Beiträge von Lebensmut74

    Auch ich empfehle dir eine SHG vor Ort. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Gruppen und vielleicht passt es nicht auf Anhieb, aber ich bin sicher wenn es passt, wie bei mir, wirst du dort die Bereicherung für dein Leben in Form von neuen Freunden finden, nach der du suchst. Und ansonsten sind wir hier (wenn auch anonym) spitzen Zuhörer und Gefährten in einem trockenen Leben.

    LG Lebensmut 74

    Hallo Bibitor,

    herzlich willkommen. Ich finde mich in vielen Sätzen von dir wieder. Bei mir waren es gestern 3 Monate und ich bin glücklich wie schon lange nicht mehr.

    Die betrunkene Partymaus bin ich nicht mehr aber in mir sind ganz viele "trockene Party" Vibes, and I love it.

    Auf einen schönen Austausch

    LG Lebensmut

    Wie war es vor 3 Monaten und wie ist es jetzt?

    Es hat sich sehr viel verändert. Ich bin nicht mehr lustlos und unternehme viel mehr. Ich habe mich von Kleidergröße 48/50 auf 42/44 verkleinert. Ich habe keinen roten Kopf mehr. Die roten Äderchen haben sich reduziert. Mein Blutdruck hat sich fast normalisiert und meine Blutwerte werden besser und besser. Ich kann zu jederzeit Auto fahren :)

    Hallo zusammen,

    heute sind es genau 3 Monate, juhu :) Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht und wieviel sich in meinem Leben geändert hat. Wenn ich meinen Faden so durchlese, muss ich schmunzeln wie angegriffen ich mich oft fühlte. Ich war am Anfang so verletzlich wie ein rohes Ei. Jetzt merke ich wie nach und nach sich alles stabilisiert und normalisiert. Es ist nach wie vor "Arbeit" das Leben mit Dingen zu füllen, die mich glücklich machen. Das sind Spaziergänge, kulturelle Veranstaltungen, Museumsbesuche oder mein wöchentlicher Treff in der SHG, wo ich mich sehr wohl fühle und mich dort mehr engagieren will.

    LG Lebensmut74

    sie macht mir jetzt schon Bauchweh, das ist auch irgendwie bescheuert!!

    Ich finde das ist nicht bescheuert sondern achtsam. Da es eine Freundin ist, würde ich mit offenen Karten spielen und sie schon vor dem Besuch abholen wie es bei dir gefühlstechnisch aussieht. Sie wird sicher Verständnis haben und eine alkoholfreie Umgebung für dich schaffen. Du schaffst das, es wird bestimmt schön.

    aber auch Gelassenheit gehört dazu

    Ich denke das ist auch wichtig um das Leben genießen zu können. Risikominimierung ist wichtig aber ich möchte nicht, dass das Monster "Alkohol" so viel Macht hat, mir ein gesellschaftliches Leben zu verwähren.

    Ich nähere mich nicht geistig, seelisch und körperlich auf Armlänge Alkohol.

    Bei dieser Aussage geh ich bei geistig und seelisch absolut mit aber krampfhaft jede Situation zu meiden wo Alkohol getrunken wird (Theater, Oper, Vernisagen, Klassentreffen, Geburtstage, Hochzeiten etc.), das möchte ich nicht. Dann kann ich mich daheim einsperren und ab und zu auf einen Kindergeburtstag gehen. So hab ich mir dann mein selbstbestimmtes, abstinenzes Leben nicht vorgestellt.

    Sie ist 85 und würde das sowieso nicht mehr verstehen.

    Ok, das kann ich verstehen. Meine Eltern sind erst 73 und es war mir wichtig diesen wichtigen Teil in meinem Leben zu erzählen. Dann komm ich bei künftigen Familienfeiern auch nicht in die Situation abzulehnen, mir wird dann schon gar nichts angeboten. Ich kann mir aber jetzt schon vorstellen wie meine Mutter mich mit Argusaugen beobachten wird ob ich wirklich nichts trinke. Ach irgendwie ist das aber auch schön, sie liebt mich.

    Erst Euphorie, alles neu, alles besser. Aber dann knallt die Erwartungshaltung gegen die Realität .„Jetzt müsste doch was passieren!“ Nur kommt da nichts Magisches. Da ist plötzlich Alltag

    Genau so geht es mir gerade. Für mich ist klar, Alkohol ist aus meinem Leben gestrichen aber auf der Suche nach Ausgleich bin ich doch irgendwie (Bewegung, Hobbies, Unternehmungen) Mich würde wirklich interessieren ob sich das irgendwann legt und man den Alltag einfach so nimmt wie er ist. Nicht mehr auf der Suche nach dem "Glücksgefühl" ist.

    Wie die Zeit vergeht, unfassbar. Mir geht es aktuell ganz gut. Ich schlafe besser, Alkohol ist für mich weiterhin keine Option auch wenn es mal stressig ist. Das Gewicht geht straight runter, was mir zusätzlich ein gesundes Gefühl gibt. Übergewicht und Alkohl war eine böse Kombi für die Gesundheit.

    Wetterbedingt sind die Aktivitäten der Anfangsabstinenzzeit etwas nach unten gegangen, ich muss mal überlegen was mir sonst noch gut tut. Meine Mutter nervt mich manchmal, ich habe natürlich in meiner Familie erzählt, dass ich Alkoholikerin bin und die Krankheit seit 28.07. durch Abstinenz gestoppt habe, jetzt frägt sie bei jedem Telefonat nach ob alles in Ordung ist und ich weiterhin trocken bin. Wenn ich abends von der Arbeit mal müde bin und sie das am Telefon hört, frägt sie gefühlt tausendmal nach.

    Ich kann ja verstehen, dass sie sich Sorge macht aber es nervt weil ich gar nicht an Alkohol denke und mich ihre Zweifel an meiner Aussage etwas verletzen. Es ist nicht so, dass ich sie in der Vergangenheit diesbezüglich enttäuscht habe. Es ist mein erstes und letztes Mal, dass ich ohne Alkohol lebe. Zuvor wussten meine Eltern zwar, dass ich dem Alkohol nicht abgeneigt war aber sie konnten sich das Ausmaß gar nicht vorstellen. Nach außen hin hab ich immer funktioniert.

    So nun wünsch ich euch einen schönen Sonntag.

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    Hallo Janine, willkommen von mir im Forum. Ich bin noch nicht allzu lange dabei aber als ich hier ankam, war meine letzte Sorge die Farbe meines Avatars :)

    Ich freue mich auf den Austausch mit dir. Hast du dir schon deine eigenen Strategien zurecht gelegt wenn es brenzlig wird? Nur einfach nicht trinken hilft nicht, das hab ich hier gelernt und stimmt tatsächlich.

    LG Lebensmut

    Danke liebe Mattie für die Nachfrage. Mir geht es besser, klar tut es noch weh. Wir lernen alle gemeinsam inkl. Bruderkater das Leben ohne ihn zu leben. Was meine Abstinenz angeht bin ich stark. Meine SHG-Besuche helfen mir sehr, ich freu mich immer sehr auf die Gruppe. Auch hier zu lesen gibt mir Kraft, auch wenn ich mich manchmal aufrege :) So nach und nach verstehe ich aber immer besser, woher manchmal hart wirkende Aussagen kommen. Ich habe gerade einen Beitrag von AnnaBlume gelesen, der mir sehr gefallen hat. Da ging es um die Wirkung des Forums am Anfang auf sie. AnnaBlume danke dafür

    Die Euphorie vom Anfang legt sich und alles wird normaler, davor wurde ich gewarnt. Jetzt nur nicht übermütig werden. Ich habe mittlerweile alle Strukturen, die mit meinem Alkoholkonsum einhergingen, geändert und das tut mir sehr gut.

    Liebe Grüße und ebenfalls nur gute Gedanken an dich und alle Anderen