Beiträge von Oskar

    Ich habe es so verstanden, dass du gegenwärtig runde zwei Monate abstinent bist …

    Bei mir waren die ersten ca. drei Monate nach Alkoholstopp (allein, keinerlei Medis) z.T. mühsam, oft düster, oft wechselnde Stimmung, zugespitzte, überscharfe Sinneseindrücke. Dazu zählte auch extreme Müdigkeit, wellenartig. Nach drei Monaten wurde es deutlich besser, kurze Phasen bleierner Müdigkeit blieben jedoch, langsam ausschleichend, bis ca. Monat 6!

    Jedoch hatte ich noch nie eine richtige, schwere Depression. Vorstufen davon vermutlich schon, so beginnende Stufe 2 - mittel (Eigendiagnose! Nie in Behandlung). Den Zusammenhang D. + Alk wirst du kennen, ebenso die oft damit zusammenhängende Frage, was zuerst da war … (bei mir tippe ich auf den Alk.)

    Obwohl es bei dir eine primäre Depression war/ist, kann die doch durch Alk verstärkt worden sein. Es geht ja um die gleichen Prozesse im Gehirn (Auslösung/Verschärfung Neurotransmitter-Disbalance, Abstumpfung Rezeptoren, Mangel an Botenstoffen). Was zur Frage führt: wenn du mit einem Fachmann darüber sprichst, weiß der von deinen Alkoholismus?

    Ich kann dich nur ermuntern, Geduld zu haben und mit aller Kraft an deiner Abstinenz festzuhalten. Es wird besser werden, was diese psychischen Entzugserscheinungen angeht. Die primäre Depression ist separat zu betrachten.

    Hallo Soapstar,

    die beiden Episoden lesen sich traurig; kann voll verstehen, dass da Bitterkeit bei dir entsteht, durch das gar nicht nicht eingeladen worden zu sein. (Kann es dafür noch weitere, andere Gründe geben?) An deiner Stelle wäre ich weggefahren und hätte mir das Spektakel vom Balkon aus nicht gegeben.

    Die Beschäftigung mit dem vollständigen inneren Loslassen vom Gift halte ich für essenziell - sie macht das abstinente Leben leicht und entspannt. Ich hatte dir in #57 dazu geschrieben …

    Meine Kapitulation hat das Mantra: Der Traum* ist aus. (*vom genussvollen seltenen Schluck). Ich neige dazu, für solche Eigen-Gehirnwäsche meine eigenen Vokabeln zu benutzen - ist bei mir am wirksamsten und hat funktioniert.

    Treffen mit alten Freunden finden bei mir schon noch statt; derartige Ausladungen habe ich nicht registriert. Jedoch hatte ich mich länger zurückgezogen, mit wenigen wohlüberlegten Ausnahmen.

    Ich setze insofern Grenzen, dass ich Kneipen vollständig meide. Es sind durchweg echte, alte Freunde, mit denen ich offen über meine Abstinenz rede. Die trinken dann schon ihr Bier, aber es ist keine Sauferei; stört/triggert mich null. Und ich kann immer und jederzeit gehen, darauf achte ich und das würden sie auch verstehen und akzeptiere.

    Einem Gartenfest, wie von dir beschrieben, bin ich bis dato ferngeblieben. Einfach, weil die Stimmung nach kurzer Zeit zu feuchtfröhlich würde; vielleicht später mal, dosiert, für kürzere Zeit.

    Das ist halt der "Preis" für die eigene neue Freiheit. Ich halte ihn für niedrig, verglichen mit der "Gesamtrechnung".

    Als ich mich hier anmeldete, habe ich speziell auch viele alte Beiträge gelesen, weil ich mir dachte, diese Jungs & Mädels haben es lange geschafft, wohl Vieles richtig gemacht - also guck nach deren Anfängen und Wurzeln - so sie lange dabei waren. (Galt gleichermaßen für die schnell wieder Verschwundenen und möglichen Gründen dafür.)

    Jedenfalls war mir dadurch dein Name schon geläufig und ich freue mich, dass du wieder hier schreibst. Tja, und scheinbar hat dir dein Bauchgefühl dafür den richtigen Impuls gegeben, wenn dein Belohnungssystem gerade happy hippo zu spielen scheint. Ohne Zweifel ein Warnsignal, auch wenn Alk in der Gedankenwelt noch völlig verdeckt zu sein scheint.

    Jetzt fängt ja gerade die sonnige & wonnige Jahreszeit an. Bei mir ist das jedes Jahr wie ein Freudenfest nach der dunklen Jahreszeit. Beeinflusst dich das?
    Hat sich was Wichtiges in deinem Leben verändert, was einen Zusammenhang ergeben könnte? Wühlt die Therapie etwas auf? (Alles nur als Gedankenanstoß gemeint! Keinerlei eigene Therapieerfahrung.)

    Du stehst aktuell ganz, ganz am Anfang - im Entzug, Tag 2. Hast aktuell Entzugserscheinungen und fragtest aktuell nach Erfahrungen.

    Das rein körperliche ist nach 5-7-10 Tagen durch. Es kann aber durchaus noch Nachhall geben (hatte ich nach einem Monat mal kurz).

    Aber der Kopf … das Gehirn braucht ein paar Monate, um sich halbwegs neu zu kalibrieren und zu gesunden. Selbst nach über einem Jahr bemerkte ich nochmal kleine Veränderungen.

    ich bin ja wahrlich ein Freund auch eigener Wege (meiner hat geklappt und mich in die zufriedene stabile Abstinenz gebracht) … aber ehrlich: diese Idee, in der ersten Woche, im Entzug, eine alkohol-lastige Veranstaltung besuchen zu wollen, die finde ich einfach absurd und bar jeder Logik.

    Es ist DEINE Entscheidung und hat mit mir/uns hier nichts zu tun. DU willst für dich trocken werden.

    Ich möchte dich ermutigen, unbedingt an deiner Abstinenz dranzubleiben, festzuhalten. Tag für Tag. Die Zeit arbeitet für dich, es wird besser werden!

    Die ersten drei Monate empfand ich als vorwiegend düster. Aber es hilft nix, durchbeißen, Zähne zusammen und voll auf dieses Thema Trockenwerden konzentrieren. Versuchen, alle anderen Gedanken, bewusst und völlig beiseite zu schieben. Ursachensuche, Schuld & Sühne … später! Manches wird sich bis dahin von selbst erledigt haben oder dann unwichtig erscheinen.

    Verdopple sicherheitshalber auf ein halbes Jahr!

    Erst ab ca. Monat 6 - so schätze ich es bei mir im Rückblick ein - begann das wirkliche "Trockenwerden". Das meint u.a. durch die Umbau-/Gesundungsprozesse im Gehirn eine andere/schärfere Wahrnehmung, ein präziseres Denken, mehr innere Ruhe. Und wenn da jetzt noch ein Arme Sau-Modus in dir drin arbeitet - so sei dir gewiss - in ein paar Monaten kannst du die Sau viel leichter schlachten als im gegenwärtigen Zustand.

    Das Glück war immer da, wenn ich Nüchtern war.

    Deine Worte … gute Richtschnur - nur eben dauerhaft und stabil - das ist dein Ziel!

    … habe kein Verlangen, keine Trigger und Meise auch keine Orte oder sowas. Es berührt mich absolut nicht, da ich nur noch Ablehnung gegenüber Alkohol habe.

    Denkst du … aber es ist noch viel zu früh, das als fest abzunehmen. Ein dummer Moment reicht - also guck in die Grundbausteine und halte deinen Notfallkoffer parat.

    Die Trennung u.a. wegen Alkohol hat mich so getroffen, dass ich dem ganzen keinen Raum mehr geben will und vorallem Kann.

    Die Trennungsgeschichte incl. Liebeskummer erschließt sich mir nicht völlig. Es gibt doch einige beschriebene Aspekte, wo ich denke, du kannst heilfroh und dankbar sein, von ihr los zu sein.
    Eine andere Sache in dem Zusammenhang ist wohl dein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Aber genau auch dabei wirst du Stück für Stück eine (gewisse) "automatische" Besserung allein durch die Abstinenz spüren. Gib dieser Entwicklung die Zeit, die es braucht.

    An erster Stelle und mit höchster Prio stand für mich bei meinem Ausstieg, meine eigene Abstinenz stabil, und später "alltagstauglich", zu entwickeln und reifen zu lassen. Das braucht seine Zeit und ist sicherlich individuell unterschiedlich. Volle Stabilität und Zufriedenheit begann ich bei mir zwischen Monat 7-10 zu verspüren. (ich bin alleine raus, ohne alles, ohne Therapie.)

    Als ersten Schritt kannst du dich z.B. hier im Forum einbringen - durch das Schreiben über deine Erfahrungen in deinem Thread und dann auch mal Beiträge bei Anderen.

    Bei der Hilfe gilt immer der Grundsatz: Zuerst Selbstsicherung beachten - erst dann Hilfe für Dritte.

    Bei SHG gelten deren (un)geschriebenen Regularien … meines Wissens nach für Funktion: 1-2 Jahre Abstinenz.

    Ein sofortiger Rauchstopp ist ohne Zweifel sinnvoll und bei dem Beschwerdebild auch ohne ärztliche Warnung/Weisung angeraten.

    Es gilt jetzt für dich, sehr vorsichtig zu sein, da sich - je nachdem wie intensiv das Nikotinthema für dich war - der Entzug überlagert mit den noch vorhandenen Verlustgefühlen in puncto Alk.

    Also deinen > Notfallkoffer durchgucken und radikal alle Risiken meiden.

    Vielleicht schreibst du hier öfter …


    Wie sich das mit deinem noch vorhandenen Suchtdruck bzw. solchen indifferenten Zuständen verhält, wo irgendwas zu fehlen scheint, kannst du nur selbst einschätzen.

    Bei mir waren im Rückblick die ersten drei Monate am kritischsten/wackeligsten. Danach begann es, fühlbar stabiler zu werden. Mit dem Rauchstopp warte ich noch ab.

    Danke für deine Beschreibung.
    Und keine(!) Sorge von wegen schlechtes Beispiel … ich nenne es gemachte (hilfreiche) Erfahrung; "Fehltritte etc." dürfte wohl jeder Teilnehmer hier drin auf dem Kerbholz haben. Und dazu bin ich ja hier - um davon zu lernen und mich sensibilisiert zu halten.

    Das Thema von noch verbleibendem Alk in der eigenen Burg werde ich nie verstehen. Weil es mir nach meiner Logik selbst bei früheren Monats-Trinkpausen einfach nur höchst sinnvoll erschien, keinerlei Versuchung in greifbarer Nähe zu haben.
    Kurzzeitig geparkte Flaschen wie in deinem Beispiel könnte ich mir dagegen schon vorstellen, wenn ich lange stabil abstinent bin.
    Aber:

    Die ersten Jahre war ich im Thema drin. (…)
    Ich habe das irgendwann aus den Augen verloren,denn alles schien so "normal". Trotz schwieriger Situationen immer mal wieder blieb ich abstinent.

    Da liegt der Hund begraben! Auch meine Abstinenz fühlt sich so schön leicht an, scheint wie ein Selbstlauf zu funktionieren. Aber so viel Leichtigkeit (so angenehm sie ist) führt eben womöglich zu Leichtsinn.

    Also bleibe ich am Thema dran, um meine innere Verfasstheit immer wieder mal etwas aufzufrischen. In der richtigen Dosis - um den Respekt vor der Sucht am Leben zu halten; aber auch nicht zu viel, um nicht zu verbiestern.

    Ich bin Anna-Sophie und war seit 87 trocken bis ich wieder rückfällig wurde.

    Hallo Anna-Sophie,

    das wären ja von 1987 bis unlängst beeindruckende 37 .. 38 Jahre Abstinenz!
    Ist das so?

    Mich würde sehr interessieren, wie dieser Rückfall genau abgelaufen ist, auch mengenmäßig. Auch, wie du ursprünglich - vor der langen Abstinenz getrunken hast (Trinkmuster, Anlässe).

    Denn davon kann ich ja nur lernen, um so etwas selbst zu vermeiden.

    Es ist sehr schwer für mich standhaft zu bleiben und hoffe hier Inspiration fürs durchhalten zu bekommen.

    Bei der enormen Länge der Abstinenz hast du doch reichlich eigene Erfahrungen gemacht und kannst selbst interessante
    Inspirationen geben. Wie hast du die lange trockene Zeit zuvor "durchgehalten"?

    Hallo Rotfuchs,

    ein Anfang ist gemacht! Zugangsvoraussetzung erfüllt. Link oben vorhanden.

    Augen erstmal nur auf das eine Ziel gerichtet: Abstand vom Alk um jeden Preis!
    Vorwärts! Auch wenn es noch eine Weile rumpeln wird.

    Worauf wartest du noch … etwa nochmal darauf?:

    Dann eine Nacht (…) kolabierte der Kreislauf und ich lag am Boden in der Kälte und konnte erst nach längerer Ohnmacht mühsam ins Bett gelangen. Der stechende Schmerz im Bauch war kaum ertrâglich und mir war klar, dass nur ein sofortiger STOP schlimmeres verhindern kann.

    In den letzten vier Jahren mit Alk trank ich täglich(!) eine knappe Flasche Whisky oder Bourbon = ca. 200 g. reiner Alk = 10 Halbe Bier.
    Um so einen Anfall bin ich noch drumrum gekommen, hatte auch nie einen Blackout, keine Ausfälle, und behielt immer noch die (Rest-)Kontrolle. Aber ich fühlte, dass mir von Woche zu Woche das Steuer mehr und mehr entglitt.

    Es geht auf diesem Weg nur noch bergab. Daher Stopp mit aller Kraft.

    Wat mutt, dat mutt.

    Das liest sich für mich inzwischen, als hätten sich A. 1 & 2 sprachlich vereint ;)

    Glückwunsch zu den ersten 3 Monaten ohne Alkohol!

    Bei meinem Ausstieg hatte ich mir die Sicherung meiner gefühlten "Fortschritte" etwa so definiert:
    Die Zeit, die es bis zu einem erreichten verbesserten Zustand gebraucht hat, verdopple ich sicherheitshalber, bis ich den dann als wirklich stabil betrachten kann.

    Blick voraus auf 6 Monate …

    Natürlich, das wäre ja die Basis für einen Austausch. Neben deinen Empfindungen und Reaktionen, die im Vordergrund stehen sollten.

    Ob dein Partner Alkoholiker ist, kann er nur selbst einschätzen. Von außen kann man vermuten, jedoch nicht mehr.

    Jeder Mensch ist einzigartig und individuell. So auch die Verhaltensweisen. Trotzdem scheinen sie bei einem Alkoholiker doch irgendwie gleich zu sein.

    Teil 1: sehe ich ebenso.

    Teil 2: Es gibt ohne Zweifel bestimmte Muster in Verhalten wie auch in Persönlichkeits-"Profilen" (verschiedene!). Und doch bin ich skeptisch bei irgendwelchen Gleichheiten.

    (Ich bin trockener Alkoholiker und finde mich in den allermeisten gängigen Eigenschafts-Zuschreibungen hier nicht wieder.)

    Tee war ja nur ein Beispiel und eigene Erfahrung, weil ich den seit meiner Jugend gern trank und wieder daran anknüpfte.
    Auch mein Mittel "Genussumleitung"/Teeritual war nur als Anregung gedacht. Ich tat das instinktiv (ohne äußere Vorlage, Buch o.ä.); bewusster, dann richtig planmäßig und intensiv, erst nach 2-3 Monaten Abstinenz.

    Am Wichtigsten ist es, radikal Abstand zum Alkohol zu schaffen. Im Kopf, im Umfeld, im Umgang "draußen".

    Wie geht es dir denn jetzt nach dem Entzug?

    Ich empfand es als die schwierigste, wackeligste Phase …

    Guten Morgen Absti,

    formen wir doch mal die "nicht mal" in bald schon drei Monate (!) um, und gleich kommt ein Sonnenstrahl durch den Dunst!

    Zur Intensität der Sucht wie auch zu diesem extra Suchthirn habe ich meine eigenen Gedanken, werde sie hier aber nicht weiter ausbreiten.

    Jedenfalls verstehe ich, dass bei sehr hoher Intensität von Suchtdruck auch viel Wille erforderlich ist, und dass dies auch wie Kampf anmutet und ist.

    Ziel ist es, durch die gedankliche "Kapitulation" vor dem Alk zu einer Art völliger Gleichgültigkeit ihm gegenüber zu kommen. Bei dem einen geht es schneller oder tritt sofort ein; ist die Sucht extrem ausgeprägt, dauert es womöglich länger. Also geht es nur mit Geduld und Zähigkeit. Da bist du dran, und es wird besser … die Zeit arbeitet für dich!

    Hallo Toscanelli,

    herzlich willkommen!

    Und Respekt, dass du den Schritt gemacht hast und jetzt wirklich hier „drin“ bist.

    Deine Vorstellung hat mich direkt durch das Wein-Abteil angesprochen. Den trank ich auch jahrelang mit richtig viel Genuss – immer mit dem Gefühl, es sei ja "nur" Wein und kontrollierbar. Obwohl ich mich schon früh ausgiebig über Alkoholismus informiert hatte, ging es munter weiter. Mir war klar, dass ich mit dem Feuer spielte, aber ich hatte selektiv überlesen (oder überhört), dass die Sucht sich einschleicht – ohne klare Grenzlinien zwischen riskant, Missbrauch und "richtigem" Alkoholismus. Sie nimmt schon in den leichteren Formen leise Einfluss, ihr Griff wird immer fester …

    Du hast Konditionierung erwähnt – genau da hatte ich bei mir angesetzt. Neben radikalem Abstand und veränderten Gewohnheiten war es für mich zentral, den Genuss umzuleiten. Bei mir wurde daraus Tee und eine kleine Teezeremonie – das hat das abendliche Ritual ersetzt und mir geholfen, den Automatismus zu durchbrechen.

    Ich bin gespannt, welchen Weg du für dich findest.

    Freut mich sehr, dass du da bist.

    Unsere Runde ist Alkoholfrei, sonst wäre ich nicht mit dabei

    Da es von dir schon mehrfach in ähnlicher Art wiederholt wurde, wäre es sinnvoll, wenn es mit dabei stünde. Kombiniert mit Worten der Entrüstung entsteht sonst eben ein falscher Eindruck.


    Apropos … ich habe, wenn ich dich lese, fast von Beginn an immer wieder den Eindruck, es schreiben hier "zwei unterschiedliche" Abstinenzler. No.1 ist empört, echauffiert und wütend auf Alk. No.2. ausgeglichen, ruhig, fast sanft im Vergleich. Wie zwei Gemütszustände mit extrem viel Kontrast.

    Das ist nur mein Gesamteindruck/gefühl; ohne nochmal konkret nachzulesen oder Zitatschnipsel aneinander reihen zu wollen. Nur als Spiegelung.

    Es ging lediglich um einen Eindruck. Ob es Dir etwas bringt, du dich wohl fühlst. Kannst du letztlich auch erst nach mehreren Treffen einschätzen, bisschen Geduld sollte man haben.

    Beziehung & Alk - keine echte Erfahrung. In meiner langen Beziehung war noch nichts Relevantes; die habe ich selbst beendet. Kürzere Folgebeziehungen ebenso ziemlich unbeeinträchtigt. Bei der richtigen Eskalation, ebenso beim Ausstieg, war ich allein.

    Bei partnerschaftlichen Zerwürfnissen ist es doch so: wenn es noch kittbar ist, zählen nicht Worte, sondern Taten. Und hier keine "Einzeltat" sondern ein kontinuierlicher Veränderungsprozess. Je nachdem was du auf dem Kerbholz hast und wie tolerant sie (noch) ist, wird es sich entwickeln … wenn sich der Umgang verbessert, ist das doch schon mal ein gutes Zeichen.

    Ganz entscheidend ist, dass du das zuallererst für dich tust!!! und nicht, um zu überzeugen oder etwas zu beweisen.

    Eine andere Sache ist, dass du dich beim Trockenwerden veränderst. Du hast das doch alles schon erlebt (wobei nicht lesbar ist, wie lang du zwischendurch abstinent warst). Jedenfalls bist du nach 1-2 Jahren Abstinenz nicht mehr "der alte" KE oder SAM. Das kann die Balance erheblich verändern - aber das ist noch Zukunftsmusik.