Beiträge von Oskar

    Danke! Ich fühle mich hier sehr sicher aufgehoben. Sicher und vor allem ohne jeden lästigen Kommerz.

    (und es bestätigt mir, trotzdem immer meinen eigenen Kopf zu benutzen, das mir mögliche zu tun für die von mir gewünschte Sicherheit - s. meine Anmerkung zum strippen.)

    Ein Austausch wäre ganz sinnvoll, denke ich.

    Du meintest den Austausch hier... Aber hast Du Dich über das Thema bereits mal ausführlicher mit ihr ausgetauscht?
    Dies stünde für mich an erster Stelle!
    In ruhiger Atmosphäre, zu einem gut geeigneten Zeitpunkt, ohne Vorwürfe, jeder spricht für sich. Und dann erstmal setzten lassen.

    Wenn ja: Was hat sie gesagt, wie reagiert?

    Ich bin mir zu 100% sicher, dass sie zum jetzige Zeitpunk keinerlei externe Hilfe annehmen würde.

    Weißt Du es von ihr oder vermutest Du es?
    Ist es denn bereits so eskaliert, dass es externer Hilfe bedarf?

    Mit der Antwort auf die letzte Frage warte ich noch ab.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Hallo Michl,

    willkommen auch von mir. Und gutes Gelingen bei der langsamen Trocknung gewünscht!

    Bei mir hat es nach Alkoholstopp ca. einen Monat gedauert, bis sich mein Schlafrhythmus wieder halbwegs einpegelte. Es war recht qualvoll, aber es ist ja nix Bedrohliches, nur lästig. Ich habe es einfach mal stoisch ertragen. Geduld, das bessert sich.

    Die Neujustierung der grauen Zellen und der "Maschine" insgesamt braucht Zeit. Ich sehe das als Einheit ohne strenge Trennung nach psychisch-physisch. Zudem bin ich kein Freund von Pillen, außer sie sind ganz unbedingt angeraten, weil sich sonst der Zustand weiter verschlechtern/aufschaukeln würde.

    Der Prozess bis zur Stabilisierung läuft bei jedem individuell anders ab. Bei mir waren es in Summe ca. drei Monate heftige mentale Achterbahn, dann stabilisierte es sich zunehmend. Auch sehr viel z.T. extreme Müdigkeit war dabei.

    Geduld, Geduld. Tag für Tag.

    Ganz wichtig: Die jetzt bald aufkommende gefühlte Leere füllen. Das sehe ich als größte Gefahr, wenn man nichts verändert.

    Viel hier lesen hilft - ein Schatz an Erfahrungen - aktuell zu Deiner "Phase" Ausstieg.

    Notfallkoffer packen!

    Liebe Rennschnecke, lieber R/no,

    ich wollte gerade einen dezenten Schlichtungsversuch unternehmen, sehe aber, da sind schon wieder neue Beiträge...

    Ich bin völlig neutral, denn das TV habe ich seit reichlich 10 Jahren dauerhaft abgeschaltet. Ich bin in keinem sozialen Dingsbums aktiv und gehöre keiner Partei oder Vereinigung an. Meine Meinung ziehe ich aus dem Denken meines eigenen Kopfs.

    Hirschhausen ist doch nicht der Mühe eines Streits wert. Über ihn darf man geteilter Meinung sein. Ich mag ihn auch nicht. Die Sendung habe ich auf youtube gesehen, weil ich aktiv nach Alkoholismus-Themen suchte. Ich fand sie sehr "durchwachsen"; wie viele Sendungen des TV (soweit in youtube sichtbar) ist sie nicht wirklich durchrecherchiert, teils sogar gefährlich, wenn man den Kontext nicht kennt, weil die Leute womöglich auf die falsche Fährte gebracht werden.
    Die sog. Challenges sind noch einen Zahn schärfer. Protagonisten, die erkennbar ein Suchtproblem haben, plustern sich über ihre Leistung auf, mittels alkoholfreier Ersatzgetränke einen Monat Abstinenz zu meistern - aber bitte mit Haltung & Lifestyle. Vielleicht bin ich auch nur zu alt und tauge nicht mehr als Zielgruppe.

    Über die Konfrontation habe ich eine etwas andere Meinung als der Forumsstandard, behalte diese aber für mich und tue, was ich für mich und meinen Weg als richtig einschätze. Ganz klar ist aber, dass es in der wackeligen Phase hochgradig gefährlich ist und tunlist zu unterlassen ist. Und auch danach neige ich zum Motto, die Konfrontation zu meiden. (Der behutsame Rest ist meine eigene sorgfältige Risikoabschätzung mit Rückzugsmöglichkeit).

    Gedergaga hat hier meiner Meinung nach nichts verloren. Diskussion überflüssig. Wer so schreiben will, soll es tun. Bei sich.

    Jeder nach seiner Fasson ist mein Motto. Aber man sollte nicht die Mehrheit mit einem Nischenthema nerven.

    Kann es sein, dass Andere andere Erfahrungen gemacht haben?

    Natürlich habe ich in der Jugend den Rausch erlebt und auch genossen. Einen Filmiriss hatte ich mit 15, einmalig, danach nie wieder.
    Ab den 20ern hatte ich lange Zeit ein "normales", recht gemäßigtes Trinkverhalten. Erst um die 40 herum begann es, regelmäßig zu werden - und da war der Grund lange Zeit vordergründig der Genuss. Rausch war seltenst; es gab *keinen einzigen* Moment, den ich unter Alk nicht mehr erinnern konnte.

    Du darfst gern für Dich sprechen. Das damit einhergehehende latente Herumningeln reicht mir aber jetzt. Belassen wir es dabei.

    Eher risikoreich.

    hmm.

    Ich kenne nun noch keine Studie über das Suchtpotenzial von grünem oder schwarzen Tee. Womöglich - eher milde - bezüglich des enthaltenen Teeins/Koffeins. Aber keinesfalls in der Ranghöhe einer Droge.

    Ja, ich ersetzte den Alkohol durch ein anderes Getränk. Wie ein Surrogat. Für eine Übergangszeit, um eine neue Trinkgewohnheit einzuschleifen.
    Schwerpunkt: ähnliche Genussgefühle -- wohlgemerkt GENUSS, nicht aber Rausch!

    Manche hier betonen, Alkohol hätten sie nie wegen des Geschmacks getrunken, sonder immer und von Anfang an nur wegen der Wirkung. Bei mir war es die längste Zeit umgekehrt; wobei ich die lange eher unbewusste einhergehende Stimmungsaufhellung sehr wohl mit sehe. Aber wer den Genussaspekt wenig/nicht kennt, versteht womöglich mein Handeln nicht.

    Tee macht nicht süchtig. Tee berauscht nicht. Er beschwingt, ist anregend - das durchaus. Wenn die Menge massiv zu viel wird, rebelliert der Magen ein wenig, das hatte ich einmal erlebt, war vielleicht auch nur eine zu kräftige Dosierung.

    Die Übergangszeit ist lange vorbei. Mein Teekonsum ist völlig normal. Bei mir konkurriert da nichts, kann auch ohne (Alk wie Tee).

    Aber es hat für mich funktioniert. Ich hatte in den ersten drei Monaten nur selten leichten Suchtdruck und danach - in diesem Jahr überhaupt keinen mehr.
    Es sind nur meine Erfahrungen.

    Das macht mich jetzt etwas ratlos ... ich mache mir inzwischen einmal am Tag grünen Tee, öfter mit Zeremonie, mal aber auch ganz schnöde mit Filter in der Tasse. Paar Aufgüsse - je nach Sorte. Dasselbe evtl. nochmal in Schwarz und schnöde. Kaffee max. eine Tasse am Tag, lieber dort, wo es gute Maschinchen dafür gibt - in einem guten Café. Ansonsten Leitungswasser, Fruchtsäfte. Wo ist da die Sucht(verlagerung)?

    In den ersten 2-6 Monaten habe ich tatsächlich reichlich probiert, bestimmt 30 verschiedene Teesorten, zeitweise übermäßig viel Tee getrunken. Das ist längst vorbei. Aber es war FÜR MICH eine sehr hilfreiche Sache beim Ausstieg.

    Gegenfrage: Was machen wir denn mit reinen Wassertrinkern, ~inninen und ~sonstigen? Sind die dann auch alle (suchtverlagert) süchtig nach Sprudel?

    Ich gehe sogar soweit, dass ich folgende Frage stelle. Versuche ich mich durch das Trinken eines tollen Getränks davon zu überzeugen, dass das ja jetzt genauso gut ist, wie das alkoholische es war? Konkurrieren die beiden Getränke in meinem Kopf miteinander?

    Was genau ist ein tolles Getränk?

    "Ersatzgetränke" wie alkfreies Bier o.ä. sollten klar tabu sein, da sie einfach Reize auslösen, die schnell zum Original verführen können. Zudem, seltener thematisiert, besteht Verwechslungsgefahr!
    Dann gibt es alle möglichen Kreationen alkoholfreier Cocktails, die ich ebenso in die Kategorie "womöglich gefährlich" einsortieren würde, wenn sie als alkoholfreie Kopie daherkommen. Oft werden die ja auch noch in den gleichen Gläsern serviert wie ihre "Vollwert-Brüder".
    Beides ist, rein geschmacklich, nicht mein Ding und war es nie; meine Devise war: ganz oder gar nicht.

    Aber ansonsten gibt es doch noch reichlich Fruchtiges, Gemüsiges, Süßes, Bitteres, was schlicht und ungekünstelt daherkommt.

    Nun sind die Menschen verschieden. Manche trinken/essen langsam und mit viel Genuss. Andere vertilgen wie eine lästige Pflicht - Treibstoff/Flüssigkeit nachtanken - wenn es auch noch etwas Aroma hat, warum nicht ... schluckt und schlingt sich schneller. Und alle Schattierungen dazwischen ... So, wie ja der Alkohol doch vom Einzelnen durchaus unterschiedlich konsumiert wird.

    Wenn ich - eigene Erfahrung - die allermeiste Zeit den Alkohol mit Genuss trank (Langsam; langsamer übrigens als alle anderen; und ohne jede Gier (!)) und mir erst gegen Ende hin jegliche Lust am Genuss verging, so kann ich das Weglassen des Genusses unterstützen, umleiten. Zumal, wenn ich fast nur zu Hause und allein trank. Diesem Ort und mir selbst kann ich ja nicht entfliehen. Wie also? Indem ich mir ein neues Ritual schaffe.

    Letztlich ist das sog. "Suchthirn" ein Teil von uns selbst und genaugenommen nur ein übergeordnetes Konzept für allerlei neurobiologische, psychologische und verhaltensbezogene Phänomene incl. auch für Verknüpfungen zwischen Belohnungssystem und der eigene Konditionierung ... Pawlow und sein Hund...

    Ich ersetze das Suchtmittel durch ein neues Getränk - bei mir Tee, incl. einem positiven Ritual (Teezeremonie) und programmiere mein Belohnungssystem damit um. Tee, so zubereitet, bietet ein multisensorisches Erlebnis (Aroma, Geschmack, Ritual), das ähnliche Genussgefühle wie Alkohol hervorrufen kann, ohne die negativen Folgen.

    Es ist nicht nur das Getränk, sondern auch das bewusst tiefgründige Erlebnis der Zubereitung. Ähnlich wie beim genussvollen Kochen ein Spielen mit Variablen. Grundrezept gegeben - variiert durch Sorte, Menge, Ziehzeit. Man kann es zudem als Achtsamkeitsübung betrachten: Konzentration auf die präzise Zubereitung und ebenso den Genuss; Duft, Farbe, Wärme, "sinnliches" Trinkgefäß. Ja, es hat schon fast etwas Meditatives ... (für mich!).

    Ende der Werbung. Musste das als alter Teefetischist unbedingt aufschreiben. 8)

    Wenn das aber zur neuen Sucht verkäme, dann wäre es bedenklich. Die Abstinenz sollte nur "mit Bordmitteln" voll funktionieren - also auch nur mit Leitungswasser. Trotzdem muss man es mit zu viel Askese nicht zum neuen Exzess treiben.

    Von mir auch aufmunternde Worte an Dich, René! :thumbup:

    Die problematische Zeit dürfte überwunden sein, nun gilt es, die Stabilität weiter auf- und auszubauen.

    Bei mir hat es im Rückblick um die drei Monate gedauert, bis ich das Gefühl hatte, endlich durch den "Tunnel' durch zu sein. Allerdings tat ich alles allein, was ich keinem empfehlen würde. Und ich tat es ohne jedes Medikament, was auch meine Art ist - sofern irgendwie vermeidbar.

    Bei Dir las ich irgendwo zwischendurch mal etwas von einem Mittel gegen Suchtdruck. Nimmst Du es noch und für wie lange? Wirkt es? Wird man davon abhängig?
    Dies frage ich nur interessehalber und ggf. als kleiner Anstupser, wie die Abstinenz später ohne "Papas little helper" weiter läuft.

    Hallo Jamon,
    auch wenn Du noch nicht auf den Link geklickt hast, den Elly Dir sendete - ein paar Gedanken von mir:

    Jetzt bin ich wieder seit drei Monaten „trocken“ aber im Hinterkopf ist immer mal wieder Gedanke - ein Glas kann ja nicht schaden.

    Diese "kleine Gläschen mal hin und wieder" im Köpfchen muß ausgemerzt werden. So lange dieser Gedanke da ist, egal wie man ihn benennt, so lange entsteht immer wieder auch ein Verlustgefühl. Wenn dieses verschwunden ist, dann wird es wesentlich leichter. Es ist der Dreh- und Angelpunkt für eine zufriedene Abstinenz.

    Drei Monate bist Du bereits abstinent! Das ist ein hohes Gut. Bewahre es gut. In Berichten kannst Du es hier zigfach nachlesen; und Du selbst hast es ja auch bereits erlebt: Das seltene Glas, das Kontrollieren wollen, es funktioniert nicht. Womöglich eine kurze Zeit lang, aber dann landest Du wieder im alten Trinkmuster.

    Die Sucht hat Dich bereits gepackt. Definitiv. Der Griff ihrer Krallen ist (wahrscheinlich) bisher eher noch lose gewesen. Das Glas stehen zu lassen, war bisher noch halbwegs leicht machbar. Es wird mit jedem "Zyklus", wo Du wieder rückfällig wirst, schwerer. Die Sucht würde Dir die Kehle zudrücken.
    Ein Ausstieg wird immer schwerer oder bei manchen ist es dann zu spät...

    Irgendwie ist es mir unangenehm die Tage oder Monate abzufeiern, ich kann dir nicht sagen wieso, ein Jahr ist für mich ein erstes greibares Ergebnis oder ein Feiertag, ich möchte aber auch nicht übertreiben, der Tag wird mir bis zu meinem Ende wichtig sein, halt ein zweiter Geburtstag aber ich werde darüber kein großes Tamtam machen

    Ahnte ich... und zögerte auch ein wenig, denn genau so ist auch meine Einstellung. Das erste Jahr ist in meiner Vorstellung ein wirklicher Meilenstein. Alles davor sehe ich als Etappenziele. Aber der 1er Meilenstein ist ja letztlich auch nur einer von weiteren. "kein großes Tamtam" trifft es perfekt.

    Und doch finde ich eine kleine Aufmunterung zwischendurch bestärkend, motivierend, angemessen. Im Zweifel abschalten. 8)

    Mein Ideal bzw. Ziel ist es, nach dem 1er den Respekt stetig zu pflegen und den Rest in das Archiv im Keller zu stellen.

    Aber heute für Dich besser dies:
    Glückwunsch und Zuspruch!
    6 Monate ... die wahre Trockenheit wird langsam spürbar (so war's bei mir).
    Wetter passt perfekt dazu.
    Augen geradeaus auf das erste Jahr voraus.
    Und den Respekt nie vergessen!

    Da hätte ich auch etwas:

    Es gibt nur 3 Feinde des Programmierers: Sonnenlicht, Frischluft und das unerträgliche Geschrei der Vögel am Morgen.

    Der Spruch ist schon uralt, weiß gar nicht mehr, ob noch aus Zeiten der Lochkarte oder der 5¼"-Diskette.

    Das www habe ich fast vom ersten Tag an miterlebt und genutzt (seit 1994, als es graphisch wurde mit dem ersten Browser names Mosaic). Ich teil(t)e Deine Skepsis vollkommen. Und doch hätte ich erfolgreiche Gegenbeispiele zu erzählen. Es kann sehr wohl funktionieren bei guter, ehrlicher Kommunikation und viel gegenseitiger Empathie. Es bleibt bzgl. Partnersuche die spannende Frage, ob die Augen und die Pheromone passen...

    Das Problem haben wir hier ja GsD nicht. Wir wollen uns nicht paaren sondern "nur" gegenseitig helfen. Das dürfte weniger Hürden haben. Eine kann dabei die Bedeutung der Worte sein, oder eine bestimmte Häufung. Da wird dann mal nachgebohrt. Letztlich ist doch das Trockenwerden auch und vor allem eine Art selbst durchgeführte Anti-Gehirnwäsche.

    Schreib' ruhig, wie Dir der Schnabel gewachsen ist. Und denke über die Echos nach.


    Ich drücke Dir natürlich auch die Daumen. Durch musst Du selber und nur für Dich!

    Bei meinen letzten Beiträgen an Dich hatte ich mich vorab mental mit passender Musik eingestimmt. Echt! Ich schwankte zwischen "Zwickt's mi" - "Könnt mer net vielleicht irgenwer a Watschn gebn? und "Es lebe der Zentralfriedhof". Lieder aus meiner Jugendzeit, auch wenn ich gaaanz weit weg von Wien wohn(t)e.

    Was ich damit meine: die "Bierolyten" sind wieder mal so eine nonchalante Wortschöpfung ... ich bin da hin und her gerissen. Denn ich mag Wortwitz sehr, ebenso liebe ich Dialekte.
    Aber hier aktuell bei Deinem Thema - Ganz oder gar nicht -- Leben oder Sterben? Das sind die Fragen. Und da wir uns nur per Worten kennen, steht bei der Frage Ernsthaftigkeit dann schnell ein Fragezeichen.

    Servus 45,

    aus meiner Sicht gut und hilfreich, wenn Du Dir diese Situationen vor Augen führst und die entscheidenden Momente erkennen/erinnern kannst. Als Rückfallprävention und Schärfung Deines "Warnsystems".

    Man kann Dein Erlebnis so deuten: der Alkohol wurde benutzt, um positive Gefühle zu verstärken. Vielleicht liest Du mal meinen Thread, der ist recht kurz. Da findest Du eine Analogie: die Erwähnung von Gefahr bei Hochstimmung. Ich werde demnächst nochmal ausführlicher einen Rückblick aufschreiben.

    Wie sah es bei Dir - im Kontrast - bei Frust und schlechter Stimmung aus? War so etwas Anlass, diese Stimmung mit Alk runterzuspülen?


    Wichtig war und ist mir, meine eigenen Triggermomente zu erkennen. Situationen, Orte, Gefühlszustände, Sinneseindrücke (!!!), "Rituale", bei denen ich trank. Diese meide ich nach Möglichkeit.

    Die häufigen Trinkmuster "überschreibe" ich bewusst wieder und wieder mit einem alternativen Ritual, bis es sich eingeschliffen hat und das alte verblasst. Es sollte sich angenehm anfühlen, am besten angenehmer als "früher" mit Alkohol. Dazu ist eine Art Belohnung günstig, die das Umschleifen verstärkt (so im Sinne der Pawlowschen Hunde).

    Nun kann man nicht allem entfliehen. In der wackeligen Startzeit jedoch möglichst immer.
    Auf Dauer will ich meinen eigenen Weg finden und gehen - mit Vorsicht und möglichst selbst-sensibilisiert für eben solche Gefahrenmomente. Denn ich will mir eben diese Wundertage in der Natur oder die Stimmung einer Vollmondnacht nicht untersagen.

    Ich habe bei Deinen letzten Beiträgen an manchen Stellen das Gefühl, Du bist noch ziemlich "vernarrt" in den Alk. Nur der Gesundheit und des langen Leben willens hast Du Dich getrennt, aber heimlich schlummert die "Liebe" still weiter. Rein rational bist Du klar. Aber wie schaut es emotional aus? DA lauern die Fallstricke!

    bis auf das letzte Mal - Mai 2023 - wars immer eine Trinkpause

    Wenn das vor zwei Jahren ein ernsthafter Versuch war, dauerhaft abstinent zu werden. Wie lief das ab? Wie lange warst Du stabil abstinent? Woran ist es gescheitert? An dem damaligen Rückfall könntest Du Schlüsse für diesmal ziehen.

    Am Liebsten würde ich

    Mal bewusst so abgeschnitten, weil ich das eigene Bauchgefühl für sehr wichtig halte. Auf die innere Stimme hören - und danach Handeln. Ganz allgemein, nicht nur auf den Urlaub bezogen. Geht natürlich nicht immer, manchmal "muss man" etwas - aber auch dabei ist gründlich zu Überlegen, muss ich wirklich (?) oder denke ich nur, zu müssen.

    Wichtig war und ist mir, meine eigenen Triggermomente zu erkennen. Situationen, Momente, Orte, Gefühlszustände (!!!), "Rituale", bei denen ich trank. Diese meide ich nach Möglichkeit. Die häufigen Trinkmuster "überschreibe" ich bewusst wieder und wieder mit einem alternativen Ritual, bis es sich eingeschliffen hat und das alte verblasst. Oder aber ich meide eben diese Situation. Es sollte sich angenehm anfühlen, am besten angenehmer als "früher" mit Alkohol.