Beiträge von esteban

    HI leute,

    Heute ist der 20. Tag meiner Abstinenz.

    Ich war schon ein paar mal alleine einkaufen in verschiedenen Supermärkten lief an zahlreichen Alkoholikas vorbei und ich muss sagen die interessieren mich zero .

    Im Gegenteil ich sehe die an und denke mir Ihr habt jahrelang genug mein Leben zerstört. Nicht nur mental und körperlich sondern auch finanziell und gesellschaftlich. Ich habe vor 21 Jahren dadurch meinen Führerschein verloren und bis heute nicht zurück.

    Als Belohnung kaufe ich mir an der Kasse immer ein Duplo oder Kinder Bueno. Früher war auf dem Rückweg immer ein Flachmann am Start. (Weg von und zur Kaufhalle fürt über eine Friedhofsparkanlage) nun genieße ich mein Leckerli wenn ich zurück nach Hause gehe . an sonsten habe ich immer ein paar Lakritz Bonbons in der Tasche. In der Zeit bis meine Frau nach Hause kommt (ca.14 Uhr ) Ist es oft ohne alk langweilig aber ich versuche mir eine neue Tagesstrategie zu erwerben. Trinke zwar häufiger Kaffee aber an sonsten viel Wasser (mit Geschmack). Ich habe wieder angefangen zu malen und zu zeichnen. Arbeiten kann/darf ich wegen anderen schw. Chronischen Krankheiten nicht.

    Ich habe angefangen Bücher zu lesen und führe jetzt ein Status-Tagebuch. wo ich aufschreibe wie es mir am Tag ging, was ich nächsten Tag vor habe. und gebe mir ein Punkte System 1. wie ging es mir heute. 2. Wie stark war der Saufdruck. Ich schreibe mir 5 Dinge auf die Heute positiv waren und 5 Dinge wofür ich Dankbar bin. Ja so läuft es bei mir momentan.

    Grüße Esteban

    Ja ich primär auch nicht nur diese Fehleinschätzung nun geheielt zu sein und das ich egal wann es nun geschafft habe das waren Hintertürchen für mich. Ich behandle die Krankheit mit grossem Respekt und übe mich bewusst in Demut. Gott sei Dank hällt der Eckel vor Alk an . Was ich lernen muss sind Alternativen / Strategien wenn mein Leben in ein Ungleichgewicht fällt.

    LG

    Esteban

    Hi Leute,

    Ich bin nun (erst) 17 Tage Abstinent. Ich fürchte mich vor den Herausforderungen die das Leben so mit sich bringt.

    Ich möchte es wirklich schaffen ! Dauerhaft !

    Aber was ist nun wenn ich doch einmal einknicke und in einer Stressituation was Trinke ?

    Ich habe darüber mal mit einer Therapeutin gesprochen.

    Sie sagte mir folgendes :

    1. Es kann immer mal passieren (sollte aber nicht)

    2. sich dessen bewusst sein und den Willen nicht aufgeben.

    3. Ist nun meine Abstinenz alles umsonst gewesen ? Nein , denn jeden Tag dem Du deinem Körper was gutes tust ist/war ein guter Tag.

    4. Ist das nun ein Rückfall und ich habe nun verloren ? Nein es ist ein Vorfall (denn etwas muss geschehen sein das es mich wieder angetriggert hat) schmeiß den Alk weg kauf nichts neues und erinnere dich an die schönen Sachen deiner Abstinenz.Also fang nicht von vorne an sondern mach da weiter wo du aufgehört hast. Das ist psychisch wichtig denn Depressionen,Versagensschuld behindern dich nur. Sei Stolz wie weit du es geschafft hast. Mach dort weiter.

    5. Analysiere den Vorfall und beseitige die Ursachen.

    __________________________________ Was meint Ihr zu diesen Gedanken ?

    Denn eins ist klar ich habe selbst Angst vor vorfällen. denn mein Körper verzeiht mir nicht mehr viel und ich möchte doch ein normales Alter erreichen und selbst auf mich Stolz sein. In der Vergangenheit in den on-offs des trinkens habe ich mir selbst was vor gemacht. ich dachte ich trinke schon lange nichts mehr , mir kann nichts mehr passieren. Das war stehts voreilig und Überheblich von mir. Ich habe nun verstanden das ich nie geheielt werden kann und jeder Tag anders ist mit seinen Herausforderungen. Aber ich bin zuversichtlich das ich einen guten Weg einschlagen werde/habe. Lieber zerschlage ich eine Flasche als das die Flasche mich zerschlägt.

    Hallo Paul,

    erstmal vielen Dank für deine lieben Worte. Ja so war es immer bei mir die Entzüge verblassten im Kopf und wenn es wieder eine Situation gab sagte man sich : ach komm nur ein bischen... und 2 Wochen später war man wieder voll drauf. Gerade das will ich nicht mehr. Es gibt viele die in meinem Alter an Alk gestorben sind. Aber es gibt auch viele die es geschafft haben . für mich ist es nun eine Wegentscheidung. dazwischen gibt es nicht. Und ich habe keine Lust so zu enden. Ja ich habe mich hier in dieser SHG angemeldet weil ich es eben unbedingt schaffen will. Ich möchte wieder auf mich Stolz sein .

    Liebe Grüße Esteban

    Kennt Ihr das auch ?

    An einem Tag wie Heute hab ich echt ne dünne Haut. War grad mit meiner Frau einkaufen und mich störte einfach alles. Die Menschen, Die Angebote , Die Preise. Vor allem aber die Menschen. Ich merke das Unruhe... Agressivität in mich aufstieg. Ich summte in Gedanken einfach ein Lied und es half etwas. Ja und mit Wut hat mein Suchtgedächtnis immer mit Alk reagiert. Gott sei Dank war meine Frau dabei und ich doch den Willen habe das Gift nicht mehr zu kaufen. Es war nicht sehr akut aber eben mit emotionalem Ungleichgewicht um zu gehen muss ich halt noch mehr lernen und trainieren.

    Hallo Esteban, also den schönen Udo würde ich nicht als Vergleich nehmen, mir macht alles mehr Spaß, du darfst nur nicht erwarten das es alles immer super läuft. Im ersten Jahr ist es halt ein stetiges auf und ab, wie die alten Hasen ja auch schreiben, ich kann das bestätigen, für mich zumindest trifft das zu. Du hast nicht gerade wenig getrunken und dann noch harte Sachen, da wird dein Körper bestimmt eine Weile brauchen um klar Schiff zu machen, die Leber ist nach ca. einem Jahr wieder erneuert, zumindest die Teile die noch zu retten sind. Mit mir geht es auf jedenfall langsam aber stetig Bergauf und ich bin sowas von positiv eingestellt, man muss nur Geduld haben. Wenn du es wirklich willst kannst du es schaffen, es ist ein gefühl das keine Droge toppen kann, meiner meinung nach.

    Du solltest dich auch beschäftigen, denn für mich zumindest wäre Langeweile ein riesen Problem, gib Geld aus für Hobbys oder sonst was, ich hab mir grob ausgerechnet wieviel mich Alkohol und Zigaretten im Schnitt pro Monat gekostet haben und hab mir dann ohne schlechtes Gewissen Werkzeug und andere Dinge geleistet.

    Du schaffst das, sei stark nach ein paar Wochen kann es dir schon sehr viel besser gehen, das Erfolgsrezept ist das du glücklich bist mit deinem abstinenten Leben und nicht wie bei meinen wenigen halbherzigen versuchen davor, irgendjemanden etwas beweisen zu wollen oder wie hier ein schlauer Mann geschrieben hat, die Abstinenz mit geballter Faust in der Tasche zu erzwingen. Du musst es für Dich wollen, für Dich zuerst, erst dann profitieren auch Deine Frau/Kinder davon.

    Das ist meine Meinung, ich bin halt auch noch relativ frisch dabei, darum hör vor allem auf die länger gedienten und lass dich nicht verunsichern wenn es manchmal hart klingt, niemand will dir etwas böses.

    LG R/no

    vielen Dank für deine Worte. Ja dranbleiben aber nicht verzagen. Ja werde mit grossen Interesse die Ratschläge der erfahrerenen "alten Hasen" annehmen denn schließlich möchte ich auch mal einer werden ^^ sprich auf mein Leben zurückblicken und zufrieden sein . Mit dem Hobby ist das so eine Sache. Ich muss wieder erlernen und erkunden was mir Spaß macht. vielleicht erstmal mit meinem Hund große Waldrunden laufen (wenn möglich Barfuß) das erdet mich und lässt mich selbst spüren. wieder Meditieren lernen vielleicht.

    Hallo Leute ,liebes Team,

    Ja wie hab ich es geschafft den akuten Entzug zu überstehen :

    In einer Klinik war ich dieses mal nicht ( 2x in Kliniken gewesen a circa 6 Wochen ). Ich verspürte einen Schmerz meiner Bauchdecke+Magenschmerzen+ ständigen Durchfall ,Nachtschweiß., um 4 Uhr aufwachen mit Unruhe als ich noch was getrunken habe. Ich versank etwas in Selbstmitleid und ich ärgerte mich über mich was aus mir geworden war. Ich trank ca. ca. 1L Klaren oder Korn verdünnt mit Limo den Tag über. Jeden Tag. Ich weis nicht wie aber ich wollte es einfach nicht mehr. Auch diese on-off des Trinkens . Vom 1-4 Tag der Abstinenz hatte ich noch mit Schmerzen und starkem Schwitzen zu tun. Ich nahm ein Beruhigungsmittel.(weis nicht ob ich dieses hier benennen darf) legte mich auf die Liege und sah Fern. Nach 7 Tagen waren die Schmerzen weg und mein Stuhlgang normalisierte mich. Ich habe sehr wenig gegessen aber ca. 3 L Wasser getrunken. Mein Puls normalisierte sich von 170/110 Puls 110 auf 127/90 Puls ca. 78 . Jetzt nach 2 Wochen wenn ich an Alkohol denke widert mich es (noch) an. Ich hoffe es bleibt so.

    Besondere Problematik ist das ich seit vielen Jahren an Depressionen leide (fluten einfach zu Weinen) und habe eine Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (K-PTBS) Therapien hab ich von Trauma,Kognitiv,Tiefentherapien durch. Erfolglos. Arbeitsamt hat mich als austherapiert eingestuft und bin nicht mehr in der Vermittlung.

    Meine Mutter,Erzeuger und Vater meines Erzeugers wahren Alkoholiker die letztenendes daran verstorben sind. Ich möchte diese "Tradition" nicht mehr weiter führen. Ich habe eine sehr liebe Frau die ich nicht belasten oder verliehren möchte wegen diesen schei.. Alkohol.

    Ich bin erst ganz am Anfang meiner Dauerabstinenz. Momentan erinnert mich das eher an eine weitere gute Episode. Nur der Entschluss ist gefasst ! Ich möchte nie wieder dieses selbstzerstörerische Gift zu mir nehmen.

    Momentan (ausser ab und zu Traurigkeitsüberschwemmungen) fühle ich mich irgend wie lehr . Udo Jürgens sagte einmal als man ihn auf seine Abstinenz ansprach : " Ich fühle mich fitter aber es macht nicht mehr so viel Spass" Naja ich würde es in "allen" bereichen des Lebens als momentan Lustlos bezeichnen. Ich las hier einen schönen Vergleich. Abstinenz als neuen Lebensentwurf. Genau den muss ich lernen.

    Hi Leute,

    bin seit 30 Jahren Alkoholiker und hab aus gesundheitlichen Gründen mich entschlossen Abstinent / Trocken zu leben.

    In meinem Leben gab es immer auf und ab,s .. Mal getrunken dann aufgehört und wieder angefangen. Ich war dem Irrtum unterlegen wenn ich aufhören kann dann ist es ja nicht so schlimm. Ja das ist ein Fehler gewesen. Ich habe nun verstanden das ich eine chronische Krankheit habe die sich Alkoholismus nennt.

    Ich möchte nun bewusst für den Rest meines Lebens abstinent leben ! Es wird sehr schwierig werden aber ich muss/möchte es schaffen.

    Dafür brauche ich auch eure Hilfe um die auf und ab,s im Leben zu überstehen und nicht wieder Rückfällig zu werden.

    Ich fürchte mich vor Überreizungen wie Angst,Wut,Glücksgefühle, emotionale Hochgefühle die mich wieder zur Flasche greifen lassen. Ich muss den inneren "Suchtteufel" in die Schranken weisen und wenn möglich verbannen (Methaphorisch gesprochen).

    LG

    Esteban