Beiträge von Rene72

    Nun ist es ja so das in Geselliger Umgebung der Alk allgegenwärtig ist und viele Gäste gern zugreifen, ich aber nicht und deshalb nüchtern viele Dinge anders betrachte.

    Trink mal etwas dann wist du auch lockerer höre ich in den Zusammenhang öfter zudem sind die Trinkfreudigen Gäste mit Partner da die dem Alkohol nicht so zugänglich sind und mit denen ich mich Wunderbar Unterhalte.

    Das sind Situationen die wirklich gefährlich werden können. Du musst Dich doch nicht in die berühmte Höhle des Löwen begeben. Anfangs war ich auch so. Ich dachte, eh Alter das stehst Du drüber. Das war eindeutig eine Fehlentscheidung. Das tue ich mir nicht mehr an. Hätte ich auf die alten Hasen gleich gehört, wäre mancher Seelenstress nicht entstanden.

    Also ich vermeide solche Treffen mittlerweile. Erstens um kein Risiko mit Alkohol einzugehen und zweitens sind mir angetrunkene Leute einfach nicht mehr recht. Ich bin dann für andere der berühmte Spielverderber, bin derjenige der still rumsitzt und nicht reden mag....Weil es nichts zu reden gibt. Unterm Strich kann ich meine Zeit wesentlich besser im nüchternen Zustand mit nüchternen Leuten verbringen.

    René

    Der ehrliche Austausch mit meiner Familie und meinen Kindern ist für mich ein tragender Pfeiler er schafft Nähe, Vertrauen und Erleichterung.

    Das stimmt Hartmut. Mit einer starken Familie im Hintergrund ist vieles einfacher und hilft ungemein den Weg der Abstinenz zu gehen. Sicher, in erster Linie möchte ich abstinent für mich ( meine Gesundheit) bleiben. Unser Zusammenleben hat sich aber als Folge daraus komplett neu gestaltet.

    KaDett

    Es ist gar nicht so einfach. Über Sucht zu schreiben, hier unter uns ist relativ einfach. Und das ist auch gut so. Aber zwei Teenagern gegenüber zu sitzen ist mal eine ganz andere Hausnummer. Die ersten Sätze waren sowas von schwierig für mich. Ich denke, dies geht bestimmt jeden Vater so. Die Beiden müssen darüber auch etwas nachdenken dürfen und dann ihre eigenen Schlüsse ziehen.

    Ein freundlicher Gruß zum Sonntag in die Runde. Ich möchte mich mal wieder melden. Unser Familienausflug war eine ganz neue Erfahrung. Ohne Alkohol, mit ganz viel Spaß und Gesprächen. Wir haben Risiken zusammen bewusst vermieden. Die Tage waren wichtig für uns, um auf "neutralem" Boden einfach zu viert paar Dinge zu besprechen. Ich habe dabei festgestellt, dass es für die Kids auch gar nicht so einfach zu verstehen ist, wenn der Vater sagt ich bin Alkoholiker. Dennoch war es wichtig für uns als Familie darüber zu reden.

    Hat eventuell jemand ähnliche Erfahrungen mit seiner Familie gemacht?

    Liebe Grüße René

    P.S. 10 Wochen sind vollbracht

    Disziplin Ich finde es sehr gut und mutig, dass Du mal hinter Deinem "harten" User-Namen rausgeschaut hast und uns einen tiefen Einblick in Deine persönliche Geschichte ermöglichst. Es ist wieder so eine spezielle Lebensgeschichte, die mich für mein zukünftiges Leben sehr nachdenklich macht.

    Vielen Dank. René 🥹

    Disziplin

    "Da kann ich nicht sagen, dass geht Sie doch nichts an"

    Was spricht dagegen? Sicher, ich kenne die genaue Situation nicht und wie Du Dich mit Deinem Transplantat fühlst weiß ich auch nicht. Dem Zahnarzt kann es trotzdem "Bockwurst" sein, warum Du eine neue Leber bekommen hast.

    Du bist doch nicht schuldig, weil Du ein Spenderorgan bekommen hast. Die Verteilung obliegt bestimmt einer Kommission. Die werden schon wissen was sie machen.

    Vielleicht kannst Du dies ja näher erklären, wenn ich falsch liege bzw. etwas übersehe?

    Liebe Grüße René

    Trotzdem ist es anfangs eben auch nicht ganz so einfach. Alkoholiker ja, ABER doch nicht so sehr, irgendwie anders als Andere. Eier Eier Eier. Dann braucht es "harte" Moderatoren,die ganz klar eine Ansage machen. Und die gibt's hier! Ich habe es wirklich am Anfang gehasst😡. Ich möchte jetzt keinen Namen nennen (H.....t).🙂 Es ist ein Erkenntnisprozess die Diagnose Alkoholiker für sich endgültig zu akzeptieren und zu begreifen, wie unwichtig die vorher konsumierte Menge ist. Ich habe hier erst gelernt, was den Begriff Alkoholiker definiert. Eben nicht die Menge, sondern Regelmäßigkeit etc.

    Disziplin

    Die Restschuldversicherung ist ein ganz einfaches Vertragsrecht, in den Bedingungen aufgelistet. Du kannst den Grund für die Transplantation bei der xy Bank sicher verschweigen. Ein Gutachten benötigen die trotzdem. Damit kommt der Grund dann doch zur Sprache. Wem willst Du dafür die Schuld geben? Geld geliehen, unterschrieben (eventuell damals die Alkohol Abhängigkei bei der Kreditaufahme nicht mit angegeben), damit hängt Deine Freundin drinnen. Klingt sicherlich sehr kalt, ist aber leider die Realität.

    Ich sehe den Zusammenhang zwischen Restschuldversicherung, Bank, Alkoholiker, Transplantation, Verständnis im Forum und Käseglocke nicht.

    Ich verstehe die ganze "Diskussion" überhaupt nicht. Ich melde mich hier im Selbsthilfe-Forum für Alkoholiker an. Dann muss ich mich doch vorab damit auseinandersetzen und zwangsläufig für mich feststellen, dass ich genau das bin. Ein ALKOHOLIKER. Anfangs dachte ich, hier wird mir geholfen. Schnell habe ich erkannt, dass ich mir selbst helfen muss und dafür sehr viele Alkoholiker an meiner Seite habe, die mich dabei unterstützen können.

    Außerhalb des Forums ist es anfangs nicht ganz so einfach zu sagen: "Ich bin Alkoholiker ". Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele dies überhaupt nicht hören wollen und mir erwidert haben: "Du bist doch kein Alkoholiker". Ich antworte mittlerweile: "Doch, genau das bin ich". Häufig bemerke ich dann, dass ein Nachdenken bei meinem Gesprächspartner einsetzt. Warum wohl?

    Aber egal! Eins habe ich ganz schnell begriffen. Eintrittskarten gibt's hier ausschließlich für bekennende Alkoholiker, wie es am EC Automaten nur Geld mit einer gültigen PIN gibt. Und das ist gut so.