Beiträge von Nori

    Hallo,

    Ich trinke eh sehr viel Wasser, gegessen habe ich heute auch schon.

    Ich weiß auch, dass sich nicht alles von heute auf morgen ändern wird aber man würde halt gern schnellere Resultate sehen. Oder einfach wissen, dass es irgendwann besser wird.
    Hänge gerade einfach in der Luft, gerne würde man für die Zukunft planen aber ich habe Angst, dass es bei mir gesundheitlich nicht mehr möglich ist 😓

    Mit den Hunden war ich schon.

    Nein, dort wo wir wohnen herrscht auch ein enormer Ärztemangel. Psychotherapeuten oder Ähnliches gibt es hier kaum. Glaub ich würde auch keine Tabletten nehmen wollen….

    Ich habe eine gute Heilpraktikerin, die hat zwar auch selten Termin frei aber wenn dann hilft mir dies auch immer sehr.

    Klar, hätte ich Lust was zu trinken aber mir ist dann immer bewusst, dass ich wegen diesem schei** Alkohol in diesem Schlamassel stecke.

    Ich würde mir einfach wünschen, dass alles wieder so ist, wie es früher einmal war….

    Guten Morgen an euch zwei,

    Mir geht es heute sehr gut.

    Bin früh aufgestanden habe gemütlich Kaffee getrunken und meine Tiere versorgt.
    Auf der Hunderunde habe ich eine Ricke mit ihren zwei Kitzen beobachten können.
    Irgendwie hat mich dies sehr positiv gestimmt aber Selbstzweifel und Selbsthass kamen trotzdem wieder hoch, warum musstest du deinen Körper mit diesen schei** Alkohol so kaputt machen….

    Aber gut ändern kann ich es nicht mehr und ich muss nach vorne schauen.
    Gleich werde ich zum einkaufen fahren und danach eine bisschen was im Garten arbeiten.

    Hoffe euch geht es auch allen gut

    Danke für deine Offenheit.
    Ich finde es gut, dass du während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht getrunken hast. Glaub da haben dir deine Kinder ein bisschen das Leben gerettet, weil du einen sehr guten Grund hattest eine Zeit mal nichts zu trinken.
    Hoffe du verstehst dies jetzt nicht falsch aber ich glaub Kinder können einem dabei helfen, die Sache nochmal anders zu reflektieren. Ich habe leider keine Kinder 😓

    Hat dein Partner gemerkt, dass du trinkst?

    Hallo Hera,

    Danke dir erstmal.
    So ganz verstehe ich es ja auch nicht. Die Leberwerte sind immer nur leicht erhöht aber die sonstigen Blutwerte sind halt katastrophal.
    Und der Rest bei mir auch.
    Keine Ahnung warum die Leber noch „halbwegs“ funktioniert und der Rest gar nicht mehr.
    Darf ich fragen wie lang und wie viel du circa getrunken hast?

    Liebe Grüße

    Ich merke wie sehr mir die Gruppe hilft und werde euch morgen mehr über meine „Krankheitsgeschichte“ und denn Erfahrungen mit Ärzten und Kliniken erzählen.

    Ich möchte euch aber auch noch was positives berichten.
    Ich habe heute Abend geduscht, weil ich nicht dreckig ins Bett gehen will. Habe mich eingecremt und eine Gesichtsmaske aufgetragen.
    Natürlich war da wieder die Auseinandersetzung mit meinem Körper aber es ist nun mal so. Jetzt wo ich nüchtern bin, kann ich mir dies nicht mehr schön suafen. Sondern ich muss es akzeptieren und was ändern.

    (Ich habe auch Druckstellen von meiner Uhr und Kleidung, hatte ich früher nie).

    Ich muss positiv denken und an mir arbeiten!

    Ich wünsch euch allen eine schönen und trockenen Abend und nochmal vielen lieben Dank!

    Auch wenn es schwerfällt, ist ein wenig Geduld gefragt. Du hast ja auch 5 (?) Jahre getrunken. Gibt Dir und Deinem Körper etwas Zeit.

    Schön wäre es, ich habe eigentlich immer getrunken. Die letzten 3-5 Jahre halt richtig exzessiv.

    Ich werde vielleicht nie wieder die Alte vom Aussehen aber vielleicht gibt es psychisch bald eine besser Version von mir.

    Hallo Nori, trotzallem sind deine Leberwerte ok?

    Eigentlich ja, mich hat bis jetzt noch kein Arzt darauf angesprochen. Meinten immer nur alles im grünen Bereich. Also leicht erhöht.

    Ich habe auch einen Ultraschall der Leber machen lassen, da war auch alles gut. Keine Fettleber oder sonstiges

    Der Ultraschall war im Februar.

    Bei mir fingen bereits Äderchen im Gesicht an. Zum Glück habe ich gerade noch rechtzeitig die Kurve gekriegt.

    Mein Gesicht ist inzwischen feuerrot und ich habe richtige viel Falten bekommen.
    Plötzlich einen dunklen Damenbart, Gesichtsbehaarung und sogar Haare auf den Fingern.
    Innerhalb von 2 Jahren.
    Spider naive auf den Oberschenkel, Besenreiter auf den Unterschenkel.

    Meine ganze Haut ist irgendwie dunkler geworden und faltiger, habe sehr viele Leberflecke bekommen. Doppelkinn und wie gesagt keine Muskeln mehr.

    Ich schau nicht aus wie 40 sondern wie 60.

    Früher habe ich immer jünger ausgeschaut, als ich wirklich war.

    Hört sich jetzt an als würde es mir nur ums Äußere gehen, so ist es aber nicht nur das ist irgendwie fassbar.

    Ich habe die Veränderungen schon gemerkt, habe immer alles aufs Rauchen geschoben und irgendwann will man nicht mehr in den Spiegel schauen. Vernachlässigt sich noch mehr und ich nahm es sogar als Anlass noch mehr zu trinken.

    Hört sich verrückt an aber so habe ich bis vor 2 Wochen noch getickt.

    Kurze Paus 😓

    Meine Verdauung hat gar nicht mehr funktioniert, habe kaum mehr was gegessen. Ganze schlimme Halsschmerzen usw.

    Bin dann also Ende August zu meiner Hausärztin, habe ihr alles geschildert. Aber es waren soviel Symptome, von Verdauung, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Leistungsabfall…

    Die meinte Ich habe eine Agina und mehr nicht.

    Es wurde nicht besser, wieder zur Hausärztin….

    Dass ging soweit, dass sie mich für verrückt hielt. Ich war auch gefühlt jeden dritten Tag bei ihr.

    Anfang Oktober hatte ich dann eine Magenspiegelung im Krankenhaus. Eigentlich alles ok, laut den Ärzten hätte ich eine Gastritis.

    Zwei Wochen später hat mir meine Hausärztin mitgeteilt ich hätte eine leichte Entzündung der Speiseröhre. Ich bin immer noch nicht aufgewacht und dachte es kommt vom Rauchen.

    Meine Alkoholsucht wollte ich mir immer noch nicht eingestehen. Ein fataler Fehler!

    Ich muss dazu sagen, dass ich schon Anfang April 2024 leichtes kribbeln und ein Taubheitsgefühl in den Händen hatte. Ständig Kopfweh und ich konnte merklich weniger leisten.

    Jeder in meinem Umfeld hielt mich für verrückt und dass ich nur Aufmerksamkeit suche usw…

    Und ja ab August war ich auch hysterisch und habe gedacht, ich habe Mundhöhlenkrebs (mein ganzer Kiefer hatte sich verschoben).

    Anfang September war ich beim Zahnarzt: sie knirschen mit den Zähnen, deswegen die Kopfschmerzen, schlechter Zahnstatus und Kieferklemme.

    Brauch wieder eine Pause.
    Es waren so viele Anzeichen da aber ich habe einfach weiter getrunken.
    Wie blöd kann man eigentlich sein…

    So war gerade mit den Hunden eine große Runde im Wald. Merke dann schon immer, dass mir mein Gesäß und meine Beine schmerzen.
    Denke aber inzwischen nicht mehr negativ und sag mir nicht, dass ist dieser verdammte Muskelschwund sondern, hey, dass ist der Muskelaufbau!

    Also wie gesagt, es war ein schleichender Prozess und ich hatte oder habe sicher immer noch Depressionen.
    Im August 2024 waren dann Freunde bei mir zu Besuch und einem ist aufgefallen, dass ich plötzlich ganz dunkel und viele Nasenhaare habe und ein ziemlich rotes Gesicht.

    Hatte damals schon öfters Magen-Darm-Problem, mal Herzrasen oder kurze starke Schmerzen im Oberbauch.
    Ich habe dies aber immer auf den Stress bezogen, zu dieser Zeit und davor habe ich ziemlich viel gearbeitet.
    Wir haben in Eigenregie Haus und Hof renoviert, musste alleine die Tiere versorgen, hatte durch den Umzug kaum Freunde vor Ort.
    Alle bekamen Kinder und hatten ihre Familien und Freunde vor Ort.

    Bin schon im Jahr 2022 in Selbstmitleid verfallen und habe mich darin gesuhlt und mir gesagt: komm trink doch einfach, dann geht es dir besser und wenn dein Partner fertig ist mit dem Studium wird sich alles ändern.

    Und dann gab es wirklich keinen Tag mehr ohne Alkohl und dann auch schon zum Frühstück.

    Kann es mir bis heute selber nicht erklären.

    Na ja Ende August hatten sich meine Zähne rapide verschlechtert aber immer noch kein Grund endlich mit dem Saufen aufzuhören. Ich habe tatsächlich noch mehr getrunken…

    Kurze Paus 😓

    Wie bist Du denn in die Sucht gerutscht? Und was trinkst du jetzt?

    Dies ging irgendwie schleichend.
    Meine Eltern haben auch schon immer viel getrunken aber ihr Leben auf die Reihe bekommen. Mein Papa war auch in leitender Position und hat gut verdient. Bin also irgendwie mit Alkohol aufgewachsen.

    Will aber um gottes Willen nicht meinen Eltern die Schuld geben. Ich hatte eine gute Kindheit und es hat mir an nichts gefehlt.

    Ich komm vom Land und irgendwie war es normal, dass man mit 14 Jahren auf Dorffesten trinkt.

    Dann kam die Studienzeit und dann ging es richtig los. Hab nebenbei in einer Weinbar gearbeitet und irgendwie war Alkohol was völlig normales.
    Wir haben uns tatsächlich öfters zum lernen gegen Mittag getroffen und dann schon ein Bier geext um den Kater von gestern zu bekämpfen.

    Als ich meinen ersten Job angetreten habe, habe ich tatsächlich weniger getrunken. Aber ein zwei Feierabendbier mit den Kollegen ging immer.

    Na ja dann habe ich meinen Partner kennengelernt.
    Bin irgendwann zu ihn nach H. *edit* gezogen und dort bin ich auch nie wirklich angekommen.

    Irgendwann haben wir uns ein Haus in MV gekauft. Habe dann einen Job angefangen, der eigentlich nichts für mich war.

    Dann kam Corona und ich habe eine Stelle im Home Office angefangen und irgendwie war ich unglücklich mit der Situation. Ich wollte eigentlich Kinder aber mein Partner (er *edit* jünger als ich) war noch nicht bereit dazu.
    Er *edit* war nur noch alle 2 bis 3 Wochen daheim. In den Semesterferien hat er gearbeitet und war nur am Wochenende zu Hause.

    Mit dem Studium ist er bald fertig und so Stolz und will dann endlich eine neues Leben mit mir anfangen…

    Na ja nur bin ich in der Zeit zum vollen Wrack geworden.

    Es war einfach so leicht, man konnte daheim bleiben, sich den ganzen Tag betrinken und die Sorgen und Selbstzweifel einfach wegsaufen.

    Ich mach kurz mal eine Pause mit dem Schreiben und melde mich gleich nochmal

    Ich weiß nicht, ob ich es evtl. falsch interpretiere, aber bei Dir liest es sich ein bisschen so wie: Alkohol ist für mich kein Thema mehr, nur noch die Folgeschäden.

    Ich glaube Alkohol wird immer ein Thema für mich bleiben aber ich will ihm nicht mehr so viel Raum im Leben geben.
    Und ich gebe dir Recht, bis jetzt bin ich noch nicht über den Berg. Vielleicht rede mich dass auch bisschen schön aber so fällt es mir leichter damit umzugehen.

    Und Alkohol will ich einfach nicht mehr trinken, es hat so viel zerstört.

    Mangelerscheinungen sind reversibel.
    Wie sieht den dein Tagesablauf derzeit aus, wie ist dein Plan, was hast du schon verändert?

    Aber auch die Muskelmasse und die faltige Haut? 😓.

    In der ersten Woche in der ich nüchtern war hat sich eigentlich nicht viel verändert. Ich habe meine Aufgaben erledigt und dann dumm in die Luft geschaut, mir Vorwürfe gemacht, viel geweint.
    Diese Phasen sind inzwischen weniger geworden.

    Mein Tagesablauf schaut ungefähr so aus:

    Ich stehe auf, trinke einen Kaffee. Füttere die Hunde und gehe eine Runde.
    Danach kommen die Hühner.

    Was wieder neu dazugekommen ist, ich gehe vor der Hunderunde erstmal ins Bad, putze Zähne, mache mir einen ordentlichen Zopf und die tägliche Gesichtsreinigung (Habe das 2 Jahre vernachlässigt).

    Dann setzte ich mich an meinem PC und mache so drei/vier Stunden Home Office.
    Jetzt steht eine Flasche Wasser davor und vorher hat ich, meistens um 10:00 Uhr schon mein erstes Bier (ging auch ungefähr so 3 Jahre).

    Inzwischen esse ich eine Kleinigkeit zu Mittag.

    Dann mach ich „jetzt“ (mit Alkohol habe ich gar nichts getan) ein bisschen Haushalt.

    Danach eine große Runde mit den Hunden (früher einfach nur in den Garten gelassen um weiter trinken zu können).

    Trinke dann einen Kaffee und mach noch ein bis zwei Stunden Home Office.

    Dann Abendessen, Hunde füttern und dann lesen, Podcast hören oder fernsehe schauen aber inzwischen alles ohne Alkohol.

    Ich glaub das war es im Großen und Ganzen….

    Die Sportübungen möchte ich aber regelmäßiger in meinen Alltag integrieren, da bin ich ehrlicherweise noch etwas nachlässig.

    Die Antworten von R/no gaben mir tatsächlich einen Motivationsschub