Das ist doch schön zu lesen! Das Tal ist durchschritten - von nun an geht's voran und wird stetig besser.
Allerdings sind kleine und größeren Stolpersteine, Schlaglöcher und Untiefen möglich - darauf also eingestellt sein!
Ich habe es durchlebt mit einem Mix aus aussitzen, laufen lassen (weiter auf den Körper hören), ablenken, selbst belohnen und stoisch ertragen.
Sehr wichtig jetzt: Das aufkommende Gefühl der Leere auf jeden Fall füllen - am besten natürlich sinnvoll.
Zum Empfindungsorchester im Oberstübchen: Das ist garantiert noch viel individueller im Vergleich zu den Varianten körperlicher Entzugserscheinungen. Das Orchester spielt mal Hard Rock, dann eine liebliche Romanze und ne Stunde später Trauermusik. Genre, Tonart und Lautstärke oft wechselnd oder auch tagelang anhaltend.
Meine Sinne erschienen mir teilweise als überscharf, wie bei Fotos, die zu sehr nachgeschärft werden. Das Gehirn muss sich neu einjustieren, die Neurotransmitter neu reguliert werden für einen Zustand ohne Zufuhr von Nervengift. Dieser Zustand hat bei mir längere Zeit gedauert - 1-2 Monate... aber jeder Jeck ist anders!
Geduld! -- Tag für Tag!