Beiträge von Bienenliesel

    Ich plane keinen rückfall ein, und ich finde es langsam echt anstrengend, das mir das hier immerwieder vorgehalten wird. Was ich hier suche, ist Austausch, über das was mich beschäftigt. Das sind nun mal Alk Themen, mit denen bin ich noch oft konfrontiert. Mein Leben ist noch nicht völlig umstrukturiert. Ich bin auf dem Weg. Gerne hätte ich meinen thread auch als eine Art Tagebuch genutzt, aber es kommt mir vor, als sollte ich hier nur schreiben, was gewünscht ist und nicht was mich beschäftigt. Daẞ das hier nun als plauderexcke bezeichnet wird, macht mich Grad echt traurig. Andere schreiben über ihren Fliesen im Bad. Es wird wohl mit zweierlei Maß gemessen, scheint es mir.

    Gerne hätte ich auch Sachen erzählt, die mich triggern, wo ich aber stark war, weil ich da stolz drauf bin. Auf jedes einzelne mal. Aber dann kommt wieder eine Unterstellung, ich plane den rückfall schon ein. Dabei fühle ich mich stärker an der Akzeptanz der ewigen Abstinenz als je zuvor. Vielleicht drücke ich mich ja auch ungeschickt aus.

    Schade

    Guten Morgen BL, da solltest du auf jedenfall nicht hin, was willst du da? Lass lieber solche Veranstaltungen sausen, vorallem wenn du von vorne herein schon an Alkoholfreie Alibigetränke denkst. Du wärst da nur ein Fremdkörper und blöde Sprüche sind wahrscheinlich auch vorprogrammiert wenn der Pegel steigt.

    Wenn der Pegel stimmt, wäre ich schon weg, aber mich zieht da nüchtern echt nichts hin. Nur aus Höflichkeit, aber wie du sagst, ich passe da so nicht hin.

    Gut, das deine Frau dann nicht dem Alk verfallen ist, das nennt man Suchtverlagerung. Davor haben sie damals in Therapie schon gewarnt, haben gesagt, das ein drogensüchtiger auch keinen Alk mehr trinken darf. Das hab ich damals nicht ernst genommen. Hat ja auch lange gedauert, aber 18 Jahr später, merke ich das es ein Problem geworden ist.

    Gestern Abend hab ich bei Spotify das Buch von Alen Carr- endlich frei vom Alkohol (oder so ähnlich)zum Anhören gefunden.

    Sein Buch"endlich Nichtraucher" fand ich schon sehr gut, unter anderem hab ich damit das Rauchen aufgehört. Mit vielen anläufen, aber letztendlich erfolgreich bis heute💪

    Das wird in nächster Zeit mal meine gute Nacht Geschichte sein. Kennt ihr das Buch?

    Eigentlich hab ich schon einiges geschafft, wenn es darum geht, die Sucht zu besiegen.

    Ich fühle mich momentan noch unsicher, aber von oben betrachtet, bin ich doch stark.

    Danke R/no wir schaffen das.


    Noch was, am Montag sind wir zu nem Geburtstag eingeladen. Alle trinken dort. Geburtstagskind selber alki ohne Einsicht.

    Als ich am Freitag dort war und sagte, das ich ein alkoholfreies Radler möchte,

    Haben die gelacht 🙈 klar, kennen die mich anders, aber mit so einer Reaktion hab ich nicht gerechnet. Radler mit Alk könnte ich haben, sonst kann man ja auch Wasser trinken. Ich war total vor den Kopf gestoßen. Ich wäre eh nicht lange geblieben, aber ich denke ich lass mir ne Ausrede einfallen, warum ich nicht kann. Hab Grad gar kein Bock da aus Höflichkeit hin zu gehen. Ich war echt geschockt von der Reaktion.

    Genauso meinte ich es, danke Bono

    Wir sitzen alle im gleichen Boot darum wird keiner hier mit dem Finger auf dich zeigen.

    Das solltet ihr auch noch klären, "fast jeden Tag" hört sich nicht nach "einfach nicht so süchtig" an. Meine Frau hat in meiner nassen Zeit auch mehr getrunken, inzwischen aber hat sie es aber extrem reduziert, Alkohol ist sehr selten im Kühlschrank/Haus, ich kann auch ehrlich gesagt nicht mehr ernsthaft mit ihr reden wenn mehr als ein Glas konsumiert wurde. Dir wird es nicht anderst gehen, der Geruch, die belegte Zunge (lallen) usw. machen dein Vorhaben nicht einfacher, behalte das mal im Auge und versuche es nach den 5 Tagen mal anzusprechen.

    Ganz richtig. Es funktioniert nicht gut, wenn Alk Zuhause ist und mein Mann noch weiter trinkt. Aber bis auf freitags ein Feierabend Bier in der Firma, hat er für mich jetzt mit verzichtet. Es gibt kein Bier Zuhause oder im Garten. Dort war das erste auch immer erstmal eins auf machen. Aber jetzt fällt das weg und es geht auch. Wir kommen dadurch besser voran mit allem. Und ihm tut das auch mal gut. Und ja, ich kenne das schon von den letzten 2 Abstinenz Monaten Anfang des Jahren, ab einem gewissen Pegel, kann ich ihn nicht mehr ganz ernst nehmen. Hab da auch keine Lust drauf ihn so zu sehen.

    Guten Morgen, erstmal vielen Dank ihr lieben, das ihr euch Gedanken macht und mir antwortet. Ich weiß das zu schätzen. Eure Worte klingen in mir nach, ich lasse das alles mal in mir arbeiten. Allein, das ihr "da"seid, hilft mir jetzt schon. Und ich hoffe das ihr nicht Recht behaltet bezüglich dem rückfall.

    Ich will nicht mehr trinken.

    Heute ist Tag 18 meiner Abstinenz.

    Wie haben ein Gästezimmer außerhalb der Wohnung, aber im gleichen Haus. Es gibt schon die Möglichkeit, sich ein wenig Auszeit zu nehmen.

    Ich will es nicht sagen, das ich Alkoholikerin bin. Ich weiß auch, das es keiner versteht, auch die Schwiegerfamilie. Denen habe ich das schon mal gesagt, aber später wieder getrunken. Schon 2x. Die nehmen mich dann ja auch nicht mehr ernst. Kennt ihr das? Ich möchte das einfach noch nicht offiziell machen, ich erwarte kein Verständnis dafür von meiner Mutter und denke mir , Augen zu und durch.

    Schade, das su den Eindruck hast, doch da täuschst du dich, selbstverständlich möchte ich keine weitere Runde drehen!

    Aber es muss noch was anderes geben, als den Besuch zu verschieben, zumal das schwierig ist, weil auch mein Mann gerade da Urlaub und die Kinder Ferien haben.

    Es kommt einfach nicht in Frage.

    Ich würde mir wünschen, wenn es so weit ist, falls ich einen schwachen Moment habe, das ich hier schreibe und irgendjemand hilft mir über diesen Moment. Das heißt nicht, das ich die Verantwortung abgeben will, aber nur ihr hier könnt das nachvollziehen. Und alleine schon das sich mitteilen hilft mir. Der Suchtdruck von heute Mittag ist auch schon verflogen. Übrigens bekomme ich nicht angezeigt, wenn ich eine Nachricht von euch habe, muss mal schauen, warum. Habe dadurch einige Nachrichten sehr spät gesehen.

    Hallo Robyn,

    ja es ist wie du schreibst, beim Alk schon schwieriger, weil einfach überall getrunken wird. Wir sehen meine Mutter ja nur 2x im Jahr, das wäre jetzt der zweite Besuch. Sie ist auch schon alt, wer weiß, ob sie nächstes Jahr noch kommen kann. Also absagen kommt nicht in Frage. Ich muss lernen meine Frustration nicht mit Alkohol zu deckeln. Ich kann und will mich nicht von allen fern halten.

    Es muss doch auch so gehen.

    Vielleicht werde ich Ausflüge mit dem Auto planen, da trinke ich nicht, oder wenn es mich überkommt, trinke ich alkoholfreies Radler. Ich weiß, das wird hier nicht gut geheißen, aber es hat mir in Gesellschaft geholfen, keinen Alkohol zu trinken, trotz Bierdurst. Einige Strategien kenne ich, eine ganze Flasche Sprudelwasser z.b. hilft akut auch etwas. Der Vergleich, das ich sterbe, wenn ich einmal wieder rückfällig werde, ist etwas weit hergeholt. Ganz so schlimm steht es um mich nicht, dann würde es aber wieder von vorne anfangen und ich wäre sehr enttäuscht von mir selbst.ich weiß schon, würde ich schwach, wären es 4 bis 5 Bier am Tag, davon sterbe ich ja nicht. Aber ich würde mich ausgelaugt, kraftlos und mies fühlen, bin Grad so gut motiviert abstinent zu sein, und es sind ja immer nur momente, die ich überstehen muss. Von den Drogen bin ich schon so lange weg, das macht mich gar nicht mehr an. Da will ich mit Alk auch hin, braucht aber Zeit.

    Heute ist nach 17 Tagen Abstinenz der Bierdurst Recht stark. Auf jeden Fall hat das was mit meiner Mutter bzw. Unserem nicht so tollen Verhältnis zu tun. Denn erst seit dem Telefonat vorhin mit ihr ist es so stark.icg bin auch total genervt davon, das sie nächste Woche für 5 Tage zu Besuch kommen wird. Sie wohnt sehr weit weg, kommt mit dem Zug. Ich will auch keinen kontaktabbruch. Das hatte ich schon. Bin mit 14 von Zuhause ausgezogen. Hab ja auch Kinder die ihre Oma sehen wollen und umgekehrt. Trotzdem, ehrlich gesagt bin ich jetzt schon froh wenn sie wieder weg ist. Es tut weh sowas zu denken, aber es ist so. Ich wünschte es wäre anders, hab es aber auch versucht, sie letztes Jahr mit in den Urlaub genommen und gehofft, das unser Verhältnis sich bessert, aber für mich hat es sich nur verschlimmert. Sie ist dermaßen unreflektiert, ich kann mit ihr keine tieferen gespräche führen. Und so ich bezogen, wie eine verdeckte narzisstin. Und ihre haltlosen Vorwürfe, die sie mir macht, seit mein Vater gestorben ist, puh, sie ist echt schwierig. Für meinen Mann ist sie auch anstrengend, weil sie nur von sich redet und alles auf sich bezieht. Ich ich ich, schlimm. Und null Feingefühl. Naja, ich brauche dringend eine Strategie. Hoffe, das ich nächste Woche vor ihrem Besuch zum Arzt kann und Tabletten gegen das Verlangen bekomme.

    Bin Grad echt froh, das kein alk im Haus ist.

    Hi R/no,

    Die alkfreien Radler waren keine Alibi Getränke um jemandem was vorzugaukeln. Ich habe den Besuch bei mir gehabt. Sohn hat Geburtstag, Schwiegerfamilie kommt zum Grillen. Fast alle trinken. Das hat mir Appetit gemacht, aber statt ein Bier zu trinken, hab ich alkfrei getrunken, was eigentlich für die Schwiegermutter gedacht war. Das war an dem Abend eben meine Rettung, meine notlösung für den abend. Wenn ich kann, will ich solche Situationen aber meiden, was nicht immer geht.

    Hallo zusammen.

    Heute ist Tag 11 meiner Abstinenz. Das schlimmste hab ich hinter mir und meine Energie kommt zurück, alles wird langsam besser. Vor 3 Tagen hatte ich die Schwiegerfamilie zu Besuch und eigentlich war das immer mit trinken verbunden. Aber ich habe es geschafft, zu wiederstehen. 3 alkoholfreie Radler haben mich gerettet. Hinterher war ich jedenfalls mächtig stolz, das ich nicht ganz schwach wurde. Obwohl ich eigentlich nur Wasser trinken wollte, denn auf die Kalorien und den Zucker im Radler verzichte ich auch gerne.

    Es ist ein langer Prozess, einzusehen, das es wirklich nicht geht, nur mal 1 Bier zu trinken, aber an dem Punkt bin ich jetzt. Während meiner Sperre hier, hab ich hier trotzdem viel gelesen, das tut gut, zu wissen man ist nicht ganz alleine damit.

    Ich wollte zum Arzt mir unterstützende Tabletten holen, der Termin Stand schon, da hab ich bemerkt, das ich garnicht krankenversichert bin, weil mein Mann die KK gewechselt hat und ein Dokument, für meine Versicherung vergessen hat mit zu schicken. Nunja, es hat auch so geklappt. Trotzdem will ich zum Arzt. Ich muss es sagen, denke, das unterstützt mich auch. Meine Leberwerte sollten auch mal gecheckt werden. Also 1 Jahr möchte ich mal diese Tabletten zur Unterstützung gegen Suchtdruck nehmen.

    Ich will einfach nicht nochmal anfangen. Es sind schon so viele Jahre verloren, es reicht. Einmal war ich schon joggen, das ist auch so ne Sache, die mir gut tut. Wenn es auch anfangs schwierig ist. Ich freue mich fast täglich über Kleinigkeiten, die ich jetzt endlich hin bekomme. Z.b. gestern Nachmittag Kindergeburtstag, statt danach zu trinken und zu verhocken hab ich alles aufgeräumt und heute morgen ist die Wohnung wieder ohne Chaos vom Vortag.

    Momentan bin ich super motiviert endlich abstinent zu bleiben, weiß garnicht woher die Kraft dafür kommt, aber ich bin sehr sehr dankbar dafür.

    Ja, mein Mann trinkt ja auch gerne Bier.

    Er hat aber auch keinen Suchtdruck und esmacht ihm nix, wenn er nichts trinkt. Wir haben abgemacht, das er das Bier morgen irgendwo versteckt. Ich will es nicht zugänglich haben. Nach der Arbeit, das ist immer so ein Moment, wo ich Appetit auf ein Feierabendbier bekommen könnte. Ihm kann und will ich das nicht verbieten. Er hat 2 Monate wegen mir kein Bier Heim gebracht. Das ging von mir aus, so lange war ich trocken. Aber ehrlich gesagt, sobald ich schwach werde, setzt er mir auch nicht viel entgegen. Ich muss selber stark bleiben. Oft war es so, das ich sagte, ach komm holen wir doch was, dann willigt er auch meistens ein.

    Hallo Iwona-w,

    danke das du fragst.

    Heute bin ich den ersten Tag trocken geblieben und das ist ein gutes Gefühl. Hab hier im Forum gelesen, das man erstmal einzig dem ersten Glas Wiedersehen muss. So hab ich's gemacht, obwohl Bier im Kühlschrank ist, weil das von gestern noch übrig ist. Den Tag davor hab ich doch wieder 3 Bier getrunken, mich dann aber ebenfalls an einen Tipp hier aus dem Forum erinnert und anstatt des 4. Biers hab ich ne ganze Flasche Sprudelwasser getrunken. Dann ab ins Bett. Bringt tatsächlich was. Nur langfristig muss ich wiederstehen. Das ist ja das schwere. Entzugserscheinungen hab ich nicht. Außer meiner Stimmung, also es geht mir gut. Hab mich gefreut, das du gefragt hast. Ich wünsche dir einen schönen Abend.