Esteban - Vorstellung

  • Ich habe das in deinen Thread verschoben, da der Bereich, wo du es eingestellt hattest, erst nach einem Jahr relevant ist

    Alles, was dich betrifft, bitte zunächst hier belassen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich fürchte mich vor den Herausforderungen die das Leben so mit sich bringt.

    Natürlich erlebe ich in meinem trockenen Leben nun alles klar und deutlich. Alle Gefühle und Gedanken sind nicht mehr durch Alk benebelt. Jetzt erlebe ich mein Leben bewusst. Es gibt schönes und unangenehmes und nüchtern ist eben alles neu und es kann auch mal zu einer Achterbahnfahrt werden. Für die Zeit, in der ich getrunken habe, habe ich für Bewegung gesorgt, meditiert und andere schöne Sachen als Ausgleich und Ablenkung gemacht. Vielleicht fällt dir ja für dich auch was gutes ein. z.B Rad fahren, lesen, wandern usw.

    Es ist mein Leben. Nur weil ich nüchtern bin, ist es nicht besser oder schlechter, aber ich reagiere, denke und handele anders und besser.

    Zu den Ausssagen der Therapeutin habe ich eine andere Meinung. Die Aussagen von ihr klingen für mich zu halbherzig wenn man abstinent leben möchte. Als wäre ein Rückfall nur halb so schlimm.

    Dabei ist ein Rückfall die Rückfahrkarte zurück in die Suchtspirale. Bei mir würde es ja nicht bei 1 Glas Wein bleiben, nein, es würde zu mindestens 1 Flasche Wein mutieren oder sogar mehr. Und am nächsten Tag ginge es weiter und am übernächsten Tag auch….never ending story, so wie es zu meiner nassen Zeit war. Ich möchte da zu 100% nie wieder hin.

    Für mich ist das völliger Quatsch was sie da sagt und ich vermute, dass sie sich mit der Alkoholsucht nicht auskennt.

    Es gibt nur „entweder - oder“. Entweder ist trinke und bin nasse Alkoholikerin oder ich trinke konsequent keinen Alkohol und bin trockene Alkoholikerin. Ein kontrolliertes Trinken ist für mich unmöglich.

    Also du musst wissen was du willst. Wenn du nüchtern bleiben willst, dann lösch die Aussagen der Therapeutin aus deinem Kopf, das ist jedenfalls meine Meinung.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • HI leute,

    Heute ist der 20. Tag meiner Abstinenz.

    Ich war schon ein paar mal alleine einkaufen in verschiedenen Supermärkten lief an zahlreichen Alkoholikas vorbei und ich muss sagen die interessieren mich zero .

    Im Gegenteil ich sehe die an und denke mir Ihr habt jahrelang genug mein Leben zerstört. Nicht nur mental und körperlich sondern auch finanziell und gesellschaftlich. Ich habe vor 21 Jahren dadurch meinen Führerschein verloren und bis heute nicht zurück.

    Als Belohnung kaufe ich mir an der Kasse immer ein Duplo oder Kinder Bueno. Früher war auf dem Rückweg immer ein Flachmann am Start. (Weg von und zur Kaufhalle fürt über eine Friedhofsparkanlage) nun genieße ich mein Leckerli wenn ich zurück nach Hause gehe . an sonsten habe ich immer ein paar Lakritz Bonbons in der Tasche. In der Zeit bis meine Frau nach Hause kommt (ca.14 Uhr ) Ist es oft ohne alk langweilig aber ich versuche mir eine neue Tagesstrategie zu erwerben. Trinke zwar häufiger Kaffee aber an sonsten viel Wasser (mit Geschmack). Ich habe wieder angefangen zu malen und zu zeichnen. Arbeiten kann/darf ich wegen anderen schw. Chronischen Krankheiten nicht.

    Ich habe angefangen Bücher zu lesen und führe jetzt ein Status-Tagebuch. wo ich aufschreibe wie es mir am Tag ging, was ich nächsten Tag vor habe. und gebe mir ein Punkte System 1. wie ging es mir heute. 2. Wie stark war der Saufdruck. Ich schreibe mir 5 Dinge auf die Heute positiv waren und 5 Dinge wofür ich Dankbar bin. Ja so läuft es bei mir momentan.

    Grüße Esteban

    Der Barfüßler

  • Das liest sich gut und strukturiert.

    Im Gegenteil ich sehe die an und denke mir

    Hier bringe ich gerne ein Beispiel. Ich schaue mir auch nicht das Windel-Regal an und denke mir irgendetwas dabei. Der Kinderzug ist abgefahren. Es macht keinen Sinn.

    Auch wüsste ich nicht genau, ob das häufige Anschauen von alkoholischen Getränken, nicht doch irgendetwas in meinem Suchtgedächtnis anrührt. Also lasse ich es. Wozu auch?

    Das bringt mich zu meiner Frage an Dich.

    Wie stark war der Saufdruck.

    Was für ein Saufdruck? Hast Du welchen? Und wenn ja, wann kommt der auf?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

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