Liebe Schneehase,
natürlich wünscht man Deinem Partner jetzt, dass er mithilfe von Klinik Veränderungen angeht. Aber solche Weckrufe bzw Ultimaten wie der von seinem Freund haben leider oft nur eine kurze Halbwertzeit, weil sie eben von außen an den- oder diejenige herangetragen werden, statt aus der eigenen Motivation kommen, den Konsum zu stoppen.
Erstmal wirkt das jetzt natürlich wie eine Erleichterung auch und vor allem für Dich, dass da jemand ist, der sich mit "kümmert", aber vor allem muss sich Dein Partner um sich selbst kümmern und entscheiden, wie es für ihn weitergeht.
Ich stehe jetzt im engen Austausch mit diesem Freund. Und das gibt mir wieder Mut und Kraft. Ich fühle mich nicht mehr alleine und kann wieder nach vorne schauen.
Ich kenne das nur zu gut, dass das eigene Wohlergehen sehr daran hängt, wie es dem Partner gerade geht, ob er Hilfe annimmt, in eine Klnik geht - was ja oft nur ein erster Schritt ist - etc. Man lebt irgendwie im Schlepptau des anderen - gab es Lichtblicke bei ihm, ging es auch für mich etwas aufwärts, aber umgekehrt war seine Talfahrt auch meine.
Das eigene Leben kann so ganz in den Hintergrund geraten. Wichtig ist, dass es Deinem Kind und Dir gut geht. Dein Partner ist letztlich für sich selbst verantwortlich.
Liebe Grüße