Hera Ich habe gar nicht gewusst, dass es so eine App gibt. Habe sie mir direkt mal geladen.
Rene72 - Mein Weg in die Freiheit – nüchtern leben, ehrlich bleiben
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Hi Rene,
hast Du die Medis in Absprache mit Deinem Arzt abgesetzt? Und hat sich seitdem irgendetwas verändert?
Zu den Herausforderungen, ich hatte in den Monaten bisher keine wirkliche. Was daran liegt, dass ich die Offensichtlichen, von denen hier ja auch geschrieben wird, konsequent vermeide. Und wenn ich "zufällig" herausgefordert werde, denn gehe ich.
Liebe Grüße
Kazik
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Kazik Die Medis habe ich einfach abgesetzt. Zwei Monat sind auch lang genug. Die waren für maximal 3 Monate geplant. Der einzige Unterschied ist, dass der Druck auf die Augen und die Müdigkeit weg sind.
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Ein freundlicher Gruß zum Sonntag in die Runde. Ich möchte mich mal wieder melden. Unser Familienausflug war eine ganz neue Erfahrung. Ohne Alkohol, mit ganz viel Spaß und Gesprächen. Wir haben Risiken zusammen bewusst vermieden. Die Tage waren wichtig für uns, um auf "neutralem" Boden einfach zu viert paar Dinge zu besprechen. Ich habe dabei festgestellt, dass es für die Kids auch gar nicht so einfach zu verstehen ist, wenn der Vater sagt ich bin Alkoholiker. Dennoch war es wichtig für uns als Familie darüber zu reden.
Hat eventuell jemand ähnliche Erfahrungen mit seiner Familie gemacht?
Liebe Grüße René
P.S. 10 Wochen sind vollbracht
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Glückwunsch, Rene, Du machst Deinem Fadentitel alle Ehre!
Zu den gewünschten Erfahrungen kann ich leider nichts beitragen, weil meine Lebenssituation eine ganz andere ist. Bin auch gespannt, was andere berichten.
Weiterhin alles Gute!
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Hi Rene,
ich finde, da hast Du einen guten Schritt gemacht. Leider kann ich Dir nicht mit eigenen Erfahrungen bezüglich der Familie helfen.
Liebe Grüße
Kazik
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Ein freundlicher Gruß zum Sonntag in die Runde. Ich möchte mich mal wieder melden. Unser Familienausflug war eine ganz neue Erfahrung. Ohne Alkohol, mit ganz viel Spaß und Gesprächen. Wir haben Risiken zusammen bewusst vermieden. Die Tage waren wichtig für uns, um auf "neutralem" Boden einfach zu viert paar Dinge zu besprechen. Ich habe dabei festgestellt, dass es für die Kids auch gar nicht so einfach zu verstehen ist, wenn der Vater sagt ich bin Alkoholiker. Dennoch war es wichtig für uns als Familie darüber zu reden.
Hat eventuell jemand ähnliche Erfahrungen mit seiner Familie gemacht?
Liebe Grüße René
P.S. 10 Wochen sind vollbracht
weiter so Rene72
ich persönlich kommuniziere das thema auch mit meiner tochter, sehe da kein problem mit offenen karten zu spielen. ich wünsche dir weiterhin viel kraft und genieße dein leben mit familie
gruss eternal
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Herzlichen Glückwunsch zu 10 nüchternen Wochen. 👍
Ich habe dabei festgestellt, dass es für die Kids auch gar nicht so einfach zu verstehen ist, wenn der Vater sagt ich bin Alkoholiker. Dennoch war es wichtig für uns als Familie darüber zu reden.
Ich weiß jetzt nicht, wie alt deine Kinder sind. Und ich bin mir gerade auch nicht sicher, inwieweit Kinder alles verstehen müssen, wenn der Vater sagt: Ich bin Alkoholiker. Ich bin erwachsen und selbst Alkoholiker und verstehe lange nicht alles über die Alkoholsucht.
Vielleicht reicht es auch erstmal, ganz allgemein von Suchtmitteln zu sprechen und dass sie eben abhängig machen können und du jetzt vom Alkohol abhängig geworden bist und dass diese Krankheit zwar nicht heilbar ist, aber durch Abstinenz gestoppt werden kann. Und genau das willst du, und deshalb gibt es keinen Alkohol mehr für dich.Mehr rede ich mit meiner Familie nicht über meine Sucht.
Ich denke, wer selbst nicht süchtig ist, kann auch nicht nachvollziehen oder verstehen, was es heißt, süchtig zu sein. -
Es kommt wirklich auf das Alter der Kinder an. Wichtig ist dass sie auf dem Schirm haben, dass auch in Lebensmitteln Alkohol drin sein kann. Nicht dass sie dich mit tiramisu überraschen und dann enttäuscht werden. Bei Kleinkindern ist das natürlich irrelevant- aber davon gehe ich nicht aus.
Ältere Kinder haben ja vielleicht schon gemerkt dass da was nicht stimmt und da ist es wichtig sie in ihrer Wahrnehmung zu stärken. Verständnis kannst du nur begrenzt erwarten nur eine sensibilisieren für das Thema und dass du nicht in die Nähe von Alkohol willst.
Erwachsene Kinder kann man schon um Rücksicht bitten, dass sie auch zu Hause auf Alkohol verzichten- aber die wissen eh im Zweifel schon lange was da läuft!
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"Ich habe dabei festgestellt, dass es für die Kids auch gar nicht so einfach zu verstehen ist, wenn der Vater sagt ich bin Alkoholiker."
Hallo René
Es ist ja sogar für Erwachsene, die nicht betroffen sind so gut wie unmöglich das zu verstehen. Mit dem Wort Alkoholiker kann eben keiner was anfangen, aus Unwissenheit oder mangelnder Erfahrung.
Ich habe meinen versucht zu erklären, wie Sucht funktioniert, nicht nur Alkohol. Und auch beschrieben, was verschiedene Situationen mit mir machen können, wenn ich nicht aufmerksam bin und Risiken für mich vermeide.im ersten oder auch zweiten Jahr besonders großen Abstand zu meinem ehemaligen Suchtmittel zu halten.
Bis ich mich stabil fühle, und auch dann immer noch achtsam sein muß. Beispiele,z,b. von einem Raucher, der nach einer Zigarette wieder zum Raucher wird kann zur Verdeutlichung helfen.eben nur um zu erklären, daß es absolut Tabu bleiben muß.
10 Wochen

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Vielen Dank für Eure Antworten. Meine Kids verstehen da schon ziemlich viel, da sie mich ja auch bewusst erleben. Meine Tochter ist 16 und mein Sohn ist 18. Stimmt, der Begriff iKids ist etwas irreführend.
Klar können sie den Begriff Alkohlkrankheit und deren Folgen nicht komplett überblicken. Trotzdem haben sie mich angetrunken erlebt.
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P.S. 10 Wochen sind vollbracht
Gratulation zu 10 Wochen. Große Klasse 👍
Hört sich gut an, wie ihr als Familie das besprochen habt und damit umgeht.
Meine Söhne sind erwachsen und sie finden es gut, dass ich nicht mehr trinke.
So wie es sich anhört, sind deine Kinder noch jünger. Ich würde falls Fragen von ihnen kommen, diese ehrlich beantworten. Sie sehen ja mit eigenen Augen, dass es ihrem Vater besser geht als früher. Überfordern mit dem Thema würde ich sie aber nicht.
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Es ist gar nicht so einfach. Über Sucht zu schreiben, hier unter uns ist relativ einfach. Und das ist auch gut so. Aber zwei Teenagern gegenüber zu sitzen ist mal eine ganz andere Hausnummer. Die ersten Sätze waren sowas von schwierig für mich. Ich denke, dies geht bestimmt jeden Vater so. Die Beiden müssen darüber auch etwas nachdenken dürfen und dann ihre eigenen Schlüsse ziehen.
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Aber zwei Teenagern gegenüber zu sitzen ist mal eine ganz andere Hausnummer
Als Teenager haben sie bestimmt aber auch einiges aus deiner nassen Zeit mitbekommen und dich betrunken gesehen und erlebt. Dann sehen sie den Unterschied jetzt auch.
Ich glaube dir, dass es schwierig ist mit ihnen zu sprechen. Aber vielleicht ist es gerade in ihrem Alter um so wichtiger. Gerade weil nun die ersten Partys für sie anstehen und evtl. im Freundeskreis getrunken wird.
Da ist Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl gefragt. Vermutlich werden sie dich auch genauer beobachten. Anscheinend habt ihr aber ein gutes Familien Zusammengehörigkeitsgefühl.
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Anscheinend habt ihr aber ein gutes Familien Zusammengehörigkeitsgefühl.
Ja, das haben wir wirklich. Mittlerweile haben beide einen Freund bzw Freundin. Zu gemeinsamen Familienessen gehts ziemlich rund am Tisch. Und uns tut es gut mit jungen Leuten zusammen zu sein. Und das Beste ist, niemand trinkt von ihnen.
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Meine beiden Töchter waren um die 30, als ich ihnen mitgeteilt habe, dass ich in eine Klinik gehe.
Beide waren aus dem Haus, aber sie haben natürlich mitbekommen, was los ist und sich grosse Sorgen gemacht.
Eine hat mir mal gesagt, diese ohnmächtige Hilflosigkeit sei das Schlimmste gewesen.
Ich denke, in dem Alter deiner Kinder, wissen sie u.U. schon recht genau, was das bedeutet.
Mit den Kindern offen und ehrlich reden ist auf alle Fälle der richtige Weg.
Sie haben ja auch mitbekommen, dass du trinkst und dann nicht mehr der "Papa" bist, den sie kennen und auf den sie sich verlassen können.
Das kann sehr viel bei Kindern auslösen und wenn sie jetzt wissen, dass gehört der Vergangenheit an, dann können sie irgendwann auch wieder Vertrauen finden. -
Wie andere mit ihrer Sucht umgehen – ob offen, verdeckt, schweigend oder verneinend – ist für mich zweitrangig. Wer sich nie geöffnet hat, kann kaum begreifen, was es bedeutet, diesen Schritt zu gehen. Und wer nur darüber spekuliert, wer es wissen darf oder wem es angeblich schadet, bleibt in seinem gedanklichen Gefängnis, genährt von seinem verzerrten Bild des Alkoholiker .
Für mich zählt einzig und allein, was mir hilft, nüchtern zu bleiben. Was sich für mich stimmig und richtig anfühlt. Der ehrliche Austausch mit meiner Familie und meinen Kindern ist für mich ein tragender Pfeiler er schafft Nähe, Vertrauen und Erleichterung.
Zehn Wochen – das Fundament ist gelegt. Morgen beginnt ein neuer Tag auf diesem Weg. Weiter machen .Glückwunsch
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Der ehrliche Austausch mit meiner Familie und meinen Kindern ist für mich ein tragender Pfeiler er schafft Nähe, Vertrauen und Erleichterung.
Das stimmt Hartmut. Mit einer starken Familie im Hintergrund ist vieles einfacher und hilft ungemein den Weg der Abstinenz zu gehen. Sicher, in erster Linie möchte ich abstinent für mich ( meine Gesundheit) bleiben. Unser Zusammenleben hat sich aber als Folge daraus komplett neu gestaltet.
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Ich weiß jetzt nicht, wie alt deine Kinder sind.
Also, mein Sohn war 8 Jahre alt, als ich ihm erklärte, das sein Onkel für 3 Monate auf's "Trockendock", müsse, weil er alkoholkrank ist.Ab da,war für meinen Sohn klar, mein Onkel ist krank und darf nie wieder Alkohol trinken! Die Kinder verstehen viel mehr, als man glaubt, wenn es denn richtig kommuniziert wird!
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Die Kinder verstehen viel mehr, als man glaubt, wenn es denn richtig kommuniziert wird!
Ich bin der Meinung, dass sie auch ein Recht auf Ehrlichkeit haben. Selbstverständlich stets dem Alter entsprechend "aufbereitet". Unsere wissen auch noch viel aus ihrer Kindheit. So kleine Seelen vergessen nie.
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