Bienenliesel - Ich Dreh mich seit Jahren im Kreis.

  • Hallo zusammen.

    Ich bin 41 Jahre alt und trinke, seit ich 14 bin. Allgemein bin ich ein suchti, war jahrelang dogenabhängig, bis zumX/ Schluss Heroin-abhängig. Dank Therapie und Ortswechsel und absoluten Kontaktabbruch könnte ich die Drogensucht überwinden. Während der Therapie war ich trocken und dachte damals auch nicht, das ich ein alki sei oder Tendenzen dazu habe. Nun bin ich seit 15 Jahren dran, das ich weniger oder besser nicht trinken will, aber ich schaffe es nicht. Ich merke, wie ich abbaue. Keine Konzentration, keine Energie, sobald ichal paar Tage geschafft habe, geht es von vorne los. Ich trinke nur Bier. Für ne Frau aber zu viel. Ich hab 2 Kinder und verpasse so vieles dadurch. Ich schäme mich so, zu den aa in der Nähe zu gehen, darum hab ich mal hier online angefangen. Meinann trinkt auch fast täglich, hat aber kein Problem, mal nichts zu trinken. Er ist einfach nicht so süchtig. Ich könnte schon vormittags anfangen, mach ich auch manchmal. Und ich kann mit niemanden drüber reden, außer meinem Mann, aber seine Ratschläge helfen mir nicht. Und er ist nicht stark genug, sobald ich sage, ach komm wir trinken doch ein paar Bier, Grad bei Gartenarbeit, dann setzt er nix entgegen. Ist auch nicht seine Verantwortung, aber es heißt ja: nur du alleine kannst es schaffen, aber du schaffst es nicht alleine. Jetzt hab ich nach 4 Tage ohne Bier wieder getrunken und bin mal wieder enttäuscht. Es zieht mich voll runter.

  • ...ich hab so viel verloren, so viele Filmrisse, es gab ne Zeit, da war es Standard, das ich Nennriss Habe. Naja, egal. Ich wäre gerne echt für immer nüchtern. Hab das schon erkannt, das für mich nur entweder, oder geht. Ein bisschen funktioniert für mich nicht.

  • Hallo Bienenliesel,

    herzlich willkommen hier im Alkoholiker-Forum.
    Es ist gut, dass du dich hier gemeldet hast. Alkohol ist ein Nervengift und zerstört Körper und Seele.

    Er ist einfach nicht so süchtig.

    Ich denke ich brauche dir nicht viel über Süchte zu erzählen, aber entweder ich bin alkoholsüchtig, dann muss ich irgendwann trinken oder ich bin es nicht, dann kann ich es lassen.
    In diesem Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die ein dauerfhaft abstinentes Leben führen möchten.
    Wie sieht es da bei dir aus? Siehst du dich als Alkoholikerin?

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Bienenliesel,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Mir erging es ähnlich und ich setzte jahrelang meine Hoffnung auf dieses Forum hier. Hier las ich so viel von Langzeit Trockenen und wünschte es mir selbst auch so zu sein. Glücklich und zufrieden, ohne Alkohol.

    Es dauerte jedoch viel zu viele Jahre, bis ich endlich den Punkt gefunden hatte. Den Punkt, an dem nichts mehr ging.

    Ich war körperlich und seelisch am Ende und habe mich dann wieder hier in der SHG eingelesen und wieder Mut geschöpft.

    Das, was Du zeitweise tust, nennt man kalten Entzug. Und das kann für Dich gefährlich werden, den Alkohol von heute auf morgen abzusetzen.

    Deswegen raten wir allen Neuankömmlingen, sich Unterstützung von einem Arzt zu suchen.

    Du hast Deine Drogensucht überwunden und weißt im Grunde, wie es funktioniert.

    Arztbesuch, Karten auf den Tisch und durchstarten.

    Siehst Du Dich denn als Alkoholikerin und willst eine lebenslange Abstinenz?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • So wie ich lese, wird es hier für mich keinen Austausch geben, wenn ich nicht zum Arzt gehe bzw abstinent werde.

    Also ich geh nicht zu meiner Hausärztin.


    Aber ab morgen werde ich es wieder versuchen, hoffe es hilft mir, mich hier mitteilen zu können.

  • Der Austausch bei uns im offenen Bereich findet erst nach einem Arztbesuch mit begleiteter Entgiftung,oder aber nach 7-10 Tage Abstinenz, statt.

    Überlege Dir das nochmal mit dem Arztbesuch. Ein kalter Entzug kann für Dich sehr gefährlich werden.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Die Artikel kannst Du anklicken und solltest Du lesen. Du kannst auch zu einem anderen Arzt gehen, wenn Du mit Deiner Hausärztin nicht klarkommst.

    Bisher hast Du es auf Deine eigene Weise versucht, und hast immer wieder angefangen zu trinken.

    Da wäre es doch wirklich eine Überlegung wert, diesmal etwas anders zu tun, meinst Du nicht auch?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Also ich geh nicht zu meiner Hausärztin.


    Aber ab morgen werde ich es wieder versuchen, hoffe es hilft mir, mich hier mitteilen zu können.

    Es muss nicht der Hausarzt sein, es kann auch ein Facharzt deines Vertrauens sein, der sich zumindest etwas mit Sucht auskennt.

    Was genau möchtest du morgen wieder versuchen? Den Weg, der Dich schon seit 15 Jahren nicht zum Ziel führt?

    Oder bist du nicht eigentlich hierhergekommen, um endlich zu schaffen, auch diese Sucht zu stoppen?

    Scham ist unnötig, Sucht ist eine schwere Krankheit, und kein Arzt oder dessen Personal wird dich geringschätzig behandeln, wenn du etwas dagegen unternehmen möchtest

    Nur Mut, es kann doch nur besser werden. Hier bist du nicht allein und wirst verstanden!

  • Hallo Iwona-w,

    danke das du fragst.

    Heute bin ich den ersten Tag trocken geblieben und das ist ein gutes Gefühl. Hab hier im Forum gelesen, das man erstmal einzig dem ersten Glas Wiedersehen muss. So hab ich's gemacht, obwohl Bier im Kühlschrank ist, weil das von gestern noch übrig ist. Den Tag davor hab ich doch wieder 3 Bier getrunken, mich dann aber ebenfalls an einen Tipp hier aus dem Forum erinnert und anstatt des 4. Biers hab ich ne ganze Flasche Sprudelwasser getrunken. Dann ab ins Bett. Bringt tatsächlich was. Nur langfristig muss ich wiederstehen. Das ist ja das schwere. Entzugserscheinungen hab ich nicht. Außer meiner Stimmung, also es geht mir gut. Hab mich gefreut, das du gefragt hast. Ich wünsche dir einen schönen Abend.

  • hab ich ne ganze Flasche Sprudelwasser getrunken.

    Und das nächste Mal die Flasche vorher trinken und dann kein Bier. Sonst bleibt es nur der Versuch einer Kontrolle der Sauferei.

    Das habe ich damals auch, nicht nur einmal, versucht. Klappte nur hin und wieder und ich habe jahrelang weiter gesoffen. Bzw. ich "Drehte mich Jahrelang im Kreis". So wie es in Deiner Überschrift heißt.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ja, mein Mann trinkt ja auch gerne Bier.

    Er hat aber auch keinen Suchtdruck und esmacht ihm nix, wenn er nichts trinkt. Wir haben abgemacht, das er das Bier morgen irgendwo versteckt. Ich will es nicht zugänglich haben. Nach der Arbeit, das ist immer so ein Moment, wo ich Appetit auf ein Feierabendbier bekommen könnte. Ihm kann und will ich das nicht verbieten. Er hat 2 Monate wegen mir kein Bier Heim gebracht. Das ging von mir aus, so lange war ich trocken. Aber ehrlich gesagt, sobald ich schwach werde, setzt er mir auch nicht viel entgegen. Ich muss selber stark bleiben. Oft war es so, das ich sagte, ach komm holen wir doch was, dann willigt er auch meistens ein.

  • Er hat aber auch keinen

    Suchtdruck und esmacht ihm nix, wenn er nichts trinkt. Wir haben abgemacht, das er das Bier morgen irgendwo versteckt. Ich will es nicht zugänglich haben. Nach der Arbeit, das ist immer so ein Moment, wo ich Appetit auf ein Feierabendbier bekommen könnte. Ihm kann und will ich das nicht verbieten. Er hat 2 Monate wegen mir kein Bier Heim gebracht. Das ging von mir aus, so lange war ich trocken

    Im Ernst? Du willst das er das Bier versteckt und wahrscheinlich dann heimlich trinkt, er hat dann aber auch bald oder auch schon ein Problem.

    Das ging von mir aus, so lange war ich trocken

    Vielleicht sollte er besser auf Alkohol verzichten, ich bin selber sehr locker damit umgegangen aber du schreibst ja quasi das du wieder trinken könntest wenn...

  • Hallo zusammen,

    Dies ist der Vorstellungsbereich und dient nicht dem Austausch. Hier werden die ersten Schritte erklärt, wie man zu Beginn vorgehen sollte. Der eigentliche Austausch findet nach der körperlichen Entgiftung statt, entweder mit Beginn der ärztlichen Überwachung oder nach etwa sieben bis zehn Tagen ohne Alkohol.

    Dies wurde auch bereits explizit erwähnt. Von Elly angesprochen.

    Bienenliesel , Da du wieder getrunken hast, macht das auch wenig Sinn. Zudem Trocken sein was andere ist als Trinkpausen.

    Meine Empfehlung: Mit dem Arzt offen und ehrlich besprechen, wie eine Entgiftung bei Ihnen aussehen sollte, und sich anschließend wieder hier melden.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich möchte nicht zehnmalklug rüberkommen, bin selber noch nass hinter den Ohren, aber denk nochmal darüber nach, auch wenn er es versteckt, wie stehst du da wenn du es findest, vielleicht auch aus Zufall? Wie

    Das solltest du anderst machen, das selbst ich in Zwischenzeit

  • Ich werde diesen Thread für ein paar Tage schließen, da der Austausch sonst nicht endet.

    Bienenliesel , Melde dich bitte per PN, sobald du beim Arzt warst oder nach sieben Tagen ohne Alkohol. Du kannst dich hier in dieser Zeit ja auch einlesen.


    Vielen Dank.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hartmut 25. Mai 2025 um 20:21

    Hat das Thema geschlossen.
  • Nayouk24 23. Juli 2025 um 09:36

    Hat das Thema geöffnet.
  • Hallo bienenliesel,

    Dein Thread ist wieder offen, du kannst hier schreiben, wie es jetzt bei dir aussieht.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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