die drei Wochen „Urlaub“. Drei Wochen nicht kochen und putzen, das ist schon richtig toll.

    Ich habe eine relativ heimatnahe Klinik ausgewählt bekommen(Klar, Küste wäre viel cooler gewesen, aber der Weg einfach zu lang und stressig). Die Bewertungen im Internet eine Katastrophe und ich bin schon mit einem schlechten Bauchgefühl hingegangen. Es war dann aber wirklich toll. Ich musste über vieles hinwegsehen, aber das hat sich gelohnt. Die Kinder fragen immer wieder mal, wann wir das nächste Mal zur Kur fahren😂 Ihnen hat es auch gut gefallen.

    Wir hatten ein kleines übersichtliches Haus, alle Familien sind zur selben Zeit an-und abgereist. So konnte sich eine tolle Kurgruppe bilden.

    Liebe Matrix,

    Ich habe mich über die Caritas beraten lassen(arbeiten glaube mit dem Müttergenesungswerk zusammen).
    Das wäre sonst mein Vorschlag gewesen.
    Ich war sehr zufrieden. Der Antrag ist dann bei der Kasse super schnell genehmigt worden, innerhalb von zwei oder drei Wochen.
    Ich kann dir eine Mutter-Kind-Kur nur ans Herz legen. Das hat mir sehr gut getan. Man muss sich nur einlassen können auf die Kur, das ist wichtig.

    Viel Glück wünsch ich dir

    Habe mit deinen Eltern gesprochen. Mal wieder. Die Situation erklärt mit den Ausfällen. Die eigentlich größte Sorge bei den Eltern bleibt: was ist mit den Finanzen. Wann geht der Mitbewohner wieder arbeiten. Das war auch in einem anderen Gespräch die große Sorge.
    Sie sehen es glaube ich nicht, dass die Kinder Schaden nehmen durch sein Verhalten. Oder wollen es nicht sehen. Ich weiß es nicht. Ich komme mir fast vor, als ob ich übertreibe in ihren Augen. Ich kann nicht viel erwarten, es sind seine Eltern. Sie sind nicht tagtäglich dabei.
    Für mich ist die Reaktion nicht unerwartet, aber es kam ja hier öfter die Frage auf nach seinen Eltern.

    Hallo Saphira ,

    danke für deine Worte. Im Endeffekt schreibst du alles auf, was ich weiß, oder wissen sollte. Du hast völlig recht.
    Das mit der Wohnungszuweisung muss ich mir merken. Rein logistisch gesehen habe ich hier mit den Kindern optimale Bedingungen. Ich habe alles geregelt mit Kindergarten und Schule, könnte toll arbeiten gehen. Aber der Mitbewohner wird freiwillig nicht ausziehen. Ob man ihn so leicht aus der Wihnung bekommt weiß ich nicht. Er ist ja nie so ausfällig wie dein Exmann geworden(manchmal denke ich, das wäre aber der leichteste Weg, also mit Polizei und so).

    Meine Finanzen habe ich noch nicht ganz geregelt, das kommt aber. Ich weiß ja nicht, wie es mit Kindesunterhalt ist. Der Anwalt muss da was rechnen. Ich werde mich in Zukunft mit den anderen Arbeitszeiten leider finanziell sehr verschlechtern. Daher möchte ich jetzt gerne eine Wohnung finden, denn noch steht ja ein gutes Gehalt auf den Abrechnungen. Das steigert hoffentlich die Chancen bei der Wohnungssuche.

    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Wichtelmama

    Hallo Kazik,

    Ich muss deine Worte erstmal sacken lassen und darüber nachdenken. Mein erster Impuls: du berichtest über deine eigene schreckliche Kindheit (das klingt übrigens alles wirklich furchtbar und tut mir leid für dich) und münzt deine Erfahrungen auf uns. Aber bei uns ist es nicht so schlimm. Ich habe selbst Gewalt in meiner Kindheit erfahren, die Traumata begleiten mich, aber ist alles nicht so wild.
    Denkt man über deine Worte aber ein paar mal öfter nach, oder lässt sie sacken, kommen mir andere Gedanken in den Kopf. Ich erkenne MICH in deinem inneren Kind wieder. Warum sollte es meinen Kindern anders gehen?!

    Das große Kind wird, denke und vermute ich, noch länger Schwierigkeiten in der Schule haben. Das ist einfach eine Charaktersache, es war schon immer so. Das ist jetzt nicht schöngeredet, sondern Tatsache. Der Vater hat sich wohl sehr ähnlich in der Schulzeit verhalten. Ich vermute aber, dass die Situation zuhause auch dazu beiträgt(eigentlich ist es sogar meine Hoffnung).

    Die Kinder sind dem Vater gegenüber auf jedem Fall in einem großen emotionalen Konflikt. Das kleine Kind himmelt den Vater eigentlich zur Zeit an, gleichzeitig will es aber nichts mit dem Vater allein unternehmen(coole Sachen natürlich schon). Das Kleine Kind zieht sich einfach immer das Beste aus der Situation. Das ist gut fürs Kind, es belastet sich selbst nicht so. So sieht es auch meine psychologische Beraterin zu der ich mit den Kindern gehe.

    Das große Kind ist anders. Früher ein absolutes Papakind. Hat sich jetzt stark gewandelt. Es ist größer, versteht mehr. Ist nachdenklicher. Ich habe das Gefühl, dass es sich vom Vater abwendet. Klar, es liebt seinen Vater, aber das Kind merkt, es passt etwas nicht.

    Ich bin für die Kinder Verlassperson. Ich glaube nicht, dass sie mir nicht vertrauen. Da gehe ich mit deinen Gedankengängen nicht mit. Vertrauen haben die Kinder zu ihren Bezugspersonen, sie wissen, es ist Verlass auf Großeltern, die jeweiligen Familien dazu und mich.

    Du hast geschrieben, ich schütze die Kinder nicht vor dem Täter. Ich versuche was ich kann. Ich muss arbeiten, an den Tagen brauche ich jemanden um auf die Kinder aufzupassen. Da geht kein Weg dran vorbei.

    Eine Wohnung für uns ist nicht leicht zu finden. Erstens Mal gibt es so gut wie nichts passendes, zweitens muss die Wohnung so vom Ort gelegen sein, dass ich Arbeit finden kann oder meine jetzige Arbeitsstelle behalten kann. Auch muss die Mittagsbetreuung in der Schule gegeben sein. Ich weiß nicht ob das nachvollziehbar ist.
    Und am Ende bleibt die Frage, wenn ich wegziehe, macht der Vater mit und überlässt mir die Kinder? Wenn er nein sagt, wird’s auch nochmal lustig. Aber da mache ich mir vorerst keine Gedanken.

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Ich möchte dir auch nichts Böses oder denke, du bist unfähig.

    Liebe Aurora,

    Ich habe deine/eure Worte auch nie so aufgefasst. Die Worte hier im Forum sind radikaler, das muss ich zugeben. Aber ich habe sie nie als bösartig wahrgenommen.
    Hier sind so viele Menschen mit ihrer eigenen Leidensgeschichte, das sind ja auch letztendlich alles nur Erfahrungen. Eine große Menge Erfahrungen in Summe.

    Ja natürlich ist es eine Form von Gewalt die hier stattfindet. Das weiß ich. Es ist die letzten Monate gefühlt nur einfach schlimmer geworden. Das ist ja auch mit der Grund, warum ich ernsthaft alles daran setze eine Wohnung zu finden. Ich suche noch nicht so lange wirklich ernsthaft. Für meine Verhältnisse bin ich schon über viele viele Schatten gesprungen. Aber mit jedem Schritt mehr, fühlt es sich besser an, ich werde mutiger. Bestärkter.

    Nein, so wie es jetzt ist, ist es kein schönes Leben. Ich bin überhaupt nicht mehr frei im Kopf, keinen einzigen Tag. Die Gedanken hängen immer und immer wieder fest. Das ist kein Zustand!

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Ich kenne das auch. Zwar nicht beim Kennenlernen von anderen Männern, aber im Alltag. Wir haben hier wenigstens einen Alkoholiker in der Nachbarschaft, ich habe aber noch zwei weitere Haushalte im Verdacht. Die Anzahl der Weinflaschen die entsorgt werden sprechen für sich. Ich kann es z.B. gar nicht mehr leiden, wenn jemand tagsüber schon „grundlos“ eine Fahne hat. Das widert mich an.
    Letztens habe ich einen Familienvater im Schwimmbad beobachtet. Er hat sich mittags hingesetzt und sein Bier getrunken. Fand ich irgendwie unnötig. Ich denke, würde ich jemals einen neuen Mann kennenlernen, wäre das ein No-Go, also diese Situation die du bei deinem Nachbarn beschrieben hast.

    Das Erlebte hinterlässt doch immer Spuren denke ich.

    Im gerichtlichen Verfahren müssen Kinder angehört werden,

    Ich dachte immer, kleine Kinder werden nicht angehört. Ich bin mir davon mal abgesehen sehr sicher, dass das kleine Kind nichts erzählen würde. Es sagt immer: „weiß ich nicht mehr!“ und spielt fröhlich weiter. Das große Kind würde eher was sagen.,

    Mit dem Aufenthaltbestimmungsrecht muss ich den Anwalt dringend fragen. Der Mitbewohner muss ja auch unterschreiben beim Ummelden des Wohnsitzes soweit ich weiß.

    Und ich habe leider die Befürchtung, dass Du hier bei weitem nicht alles schreibst, es also in Wahrheit vielleicht noch schlimmer ist.

    Nein, das kann ich guten Gewissens sagen. Es ist sonst keinerlei Form von häuslicher Gewalt etc. da. Keiner ist hier jemals geschlagen worden oder sowas.

    Den Termin mit der Rechtsberatung habe ich so spät, weil ich vorher keinen der anderen terminvorschläge hätte wahrnehmen können. Muss ja mit der Arbeit vereinbar sein. Das ist ok so, sind nur noch zwei Wochen.

    wir sind Gott sei Dank nicht verheiratet. Ich rechne mit nicht mehr als Unterhaltsvorschuss für die Kinder, also die reine Summe. Wenn der Mitbewohner nach Düsseldorfer Tabelle zahlen müsste, könnte er sein Leben gar nicht bestreiten hier. Leben und leben lassen. Die Kinder haben auch nichts von einem Vater, der kein Geld mehr zum Leben hat. Zumal man ja auch nicht weiß, ob und wann er wieder arbeiten geht. Lieber verplane ich jetzt weniger Geld, als am Ende dumm aus der Wäsche zu gucken, weil weniger Geld kommt als gedacht. Ich hoffe du verstehst was ich meine.

    Du hast die mögliche Übergangslösung Personalwohnheim angesprochen (mit dem Nachteil Schulwechsel).

    Das Personalwohnheim ist voll, ich habe mich bereits letzte Woche erkundigt. Aber ich stehe weiterhin auf der Warteliste für Personalwohnungen.
    Ich habe heute mit einem Nachbarn gesprochen. Er hat beruflich viele Kontakte und kommt rum. Er hält die Augen offen. Ich werde auch im Kindergarten nächste Woche nochmal anfragen, der Mann einer Erzieherin hat Kontakte. Ich habe sie leider jetzt lange nicht gesehen und hoffe ich erwische sie nächste Woche.

    Wissen denn seine eltern von den vorfällen?

    Nein, sie wissen nicht alles. Aber ich habe mit dem Vater vor kurzem ein gutes Gespräch diesbezüglich geführt. Er kann es sich ja auch nicht erklären, sie haben ihren Sohn so nicht erzogen.
    Die Eltern sind halt auch hilflos. Und wenn du nicht direkt daneben stehst, ist es auch schwer zu glauben, also als unbeteiligter. Und wie du weißt, der Alkoholiker kann sich nach außen oft sehr gut verstellen, sodass niemand etwas mitbekommt oder ahnt.

    Ich würde gerne hier im Staddteil bleiben. Ich kenne die Lehrer und die Mittagsbetreuung. Mein großes Kind tut sich sehr schwer in der Schule und braucht sehr viel Unterstützung. Diese bekommt es hier von den Betreuuern. Das ist nicht überall so und sehr abhängig von Schule oder Betreuung. Das macht den Wohnortwechsel nicht einfacher. Ich nehme es aber in Kauf.
    Das ist jetzt nur mal so, dass ihr ein wenig meine Sorgen nachvollziehen könnt.

    Ach, warum die Kinder noch mit ihm alleine sind. Er muss halt aufpassen in der Zeit, wo ich arbeite. Ich bekomme jetzt noch gutes Gehalt. Ändere ich meine Zeiten(ist schon in Planung und beantragt), fehlen mir sicher 500€ netto.
    Mit meinem jetzigen Gehalt bekomme ich schon schwer eine Wohnung und die Sorge ist da, ob ich das überhaupt stemmen kann. Mit dem Gehalt und den neuen Arbeitszeiten könnte ich mir ein WG Zimmer leisten. Welche Zuschüsse ich bekommen kann, klärt sich beim Termin mit der Rechtsberatung.

    Ich antworte mal allen gesammelt, hoffe ich vergesse nichts.

    Ja, schütteln ist definitiv Gewalt und geht gar nicht! Genauso wenig wie sein Verhalten beim Großen Kind diese Woche.
    Daher suche ich jetzt auch gezielt nach Wohnungen in anderen Gemeinden.

    Sein Verhalten, dieses mal liebevoll, dann wieder ausrasten, das schürt Ängste bei den Kindern, bzw erbost einfach keine Verlassperson. Das zeigen beide Kinder immer wieder und es schadet ihnen. Ich bin mir dessen bewusst, der Mitbewohner sieht es natürlich nicht.

    Zu seinen Eltern gehen können wir sicher ein paar Tage. Aber was kommt danach? Dann müssen wir wieder zurück. Seine Mutter sieht die Situation nicht. Oder will sie nicht sehen. Sein Vater sieht es, aber versteht die Ausmaße nicht.

    Einen Termin beim Anwalt habe ich im Mitte März, früher ging es nicht. Da wir gemeinsames Sorgerecht haben, kann ich ja eigentlich ohnehin nirgends mit den Kindern hin ohne seine Zustimmung(ich bezweifle aber, dass das ein Problem sein wird). Aber ich möchte mich eben auch gern rechtlich absichern.

    Was ist mit anwaltlicher Hilfe, dem Jugendamt, Krisendienst...

    Das Jugendamt möchte ich bewusst (erstmal) raushaulten. Ja, die Kinder sind wichtiger. Aber gerade weil sie wichtiger sind, will ich es raushalten. Ich erwähnte ja bereits, dass da ein rattenschwanz dranhängt. Die Behörden arbeiten zusammen. Und da gibt es dann Dinge, vor denen ich wirklich Angst und Sorge habe! Nicht unbegründet! Das Jugendamt kann im Zweifel gerne dann eingeschaltet werden, wenn wir eine eigene Bleibe haben.

    Ich weiß, das ist sicher für viele nicht nachvollziehbar. Aber ich habe schon so oft (unbegründete) Ängste ausgestanden, das brauche ich jetzt nicht auch.